Thema: Google

 

Alle 15 Artikel zum Thema Google auf medienlese.com:

Wochenrückblick:
Radio 1, Cicero, Keira Knightley

Ole Reißmann, 2. November 2008 um 14.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Sparen, nachlegen, vermarkten. Außerdem: Pünktlich zum 25. Geburtstag des Schweizer Privatradios gibt es ein “Beben” in der Zürcher Radiolandschaft.

Das Bild der Woche: Endlich in der Legalität angekommen sendet “Radio 24″ privates Radio aus einem Studio in Zürich – eine Aufnahme aus dem Jahre 1983. Zuvor musste Radio-Rebell Roger Schawinski illegal auf Sendung gehen, er funkte seine Welle ab November 1979 von einem Berg aus Italien in Richtung Zürich. Nach Protesten und Unterschriftenaktionen wurde 1983 das Privatradio erlaubt, “Radio 24″ machte ganz ordnungsgemäß mit einer Konzession weiter. Mittlerweile gehört der Sender Tamedia – doch Roger Schawinski mischt just in diesen Tagen erneut die Zürcher Radiolandschaft auf.

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Immer nur Google:
Stern.de ohne Glück

Ole Reißmann, 1. Oktober 2008 um 15.58 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Ohne Google geht es nicht: Nachrichtenseiten machen viele Klicks, weil sie bei Suchergebnissen weit oben auftauchen. Maßgeblich dafür ist Googles Pagerank – der gerade wieder neu vergeben wurde.

Immer diese Rankings! Länge, Größe, Links – und jetzt auch noch Pagerank. Ja, denn für Nachrichtenseiten ist dieser Wert von großer Bedeutung. Mit dem Pagerank, einem errechneten Wert zwischen 0 und 10, misst Google die Bedeutung einer Seite. Je mehr Links von relevanten Seiten auf eine Seite verweisen, desto wichtiger ist sie. Andersherum vererbt eine relevante Seite durch das Setzen eines Links ihren Pagerank. Über die tatsächliche Qualität einer Nachrichtenseite lässt damit also nichts aussagen.

Aber der Pagerank spielt unter den rund 200 Kriterien, nach denen Google eine Seite bewertet, eine maßgebliche Rolle bei der Platzierung einer Seite in den Suchergebnissen. Grob gesagt: Je besser der Pagerank, desto weiter oben steht das Ergebnis. Deswegen ist der Pagerank von Bedeutung, denn viele Klicks machen Nachrichtenseiten mit Benutzern, die über eine Suchmaschine auf ihre Seiten kommen. Weswegen einiger Aufwand betrieben wird, damit Suchmaschinen richtig gefüttert werden.

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Ronnie Grob, 19. September 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. “Blame it on the Internet”
(coffeeandtv.de, Lukas)
“Dass die ‘Süddeutsche Zeitung’ ein eher gespaltenes Verhältnis zum Internet hat, ist ja schon länger bekannt. Insofern überrascht es wenig, dass vorgestern ein Artikel erschien, der diesen ganzen Internetkram und vor allem Google mal wieder als den Untergang von Abendland, Weltwirtschaft und Qualitätsjournalismus beschrieb.”

2. “Ypsilanti könnte zur Spaßbremse für Radiomacher werden”
(blogmedien.de, Horst Müller)
“‘Radio ffn’ hat richtig Ärger wegen eines Telefonstreichs [youtube.com] mit der hessischen SPD-Fraktionschefin Andrea Ypsilanti, obwohl das Stück vom Sender gar nicht ausgestrahlt wurde. Die Sache könnte sich durchaus zum Problem für viele Radiomacher entwickeln.”

