Alle 168 Artikel zum Thema Blogosphäre auf medienlese.com:
Nur noch Stillstand, Selbstzerfleischung, Langeweile, Werbemüll? Statt jetzt frustriert den Blog-Blues zu schieben lohnt es sich, auf Trüffelsuche durch die Blogosphäre zu ziehen.
Kaum ist beim Bastian Sick und den anderen Sprachnörglern der Glamour verflogen, stürmen die nächsten Misanthropen die Bühne von Blogville. Das, was der Don A. dort schreibt, ist dabei nur ein Beispiel von vielen: In der kleinen Bloggeria Alemania hat die Zeit der Selbstzerfleischung begonnen, der Virus der Sinnfragen grassiert und viele geben sich hemmungslos der Melancholie mit dem Gestus von digital Desillusionierten hin, die stirnlockenwerfend den Zwergwuchs und das viele Mittelmaß beklagen. Allerdings handelt es sich um einen gefühlten Zustand, keinen faktischen. Hier der Jammer in extenso:
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Ein anonymer Blogger schreibt seit wenigen Tagen ein Watchblog über die deutsche Startup-Szene. “Blase2null” heißt es, und nimmt nach etwas holprigem Start langsam Fahrt auf. Es könnte als Gerüchteküche ein Gegenstück zum unkritischen Deutsche Startups werden - jedenfalls, so lange Wordpress.com mitmacht.
Er hat viel vor, der Blogger, der sich “Tim” nennt: Um den “Blick auf die Schattenseite einer manipulativen Startup-, Medien- & Investoren-Szene” gehe es ihm, schreibt er, und darum, “was man tun muß, um gerade eben nicht Teil dieser Blase zu sein”. Er selbst sei nämlich auch Gründer gewesen und heute Investor, wolle darum gar nicht alles schlechtreden. Einige Zeit hat sich Tim vor allem in den Kommentaren des Web-2.0-Blogs deutsche-startups.de getummelt, aber das war ihm offensichtlich nicht genug Öffentlichkeit: Am 30. Januar startete er sein eigenes Blog unter blase2null.wordpress.com.
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“Bloggen für Millionen”, schreibt der Tagesspiegel heute (bei uns in 6 vor 9) über einen Artikel über ‘Geldverdienen mit Blogs’. Eine siebenstellige Zahl taucht dann nur noch einmal im Text auf, und da bezeichnet sie das obere Ende der Schätzungen über den Umsatz des US-Gadgetblogs Gizmodo - aber daran wollen wir uns nicht stören.
Auch der Grundthese des Textes, dass eine Vermarktung von Fachblogs einfacher scheint als die von Gemischtwarenläden, ist nicht zu widersprechen. Dann allerdings wird es leider doch wieder haarig:
“Jüngster prominenter Etatgewinn ist Bildblog.”
Das schreibt die Autorin über den Blogvermarkter Adical, und Adical darf natürlich bei diesem Thema nicht fehlen, auch wenn viele Beobachter aus der Blogosphäre wohl Vollauslastung, zumindest aber sichtbar mehr Kampagnen erwartet haben. Nur: Diesen “Etatgewinn” meldete Adical schon im Mai 2007, ganz so jung ist er also nicht mehr. Und gab es überhaupt noch einen weiteren “Etatgewinn” seitdem?
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Wenn sich Blogger und Journalisten ineinander verbeißen, dann kommt er mit Sicherheit irgendwann: der wechselseitige Vorwurf der ‘Selbstreferentialität’.

Wir beziehen uns auf uns
Der Schreiber der FAZ mokiert sich dann über ‘den Blogger, der einen anderen Blogger beim Filmen filmt’ - und er vergisst beim Lachen darüber das parallele Phänomen im eigenen Beritt, wo die BILD-Zeitung für den Abdruck von Frank Schirrmachers hessischer FAZ-Wahlhilfe in ihrem Blatt zwei Seiten freiräumt, wo also der eine Journalist dem anderen Journalisten beim Veröffentlichen noch mehr Öffentlichkeit verschafft. Woraufhin die Blogger nach Herzenslust daherpolemisieren und sich wiederum über die Selbstreferentialität des alten Mediensystems lustig machen. Was die getroffenen Journalisten lauthals zetern lässt, weil ihre ‘Selbstreferentialität’ doch angeblich ‘Seriosität’ und ‘öffentliche Verantwortung’ heißt. Manche sagen dazu allerdings auch ‘Kampagne’. Kurzum: Ohne Selbstreferentialität läuft heute nichts mehr - noch nicht einmal auf Journalistenschulen.
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Ursprünglich hieß es “Digital Lifestyle Day”, doch dann wurden es erst zwei und inzwischen sogar drei Tage, auch wenn davon zwei wiederum nur halbe Tage sind. Deshalb wurde die Veranstaltung umbenannt zu “Digital Life Design”. 2008 platzt sie aus allen Nähten.

