Alle 4 Artikel zum Thema Die Welt ist eine Google auf medienlese.com:
Entlassene Journalisten sollen zum Bloggen verführt werden, gigantische Bildermengen tauchen im Netz auf und Europas digitales Erbe lockt mehr Nutzer, als die Server aushalten – der Rückblick auf die 47. Kalenderwoche.

Sarah Palin im Interview mit Truthahn (tot)
Ja, es wurde weiter gespart. Aber das ist nicht alles:
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Ohne Google geht es nicht: Nachrichtenseiten machen viele Klicks, weil sie bei Suchergebnissen weit oben auftauchen. Maßgeblich dafür ist Googles Pagerank – der gerade wieder neu vergeben wurde.
Immer diese Rankings! Länge, Größe, Links – und jetzt auch noch Pagerank. Ja, denn für Nachrichtenseiten ist dieser Wert von großer Bedeutung. Mit dem Pagerank, einem errechneten Wert zwischen 0 und 10, misst Google die Bedeutung einer Seite. Je mehr Links von relevanten Seiten auf eine Seite verweisen, desto wichtiger ist sie. Andersherum vererbt eine relevante Seite durch das Setzen eines Links ihren Pagerank. Über die tatsächliche Qualität einer Nachrichtenseite lässt damit also nichts aussagen.
Aber der Pagerank spielt unter den rund 200 Kriterien, nach denen Google eine Seite bewertet, eine maßgebliche Rolle bei der Platzierung einer Seite in den Suchergebnissen. Grob gesagt: Je besser der Pagerank, desto weiter oben steht das Ergebnis. Deswegen ist der Pagerank von Bedeutung, denn viele Klicks machen Nachrichtenseiten mit Benutzern, die über eine Suchmaschine auf ihre Seiten kommen. Weswegen einiger Aufwand betrieben wird, damit Suchmaschinen richtig gefüttert werden.
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Google feiert Geburtstag, Carl Just stand vor dem Arbeitsgericht, Springer war einkaufen und in Österreich kämpft “Onkel Hans” für Meinungspluralismus.
Das Bild der Woche: Diese beiden sympathisch aussehenden jungen Herren haben heute vor zehn Jahre die Suchmaschine Google gegründet. Mittlerweile sucht jeder zweite im Internet mit Google und das Medienunternehmen weiß praktisch alles über alles und jeden, dominiert das Werbegeschäft im Internet, bietet diverse praktische Programme und Dienste an – und hortet das Wissen der Welt sowie die Daten der Google-Nutzer in riesigen Computeranlagen rund um den Globus, die Unmengen Energie benötigen. Die schiere Konzentration von Datenmacht läßt sich nur noch wegen des inoffiziellen Firmenmottos ertragen: “Don’t be evil.”
Carl Just, ein ehemaliger Kriegsreporter stand mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Ringier diese Woche vor Arbeitsgericht - was viele Berichte von schweizer Medien nach sich zog. Die Rundschau des Schweizer Fernsehens zeigte einen Bericht (Video, 11:37 Minuten), der sich damit begnügte, ausschliesslich die Version des Reporters darzustellen. Was Marc Walder, Chef von Ringer Schweiz, zurecht eine “eine äusserst bescheidene journalistische Leistung” nannte. Der Journalist, der vom als äusserst sozial bekannten Verlag “Schadenersatz und Genugtuung in Höhe von 200′000 Franken wegen Verletzung der Fürsorgepflicht” verlangte, erlangte vor Gericht einen Vergleich. Obwohl dieser noch keine Rechtskraft hat, wusste tagesanzeiger.ch bereits, dass es sich um eine hohe Entschädigung handelt (ohne diese Behauptung im Text näher zu erläutern). Das Video dazu:
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“Die Welt ist eine Google”, schreiben zwei Journalisten. Der eine vor drei Jahren, der andere erst jetzt. Den Hinweis darauf verbittet sich der “seriöser Journalist” energisch.
Journalisten unter sich: Marco Dettweiler, in der FAZ-Wirtschaftsredaktion zuständig für Computer und Technik, holzt gegen Peter Glaser, der unter anderem für die Stuttgarter Zeitung bloggt. Das ganze gerät zur peinlichen Farce. Dettweiler lässt einen Text für die FAZ mit dem Satz “Die Welt ist eine Google” beginnen. Ein Satz, den Peter Glaser schon länger verwendet und deswegen Dettweiler eine E-Mail schreibt. Ein kleiner Hinweis unter Kollegen. Im Ton freundlich, weder fordernd noch anmaßend. Dettweiler aber nimmt’s nicht sportlich: » weiterlesen