3. Befragung des ZDF-Programmdirektors Nikolaus Brender
(cicero.de, Thomas Schuler)
“Unter Programmplanern gilt die Faustregel, dass jüngere Leute Sender wählen, die Spielfilme, Serien und Live-Sport bieten, bei Informationsprogrammen dagegen eher um- oder abschalten. Die Allzweckwaffe des ZDF heißt deshalb Johannes B. Kerner. Er moderiert für Brender Sport und für Bellut Talk. Ein Grund für die ‘Kernerisierung’ des ZDF ist, dass der Moderator unter den Talksendungen am Abend junge Zuschauer anspreche.”

4. Interview mit WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus
(sueddeutsche.de, Caspar Busse und Dirk Graalmann)
Der WAZ-Geschäftsführer glaubt an das Geschäftsmodell Zeitung und an das Unmögliche: “Ich erwarte noch bessere Qualität zu geringeren Kosten” und “Ziel ist, die Qualität zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu sparen.” Immerhin sieht er ein: “Es ist einfach nicht sinnvoll, dass bei einem Spiel von Borussia Dortmund vier Redakteure von vier Titeln im Stadion sitzen, die vier mehr oder weniger gleiche Artikel schreiben.”

5. Am Jahreskongress der Schweizer Presse
(medienheft.ch, Wolf Ludwig)
“Gleich zum Auftakt des Programms gab’s die erste verpasste Chance. Denn die versammelten Chefredakteure auf dem Podium sprachen bei der Debatte über ‘Neue Medien – neue Chancen?’ und die ‘Herausforderungen des Journalismus’ hauptsächlich über Geld, Rendite und Auflagen. Bernhard Weissberg, Chefredaktor ‘Blick’, machte noch einen anderen Widerspruch deutlich: ‘Wenn der Verlegerverband über Neue Medien spricht, lädt er Zeitungsvertreter ein’, kommentierte er bissig.”

6. “Internet pur”
(freitag.de, Mathias Mertens)
“Zehn Jahre, ein Logo und ein bisschen Weiß: Die falsche Vorstellung hinter der richtigen Kritik an Google.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Zeitungsarchiv:
Google macht aus alten Zeitungen E-Paper

Ole Reißmann, 9. September 2008 um 10.07 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Warum Googles digitales Zeitungsarchiv praktisch ist, den Verlagen nicht wirklich schadet – sondern schon eher der Gesellschaft, die plötzlich nicht mehr vergessen kann.

Die 20-jährge Eve hat einen Schaukelstuhl mitgehen lassen – und wurde dafür zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach drei Monaten kommt sie frei, ein Foto zeigt sie bei ihrer Entlassung. Schluchzend, die Hand vor dem Mund.

Das war im April 1974, die St. Petersburg Times berichtete. Mit Angabe des vollen Namens. Bisher verstaubte diese Nachrichte in Zeitungsarchiven, entweder im gebundenen Sammelband oder auf Mikrofilm. Jetzt steht die Information im Netz, Google scannt alte Zeitungen ein und macht sich im Volltext durchsuchbar. Marissa Mayer, Google-Vizepräsidentin, stellte das Projekt auf einer Konferenz in den USA vor, und alle sind schon ganz aufgeregt.

Ein Albtraum. Aber nicht für die Zeitungsverleger, die sich entscheiden können, ob sie mitmachen. (Früher oder später machen dann natürlich so viele mit, dass sich Verlage in der Defensive befinden und quasi gezwungen werden … noch ist es nicht soweit, und mein Punkt ist ein anderer:) Eve kann sich nicht entscheiden. Bisher gerieten solche Jugendsünden – wenn es denn nur eine war – wieder in Vergessenheit. Eine Resozialisierung war möglich. Ein Fehler gemacht, mit dem Gesetz in Konflikt geraten, einen einsamen 5-Dollar-Schaukelstuhl mitgenommen: Dumm gelaufen.

