Alle 4 Artikel zum Thema Hademar Bankhofer auf medienlese.com:
Robin Meyer-Lucht hatte 2007 natürlich völlig recht, als er - im Gegensatz zur vereinten Verlegerschaft - die Öffentlich-Rechtlichen vollumfänglich im Internet vertreten sehen wollte. Ob er sich allerdings unter der gleichfalls geforderten Kontrolle so etwas vorstellte, wie es noch heute in dieser Babyklappe des ZDF abläuft, das wage ich dann doch zu bezweifeln:
“Die Doku-Soap erzählt von bewegenden, glücklichen und aufregenden Momenten rund um die Geburt - Geschichten über Frauen und Männer, die sich auf das Abenteuer Kind einlassen.”
Seit einigen Jahren schon featured der Sender das Sendeformat der ‘Babystation’ - mit anderen Worten, er wirbt dank elternaffiner ‘Homestories’ und mit niedlichen Babybildchen für das Perinatalzentrum der privaten Asklepios-Klinik in Hamburg-Altona. Allen voran und immer vor Ort “ZDF-Reporter” Christopher Butt, ein Dienstleister für freundlich-mundgerechte Interviews, journalistisches Talmi und verbalen Glasperlenhandel.
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Der WDR war seit Jahren informiert
(stern.de, Daniel Bouhs und Nicole Simon)
“Im Fall Hademar Bankhofer hatten Kritiker den WDR seit 2004 mehrfach gewarnt. Der Wissenschaftler Gerd Antes übte im Gespräch mit stern.de massive Kritik - am Schweigen des Kölner Senders und an den Methoden des vermeintlichen Gesundheits-Experten.”
Die toten Roma-Mädchen von Neapel
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier analysiert, wie Medien ein einziges Bild mit einer einzigen dazu erzählten Geschichte zur alleinigen Wahrheit stilisieren. Aus dem Rudel der Einheitshaltung ausgebrochen ist einzig der Onlineauftritt der Rheinischen Post - allerdings nicht zum Guten.
Einstellung und Realität von Journalistinnen
(medienheft.ch, Andrea Renggli)
“Der Anteil an Frauen im Journalismus hat in den letzten Jahren zwar stetig zugenommen, doch in Führungspositionen sind Journalistinnen nach wie vor untervertreten. Gemäss einer aktuellen Studie sind die Arbeitsbedingungen und die Familie für Schweizer Journalistinnen aber kein Grund, sich gegen den beruflichen Aufstieg zu entscheiden. Die Ursachen sind demnach anderswo zu suchen.”
Fräulein unschuldig und der fitte Senator
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
“Am Donnerstagabend hat Diekmann im Restaurant Borchardt übrigens Obama die Zeitung mit der Schlagzeile ‘Bild-Reporterin im Fitness-Studio’ gezeigt, Assistent Love wollte (wenn schon, denn schon) als Fotograf genannt werden. In einen Teil der Auflage hat er es noch geschafft.”
Kameramann von der Hamas festgenommen
(tagesschau.de, mit Video)
“Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hat die radikalislamische Hamas aufgefordert, den verschleppten palästinensischen ARD-Kameramann Sawah Abu Saif sofort freizulassen. Der ARD-Journalist war in der Nacht zum Samstag von vier maskierten Hamas-Männern in seiner Wohnung festgenommen worden. Zur Begründung hieß es, Sawah Abu Saif stehe in dem Verdacht, ein Fatah-Aktivist zu sein.”
Anschwellender Blogsgesang
(telepolis.de, Burkhard Schröder)
“Der Vorwurf, Blogs seien ‘rechthaberisch’, ist ohnehin subjektiv und kann weder belegt noch widerlegt werden. Die Holzmedien und ihre digitalen Ableger sind in der Regel belehrungsresistenter und unflexibler bei Irrtümern als Blogger, die von ihrem Publikum, sei es noch so klein, jeden Fehler gnadenlos um die Ohren gehauen bekommen.”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Und sie bewegen sich doch aufeinander zu: Was uns der Fall Bankhofer über das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten zeigt. Entsteht eine neue Arbeitsteilung?
Eindeutig waren es zunächst einige Blogger, die – angelockt von der Bankhofer?schen Königs-Artischocke – einem strengen Melissenduft nachgingen und die konkreten Auswirkungen von Beraterverträgen mit Wort, Bild und YouTube illustrierten. Zu nennen sind hier vor allem drei Blogs – die Gesundheitsblogger der Stationären Aufnahme, Lanus Heul nicht - sag was! und das Gemeinschaftsblog für exitorientierte Unternehmensmeldungen namens BooCompany. Zu diesen Blogs, die untereinander zum Teil auch personell verflochten sind, kamen etliche andere Blogs hinzu, die wertvolle Kärrnerarbeit leisteten – ich nenne hier stellvertretend nur das Blog Plazeboalarm auf ScienceBlogs, wo man die Idee hatte, einfach mal in Apotheken zu gehen, um zu gucken, was man denn bekommt, wenn man nach der wirkungsmächtigen Klostermelisse des Herrn Bankhofer fragt.
So muss man sich die ‘Schwarmintelligenz’ der Blogosphäre in der Realität vorstellen:
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Schweizer Fernsehen: Eine Frage der Glaubwürdigkeit
(beobachter.ch, Christoph Schilling)
“News-Journalisten müssen unabhängige, kritische Geister sein. Ist das noch gewährleistet, wenn sie für gutes Geld PR-Anlässe für Firmen moderieren, über die sie sonst berichten?”
Herr Bankhofers PR-Interviews
(scienceblogs.de/plazeboalarm, Marcus Anhäuser)
WDR feuert Hademar Bankhofer: “Wir dokumentieren, in welcher Form er für die MCM Klosterfrau tätig war: Als Gesundheitsexperte in PR-Interviews für Produkte der Firma.”
Aus »Unbekannt« mach »Telekom«
(message-online.com, Uwe Krüger)
“Waren die Doping-Recherchen des Spiegel 1999 korrekt? Ein Informant von damals spricht über verbogene Zitate, falsche Bildunterschriften und dubiose eidesstattliche Versicherungen.”
Schön und gut
(nzz.ch, H. Sf.)
“Die Berliner Zeitschrift ‘Liebling’ fällt auf, formal und inhaltlich. Auch da, wo es um Mode und Kunst geht, fehlt der Jargon der Insider, gibt es nicht das sich enigmatisch spreizende Gefasel.”
Nazi-Worte im Sprachgebrauch
(sueddeutsche.de, Ruth Schneeberger)
Interview mit dem Sprachforscher Thorsten Eitz: “Der NS-Vergleich ist die treffsicherste Variante, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Sowohl die attackierten Gegner als auch Journalisten reagieren reflexartig und empört. So läuft das immer weiter.”
Wess’ Brot ich ess’ …
(kurier.at)
“Superrudi-Zeichner Szyszkowitz soll der Wiener Zeitung keine polit-kritischen Karikaturen mehr liefern.”
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