Alle 12 Artikel zum Thema Boulevard auf medienlese.com:
Im zweiten Teil unseres Blick-Tests behandeln wir den Sportteil, der ja seit der Überarbeitung nicht mehr in einem eigenen Bund ist, sondern auf der letzten Seite kopfüber beginnt.

Titelseite
Hinten wie vorne: langweilig. “Nase vorne!” in grossen gelben Buchstaben und dazu die Front eines Formel-1-Fahrzeugs? So aufregend ist der Titel vom 07.04.2008. Am 31.03.2008 sind zwei jubelnde Spieler der Fussballmannschaft Young Boys Bern auf dem Cover, dazu der Titel “Leader!” (”YB-Gala gegen Thun - jetzt träumt ganz Bern vom Meistertitel”). Nur drei Tage später, am 03.04.2008, sind drei enttäuschte Spieler des FC Basel zu sehen. Der einfallsreiche Titel dazu: “Frustleader” (”FCB bekam Tor geschenkt - und verlor zwei Punkte”).
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Mit kurzem Röckchen auf der Jagd: Kerstin Dombrowski hat ein Buch über ihre Arbeit als Boulevard-Journalistin geschrieben.
Zehn Jahre im Boulevard. Erst die Bild-Zeitung, dann Privatfernsehen. “So , jetzt reicht’s”, fängt Kerstin Dombrowski ihre Abrechnung an. Denn sie rechnet ab, vor allem mit sich selber. Beschreibt eher unaufgeregt und ohne großen Überbau ganz einfach und direkt, wie das so war bei Bild, Sat.1 und RTL.
Wie man als junger Mensch mit 22 Jahren in die Maschinerie gerät, wie das Boulevard-Geschäft funktioniert, wie man selber darin funktionieren kann und so zur “charakterschwachen Bild-Reporterin” werden kann – wie sie eine geworden war.
Das Buch ist eine einzig große Bestätigung: Was immer man über Boulevard-Medien denken kann, wenn man nur ein wenig Einblick in den Journalismus hat, wird hier bestätigt. Das liest sich flott herunter, bietet aber leider wenig Überraschungen. Vor allem schlägt sich Dombrowski nicht schlecht bei ihrer Arbeit, hat ein paar Krisen, ein paar Zweifel bei der Arbeit, aber dann geht es immer irgendwie weiter.
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