Thema: Der Spiegel

 

Alle 16 Artikel zum Thema Der Spiegel auf medienlese.com:

Senderstörung:
In-Formationen für Kulturpessimisten

Klaus Jarchow, 10. August 2008 um 12.18 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Angeblich waten wir Netzbewohner knietief durch den Info-Müll; alle Hypochonder tummeln sich jetzt im Netz, statt sich beim Arzt im Wartezimmer den Hintern platt zu sitzen; eine blanke Sklaverei ortet der Spiegel bei jenen Netz-Addicts, die es noch wagen, etwas anderes als Spiegel Online anzuklicken – kurzum: Es herrscht wieder mal High Noon im Dörflein unserer Kulturkritiker. Bald schon werden die ersten von ihnen als Netztherapeuten die Kassenzulassung beantragen. Dabei stimmt an ihrer Diagnose noch nicht einmal das Bild von Information …

Das Internet macht die Berufssparte der Kulturkritiker ganz wuschelig. Ihnen allen schwirrt der Kopf. Allen voran konstatiert Nicholas Carr, der ‘Neil Postman’ des Web 2.0, bei sich eine beginnende Web 2.0-Demenz:

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Schon wieder:
Spiegel mit Steilvorlage

Ole Reißmann, 9. August 2008 um 18.23 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

“Macht Das Internet Doof?” steht auf dem Cover des neuen Spiegels. Eine gute Frage, die in ähnlicher Form The Atlantic schon gestellt hat. Die Antwort darauf ist weder einfach noch beruhigend.

Atlantic-Titel im Juli, Spiegel im August 2008
Atlantic-Titel im Juli, Spiegel im August 2008

Noch bevor der Spiegel überhaupt erschienen ist, geht es schon los. “Oh Gott, oh Gott, der neue Spiegel-Titel, um Gottes Willen”, twittert Sascha Lobo. Nachdem der Spiegel schon die deutsche Blogosphäre in die selbstverschuldeten Bedeutungslosigkeit geschrieben hat, ist der neue Titel schon jetzt ein Garant für größtmögliche Rezeption unter den Hobbyschreibern der Online-Welt. Allein die Frage wird für Unruhe und Unverständnis sorgen. Sauber setzt das Magazin den nächsten Aufreger ins Sommerloch.

Die Antwort gibt es für E-Paper-Kunden ab 22 Uhr im Internet. Für alle anderen Sonntag oder Montag. Gut möglich aber, dass es in eine ähnliche Richtung geht wie der Artikel von Nicholas Carr in The Atlantic. Den könnte man lesen, bevor man schon jetzt Schlimmes und Schlimmstes befürchtet. Die Laune aufs Netz kann einem danach allerdings erstmal vergehen.

Update: Auch sueddeutsche.de hat die auffallende Ähnlichkeit bemerkt – einen Tag später und mit auffallender Ähnlichkeit.

Blogs in Deutschland:
“Man spricht nicht darüber”

Felix Disselhoff, 20. Juli 2008 um 18.13 Uhr, 39 Kommentare Kommentare

Deutsche Online-Schreiber können nicht richtig bloggen, nicht ordentlich streiten und füllen stattdessen lieber oberlehrerhaft die Wikipedia: Lustvoll watscht der Spiegel die Blogosphäre ab.

Gerade klingt der Blogger-Blues etwas ab, da kommt der Spiegel und tritt nochmal kräftig nach. Auf drei Seiten widmet sich die aktuelle Ausgabe der deutschen Blogosphäre. Das Urteil ist vernichtend: Es fehle an Relevanz, politische Blogs seien “so gut wie nicht vorhanden”, Blogs würden kaum wahrgenommen. Der Teaser gibt die Stoßrichtung vor:

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

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Presse-GAU:
Energie? Strom? Atomkraft?

Klaus Jarchow, 7. Juli 2008 um 15.41 Uhr, 17 Kommentare Kommentare

Das Comeback der Atomenergie scheint unumgänglich – aber was hat der Ölpreis damit zu tun? Und exportiert Deutschland nicht sogar Strom, der im Überfluss produziert wird?

