Thema: Copyright

 

Alle 16 Artikel zum Thema Copyright auf medienlese.com:

6 vor 9

Ole Reißmann, 26. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Globale Bildsprache aus Asien
(Frankfurter Rundschau, Christian Schlüter)
“Die Vielfalt der chinesischen Comic-Szene wird mittlerweile auch von den Behörden geduldet, was nicht nur daran liegt, dass sie noch recht klein und deswegen ungefährlich ist: Mit einiger staatlicher Unterstützung orientiert sich die Manhua-Produktion längst an den internationalen Märkten.”

Promi-Blogger Perez Hilton: 66 lobende Worte über Stefanie Heinzmann (Bild Keystone/Chris Weeks)Blogger lobt Stefanie, Blick bejubelt Blogger
(Blick Online, Christian Bischoff)
Promi-Blogger Perez Hilton schreibt 66 lobende Worte über Stefanie Heinzmann – und bei Blick Online wird daraus eine Jubelmeldung mit 206 Wörtern. Screenshot, Zitat – nur das mit dem Link hat wieder mal nicht geklappt, deswegen hier: “Sing Out Loud, Sister!”

Eurozentriker müssen sich warm anziehen
(Perlentaucher, Christoph Mayerl)
“Die Gefechte um die Meinungshoheit über Tibet zeigen es: das Internet hat die Medienlandschaft nicht unbedingt demokratischer gemacht. Es gilt das Gesetz der großen Zahl.” Aufgewacht, es gibt mehr als eine Wahrheit.

Angst vor Lokalnachrichten in Google Earth
(Financial Times Deutschland, Björn Maatz)
“Eine akute Gefahr sehen Zeitungsverleger bislang zwar nicht, sind sich aber des Einflusses von Google bewusst: ‘Unter Umständen muss neu darüber nachgedacht werden, ob Google News weiterhin von fremden Inhalten, insbesondere von Zeitungswebsites, profitieren darf’, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).” Das mit dem Internet haben sie immer noch nicht verstanden, profitieren von Google-News-Zitaten und fürchten doch den Content-Klau.

Schwenzel und das knarzende Ungetüm
(wirres.net, Felix Schwenzel)
“mir fiel auf, wie sehr sich meine lese-erwartungen beim lesen von zeitungen denen beim lesen im internet angepasst haben. ich erwarte persönliche stellungnahme, eine klar zu erkennende subjektive, aber auch ehrliche, haltung zum objekt der berichterstattung ? und fachkompetenz.”

Gegen Content-Klau vorgehen
(Online Journalism Review, Robert Niles)
“Do-it-yourself copyright protection online: If others are stealing your content online, there are simple ways that you can find them, and then shut them down. Here’s how.” Hoffentlich versucht der BDZV jetzt nicht, gegen jedes Zitat im Internet vorzugehen …

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

BBC will nicht zahlen:
Weder Geld noch Link

Peter Sennhauser, 23. Mai 2008 um 5.03 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Auch die mighty BBC setzt auf “Bürgerjournalisten”. Nur bezahlen mag sie die Laien nicht - noch nicht mal mit einem Link.

Erschrockene Einwohner der chinesischen Stadt Xi'an nach dem Erdbeben in Chengdu - Foto Ronnie Grob
Erschrockene Menschen in den Straßen der Stadt Xi’an unmittelbar nach dem Erdbeben im 400 Kilometer entfernten Chengdu - Foto Ronnie Grob

So richtig erschrocken hat sich medienlese.com-Autor Ronnie Grob noch nicht mal, als er am 12. Mai in der chinesischen Stadt Xi’an das andernorts verheerende Erdbeben miterlebte.

400 Kilometer ist die Millionenstadt laut Ronnie vom Epizentrum entfernt, mehr als ein kräftiges Schütteln sei nicht zu spüren gewesen - und dennnoch hat Ronnie instinktiv angefangen, die aufgeregten Menschen in den Strassen zu fotografieren. Als einer der ersten präsentierte er aktuelle Fotos auf seinem Privatblog und auf Flickr. Von Erdbeben oder gar Trümmern ist in seinen Bildern zwar nicht zu sehen, aber sie fanden dennoch schnell ein weltweites Publikum.