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Ronnie Grob, 9. September 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Google will alle Zeitungen der Welt online bringen”
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
“Alle Zeitungen. Der Welt. In Original-Optik. Volltext durchsuchbar. Online.” Soweit das Blog. Die Meldung für die Zeitung hier: “Google plant riesiges Online-Zeitungsarchiv

2. “Die wechselhafte Rolle der Medien im US-Wahlkampf”
(medienheft.ch, Gerti Schön)
“Das Wahl- wie auch das Medienvolk, hin- und hergerissen zwischen Barack Obamas Charisma und Sarah Palins mädchenhafter Dreistigkeit, muss sich nun der Substanz der Kandidaten und ihrer Programme zuwenden und aufhören, sich auf Jon Stewarts abendliche Satireshow ‘Daily News’ zu verlassen. Denn hier, bei dem Kabelsender ‘Comedy Central’, hat man die besten Chancen, die Widersprüchlichkeiten in den Aussagen der Politiker schonungslos serviert und die allgemeine Verzerrung der Realität durch eine Dosis Realsatire ersetzt zu bekommen.”

3. “Die neuesten Leserzahlen der Schweizer Presse”
(persoenlich.com)
“Bei der Auswertung der Reichweiten der Printmedien ‘Mach Basic 2008-2′ zeigt sich, dass die Gratiszeitungen weiter im Vormarsch sind. Die Sonntagszeitungen können das Niveau halten — nur der ‘SonntagsBlick’ hat erneut signifikant Leser verloren. Die grossen Tageszeitungen haben tendenziell an Reichweite eingebüsst. “

4. Dr. Kai Gniffke fragt: “Bin ich naiv?”
(blog.tagesschau.de, Kai Gniffke)
“Ich fürchte, ich bin naiv. Nicht nur weil ich mich zum Beispiel immer mal wieder dabei erwische, dass ich an das Gute im Menschen glaube. Ich bin wohl ein völlig naiver Journalist: Ich glaube doch tatsächlich, dass es unser Job ist, über Politik zu berichten, aber eben nicht zu unseren Aufgaben zählt, Politik zu machen.”

5. “Hat DER SPIEGEL erneut einen Sozialdemokraten abserviert?”
(pottblog.de, Jens Matheuszik)
Jens Matheuszik fragt sich, ob es einen Grund gab, dass das Cover des Spiegels nicht wie üblich schon am Samstagnachmittag online war. Über das Titelblatt schreibt er: “Dort konnte man noch - zusätzlich zum Hauptthema RAF - schnell den Steinmeier-Coup abbilden. (…) Da hat man meiner Meinung nach also von der Entscheidung schon vorher gewußt und dann auf die eigene Vorab-Veröffentlichung im Internet gewartet.”

6. “Liebeserklärung ans Internet”
(spreeblick.com, Sascha Lobo)
“Ich liebe das Internet, weil es die Welt verbessert. Viele Menschen vor uns haben dafür gekämpft, dass die Umstände besser werden. Einige haben es tatsächlich Stück für Stück geschafft. Aber keine Generation vor uns hatte eine derart mächtige Waffe der Weltverbesserung in der Hand wie das Netz.”

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Wochenrückblick Nr. 36

Ronnie Grob, 7. September 2008 um 19.29 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Google feiert Geburtstag, Carl Just stand vor dem Arbeitsgericht, Springer war einkaufen und in Österreich kämpft “Onkel Hans” für Meinungspluralismus.

Das Bild der Woche: Diese beiden sympathisch aussehenden jungen Herren haben heute vor zehn Jahre die Suchmaschine Google gegründet. Mittlerweile sucht jeder zweite im Internet mit Google und das Medienunternehmen weiß praktisch alles über alles und jeden, dominiert das Werbegeschäft im Internet, bietet diverse praktische Programme und Dienste an – und hortet das Wissen der Welt sowie die Daten der Google-Nutzer in riesigen Computeranlagen rund um den Globus, die Unmengen Energie benötigen. Die schiere Konzentration von Datenmacht läßt sich nur noch wegen des inoffiziellen Firmenmottos ertragen: “Don’t be evil.”

