Thema: Fernsehen

 

Alle 172 Artikel zum Thema Fernsehen auf medienlese.com:

Blick castet Sportreporter:
Absichtlich unvorbereitet?

Ronnie Grob, 2. August 2008 um 17.36 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Blick hat Nachwuchs für die alternden Sportreporter des Schweizer Fernsehens gesucht – und ein enthusiastisches, doch schwadronierendes Talent gefunden.

Sportreporter Beni Thurnheer (Bild Keystone)

Switzerland?s next Beni” heisst die Blick-Aktion, die sich in den letzten Wochen um Nachwuchs für die angeblich überalterten Moderatoren des Schweizer Fernsehens kümmerte. Als neuen Kollege für Sportreporter-Legende Beni Thurnheer wünschen sich die blick.ch-Leser einen Unterstufenlehrer aus Adliswil.

Gianfranco Salis wurde gewählt – das heisst, es zählte nicht primär die Qualität des Vortrags, sondern, welcher Kandidat am meisten Leute dazu mobilisieren konnte, ihn zu wählen. (Für Salis stimmten unter anderem “Bekannte und Verwandte aus Peru, Singapur und Brasilien”.)

Mit seinem Casting-Video (1:38 Minuten) war dann Salis nicht zufrieden. Die gestellte Aufgabe war, das WM-Freistoss-Tor von Georges Bregy von 1994 (Video) zu kommentieren.

Verständlich, denn Salis sagt das hier:

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Aus für Telefontalk:
Schreinemakers 0815 geschlossen

Felix Disselhoff, 1. August 2008 um 12.23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nach drei Monaten schon das Aus: Ende April startete Margarethe Schreinemakers Call-In-Sendung “01805-100-232″. Jetzt wurde die Show abgesetzt – medienlese.com auf Fehlersuche.

Schreinemakers (Bild Keystone)

Nur 20.000 Zuschauer wollten Margarethe Schreinemakers neue Sendung einschalten. Das ist ein 450tel der Quoten, die sie in den Neunzigerjahren erreicht, als bis zu neun Millionen Zuschauer bei “Schreinemakers live” zusahen. Ihre neue Sendung mit dem pragmatischen Telefonnummerntitel wurde nicht zum erhofften Straßenfeger. Woran lag es? Zuerst einmal dürfte Fernsehdeutschland seit “Domian” mit televisionärer Telefonseelsorge ausreichend bedient sein. Deswegen wollte Deutschlands ehemalige Quotenqueen einen Schritt weiter gehen und lud sich sogar Gäste ins hauseigene Studio im belgischen Eigenheim ein. Es half alles nichts: “01805-100-232″ wurde die Leitung gekappt. Trotz menschelnden Opfer-Opfern und kruder Charaktere: Zum Säbelfechten, Wrestling und Fußball.

Was auch gleich der nächste Grund für den Misserfolg der Sendung ist: Kündigte neun TV, die neue Sendermmarke von 9Live, doch an, man sei nun die Heimat für die moderne Frau. Gezielt an der Zielgruppe vorbei. Und ein halbwegs journalistisches Format inmitten von Sirenen, Geldkoffern und Gewinnspielen zu positionieren, war kein Plus für die Glaubwürdigkeit dieser Lebenshilfe am späten Abend.

“Schreinemakers fehlgesteuert”

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Protest gegen Entführung:
ARD schließt Büro in Gaza

Ole Reißmann, 30. Juli 2008 um 18.19 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Kameramann Sawah Abu Seif auf einem Dreh im Gazastreifen (Bild ARD)Aus Protest gegen die Entführung eines Kameramanns durch die Hamas hat die ARD ihr Büro im Gazastreifen geschlossen. Sawah Abu Saif war am Samstag verhaftet worden, er wird von der Hamas beschuldigt, für die Fatah zu arbeiten. Die ARD stellte sich voll hinter ihren Mitarbeiter und wies die Anschuldigungen als haltlos zurück. Studioleiter Richard C. Schneider befürchtet, dass Abu Saif in Gefangenschaft gefoltert werde. Man habe “ernstzunehmende Hinweise darauf”, heißt es. Sein Gesundheitszustand soll kritisch sein. Bis er freigelassen werde und sicher zu seiner Familie zurückgekehrt sei, soll das Büro geschlossen bleiben. Mehr Informationen bei der Netzeitung und in der Erklärung der ARD.