Zu seiner Verblüffung empfing Ronnie nur Stunden nach der Publikation eine Email einer BBC-Mitarbeiterin, die ihn um eines seiner Bilder zur Veröffentlichung im Online-Auftritt des britischen Medienriesen bat:

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Wer plagiiert, ist doch nur doof

Klaus Jarchow, 15. März 2008 um 10.56 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

Zitat oder Plagiat: Mit wenig Aufwand wird aus dem geborgten Satz ein eigenes Werk. In der Wissenschaft wird das geahndet – und im Journalismus?

Quotes
Zitat pfui, Plagiat hui

Ein Ende des BVG-Streiks ist nicht in Sicht, nun droht Berlin auch noch ein Ausstand im öffentlichen Dienst. – Geben Sie’s ruhig zu: Das haben Sie gleich gewusst, dass ich ein ganz übler Plagiator bin. Ich mieser Abschreiberling habe diesen hochbedeutenden ersten Satz aus einem Artikel der Berliner Zeitung vom 14.3.2007 schlicht geklaut. Dieser, mein erster Satz war nichts als ein übles Plagiat.

Hätte ich ihn allerdings wie folgt geschrieben, dann wäre er kein Plagiat mehr gewesen: “Ein Ende des BVG-Streiks ist nicht in Sicht, nun droht Berlin auch noch ein Ausstand im öffentlichen Dienst (BZ)”. Joho, was so ein paar Anführungsstriche mit Quellenangabe doch ausmachen! Das war jetzt nur noch ein Zitat. Was wiederum nicht nur erlaubt ist, was sogar als ein Beitrag zur Kultur gilt:

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Perlentaucher vs. n-ost:
Unglücklicher Zufall

Ole Reißmann, 11. März 2008 um 15.03 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der Perlentaucher verliert einen wichtigen Auftrag aus öffentlicher Hand – die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Auftrag für ?Eurotopics? neu ausgeschrieben. Das Rennen macht wohl ein Netzwerk mit engen Banden zum Perlentaucher-Intimfeind FAZ.

Der Perlentaucher bekommt von der Bundeszentrale für politische Bildung über eine halbe Millionen Euro, um gemeinsam mit Courrier International die tägliche internationale Presseschau ?Eurotopics? zu erstellen. Das Portal soll helfen, eine europäischen Öffentlichkeit herzustellen – auf Englisch, Deutsch und Französisch. Im Oktober wurde der Vertrag des Perlentauchers nicht verlängert und der Auftrag neu ausgeschrieben.
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Kartenwechsel bei Premiere bestätigt:
Die nächste Runde im Schwarzseherkampf

Wolf-Dieter Roth, 6. Februar 2008 um 18.30 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Nicht nur ARD und ZDF jammern über nichtzahlende Zuschauer - auch dem Pay-TV geht es nicht besser. Das von Premiere verwendete Verschlüsselungsverfahren Nagravision ist in der gegenwärtig benutzten Variante anscheinend nicht mehr dicht zu bekommen - also gibt es bald mal wieder neue Karten.

Früher war es Ehrgeiz der Hacker, den bösen Leo Kirch auszutricksen, was sie motivierte, das Pay-TV Premiere zu hacken. Wenn man selbst ein gültiges Abonnement hat, ist das nicht mal strafbar. Andernfalls allerdings sehr, denn es gibt ein spezielles EU-Gesetz, Spitzname “Lex Leo”, das das Umgehen von Pay-TV-Verschlüsselungen unter weit höhere Strafen stellt, als es bei DRM, im Kino aufgenommenen Filmen und Tauschbörsen der Fall ist. Ertappte Karten-Hacker haben durchaus mit Knast zu rechnen, hier ist es keine reine Drohgebärde.

Premiere-Verschlüsselung
Gar nicht so einfach, an die Premiere-Programme zu kommen - für zahlende Kunden…

Heute ist es nicht mal mehr der böse Georg Kofler, den man auf dem Kieker haben könnte, da er nicht mehr Premiere leitet; auch gilt das Programm - im Gegensatz zur Anfangszeit von Kofler - als ziemlich uninteressant. Doch das Interesse an “Gehacktem” läßt deshalb nicht nach.

