Alle 2 Artikel zum Thema Corporate Publishing auf medienlese.com:
Es ist alles nur eine Frage des richtigen “Framings”: Heerscharen aufgeregter PR-Berater wollen aus Katastrophen Glücksfälle und aus Heuschrecken zirpende Grillen zaubern.
Dem PR-Schwadroneur ist nichts zu schwör (iStockphoto.com)
Nehmen wir mal an, Sie hätten – wie Millionen anderer Anleger weltweit – in der derzeitigen Bankenkrise Ihr ganzes Vermögen verloren, das doch so mündelsicher angelegt schien. Was empfänden Sie da einem Menschen gegenüber, der sich rühmt, sein Berufsstand habe diese Krise vorsätzlich herbeigeschrieben? – Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Dem PR-Schwadroneur ist bekanntlich nichts zu schwör:
“Was derzeit am Kapitalmarkt passiert, ist großartig für die Kommunikationsbranche! Während sich mancher PR-Stab den Kopf darüber zerbricht, wie er seinen Wertschöpfungsbeitrag gegenüber dem Vorstand mit Kennzahlen belegen kann, werden anderswo Milliarden-Werte mit Kommunikation bewegt. Einfach so.”
Das schreibt dort bei media coffee, im zentralen Blogportal der deutschen Kommunikationsbranche, Daniel Krolzik für die LPRS, für die Leipziger PR-Studenten. Sein Text lässt einerseits gewisse Rückschlüsse darauf zu, was den karrierebeflissenen jungen Leuten dort wohl inhaltlich über den Sinn und Zweck der Public Relations täglich beigebracht werden dürfte - dem verstaubten Code d’Athène auf dem Dachboden zum Trotz. Und auch nicht von irgendwem, denn dort tummeln sich u.a. der Pressesprecher des Bundespräsidenten oder der Ehrenpräsident der GPRA:
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Corporate Publishing, das ist das Erstellen von Firmen- und Mitarbeiterzeitschriften durch spezielle Dienstleister, durch eigene damit beauftragte Verlage. medienlese.com war bei Burda Yukom zu Gast.

Ein ganzer Tisch voller bunter Zeitschriften - und alle im Auftrag von Unternehmen konzipiert, erstellt und gedruckt: Das ist das Werk eines Corporate Publishers. (Bild: W.D.Roth)
Iiih, eine Firmenzeitschrift machen? Ich doch nicht! Ich bin ein richtiger, unabhängiger Journalist, ich mache doch nicht eine solche Drecksarbeit!
Das ist die spontane Reaktion vieler Journalisten auf das Thema Corporate Publishing. Dabei sind sie auf dem Holzweg: Dadurch, daß bei einer Firmenzeitschrift der Auftraggeber klar ist, ist eigentlich viel transparenter, welche Themen möglich sind: Eigentlich fast alle, von massiver Verunglimpfung des Auftraggebers oder Jubelartikeln über diesen einmal abgesehen. 
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