Verkehrte Fernsehwelt:
Deutsche Serien aus der Krise?

Felix Disselhoff, 29. Juli 2008 um 11.55 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Spätestens der mittelprächtige Serienstart von “Sleeper Cell” am Freitagabend auf RTL2 zeigt: US-Serien sind keine Quotengaranten – und deutsche Serien sogar auf dem Vormarsch.

Oberarzt oder Obermacho? Dr. Gretchen Haase (Diana Amft) vor der Quahl der Wahl (Bild RTL)Nur 520.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren wollten den Pilot der neuen Terrorismus-Terror-Serie sehen, in der zur Abwechslung smarte Splittergruppen die Hauptrollen spielen. Das reichte in der Zielgruppe nur für mäßige 6,5 Prozent Marktanteil. Bei einer eher unbekannten Schauspieler-Crew sind solche Tiefschläge mitunter einkalkuliert. Für ein weit schlimmeres Quoten-Desaster sorgte die brilliant inszenierte und mit Glenn Close hochkarätig besetzte US-Serie “Damages”. So schauten zeitweise nur noch 220.000 Zuschauer ab drei Jahren zu. Das reichte beim Gesamtpublikum nur noch für bittere 0,9 Prozent Marktanteil.

Der einzige wirkliche amerikanische Quotenerfolg der letzten Monate?

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“Die Abrechnung”:
Reporter Robert ermittelt

Ole Reißmann, 28. Juli 2008 um 19.13 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ausgezeichneter Regisseur, ausgezeichneter Autor: In dem Thriller “Die Abrechnung” versucht ein Reporter, den Tod seiner Tochter aufzuklären. Kann das gut gehen?

Die 19-jährige Tochter eines Polizeireporters wird totgefahren, der beginnt selber mit Ermittlungen – der Spielfilm “Die Abrechnung” heute Abend im ZDF. Zuerst ausgestrahlt wurde die Geschichte um Reporter Robert Kurzeck (Florian Martens) vor zwei Jahren – heute Abend wiederholt das Zweite den Thriller zur besten Sendezeit. So gut es eben geht im Sommerloch bei bestem Wetter: Um 20.15 Uhr. Bei der Erstausstrahlung sahen rund 5 Millionen Zuschauer den Film von Thorsten Näter (Regie) und Peter Zingler (Buch) – ein ordentliches Ergebnis. Auch die Kritiken klingen wohlwollend.

Nur der Pressetext hört sich eher an wie die neueste Story von Tom Winkler, dem Journalisten aus dem “wohl peinlichesten Werbe-Image-Film des Jahres” (Thomas Knüwer):

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Twenty Four:
24 ultimative Gründe für «24»

Felix Disselhoff, 20. Juli 2008 um 12.29 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Gülcan und Collien ziehen aufs Land? Jack Bauer opfert sich für sein Land! medienlese.com setzt Hollywoods Ein-Mann-Armee gegen den Terrorismus aus der Fernsehserie “24″ ein Denkmal.

Jack Bauer

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Panoramas rasende Reporter

Ole Reißmann, 18. Juli 2008 um 10.29 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Drei Reporter nehmen die Zuschauer mit auf Recherche und lassen sie an ihrer Arbeit teilhaben: Das NDR-Magazin “Panorama” probiert sich an einem neuen Format. Kein eitler Selbstzweck?

Huch, was war das denn? Durchgestylte Bilder, Reporter – ”Ich will wissen, ob mehr dahinter steckt” – mitten im Bild, schnelle Schnitte, persönliche Kommentare. Das öffentlich-rechtliche Politikmagazin “Panorama” rückt in einem neuen Format seine Reporter ins Bild: “Thema der Beiträge ist nicht nur – wie sonst – das Rechercheergebnis, sondern auch die Methoden dahinzukommen.” Erstmals ausgestrahlt gestern Abend im Ersten. Das Ergebnis macht richtig Spaß, zum Beispiel, wenn Christoph Lütgert von Politikern abgewimmelt wird. Kurt Beck hat gerade seinen Rücktritt ins Spiel gebracht, die Genossen wollen von Krise nichts wissen, Finanzminister Steinbrück lächelt den Reporter einfach weg. Der schüttelt sich: “Immer diese generöse Tour. Wie ich das hasse!”