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Attributor gegen Text-Diebe Inhalte an- statt verketten

Peter Sennhauser, 6. November 2007 um 10.01 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Dienst Attributor soll Verlegern helfen, geklaute Texte im Internet aufzuspüren. Das Rezept: Kleine Gauner werden plattgemacht, grossen bietet man eine Partnerschaft an.

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Attributor ist ein Schnüffelhund, der gestohlene Texte im Internet wiederfindet, um Textdiebe abzumahnen. (Ausriss Webseite Attributor)

Wir können es genauso wenig ausstehen, wenn jemand unsere Texte im vollen Wortlaut kopiert und auf seine Webseite pappt, wie irgendjemand sonst. Vor allem, wenn nicht wenigstens ein Link auf unsere Seiten dabeisteht.

Deswegen haben wir ein gewisses Verständnis, wenn Redaktionen und Inhalte-Anbieter (auch Content-Provider genannt, was ein bisschen wie Füllstoff-Fabrik klingt) nach Textdieben suchen.

Dabei hilft ihnen jetzt Attributor, ein Dienst in den USA, der mit elektronischen Schnüffelhunden im Wald der Webseiten nach den Texten der Kunden sucht. Ähnliche Systeme gibts längst für Bilder, die mit eingebetteten “Wasserzeichen” sozusagen nach Hause telefonieren, wenn sie irgendwo publiziert werden. Das kostet allerdings pro Bild, und nicht zu knapp.

Attributor kann weit mehr als nur Texte aufspüren.

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Winkelried.Info mit Weltwoche-Beiträgen

Ronnie Grob, 18. September 2007 um 9.33 Uhr, 32 Kommentare Kommentare

Die Website winkelried.info, ein Weblog nach dem Vorbild von Politically Incorrect, hat Beiträge von Weltwoche-Redaktoren auf seiner Website. Zum Beispiel von Roger Köppel oder Urs Paul Engeler. Zumindest letzterer weiss nichts davon.

Roger Köppel WinkelriedDiese Woche erhielt ich ein lustiges Mail. Ich erhielt es vom Betreiber von winkelried.info, Richard Fluehmann. Winkelried.Info (Impressum) wird gemacht von den Konservativen Schweizer Demokraten in Zug und sieht sich als “Gegen- informationsquelle für Personen mit einem höheren Bildungsstand”.

Angefangen hat der Mailwechsel so, dass ich von ihm wissen wollte, wie es komme, dass Beiträge der Weltwoche- Redaktoren Roger Köppel, Urs Paul Engeler und Thomas Widmer auf winkelried.info zu lesen seien. Erkundigte mich, ob ein Agreement mit der Weltwoche vorliege oder ob die Autoren der Beiträge von der Website bezahlt würden. Da Herr Fluehmann medienlese.com nicht in der “Journalisten/Redakteuren-Datenbank” auffinden konnte, schickte er mir folgende fünf Fragen:

1. Schreiben Sie für Printmedien?
2. Für welchen Verlag schreiben Sie?
3. Sind Sie oder Ihr Auftraggeber in irgend einer Art politisch gebunden?
4. Können Sie uns Beispiele Ihrer Arbeiten im Internet zeigen?
5. In welchem Verhältnis stehen Sie zur Weltwoche und was beabsichtigen Sie mit diesen Informationen?

Fünf Fragen, die sogleich nach bestem Wissen und Gewissen beantwortete. Erstaunt war ich dann aber über den Inhalt des darauf folgenden Mails. Herr Fluehmann schrieb mir:

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Etwas gar viel Web 2.0 in Österreichs Parteien

Gastautor, 1. September 2007 um 9.33 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Brisante Details förderte der Wikipedia-Scanner des amerikanischen Informatikstudenten Virgil Griffith jetzt auch über Österreichs Innenpolitik zutage. Offenbar haben Funktionäre der beiden Regierungsparten SPÖ (Sozialdemokraten) und ÖVP (Christlich-Soziale) fleißig Wikipedia-Einträge bearbeitet und zu ihren Gunsten manipuliert.

Von Markus Kirchsteiger

?Spin? heißt das in der PR: einem Ereignis den richtigen Dreh verpassen. Doch wenige innenpolitische Beobachter hätten den traditionellen Volksparteien zugetraut, die öffentliche Meinung im Internet derart ernst zu nehmen.