Umstrittenes Atomkraftwerk Temelin in Tschechien: Deppentheater im medialen Raum? (Bild Keystone/CTK, David Veis)

Die Atomkraft findet derzeit wieder fleißige Lobbyisten in fast allen Medien. Weshalb? Wieso? Warum? Etwa, weil die Erdölvorräte abnehmen - und uns deshalb der Strom auszugehen droht? Man könnte aus vielen Artikeln diesen Eindruck gewinnen: Ich habe einfach mal einige Meldungen hier und hier und hier und hier in der Reihenfolge ihres Einlaufs aus dem Ticker gegriffen. Der Spiegel macht sogar eine Titelgeschichte daraus, über das “unheimliche Comeback” der “Energie von morgen”.

Kann bitte jemand den Faktenrührern und Feuermeldern mal dauerhaft verständlich machen, dass wir in Deutschland zwar eine ‘Benzinlücke’ haben, aber eben keineStromlücke‘. Obwohl doch unser Wirtschaftsmichl von der CSU davon so gern daherschwätzt. Das Gegenteil ist wahr:

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Medienmagazin mit Spiegel-Enthüllungen

Ole Reißmann, 9. Juni 2008 um 10.26 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Kein Branchendienst für Medienmacher: “Blicken Sie hinter die Kulissen von Presse und Fernsehen!” heißt es in der Werbung für das Magazin Medien.

Neue Zeitschrift: Werbung für das Magazin Medien 1988Beim durchstöbern alter Zeitschriften bin ich auf eine Anzeige für das Magazin Medien gestoßen. “Enthüllt: Der Spiegel – Macht, Masche, Macken” ist der Titel der zweiten Ausgabe aus dem Jahr 1988. So viel mehr Informationen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, nur eine Ebay-Auktion, bei der die Hefte 1-3 angeboten werden. Laut Anbieter haben die Hefte je 130 Seiten, die erste Ausgabe berichtet unter anderem über den “Traum-Erfolg von USA Today”, die dritte über “Sex im TV. Programme, Photos, Meinungen”. Nach diesem reißerischen Titel (der fast schon verzweifelt mit Sex-Photos wirbt) verliert sich die Spur. Weiß jemand mehr? Was ist das für eine Zeitschrift? Lohnt sich der Kauf?

Wir haben uns vertan

Ole Reißmann, 25. März 2008 um 10.18 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Wired hat sich grundlegend geirrt – und gibt die falsche Einschätzung heute, mehr als zehn Jahre später, unumwunden zu: “We Were Wrong”. Leider ist so eine transparente und ehrliche Berichterstattung noch die Ausnahme.

Wired was wrong (Screenshot wired.com)
Wired was wrong (Screenshot)

Es war 1997, die Computerfirma Apple stand am Abgrund – da gab Wired, das nerdige amerikanische Technologieheft, der maroden Firma ein paar Tipps mit auf den Weg. Schließlich wussten die Redakteure ganz genau, was eine erfolgreiche Firma im Silicon Valley ausmacht. Gönnerhaft schrieben sie auf, wie Apple in Zukunft Geschäfte machen sollte.

Der zwischenzeitlich geschasste Apple-Gründer Steve Jobs war gerade zurück auf dem Chefsessel. Er tat das genaue Gegenteil von dem, was Wired ihm geraten hatte. Äußerst erfolgreich. Wired lag vollkommen daneben – und kann das Jahre später, anlässlich einer großen Geschichte über den Erfolg von Apple, auch augenzwinkernd zugeben:
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Zehn Regeln für angehende Musterpatrioten:
Mach mir den Matussek!

Klaus Jarchow, 23. Februar 2008 um 13.52 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Matthias Matussek, frischerkorener Ex-Kulturchef des Spiegel, ist bekanntlich der Erfinder des Neo-Patriotismus: “Matthias Matussek (* 9. März 1954 in Münster) ist ein deutscher Journalist und Publizist, der durch seinen streitbaren Konservatismus und Patriotismus für Aufsehen sorgt“.