Carl Just, ein ehemaliger Kriegsreporter stand mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Ringier diese Woche vor Arbeitsgericht - was viele Berichte von schweizer Medien nach sich zog. Die Rundschau des Schweizer Fernsehens zeigte einen Bericht (Video, 11:37 Minuten), der sich damit begnügte, ausschliesslich die Version des Reporters darzustellen. Was Marc Walder, Chef von Ringer Schweiz, zurecht eine “eine äusserst bescheidene journalistische Leistung” nannte. Der Journalist, der vom als äusserst sozial bekannten Verlag “Schadenersatz und Genugtuung in Höhe von 200′000 Franken wegen Verletzung der Fürsorgepflicht” verlangte, erlangte vor Gericht einen Vergleich. Obwohl dieser noch keine Rechtskraft hat, wusste tagesanzeiger.ch bereits, dass es sich um eine hohe Entschädigung handelt (ohne diese Behauptung im Text näher zu erläutern). Das Video dazu:

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Blogger aufgepasst:
“Lassen sie seriöse Journalisten in Ruhe”

Ole Reißmann, 12. August 2008 um 13.28 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

“Die Welt ist eine Google”, schreiben zwei Journalisten. Der eine vor drei Jahren, der andere erst jetzt. Den Hinweis darauf verbittet sich der “seriöser Journalist” energisch.

Journalisten unter sich: Marco Dettweiler, in der FAZ-Wirtschaftsredaktion zuständig für Computer und Technik, holzt gegen Peter Glaser, der unter anderem für die Stuttgarter Zeitung bloggt. Das ganze gerät zur peinlichen Farce. Dettweiler lässt einen Text für die FAZ mit dem Satz “Die Welt ist eine Google” beginnen. Ein Satz, den Peter Glaser schon länger verwendet und deswegen Dettweiler eine E-Mail schreibt. Ein kleiner Hinweis unter Kollegen. Im Ton freundlich, weder fordernd noch anmaßend. Dettweiler aber nimmt’s nicht sportlich: » weiterlesen

Schon wieder:
Spiegel mit Steilvorlage

Ole Reißmann, 9. August 2008 um 18.23 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

“Macht Das Internet Doof?” steht auf dem Cover des neuen Spiegels. Eine gute Frage, die in ähnlicher Form The Atlantic schon gestellt hat. Die Antwort darauf ist weder einfach noch beruhigend.

Atlantic-Titel im Juli, Spiegel im August 2008
Atlantic-Titel im Juli, Spiegel im August 2008

Noch bevor der Spiegel überhaupt erschienen ist, geht es schon los. “Oh Gott, oh Gott, der neue Spiegel-Titel, um Gottes Willen”, twittert Sascha Lobo. Nachdem der Spiegel schon die deutsche Blogosphäre in die selbstverschuldeten Bedeutungslosigkeit geschrieben hat, ist der neue Titel schon jetzt ein Garant für größtmögliche Rezeption unter den Hobbyschreibern der Online-Welt. Allein die Frage wird für Unruhe und Unverständnis sorgen. Sauber setzt das Magazin den nächsten Aufreger ins Sommerloch.

Die Antwort gibt es für E-Paper-Kunden ab 22 Uhr im Internet. Für alle anderen Sonntag oder Montag. Gut möglich aber, dass es in eine ähnliche Richtung geht wie der Artikel von Nicholas Carr in The Atlantic. Den könnte man lesen, bevor man schon jetzt Schlimmes und Schlimmstes befürchtet. Die Laune aufs Netz kann einem danach allerdings erstmal vergehen.

Update: Auch sueddeutsche.de hat die auffallende Ähnlichkeit bemerkt – einen Tag später und mit auffallender Ähnlichkeit.

Von der Nullnachricht zum Top-Thema

Ole Reißmann, 4. Juni 2008 um 14.03 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Die automatische, bloglastige Nachrichtenseite Rivva ist super – nur hat die Weisheit der meist männlichen Nerdblogger-Massen oft Nullnachrichten auf der Agenda.

