Thema: Filme

 

Alle 35 Artikel zum Thema Filme auf medienlese.com:

Ein Mittwoch voller Videos

Ole Reißmann, 3. Oktober 2007 um 14.10 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Wir stellen sechs Seiten voller Videos vor - jenseits der bekannten Trash-Sammelbecken, fernab seelenloser Klick-Portale. Stundenlanger Videogenuss zwischen Dada- und Anspruch garantiert.

v ohOH! - Das Videomagazin Die Filmliebhaber von OH! haben eine Mission: “Leidenschaftliche Filme. Und mutige, radikale, überraschende, gefährliche, revolutionäre Filme.” Zu sehen gibt es ausgewählte Beiträge in den Kategorien Videokunst, Kurzfilm, Musikvideo, Animation, Interview und Dokumentation. Die hier präsentierten Filme finden sich sonst eher in Museen oder auf Arte. Das absolute Gegenteil von YouTube-Trash und billiger DIY-Ästhetik. Der internationale Fokus und die ausführlichen Begleittexte zu den Werken machen dieses abwechslungsreiche Magazin mit seinen bisher 33 Videos absolut sehenswert. Dazu gibt es ein Weblog, in dem weitere Filme verlinkt werden.

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Es ist sehr viel Liste

Ole Reißmann, 30. September 2007 um 9.05 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Listen gehen gut. Nick Hornby hat es in seinem Buch “High Fidelity” treffend für Musik aufgeschrieben, bei Digg landen Webseiten mit Listen auf den ersten Plätzen. Eigentlich ist ja per se schon sehr viel Liste in einem Kinomagazin: Die Liste der Neustarts. Die Liste der Filme im Heft. Die gebündelt auftretenden Kurzbesprechungen. Es geht mehr, und die Cinema zeigt, wie.

cinemaoktober07

Auf der Titelseite schon 41 Bilder: Ordentlich was los in der Cinema (Ausgabe Oktober 2007)

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Formate im Internet “Zeigen, was man machen kann”

Ole Reißmann, 7. September 2007 um 15.43 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Das Interview-Magazin Folge ist anders: In aufwendig produzierten Filmen werden Persönlichkeiten vorgestellt. Interviewgäste und Macher haben sichtlich Spaß daran.

Mit großem Brimborium werden auf der IFA gerade neue Onlineplattformen präsentiert - auf denen dann doch nur die bekannten Sendungen laufen. Währenddessen schneidet Frerk Lintz an der vierten Ausgabe des Interview-Magazins Folge, fünfzehn Minuten lange Filme, die es im Internet zu sehen gibt.

Schauspieler Axel Prahl, Radiomoderator Klaus Fiehe, Designer Mario Lombardo und der Koch Otto Pfeiffer werden in den ersten vier Ausgaben vorgestellt, in einer Mischung aus Interview und dokumentarischen Aufnahmen. Mit bis zu drei Kameras ist das kleine Team unterwegs, aus vielen Stunden Rohmaterial werden die Filme in Final Cut Pro montiert. Dabei wird viel Wert gelegt auf gut eingerichtete, schöne Bilder. Das kann dauern, “lieber länger brauchen und Arbeit investieren, als schnell und huddelig”, sagt Lintz. Dafür unterscheiden sich die Interviews von allem, was es in Deutschland online gibt.

folge ap

Folge #2, Axel Prahl: Charismatiker des Alltags, Superstar der kleinen Gesten

“Das dollste Ding auf dem Planeten” » weiterlesen

Moritz Leuenberger hat angeblich einen YouTube-Schaden

Ronnie Grob, 27. August 2007 um 13.12 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die Mittelland Zeitung hat ein Filmchen mit dem Schweizer Medienminister auf YouTube gesehen und glaubt, das sei zu seinem Schaden. Da bin ich anderer Meinung.

Heute in der Mittelland Zeitung auf Seite 4 steht ein Artikel mit dem Titel “Der Kommunikationsminister und sein unbotmässiger Auftritt im Netz”. Eigentlich steht der in der Aargauer Zeitung (AZ), doch in der Kopfzeile steht MZ - es ist nicht ganz klar, welches Medium man nun zitieren kann. Der Werbeslogan der Mittelland Zeitung lautet: “Die Nr. 3 der Schweiz”. Das klingt ja schon mal nicht so grossartig. Schlechter aber noch, dass diese Nummer 3 der Schweiz keinen Internetauftritt hat. Das heisst, die Zeitung hat einen Internetauftritt, aber nur mit Informationen über das Produkt. Inhalte sind nur kostenpflichtig verfügbar. Das komplexe Gewebe der verschiedenen zur MZ gehörenden Produkte zu entflechten, würde einen eigenen Text erfordern, weshalb ich darauf verzichte.

