Thema: Blogosphäre

 

Alle 168 Artikel zum Thema Blogosphäre auf medienlese.com:

Blogs in Deutschland:
“Man spricht nicht darüber”

Felix Disselhoff, 20. Juli 2008 um 18.13 Uhr, 39 Kommentare Kommentare

Deutsche Online-Schreiber können nicht richtig bloggen, nicht ordentlich streiten und füllen stattdessen lieber oberlehrerhaft die Wikipedia: Lustvoll watscht der Spiegel die Blogosphäre ab.

Gerade klingt der Blogger-Blues etwas ab, da kommt der Spiegel und tritt nochmal kräftig nach. Auf drei Seiten widmet sich die aktuelle Ausgabe der deutschen Blogosphäre. Das Urteil ist vernichtend: Es fehle an Relevanz, politische Blogs seien “so gut wie nicht vorhanden”, Blogs würden kaum wahrgenommen. Der Teaser gibt die Stoßrichtung vor:

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

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Sechsmal um den Blog:
Journalisten, saure Gurken und Lektoren

Klaus Jarchow, 12. Juli 2008 um 9.13 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

medienlese.com auf Entdeckungsreise in der Blogosphäre. Auf der Suche nach Mikromedien begegnen wir diesmal Berufsschreibern.

Sechsmal um den Blog: Journalisten, saure Gurken und Lektoren (Bild piglicker, Creative-Commons-Lizenz)“Die Nachricht von meinem Ableben ist maßlos übertrieben” - das mailte die Blogosphäre kürzlich an den Deutschen Journalistenverband, dabei Mark Twain parodierend. Denn das neue Medium lebt, es wächst und gedeiht, es emanzipiert sich allerdings von den Gründervätern. Daher die gedehnten Bluenotes auf allen Veteranentreffen. Hier aber geht’s weiter:

1. André Marty berichtet
Viel Lob und ein erster Hinweis kamen von ugugu: Es gibt im Heiligen Land Journalisten, die jenseits von Islamo- oder Israelophobie zu berichten verstehen. Allerdings - und darin liegt wohl der Sinn ihres Bloggens - müssen sie das vor allem außerhalb des angestammten Holz- oder Funkmediums tun, wie dieser André Marty mit Nahost-Texten, die man in keiner Zeitung liest:

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Literaturseite Mindestens haltbar:
Verfallsdatum abgelaufen?

Ole Reißmann, 3. Juli 2008 um 20.11 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das Blog-Literaturmagazin Mindestens haltbar wird offenbar eingestellt. Wie der Chefredakteur mitteilte, habe die Agentur kein Interesse an einer Fortführung des Projekts.

Mindestens haltbar

Mindestens haltbar-Chefredakteur Don Dahlmann hat in seinem privaten Blog mitgeteilt, dass die österreichische Knallgrau New Media Solutions wohl plant, das Projekt nicht fortzusetzen: “Hier wurde mir vor einigen Tagen mitgeteilt, dass man die gesamte Seite nicht fortführen möchte.” Das “Magazin für Meinung” war jeden Monat mit einem anderen Schwerpunkt erschienen, zu denen im Vorfeld um Beiträge der Leser – vor allem aus der Blogosphäre und deren Umfeld – gebeten wurde. Bezahlt wurden die Autoren, im Gegensatz zur Chefredaktion, nicht.

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Fakten? Check!

Ole Reißmann, 30. Juni 2008 um 18.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Google verändere die Recherche, steht im Tagesspiegel. Das stimmt. Außerdem steht dort, in Deutschland gebe es keine “fact checkers”. Das stimmt nicht.

Im Tagesspiegel wird eine Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) über “journalistische Online-Recherche” vorgestellt. Die Ergebnisse sind nicht überraschend: Über Google und Spiegel Online wird recherchiert, das Telefon ist auch sehr wichtig. Aha. Okay. Gut. Weil die Informationen aus dem Netz natürlich sehr verdächtig sind, sollte das Berufsbild des Dokumentationsjournalisten nach anglo-amerikanischem Vorbild gefördert werden. Sagen die Autoren der Studie, und so steht es auch im Tagesspiegel.

Der Artikel fährt fort mit der Feststellung, “fact checkers” gebe es “hierzulande noch nicht”.

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Blogblues-Mythen

Klaus Jarchow, 29. Juni 2008 um 10.01 Uhr, 22 Kommentare Kommentare

Der Blog-Blues geht um, wer sich umdreht oder lacht … Aber geht er wirklich um? Oder ist das nur ein subjektiver Eindruck? Die Zahlen hingegen zeigen deutlich in eine Richtung.

Bild Mika Hiironniemi, Creative-Commons-LizenzVom “Blogblues” ist viel die Rede. Google zählt immerhin schon 100.000 Treffer zu diesem Begriff. Auch ich schrieb vor einiger Zeit über das Phänomen der Blogmüdigkeit bei unseren Granden. Es mag ferner sein, dass die Zahlen der ‘Kommerz-Blogger’ zurückgehen, dass ‘die Erwartungen der Wirtschaft massiv enttäuscht’ wurden. Von einem generellen Rückgang der Bloggeria zu sprechen, das aber ist zumindest fahrlässig. (Findet auch der Zahlenmeister der deutschen Blogosphäre im Interview auf medienlese.com.) Nur weil sich der Koch die Finger verbrannt hat, ist nicht notwendigerweise das Essen schlecht.

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Weblogs auf Onlineportalen:
Sie können es immer noch nicht

Ronnie Grob, 24. Juni 2008 um 17.30 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Der Kurier hat ein Medienblog – nur wird es nicht wahrgenommen. Keine Links nach aussen, keine Diskussion mit dem Publikum, nicht per RSS zu abonnieren, kein vernünftiges Archiv.