Der Neo-Patriotismus war eine zugkräftige Medienmasche, die recht einträglich lief, damals, als viele unserer inzwischen manchmal recht gnadenbrötlerischen Alphajournalisten jeden besseren Leitartikel mit schwarzrotgüldenen Fähnchen tapezierten und über ein neues deutsches Selbstverständnis jubelten, das endlich - anders als sie - ganz ohne Komplexe sei. Wer also in ihre Fußstapfen treten möchte, wem der Sinn nach Anbiederung an den patriotischen Zeitgeist oder auch nur nach einer karriereförderlichen CDU-Mitgliedschaft steht, dem mag meine Hilfestellung gerade recht kommen.

Da der Herr Matussek in den letzten Monaten vor allem via Videoblog zum Volk zu sprechen pflegt, wobei er die Schriftform arg vernachlässigt, habe ich sein bekanntes Deutschlandradio-Interview, wo er dem Jürgen Liminski seinen neuen Patriotismus am sinnfälligsten erläuterte, als Vorlage für diese Lehrstunde genommen. Ich werde mich dabei bemühen, nicht nur möglichst anschaulich, sondern auch recht freundlich zu schreiben, da der Matthias Matussek ein stadtbekannter Choleriker und Kollerer ist, und mir am Ende sonst ein Leides täte.

Hier also zehn Regeln, um es in fünf Minuten zum Musterpatrioten zu bringen:

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Der Spiegel im Vergleich:
1969 vs. 2008

Ronnie Grob, 22. Februar 2008 um 11.50 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Neues Experiment unserer Reihe Test: Wir vergleichen den Spiegel vom 08.12.1969 mit dem Spiegel vom 18.02.2008. Was hat sich verändert in dieser Zeit? Kurzfazit: Früher war nicht alles besser.

Spiegel Titel

Der Einfachheit halber nennen wir in unserem Text die eine Ausgabe 69, die andere 08.

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Multimediales Rechercheportal:
Spiegel will’s wissen

Felix Disselhoff, 12. Februar 2008 um 18.43 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Der Spiegel stellt ab sofort sein komplettes Archiv kostenlos im Internet zur Verfügung. Dies gilt für sämtliche Spiegel-Online- und Spiegel-Artikel ab der ersten Ausgabe.

Spiegel Wissen
Seit heute online: Spiegel Wissen

Der Clou: Beinahe sämtliche Spiegelartikel können als PDF der Originalseite heruntergeladen werden. Nur die jeweils aktuelle Ausgabe des Spiegel soll weiterhin als kostenpflichtiges E-Paper angeboten werden. Außerdem werden alle Artikel aus Kultur Spiegel, Uni Spiegel, Manager Magazin, managermagazin.de und der deutschen Wikipedia-Datenbank durchsucht. Ergänzt wird das Angebot noch durch ein Wörterbuch und ein Lexikon. Macht ganze 1.590.550 Artikel.

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Wir lesen den Spiegel

Gastautor, 10. Februar 2008 um 12.50 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Sehnsucht nach einem neuen Amerika unter Barack Obama, John McCain fordert mehr deutsche Soldaten für Afghanistan und Jonathan Littell über seinen Holocaust-Roman “Die Wohlgesinnten”

Von Frank Fischer

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Gibt es eigentlich außer Oliver Gehrs niemanden, der einen auf den aktuellen Spiegel vorbereitet? Wir haben vorgelesen und stellen Bemerkenswertes aus der aktuellen Ausgabe (Heft 7/08) vor. Eine ausführlichere Zusammenfassung präsentiert der “Umblätterer”.

Titelgeschichte

Schwarzenegger-Spezialist Marc Hujer und Klaus Brinkbäumer schreiben über “Barack Obama und die Sehnsucht nach einem neuen Amerika” (Seite 88-98). Sie fragen, ob Obama (”ein politischer Poet, ein Menschenfänger”) es ernst meint mit der angekündigten “Politik von unten”, ob seine mögliche Präsidentschaft tatsächlich eine historische Wende à la Roosevelt und dessen New Deal einleiten könne.

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