Google FaviconGoogle hat sein “Favicon” ausgetauscht, das kleine Symbol, das links in der Adresszeile des Browser angezeigt wird. Wahnsinn! Eilmeldung! Sen-sa-tion! Oder was eben passiert, wenn technikversessene Blogger diese Nicht-Nachricht in ihre Blogs kopieren. Denn der automatische Algorithmus von Aggregatoren wie der von uns sehr geliebten Seite “Rivva” schaut natürlich nicht auf den Inhalt der Geschichten, sondern auf die Links. Je mehr Blogs einen Eintrag verlinken, desto größer wird dieser auf Rivva automatisch angezeigt.

Automatische Auslese

Das Problem: Zu viele Links auf Artikel bei den immer gleichen, großen Nachrichtensites und immer dieselbe Google-Geschichte langweilen mich einfach. So wird das kleine Google-Symbol zur Topmeldung – genau wie schon diverse obskure Linkspam- und PR-Geschichten. Wenn die untereinander vernetzten Nerv-Klicker-Ticker nur wollen, können sie einen Blogeintrag schnell auf einen Top-Platz bei Rivva hieven.
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Ole Reißmann, 26. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Globale Bildsprache aus Asien
(Frankfurter Rundschau, Christian Schlüter)
“Die Vielfalt der chinesischen Comic-Szene wird mittlerweile auch von den Behörden geduldet, was nicht nur daran liegt, dass sie noch recht klein und deswegen ungefährlich ist: Mit einiger staatlicher Unterstützung orientiert sich die Manhua-Produktion längst an den internationalen Märkten.”

Promi-Blogger Perez Hilton: 66 lobende Worte über Stefanie Heinzmann (Bild Keystone/Chris Weeks)Blogger lobt Stefanie, Blick bejubelt Blogger
(Blick Online, Christian Bischoff)
Promi-Blogger Perez Hilton schreibt 66 lobende Worte über Stefanie Heinzmann – und bei Blick Online wird daraus eine Jubelmeldung mit 206 Wörtern. Screenshot, Zitat – nur das mit dem Link hat wieder mal nicht geklappt, deswegen hier: “Sing Out Loud, Sister!”

Eurozentriker müssen sich warm anziehen
(Perlentaucher, Christoph Mayerl)
“Die Gefechte um die Meinungshoheit über Tibet zeigen es: das Internet hat die Medienlandschaft nicht unbedingt demokratischer gemacht. Es gilt das Gesetz der großen Zahl.” Aufgewacht, es gibt mehr als eine Wahrheit.

Angst vor Lokalnachrichten in Google Earth
(Financial Times Deutschland, Björn Maatz)
“Eine akute Gefahr sehen Zeitungsverleger bislang zwar nicht, sind sich aber des Einflusses von Google bewusst: ‘Unter Umständen muss neu darüber nachgedacht werden, ob Google News weiterhin von fremden Inhalten, insbesondere von Zeitungswebsites, profitieren darf’, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).” Das mit dem Internet haben sie immer noch nicht verstanden, profitieren von Google-News-Zitaten und fürchten doch den Content-Klau.

Schwenzel und das knarzende Ungetüm
(wirres.net, Felix Schwenzel)
“mir fiel auf, wie sehr sich meine lese-erwartungen beim lesen von zeitungen denen beim lesen im internet angepasst haben. ich erwarte persönliche stellungnahme, eine klar zu erkennende subjektive, aber auch ehrliche, haltung zum objekt der berichterstattung ? und fachkompetenz.”

Gegen Content-Klau vorgehen
(Online Journalism Review, Robert Niles)
“Do-it-yourself copyright protection online: If others are stealing your content online, there are simple ways that you can find them, and then shut them down. Here’s how.” Hoffentlich versucht der BDZV jetzt nicht, gegen jedes Zitat im Internet vorzugehen …

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