Alle 17 Artikel zum Thema Der Spiegel auf medienlese.com:
Sehnsucht nach einem neuen Amerika unter Barack Obama, John McCain fordert mehr deutsche Soldaten für Afghanistan und Jonathan Littell über seinen Holocaust-Roman “Die Wohlgesinnten”
Von Frank Fischer

Gibt es eigentlich außer Oliver Gehrs niemanden, der einen auf den aktuellen Spiegel vorbereitet? Wir haben vorgelesen und stellen Bemerkenswertes aus der aktuellen Ausgabe (Heft 7/08) vor. Eine ausführlichere Zusammenfassung präsentiert der “Umblätterer”.
Titelgeschichte
Schwarzenegger-Spezialist Marc Hujer und Klaus Brinkbäumer schreiben über “Barack Obama und die Sehnsucht nach einem neuen Amerika” (Seite 88-98). Sie fragen, ob Obama (”ein politischer Poet, ein Menschenfänger”) es ernst meint mit der angekündigten “Politik von unten”, ob seine mögliche Präsidentschaft tatsächlich eine historische Wende à la Roosevelt und dessen New Deal einleiten könne.
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Donnerstag wurde es bekannt: Das Nachrichtenmagazin Spiegel bekommt eine Doppelspitze. Grund genug für medienlese.com eine Zeitreise durch den Verlag anzutreten, der Deutschland mitprägte und selbst Geschichte schrieb.

Spiegel-Gebäude in Hamburg (Bild cc:bstrasser)
Laut Berichten des Hamburger Abendblatt und der Süddeutschen Zeitung hat die Suche nach einem Nachfolger von Stefan Aust ein Ende gefunden. Georg Mascolo, derzeit Leiter des Berliner Spiegel-Büros, und Onlinechef Mathias Müller von Blumencron übernehmen die Chefredaktion beim Spiegel.
Der Medienrummel um Austs Nachfolge zeigt, dass die Geschichte des Verlags untrennbar mit dem Magazin selbst verbunden ist. Der Spiegel ist mit einer Auflage von knapp über einer Million die größte Wochenzeitung Deutschlands. Wenn man sich die Vita des 60 Jahre alten Printriesen anschaut, wird man den Eindruck nicht los, dass jeder dieser Leser hart erkämpft wurde.
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Das meldet jedenfalls sueddeutsche.de und beruft sich auf “Verlagskreise”. Andere nennen das Hamburger Abendblatt als Quelle, aber dort ist online nichts zu finden - ebensowenig übrigens wie auf den Webseiten der Spiegel-Gruppe und bei den üblichen Fachmedien. Matthias Müller von Blumencron, derzeit Chefredakteur von Spiegel Online, und Georg Mascolo, Leiter des Hauptstadtbüros, wurden kürzlich schon vom Focus als Favoriten für die Nachfolge Stefan Austs an der Spiegel-Spitze genannt. Nachdem der eigentliche Favorit Claus Kleber sich gegen den Posten entschieden hatte, war eine hausinterne Lösung wahrscheinlicher geworden - denn jeder Kandidat war seitdem nur noch zweite Wahl.
Ums operative Geschäft bei Spiegel Online soll sich in Zukunft Wolfgang Büchner kümmern, der dort bereits seit 2003 stellvertretender Chefredakteur ist.
Anm.: Ich habe die Links zu den Biographien von Blumencron und Büchner wieder entfernt - denn die leiten auf die Startseite von Spiegel Online um, wenn man nicht via Impressum geht. Dazu sagen wir jetzt mal nichts …
Keine Stellungnahmen, erhöhte Gerüchtedichte: Nach Informationen des Handelsblattes will der Spiegelverlag dem Medienkonzern Pearson seinen 50-Prozent-Anteil an der ewig defizitären Financial Times Deutschland abnehmen. Die anderen Hälfte gehört dem Verlagshaus Gruner + Jahr. Die Süddeutsche Zeitung unkt, der Deal könne von der Mitarbeiter KG des Spiegels gezielt an die Öffentlichkeit getragen worden sein, um ihn zu torpedieren.

Eine Wirtschaftszeitung für den Spiegelverlag? (Montage von uns)
Die deutsche Kanzlerin und der deutsche Vizekanzler besuchen ein Personalfest bei der Zeitschrift Spiegel. Warum eigentlich?
Im am heutigen Sonntag erschienenen Spiegel (Ausgabe 27/2007) steht in einer Hausmitteilung auf Seite 3:
Wechsel an der Spitze des SPIEGEL-Hauptstadtbüros: Rund 300 Gäste, darunter Kanzlerin Angela Merkel, 52, Vizekanzler Franz Müntefering, 67, und der langjährige Aussenminister Hans-Dietrich Genscher, 80, kamen ins Berliner Restaurant Borchardt, um Büroleiter Gabor Steingart, 45, zu verabschieden. Er arbeitet künftig in Washington.
Auf dem Bild dazu (links, Ausschnitt aus dem Spiegel) sehen wir eine lächelnde und von vier Männern (Gabor Steingart, Stefan Aust, Georg Mascolo und Dirk Kurbjuweit) umringte Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie sie einem von ihnen, Dirk Kurbjuweit, die Hand schüttelt.
Meine Fragen dazu:
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Spiegel Extra Schweiz, so heisst die 52seitige Beilage im Spiegel, die heute in die Schweizer Ausgabe des deutschen Nachrichten-Magazins geheftet ist. Nach der Lektüre fragt man sich, wann und wie genau der Spiegel in den Schweizer Markt einsteigt.

Die Schweizer Wochenmagazine Facts und Cash sind noch gar nicht richtig tot, schon beschäftigt sich der Spiegel mit seinen Schweizer Lesern. Zum aktuellen Spiegel gibt es diese Woche an Schweizer Kiosken als Zuckerl das Spiegel Extra Schweiz.
Das Sonderheft, für das zum Beispiel im Tages-Anzeiger Werbung geschaltet wurde, ist zwar solide, aber auch nicht herausragend. Wer regelmässig entweder den Spiegel, mehrere Schweizer Publikationen oder beides liest, kann dieses Heft kaum überraschen. Interessant und erhellend wäre das Heft vor allem für Nicht-Schweizer. Wenn sie sich denn dafür interessieren würden.
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Der SPIEGEL macht in der Rosenmontagsausgabe (!) eine 12-seitige Titelstory über “Second Life” unter dem Titel «Der digitale Maskenball».

Titel: In der Internet-Plattform “Second Life” treffen sich Millionen, um fremde Rollen zu übernehmen - und um ganz reale Geschäfte zu betreiben 150
Titel: Interview mit dem Medientheoretiker Peter Weibel über die Einlösung von Heilserwartungen im Internet 156
Sehen kann man noch nichts, aber schon aufgrund der Thumbnails ein bisschen raten, wer alles im Artikel vorkommt.
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