Thema: Buch

 

Alle 5 Artikel zum Thema Buch auf medienlese.com:

Krisenfest:
Buch und Bildschirm

Klaus Jarchow, 25. Oktober 2008 um 10.11 Uhr, 31 Kommentare Kommentare

Bye-bye Buch? Neue Lesegeräte sollen dem E-Book endlich zum Erfolg verhelfen. Hunderte Bücher passen in elektronischer Form plötzlich in die Westentasche – trotzdem steht der Branche keine Revolution wie den Zeitungsverlagen bevor.

E-Book zeigt Webseite: Dual-Use-Objekt (Keystone)

Alles redet über die Krise der Zeitungen, kaum jemand über ein anderes Holzmedium: über das Buch. Deshalb ist es eine interessante Debatte, die der Don A. dort angestoßen hat. Ich gehe mit ihm konform, wenn er sagt, dass das Buch trotz der kommenden E-Book-Reader halbwegs krisenfest sei. Dennoch - und in dem Punkt widerspreche ich ihm - wird das Netz wesentliche Funktionen übernehmen, die das Buch früher eben auch hatte. Ich sehe es an mir selbst … das Buch ist für mich gewissermaßen ein ‘Dual-Use-Objekt’ geworden.

Vieles von dem, was früher dem Zettelkasten und der Bibliothekssuche überlassen blieb, die ‘philologische Recherche’ gewissermaßen, das kann ein Computer sehr viel besser als jenes Ein-Mann-Unternehmen, das sich in den Geisteswissenschaften heutzutage ‘Forschung’ nennt und zwischen Lehr- und Forschungsauftrag sich hindurchwinden muss. Will ich wissen, was unsere Klassiker bspw. über Wurzelentzündungen dachten, dann schmeiße ich meine DVD mit den lizenzfreien Texten deutscher Literatur an, ich starte die Suchanfrage mit ‘Zahnschmerz’, ‘Barbier’, ‘Quacksalber’, ‘Quecksilber’ und anderen ‘Key Words’ - und sitze binnen Sekunden vor einem Haufen von Fundstellen zwischen Wolfram von Eschenbach und Theodor Fontane, die mir drei Tage Bibliotheksrecherche abnehmen. Zumindest für die Zeit bis zum Ende des poetischen Realismus ist Arno Schmidt mit seinem Verfahren der ‘1.000 Zettelkästen’ also zu einem Dinosaurier geworden.

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Buchmesse live im Internet:
Journalisten und ihre Bücher

Ole Reißmann, 15. Oktober 2008 um 10.46 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Live von der Frankfurter Buchmesse: Für jeweils eine halbe Stunde ist ein Autor mit seinem Buch Gast auf dem “Blauen Sofa”. Darunter: Stefan Aust, Dietmar Dath, Bettina Gaus und Hans-Jürgen Jakobs.


Buchmesse im Internet ist mindestens so aufregend wie die Wagner-Festspiele auf Großbildleinwand beim “public viewing” – also überhaupt nicht. Was hingegen gut geht: Gespräche mit Autoren. Ein Sofa, ein Moderator und ein Gast mit seinem Buch. Dafür haben Internet-Nutzer wahrscheinlich auch mehr Zeit und Aufmerksamkeit übrig als gehetzte, übernächtigte Messebesucher. Auf dem “Blauen Sofa” von Deutschlandradio Kultur, dem ZDF-Kulturmagazin “aspekte”, Bertelsmann Buchclub und Süddeutsche Zeitung nehmen natürlich auch Journalisten Platz – für die kommenden Tage haben wir je einen Termin herausgesucht.

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Bond-Buch:
Media May Care

Ole Reißmann, 28. Mai 2008 um 11.59 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Auf dem Cover das Model Tuuli Shipster und eine Hollywood-reife Premierenfeier mit Kriegsschiff und Edelkarosse: Sebastian Faulks hat Ian Fleming imitiert und ein neues Bond-Buch geschrieben.

Tuuli Shipster mit Bond-Buch (Bild Keystone)Die gigantische PR-Aktion zum Verkaufsstart von “Devil May Care” in Großbritannien verspricht natürlich ein großartiges, intelligentes, gut geschriebenes Werk. Niemand soll auf die Idee kommen, Bond-Buch-Girl Tuuli Shipster und grimmige Marines sollten vom exquisiten Inhalt des Buchs ablenken und für die Aufmerksamkeit sorgen, die dem Schnellschuss-Krimi ansonsten mangels Substanz verwehrt geblieben wäre.

In nur sechs Wochen soll Sebastian Faulks den neuen Bond-Krimi “Devil May Care” heruntergeschrieben haben – in bester Tradition des verstorbenen Bond-Vaters Ian Fleming, der pro Tag 2000 Wörter schrieb. Am nächsten Tag gleich noch 2000, immer so weiter, ohne zu viel über das zu Papier gebrachte nachzudenken.

Bilder Keystone
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Denn Faulks sollte im Auftrag der Flemings nicht einfach ein Bond-Buch schreiben, er sollte schreiben wie der echte Fleming. Als er, ganz Autor, nach dem Innenleben Bonds forschte, musste er feststellen: Fehlanzeige. “I tried to go inside Bond’s head, to create an inner life for him, and I realised he didn’t have one”, sagte er der BBC im Interview. James Bond ist hohl.

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PDF mit Kontext-Anzeigen:
Wieder Werbung in Büchern?

Ole Reißmann, 5. Februar 2008 um 16.20 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Gratiszeitungen, Free-TV und jetzt auch kostenlose Bücher? Kevin Kellys Buch “True Films” gibt es als Datei, Werbung inklusive.

True Films
Das Buch gibt es als PDF auf der Seite des Autors

Drüben bei Wortfeld hat Alexander Svensson auf das PDF-Buch von Kevin Kelly hingewiesen. In “True Films” präsentiert Kelly über 200 Dokumentarfilme. Das Interessante daran ist nicht nur die Auswahl an spannenden, gut erzählten Geschichten, sondern das Vertriebsmodell.

Denn der Download des Buchs ist kostenlos, Geld verdient Kelly mit kontextabhängiger Werbung, die der Adobe Acrobat Reader neben dem Dokument einblendet. Wenn man denn der fragenden Bitte nach einer Internet-Verbindung zum Werbe-Download zugestimmt hat. Und wenn man denn nicht ein anderes Programm als Acrobat verwendet, um das Dokument anzusehen. Auf einem Mac, der PDF-Dateien gerne mit dem Programm “Preview” öffnet, gibt’s keine Werbung zu sehen.

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Lottmann für lau

Ole Reißmann, 15. Dezember 2007 um 18.13 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Es liegt noch keine drei Monate im Regal: Journalist und Popliterat Joachim Lottmann verschenkt sein Buch “Auf der Borderline nachts um halb eins” als PDF.

Joachim Lottmann
Lottmann-Buch: Gedruckt oder ausgedruckt?

Immer schön ablottern: Mit seinen radikal subjektiven Texten schrieb sich Kulturjournalist und Autor Joachim Lottmann an die Speerspitze der deutschen Popliteraten, seine Reportagen stehen in SZ, FAS, taz und Welt am Sonntag. Zuletzt erschienen die Bücher ?Die Jugend von heute? und ?Zombie Nation? von ihm.

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