Das Wichtigste vorweg - der durchaus erheiternde Auftritt von Moritz Leuenberger (youtube.com, 2:23 Minuten, teilweise Dialekt, Kategorie: Comedy):

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Hollywood lässt Kinogänger beobachten

Peter Sennhauser, 21. August 2007 um 7.33 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

snatchWer glaubt, im Kinosaal wenigstens im Dunkeln mit seiner Begleiterin ungestört zu sein, hat nicht mit der Filmindustrie und ihrer Paranoia gerechnet. Diesem Bericht eines amerikanischen Filmkonsumenten nach zu schliessen hat Hollywood endgültig die Relationen verloren und angefangen, Kinogänger am Eröffnungswochenende in den Sälen mit Nachtsichtgeräten beobachten zu lassen, um Bootlegger zu identifizieren.

Der Berichterstatter, Sam, hatte kurz nach Lichterlöschen im Saal eines AMC-Kinos in Georgetown einen dunkel gekleideten Mann neben der Leinwand entdeckt, der das Publikum zu filmen schien.

Als er den Kundendienst des Kinos zur Rede stellte, wurde ihm erklärt, der Beobachter sei von Warner Bros abgesandt worden, um Raubkopien der Premiere des Films “The Invasion” (ironischerweise ein Remake der “Bodysnatchers”) zu verhindern.

Später habe sich eine Sprecherin der Kinokette bei ihm gemeldet, sagte Sam, und betont, der “Sicherheitsbeauftragte” habe das Publikum nicht gefilmt, sondern lediglich mit einem Nachtsichtgerät beobachtet.

Zumindest laufen die Kinogänger also nicht Gefahr, ihrerseits plötzlich in Amateurvideos auf einschlägigen Internetseiten eine Hauptrolle zu spielen. Ob zahlendes Publikum im Kino in Europa beobachtet werden dürfte, ist uns derzeit nicht ganz klar.

Hier ist Sams Bericht zu finden

[via Sennhausers Film Blog ]

Schweizer Fernsehen im Online-Videogeschäft

Peter Sennhauser, 7. August 2007 um 7.15 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Die Schweizer Rundfunkgesellschaft SRG lanciert “Video on demand” online. Derzeit im Angebot: Vier (4) Dokumentationen, eine (1)Animation, ein (1) Kurz- und fünf (5!) Spielfilme. Und das alles sehr bequem (hüstel).

Tja, das wars denn auch schon. Fünf deutschsprachige Spielfilme finden sich auf dem grossartig angekündigten Schweizer Video-On-Demand-Portal der SRG. Eine gloriose “Idée Suisse”, das. Vor allem auch die Lancierung in der Webdomäne des Schweizer Farbfernsehens: Die Gebührenzahler werden sich freuen, beim Staatsbetrieb jetzt die von ihm mit seinen Abgaben kofinanzierten Filme gegen nochmalige Bezahlung herunterladen zu dürfen - bei einer per “Digital Rights Management” auf 48 Stunden beschränkten Abspieldauer. Und einem grossartigen, nur Windows-fähigen Bezahlsystem. Siehe Bildroman unten:

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Sennhausers Filmereien

Peter Sennhauser, 1. August 2007 um 9.17 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Irgendwie kommt der Film in der Blogosphäre viel zu kurz. Deswegen ausnahmsweise mal ein bisschen Vettern- (oder viel mehr Brüdern-) Wirtschaft. Aus aktuellem Anlass: Im Tessin geht grade das internationale Filmfestival von Locarno über die Leinwände.

Mein cineastisch geschädigter Bruder Michael (nein, das auf dem Bild ist jemand anders, der sich verkleidet hat - © Warner Bros), der beim Schweizer Radio DRS seinen Lebensunterhalt mit dem verdient, was er seit dem achten Geburtstag am meisten getan hat - im Kino zu sitzen -, hat ein Filmblog lanciert.

Hier gibt’s nicht nur Besprechungen von neuen Hollywoodschwarten und Indie-Fundstücken, sondern auch Nachrufe auf Ingmar Bergman, Michaelangelo Antonioni, Stücke aus der Schweizer Filmpolitik oder ganz einfach Geschmacklosigkeiten eines Korrespondenten am Festival von Cannes (am Mittelmeer? Du meine Güte). Oder Ankündigungen kommender Web-Link-Wellen.

Immer wieder stecken auch Audioschnipsel in den Blogeinträgen - immerhin wird hier das visuelle Medium Film von einem Mitarbeiter eines Audio-Mediums behandelt. Und wer’s gleich ganz ohne Buchstaben (allerdings in Hochdeutsch versetzt mit Schwyyzertüütsch) haben will, kann sich den Filmpodcast von DRS runterziehen.

Sennhausers Filmblog
Filmpodcast von Radio DRS

6 zu Matt Groening

Ronnie Grob, 24. Juli 2007 um 14.41 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der ins Sommerloch fallende Simpsons-Spielfilm erhält von den Medien einen Aufmerksamkeitsgrad, der durchschnittliche PR-Abteilungen zum Weinen bringen könnte. Ob der Film die Aufmerksamkeit verdient, weiss ich nicht. Was Matt Groening zu sagen hat, finde ich aber spannend.