So besserte ein Benutzer, dessen IP-Adresse einem Rechner der SPÖ zugeordnet werden konnte, kritische Passagen über Bundeskanzler und Parteivorsitzenden Alfred Gusenbauer aus. Auch als die SPÖ eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen, nämlich die Abschaffung der Studiengebühren, brach, wurde dieser ?Umfaller? allein auf den ?Widerstand der zweiten Regierungspartei, der ÖVP? geschoben.

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Qeez.de schmeisst sich weg

Peter Hogenkamp, 29. August 2007 um 12.20 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Nach einem halben Tag Sinnieren glauben wir nun verstanden zu haben, wieso qeez.de gestern nach unserem Beitrag am Mittag zuerst auf “Wartung” umgeschaltet hatte, um sich dann am späteren Nachmittag ganz zu verabschieden. Der Abschiedstext, falls der auch bald mal verschwindet, liest sich so.

Update:

Hallo “deutsche Blogosphäre”,

qeez.de ist war eine harmlose Suchmaschine, die durch direkte (!) Links zu den Blogs (hoffentlich) für zusätzliche Leser sorgt. Und übrigens vollständig werbefrei (!), schließlich ging es uns um den Spaß am Programmieren (unglaublich, oder? Aber das kann ebenso Spaß machen wie bloggen?) und vielleicht sogar einen kleinen Beitrag zum allgemeinen Nutzen des Internets zu leisten – wenn’s denn gefällt. Tut´s wohl nicht, wenn man das so liest:

http://medienlese.com/2007/08/28/die-blog-klaumaschine
http://metablog.ch/archives/2007/08/28/qeezde-die-medienlese-ist-doof/

Dass hier einer mit fremdem Content einen schnellen Euro verdienen will, ist rasch unterstellt, muss aber nicht stimmen. Die rund 400 Blogger, die ihren Feed aktiv angemeldet haben, sind trotz allem als Zustimmung zu einer seriösen Blog-Suchmaschine zu werten. Wir hatten allerdings nicht das Glück, dazu zu werden. Tante Google bekommt das wahrscheinlich besser hin als wir, weil bei ihr klar ist, dass sie (anders als qeez.de!) mit fremdem Content Geld verdient, aber keiner etwas dagegen machen kann. ;-)

Nichts für ungut, qeez.de ist offline.

Es gab genug Gegenstimmen, also bleibt’s in der Kiste. Vielleicht hat der nächste mit dem Thema ?Blog Suchmaschine? mehr Glück als wir, denn Bedarf besteht offensichtlich.

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Die Blog-Klaumaschine

Peter Hogenkamp, 28. August 2007 um 12.46 Uhr, 20 Kommentare Kommentare

Sehr geehrte Herren Schlotterbeck,

das mit dem Kostenlos-Content im Internet mag ja im Trend liegen, aber die Art, wie Sie bei Ihrem Projekt qeez.de die Sache angehen, gefällt uns trotzdem nicht. Bei uns machen sich diverse Autoren viel Arbeit mit den Texten, die auf unseren beiden Blogs medienlese.com und imgriff.com erscheinen; diese refinanzieren wir durch Werbeeinnahmen. Sie dagegen machen sich sehr wenig Arbeit mit unseren Texten und veröffentlichen sie einfach im Volltext auf Ihrer Website. Ohne zu fragen natürlich, was nachvollziehbar ist, weil wir Ihnen unser Einverständnis dazu niemals gegeben hätten.

“Blog-Suchmaschine” nennen Sie qeez.de. Wir würden es eher einen automatisierten Diebstahl von Texten nennen. Eine Suchmaschine nämlich indexiert nach unserem Verständnis Inhalte, um Besucherinnen und Besuchern den Weg zum Gesuchten zu zeigen und sie dann dorthin weiterzuleiten. Das sollte bei einer Blog-Suchmaschine nicht anders sein - ungeachtet der Tatsache, dass es bei Blogs dank der RSS-Feeds sehr einfach ist, die kompletten Inhalte andernorts einzubinden und wie seine eigenen darzustellen, so dass der Besuch des eigentlichen Urhebers gar nicht mehr nötig ist.

Des eigentlichen Urhebers. Richtig gelesen. Klingelt es da bei Ihnen, Herr Rechtsanwalt Alexander Schlotterbeck?
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