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Digitales Fernsehen:
Gefangen in der analog-digitalen Phase

Felix Disselhoff, 14. Juli 2008 um 10.56 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

DVB-T2 ist kein Terminator, sondern die nächste Stufe des digital-terrestrischen Fernsehglücks. Endlich scharfe Bilder und noch viel mehr Sender – wenn es denn endlich losgeht.

Die neue Vielfalt: Mit dem neuen Standard passen sieben Sender auf eine Frequenz – bei DVB-T sind es vier, bei analogem Fernsehen einer. (Bild iStockphoto)

Saubere Bilder und viele Kanäle – ohne Kabelanschluss oder Satellitenschüssel: Digital Video Broadcasting Terrestrial, kurz DVB-T, gilt als die Alternative zum herkömmlichen analogen Fernsehen. Vor allem für Haushalte, die noch keinen Zugang zum Kabelnetz haben oder denen das Anbringen einer Satellitenschüssel untersagt ist. DVB-T nutzt die gleichen Frequenzen wie analogen Fernsehen, dank Modulation der Bandbreite finden aber bis zu vier Sender pro Kanal ihren Platz. Das soll sich ändern:

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Kochshow:
Straight out of Hühnerhölle

Felix Disselhoff, 13. Juli 2008 um 9.10 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Englands Starkoch Jamie Oliver hilft arbeitslosen Jugendlichen, sorgt für besseres Essen in Schulkantinen – jetzt schockt der Vorzeigebrite sein Publikum mit einem drastischen Schnitt.

Jamie Oliver meint es doch nur gut (Bild iStockphoto)Lässiges Jungkochen bringt ihm nicht mehr den Kick. In seiner neuesten Show (Montagabend auf RTL2, 21:15 Uhr) geht Jamie Oliver einen Schritt weiter, zielsicher Richtung Ekel-Tabu: Er nimmt ein lebendes Huhn, hängt es kopfüber an Edelstahlhaken auf und schreitet zur Tat. Ein Stromstoß, ein Zucken und das Tier ist tot. Oliver hält den kleinen Kopf zwischen Zeigefinger und Daumen und setzt einen sauberen Schhnitt. Blut tropft aus der offenen Kehle. Endlich Bildung im Privatfernsehen! Mehr Details und das Video nach dem Klick:

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Ecuador:
Comedy statt Nachrichten

Ole Reißmann, 8. Juli 2008 um 19.50 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Gebäude besetzt, Nachrichten zensiert: Zwei private TV-Sender in Ecuador wurden wegen Millionenschulden der Besitzer unter staatliche Verwaltung gestellt.

Senderbesetzung in Ecuador (Bild Keystone)In Ecuador haben Polizisten am Morgen zwei private Fernsehstationen besetzt und zur Sicherung von Bankeinlagen vorläufig unter staatliche Kontrolle gestellt, berichten BBC News und der Standard. Die Sender TC Televisión und Gamavisión gehören zur Familienholding Isaias, zwei Mitglieder der Familie werde in Ecuador wegen unsauberer Geschäfte während der Bankenkrise gesucht und halten sich in den USA auf. Ecuador fordert ihre Auslieferung, um an über 400 Millionen Euro zurückzugelangen. Der Schlag galt insgesamt 195 Unternehmen der Familienholding, darunter die beiden kritischen TV-Sender. Die Besitzer der Sender bestreiten eine Verbindung zu den beiden Gesuchten und werfen der Regierung einen Angriff auf die Pressefreiheit vor. Als eine Nachrichtensprecherin über die Beschlagnahmung berichtete, wurde die Sendung unterbrochen und durch eine Comedy-Konserve ausgetauscht.

 
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