Alle wollen nach Springfield
(sueddeutsche.de, Willi Winkler)
Ob die überlebenden Beatles, The Who oder Al Gore: Matt Groenings Einladung in Amerikas berühmtestes Kaff schlägt keiner aus. Willi Winkler hat mit dem “Simpsons”-Schöpfer über Gott, Homer und die Kreationisten gesprochen.

“Es ist nicht immer alles namby-pamby”
(dasmagazin.ch, Michèle Roten)
Matt Groening verdanken wir das tröstliche Wissen, dass auch die dunkle Seite des Lebens farbig ist: gelb wie die Simpsons.

“Wenn er durstig ist, will er Bier”
(sonntagszeitung.ch, Gabriela Tscharner-Patao)
Simpsons-Erfinder Matt Groening über seinen Helden Homer und den Film zur Serie.

“Ich bin sehr viel Bart”
(vanityfair.de, Ulrich Lössl)
Simpsons-Erfinder Matt Groening ist glücklich mit seinem ersten Kinofilm. Das Interview mit VANITY FAIR ONLINE.

Das große Neiiin! Simpsons und Philosophie
(welt.de, Holger Kreitling)
Erkenntnistheorie in Springfield, Heideggers Geworfenheit im Hause Homers. Die Simpsons haben mehr mit den Geistesriesen zu tun als man denkt. WELT ONLINE streift durch Werk von “Simpsons”-Schöpfer Matt Groening und findet wie immer Erlösung vorm Fernseher.

Interview to Matt Groening and James L Brooks (Simpsons)
(youtube.com, Video, 10:16 Minuten)

Dazu: Die Zitty-Redaktion hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe neu vorgestellt. Als Simpsons-Figuren, vermutlich erstellt mit dem Simpsons Avatar Creator:

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Deals mit Journalisten

Ronnie Grob, 23. Juli 2007 um 10.38 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Erich Vogel, 68, ist neuer Präsident des Schweizer Fussballclubs GC Zürich. Er ist seit 45 Jahren im Fussballgeschäft und hat unter anderem von Sepp Blatter gelernt, wie man mit den Medien umgeht. In einem Interview (Text / Video) mit Roger Schawinski erzählt er davon.

Über Erich Vogel haben wir schon einmal geschrieben hier bei medienlese.com. Und zwar am 18.04.2007, als der Blogger der Weltwoche, Walter de Gregorio, drei Gerüchte in die Welt setzte, die bis zu ihrer offiziellen Bestätigung von den hiesigen Medien ignoriert wurden.

Was man daraus lernen kann? Dass es sich lohnen kann, Weblogs zu lesen. Denn alle drei Gerüchte haben sich mehr oder weniger bewahrheitet. Murat Yakin wurde zwar nicht Trainer, aber immerhin Trainerassistent mit Aussicht auf Erbe (weil die zum Trainer nötigen Diplome noch fehlen). Krassimir Balakow wurde entlassen und Erich Vogel wurde Sportchef (und Vizepräsident), wie angesagt.

Erich Vogel
(Bild: Screenshot weltwoche.ch)

Mit wem der Weltwoche-Journalist die drei Mojitos und vier Bier getrunken hat, ist noch immer unklar. Dafür konnte Erich Vogel im Interview die nicht immer über alle Zweifel erhabene Nähe zwischen Sportjournalisten und Sportlern beleuchten. So erzählt er von Spielern, die auch nach schlechten Spielen von Journalisten gute Noten erhalten:

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Sarkozy nicht betrunken

Ronnie Grob, 21. Juni 2007 um 20.19 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Tage, nachdem alle Medien über das Video berichtet haben, auf dem der französische Präsident Nicolas Sarkozy betrunken sein soll, hat sich der angeblich von Wladimir Putin mit Wodka Abgefüllte geäussert. In der Zeitung Le Parisien.

Er sagte dem Blatt:

J’étais en retard, j’ai donc monté les escaliers quatre à quatre, raconte-t-il. Je n’avais rien de particulier à dire. J’ai donc demandé s’il y avait des questions. Je ne bois pas une goutte d’alcool. Je n’ai pas de mérite : je n’aime pas cela.

Ich wage trotz mangelhaften Schulfranzösischkenntnissen eine Übersetzung:

Ich war in Verzug und bin darum die Treppe hinaufgestürmt, erzählt er. Ich hatte nichts besonders zu sagen und habe darum gefragt, ob es Fragen gibt. Ich trinke keinen Tropfen Alkohol. Ich habe nichts davon: ich mag das einfach nicht.

Was alle jetzt Medien, die vorher nahegelegt haben, Sarkozy sei vielleicht, eventuell, möglicherweise, wohl, sicher betrunken gewesen, aufgrund einer Agenturmeldung nachdrucken. Als Beispiel:

Financial Times Deutschland vorher: “Präsident mit Schlagseite

Financial Times Deutschland nachher: “Sarkozy betont: ‘Trinke keinen Tropfen’

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