Wie vor Münchens Nobeldiscos: Teure Autos, Türsteher und eine Warteschlange (Bild: W.D.Roth)
Der DLD war von Anfang an eine Hype-Veranstaltung, auf der sich so manches Interessante fand, insbesondere wenn sich Vortragende öffentlich demaskierten, weil sie dachten, nur unter Gleichgesinnten zu sein. 
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Sind Blogger oder Journalisten die besseren Hackbrettmalträtierer? Und was ist mit den unsäglichen Verrätern, die gleich beides sind? Fragen, die die Welt bewegen. Oder zumindest die Zeit. Nein? Na dann zumindest die Blogger.

Link zu peterkroener.de
Wer allerdings nicht die Zeit, den Willen oder die Fähigkeit hat, sich durch lange Traktate zu lesen, jetzt irritiert nach einem Blatt namens Willen oder Fähigkeit sucht und ohnehin eher Bild-Zeitungen bevorzugt, dem kann die Frage “Stehe ich oben oder unten?” nun mit einem Bild statt tausend Worten beantwortet werden: 
Christian Hayungs hat zusammen mit Peter Kröner eine Grafik der eigentlich doch gar nicht existenten (und deshalb auch rächtshraiptekknisch nicht so wirklich faßbaren) Blogoshpäre erstellt, mit der sogar Journalisten Blogger Linkhuren verstehen, wo sie in der Werteordnung 2.0 angesiedelt sind.
Jeder Artikel von Journalisten über “Web 2.0″ wird inzwischen als Kriegserklärung an dasselbe verstanden. Doch die Blogger sind meist gar nicht gemeint. Leider wissen beide Seiten zuwenig voneinander und pflegen eifrigst Klischees und Vorurteile.
Gestandene Journalisten toben und schimpfen, im Internet stünde nur Müll, und in Blogs sowieso. Gestandene Blogger toben und schimpfen, auf totem Baum stünde nur Müll, und in Online-Portalen sowieso. Schließlich wagt es auch noch ein FAZler, JEHOVA zu rufen, indem er das Wort “Blogjournalismus ” kreiert. Ja Iiiih! “Also mit DENEN wollen WIR doch nichts zu tun haben”. Da sind sich beide schimpfenden Seiten plötzlich einig. 
Dabei bloggen Journalisten privat und beruflich. Und Blogger recherchieren. Und eine Blogsoftware wie Wordpress ist auch nichts anderes als ein einfaches CMS (Content Management System), also sind auch technisch die Blogs und die Online-Portale verwandt.
Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Michael Konken setzte sich schon vor einigen Wochen in einer ansonsten durchaus vernünftigen Rede auch bei seinen Mitgliedern nachhaltig in die Nesseln, als er verkündete:
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Alle Kinder Portale machen mittlerweile Bilderstrecken, um Klicks zu schinden. Auch öffentlich-rechtliche Rundfunksender sind keine Ausnahme. Sueddeutsche.de übertreibt es allerdings ziemlich schamlos und hat schonmal 50 Bilder parat, RSI inklusive.

Klick’ Dir den Daumen wund: Die Süddeutsche und ihr Bild-Archiv
Dafür hat sueddeutsche.de natürlich schon öfters lästernde Kommentare einstecken müssen. Doch Redakteure sind auch nur Menschen: ab heute wird zurückgeklickt! Wer sich durch die Bilderstrecke “Alle Kinder laufen über die Straße…” 
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Ein österreichischer Medienkünstler bloggt als virtueller Doppelgänger eines Zeitungsherausgebers und muss nach kurzer Zeit sein satirisches Blog einstellen – aus Furcht, in Grund und Boden geklagt zu werden. Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreichs hochkonzentrierter und monopolisierter Medienlandschaft?
Österreichs erster Skandal um ein Weblog war nach einem Monat wieder vorbei: In einer Pressekonferenz vor österreichischen Medien gesteht der 25-jährige Wiener Medienkünstler Philip Drössler, dass er der Fälscher ist. 24 Einträge umfasst sein Blog “Aus österreichischer Sicht“, in dem er als vermeintlicher Chefredakteur der meistgelesenen Tageszeitung ?Gedanken zu den Ereignissen in unserem schönen Land? bloggte. Das Original, Kronen Zeitung-Herausgeber Hans Dichand, hatte seinem virtuellen Doppelgänger zuvor gedroht, ihn auszuforschen und ?zu zwingen, mit dieser einmaligen verbotenen Handlung aufzuhören?.
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Die Universität Zürich will es wissen: Im Rahmen eines Forschungsprojekts führt sie eine Umfrage zu Weblogs durch, weil es über das Thema Weblogs “bislang nur wenige wissenschaftliche Befunde” gibt. Wer die 15 Minuten investiert, kriegt danach auch die Forschungsergebnisse zugeschickt, wenn er das will.
Los geht’s mit diesem Link - macht mit und verteilt den doch etwas, dann macht die Aktion auch Sinn.
http://www.unipark.de/uc/blogger
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