Das Kurier-Weblog «Webweiser» - ganz schön ist es ja ...
Das Kurier-Weblog «Webweiser» - ganz schön ist es ja …

Manchmal reicht es, eine Website eine Minute anzusehen. Und schon weiss man, warum man bisher nie auf sie gestossen ist, warum sie kaum Erfolg hat und warum sie, Änderungen vorbehalten, niemals Erfolg haben wird. Das Medienblog Webweiser Weblog der österreichischen Tageszeitung Kurier ist so ein Fall.

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Jens Schröder im Interview:
“Ich bin ein Zahlenjunkie”

Ole Reißmann, 19. Juni 2008 um 11.57 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Bin ich denn schon drin? Die deutschen Blogcharts sind umstritten, geliebt, gefürchtet. Jens Schröder im Interview über Mogelversuche, Zukunftspläne und Klickzahlen.

Jens SchröderWenn Journalisten etwas über Blogs schreiben, landen sie bei ihren Recherchen ziemlich schnell bei den deutschen Blogcharts. Eine immer aktuelle Liste der 100 Blogs, die am meisten verlinkt werden. Ganz vorne: Die wichtigsten und größten deutschsprachigen Blogs. 14 Fragen an Jens Schröder, den Macher der mächtigen Liste, den Graf Zahl der deutschen Blogosphäre. Aus den automatisch erfassten Daten der amerikanischen Blog-Suchmaschine Technorati, die mehr oder weniger vollständig sind, erstellt er die Blogcharts.

Wie gut sind die Technorati-Daten noch?

Ich würde sagen, die Qualität schwankt. Gerade in den beiden letzten Wochen gab es dort wohl ziemlich große technische Probleme. Insgesamt findet Technorati nach meinen Erfahrungen aber immer noch deutlich mehr Links als Konkurrenten wie Google Blog Search.

Haben Agenturen oder Blogger Dir schon Geld angeboten?

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Journalisten sind wirklich keine Blogger!

Klaus Jarchow, 8. Juni 2008 um 16.49 Uhr, 19 Kommentare Kommentare

Schluss mit dem Meta-Blogging: Thilo Baum verabschiedet sich aus der Blogosphäre, das richtige Leben “ist draußen”. Er empfiehlt, “sich nicht mehr als 30 Minuten täglich mit Blogs zu befassen”.

Silvaplana im Oberengadingadin: Thilo Baum empfiehlt, sich nicht mehr als 30 Minuten am Tag mit Blogs zu befassen. (Bild Keystone/Arno Balzarini)Manchmal genügen Zufallsfunde, um eine Auseinandersetzung auf den Punkt zu bringen. Wie zum Beispiel den schwelenden Konflikt zwischen Journalisten und Bloggern. Mit der Nase darauf gestoßen hat mich Lanu, die seit Monaten ihre These unterfüttert, dass Journalisten keine Blogger seien. Und dann verlinkte sie das Abschiedsposting von Thilo Baum, seines Zeichens “Trainer / Coach / Journalist”. Überzeugter Journalist sogar …

Der Thilo Baum studierte – laut Selbstauskunft – Theaterwissenschaften und Publizistik. Seither nennt er sich “Kommunikationswissenschaftler und Journalist”. Woraufhin er sich erst einmal längere Zeit ‘auf dem Boulevard’ tummelte, u.a. bei B.Z. und Berliner Kurier. In jüngster Zeit hat er sich dann selbständig gemacht, zusammen mit einem Partner in der ‘Luftfabrik’ … (”Kschhh - Namenswitze sind doch verboten!” – “Aber wenn er sich den Namen doch selber ausgedacht hat …” – “Hör auf damit!”).

Seit dem März 2005 führte Thilo Baum ein Blog, aber ‘eher nebenbei’, das er jetzt mit einem letzten öffentlichen Beitrag und einem Rant gegen die gesamte Blogosphäre wieder auf Stand-By-Betrieb zurückfuhr. Woraufhin sich in den Kommentaren eine kurze, aber heftige Diskussion anschloss, die für Thilo Baum so ausging, wie das Eröffnungsspiel der EM für die Schweiz: Er wird wohl ein ‘Blogger der Herzen’ – aber nur für Journalistenkollegen.

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Déjà vu:
Telekom und Google

Ole Reißmann, 8. Juni 2008 um 15.11 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

“Extra3″ schon wieder mit dem passenden Kommentar zur Telekom-Affäre und schon wieder eine langweilige Google-Nachricht vorne auf unserer Lieblingsseite Rivva.

Erneut ist ein Video im Netz, mit dem die NDR-Satiresendung “Extra3″ die Telekom-Spitzelaffäre kommentiert. Letzte Woche war es noch ein kleiner Werbespot (“Zwei sind am sprechen und wir schreiben mit”), diesmal ist es gleich ein ganzes Lied: “In Bonn, da steht ein Irrenhaus, da gehen die Spitzel ein und aus … Skandal bei der Telekom”. Video nach dem Klick:

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Medienblogcharts 5/08:
Wir linken wieder

Ole Reißmann, 2. Juni 2008 um 20.25 Uhr, 18 Kommentare Kommentare

Kalenderwoche 21 des Jahres 2008

Im Vergleich zu Kalenderwoche 17 des Jahres 2008

Rang: Der aktuelle Rang des Blogs in den Blogwerk-Medienblogcharts.
Vm.: Der Rang im Vormonat.
Blog: Der verlinkte Name des betreffenden Blogs.
Blogs: Die Anzahl der auf das betreffende Blog verlinkenden Blogs gemäss Technorati.com.
+/-: Die Veränderungen der Zahl der verlinkenden Blogs im Vergleich zum Vormonat.

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