Falls sie jemand nicht erkennt hat - das auf dem Bild links ist die Moderatorin Eva Wannenmacher . Beziehungsweise ihr Avatar in Second Life. Für einen Beitrag der Sendung Kulturplatz hat sie sich in die zweite Welt begeben und mit Gebührengeldern ein virtuelles Kleid gekauft. Was bei einem Betrag von unter einem Euro entschuldbar sein sollte.
Dort zu sehen ist auch ein satirischer Beitrag der Sendung Punkt CH (nicht zu verwechseln mit .ch) über Second Life. Im am 13.06.2007 hochgeladenen Video vom 20.05.2007 wird (teilweise in Dialekt) über eine angebliche Second World diskutiert, die in Neu-Oerlikon einsame Spieler zusammenführen soll. Dass es Second World bereits gibt und dass die Fakten nicht immer stimmen, kann dem teilweise sogar lustigen Beitrag sicher verziehen werden:
Warum nur sehen Microsofts Produkte häufig so viel schlechter aus als die von Apple, was genau macht denn eigentlich den Reiz der Geräte aus, der Verpackungen, des ganzen “Look And Feel”, das es schafft, eine Gemeinde beinahe Jobs-höriger Kunden Jünger hinter sich zu vereinen?
Dieses Video zeigt eindrücklich, woran’s liegt (der dreiminütige Streifen ist selbst ein absolutes Meisterwerk und macht virtuosen Gebrauch von einer überaus lustigen Musik und dem nicht minder lustigen Trendsprech von Werbern und Marketingmenschen. “Ich würde sagen, das hat Regalpräsenz”, zum Beispiel.) Es wird einem multitalentierten Coder, Webdesigner und Typographen namens Patrick Corcoran zugeschrieben. Und meiner Meinung nach müsste es in den Pflichtkanon eines jeden Design- oder Marketinglehrgangs aufgenommen werden.
Na klar:
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Viele Blogs verlinken zurzeit ein Video, auf dem der französische Präsident Nicolas Sarkozy angeblich betrunken sein soll. Nun auch die Financial Times Deutschland.
Was macht der Frankreich-Korrespondent der Financial Times Deutschland, Heimo Fischer? Er sitzt in Paris und er guckt YouTube-Videos. Genauer gesagt: Er guckt ein YouTube-Video, das in mehreren Versionen zu finden ist und bisher einige Millionen Male angesehen wurde. Es ist ein kurzer Ausschnitt aus dem belgischen Fernsehen, in der der französische Präsident Nicolas Sarkozy offenbar etwas verspätet von einem Gespräch mit dem russischen Präsident Wladimir Putin im Rahmen des G8-Gipfels vor die Medien tritt.
Das Video wurde (auf YouTube und in Blogs) meistens versehen mit Anspielungen auf einen möglichen Alkoholkonsum von Nicolas Sarkozy. Es ist anzunehmen, dass die Ansage des Moderators sowie die begleitenden Kommentare bei vielen Konsumenten ausreichten, um selbst zum Schluss zu kommen, Sarkozy stünde betrunken am Podium. Eine mir seltsam vorkommende Beurteilung, denn ich habe das Video nun sicher fünfmal angeguckt und ich kann aus dem Verhalten von Sarkozy noch immer keine Verbindung mit Alkoholkonsum ziehen. Vielleicht macht er kurzfristig einen etwas verwirrten Eindruck, aber bei dem Mammut-Programm, das hochrangige Politiker täglich durchmachen, wundere ich mich eher, dass nicht viel mehr kleine oder grosse Aussetzer passieren. Mir würde das jedenfalls bei solchen Nonstop-Tagen passieren, da bin ich mir sicher.
Der Nachrichtensprecher moderiert den Beitrag an und sagt, kurz bevor die Bilder kommen, Sarkozy habe anscheinend nicht nur Wasser getrunken. Darauf startet das Video, worauf Sarkozy zu sehen ist, wie er an ein Podium tritt und sich an die Journalisten wendet, um ihre Fragen entgegenzumehmen. Das ist, was ich auf dem Video sehe. Heimo Fischer sieht das anders. Als Titel hat er das Zitat “Präsident mit Schlagseite” gewählt - eine Aussage, die im darauffolgenden Text nicht wiederzufinden ist.
Im Auftrag seines Herrchens schiesst Mr. Lee Fotoreportagen seiner Tagesabläufe. Dem Kater gelingen sensationelle Dokumentationen. Es ist Katzen-Bürgerjournalismus der Extraklasse.
Ein Tag im Leben einer deutschen Katze - was gibt es spannenderes, als herauszufinden, was unsere zweitbesten Freunde auf ihren Ausflügen jeweils so treiben?
Dank Mr. Lee, dem schleichenden Katzen- Reporter, wissen wir es jetzt.
Sie sitzen unter Autos und warten auf bessere Zeiten. Sie hängen mit andern Mietzen ab oder gockeln gegen Mitbewerber an. Sie schleichen in Nachbars Garage, erkunden gelandete UFOs und lassen sich von Gartenschläuchen und echten Schlangen erschrecken.
Mr. Lee steht unter Vertrag von Jürgen Perthold. Er ist bereits mindestens der zweite Kater, der sich journalistischer Tätigkeit verschrieben hat: In Los Angeles schiesst «Squeaky» bereits seit 2006 gar ganze Videofilme seiner Ausflüge. Dass die wirken wie LSD-Trips ist kaum der Fehler der Katze.
Mr. Lees Bilder allerdings erfüllen gewisse künstlerische Ansprüche, weshalb wir uns zu einer Publikation durchgerungen haben. Das ganze Portfolio ist auf Jürgen Pertholds Webseite zu finden, die es dank der spektakulären, poetischen und teils fotografisch bemerkenswerten Bilder binnen weniger Tage zu Weltruhm gebracht hat.
Mit einem ausschliesslich aus Disney-Filmen zusammengeschnittenen Video erklärt ein Team der Uni Stanford den erlaubten Gebrauch von urheberrechtlich geschütztem Material.
Sie sind nicht immer leicht zu verstehen, die Sätze, welche das Team des Fair-Use-Projects der Uni Stanford aus den Dialogen von insgesamt 27 (!) Disney-Filmen zusammengeschnitten hat - aber sie machen um so mehr Spass. In fünf Kapiteln erklärt das zehnminütige Filmchen, worum es beim Copyright geht (Geld) und unter welchen Umständen man es brechen darf (Fair Use). Als “Vertreter” des Copyrights “agieren” dabei durchwegs die Disney-Bösewichte, während Dumbo, Schneewittchen und die kleine Meerjungfrau mit grossen Augen ständig wiederholen: “Aber… das ist nicht fair!”
Web-Kolumnisten, Blogger und Online-Chefs: Ein Buch will die "neuen Stars der deutschen Medien- und Journalistenszene" vorstellen. Über die Auswahl lässt sich streiten. » weiterlesen
Nervig oder nützlich? Die New York Times bietet "Widgets" an, aktuelle Nachrichten für die eigene Website. Über 10.000 Themengebiete stehen zur Auswahl. » weiterlesen
Mehr Zeitungen zu haben, macht Alfred Neven DuMont nicht mehr so geil wie früher. Das IFG funktioniert nicht. Und Tamedia könnte wie Ringier einen Newsroom planen. Die Presseschau. » weiterlesen