Alle 16 Artikel zum Thema Blogger auf medienlese.com:
Bloggen ist harte Arbeit – mit allen Risiken und Nebenwirkungen, inklusive Blogger-Burnout und Posting-Panik-Attacken. Schon werden zwei Todesfälle auf extremen Blog-Stress zurückgeführt.

Eine Fototapete hilft auch nicht (Bild Keystone)
Die New York Times widmet sich aktuell dem lebensbedrohlichen Sress, dem sich Blogger aussetzen: “In Web World of 24/7 Stress, Writers Blog Till They Drop.” Wer ein erfolgreiches, bekanntes Blog betreibe oder für eines arbeite, setze sich oftmals rund um die Uhr großem physischen und emotionalen Stress aus, heißt es im Artikel. Ausgestattet mit Blackberry und Notebook seien sie ständig auf der Suche nach bloggenswerten Nachrichten im Informations-Fluss. Haben sie schließlich etwas gefunden, heißt es auch noch schnell und originell sein – damit nicht ein anderer Blogger ein paar Millisekunden schneller ist und alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Schreiben für Klicks kann anstrengend sein: Wer allein auf diesen Maßstab setzt, bekommt objektives Feedback in Echtzeit.
They work long hours, often to exhaustion. Many are paid by the piece ? not garments, but blog posts. This is the digital-era sweatshop. You may know it by a different name: home. [...] bloggers complain of weight loss or gain, sleep disorders, exhaustion and other maladies born of the nonstop strain of producing for a news and information cycle that is as always-on as the Internet.
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“This is a real opportunity to make good money”: Für Blogger gibt es im englischsprachigen Raum jede Menge Angebote, mit dem Schreiben ins Internet Geld zu verdienen. Einige davon sogar seriös. Eine neue Seite sammelt jetzt Bloggerjobs auf Deutsch.
Auf der Seite bloggerjobs.biz ist ordentlich was los: Diverse Netzwerke suchen nach billigen Contentlieferanten, mit Investorengeld gefütterte Startups suchen echte Online-Journalisten, journalistische Angebote brauchen Verstärkung und Hobbyblogger verkaufen ihre Seele und dienen sich der PR-Bande an.
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Nur noch Stillstand, Selbstzerfleischung, Langeweile, Werbemüll? Statt jetzt frustriert den Blog-Blues zu schieben lohnt es sich, auf Trüffelsuche durch die Blogosphäre zu ziehen.
Kaum ist beim Bastian Sick und den anderen Sprachnörglern der Glamour verflogen, stürmen die nächsten Misanthropen die Bühne von Blogville. Das, was der Don A. dort schreibt, ist dabei nur ein Beispiel von vielen: In der kleinen Bloggeria Alemania hat die Zeit der Selbstzerfleischung begonnen, der Virus der Sinnfragen grassiert und viele geben sich hemmungslos der Melancholie mit dem Gestus von digital Desillusionierten hin, die stirnlockenwerfend den Zwergwuchs und das viele Mittelmaß beklagen. Allerdings handelt es sich um einen gefühlten Zustand, keinen faktischen. Hier der Jammer in extenso:
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Die deutschsprachigen Medienblogs können erstmals seit fünf Monaten eine Abflachung des Linkschwunds verzeichnen. Eine hochwissenschaftliche Präzisionsanalyse lässt ausserdem den Verdacht zu, dass es sich um saisonbedingte Schwankungen handelt.

Ist die Zeit der Negativschlagzeilen bald vorbei? Erholen sich die deutschsprachigen Medienblogs von den harten Rückschlägen des vergangenen halben Jahres? Wir haben zur Februar-Ausgabe unserer Medienblogcharts die durchschnittliche Zahl verlinkender Blogs für die Top-Ten der Medienblogs seit deren Erfassung errechnet. Was lässt sich aus den Ergebnissen ablesen?
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Wenn sich Blogger und Journalisten ineinander verbeißen, dann kommt er mit Sicherheit irgendwann: der wechselseitige Vorwurf der ‘Selbstreferentialität’.

Wir beziehen uns auf uns
Der Schreiber der FAZ mokiert sich dann über ‘den Blogger, der einen anderen Blogger beim Filmen filmt’ - und er vergisst beim Lachen darüber das parallele Phänomen im eigenen Beritt, wo die BILD-Zeitung für den Abdruck von Frank Schirrmachers hessischer FAZ-Wahlhilfe in ihrem Blatt zwei Seiten freiräumt, wo also der eine Journalist dem anderen Journalisten beim Veröffentlichen noch mehr Öffentlichkeit verschafft. Woraufhin die Blogger nach Herzenslust daherpolemisieren und sich wiederum über die Selbstreferentialität des alten Mediensystems lustig machen. Was die getroffenen Journalisten lauthals zetern lässt, weil ihre ‘Selbstreferentialität’ doch angeblich ‘Seriosität’ und ‘öffentliche Verantwortung’ heißt. Manche sagen dazu allerdings auch ‘Kampagne’. Kurzum: Ohne Selbstreferentialität läuft heute nichts mehr - noch nicht einmal auf Journalistenschulen.
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Jeder Artikel von Journalisten über “Web 2.0″ wird inzwischen als Kriegserklärung an dasselbe verstanden. Doch die Blogger sind meist gar nicht gemeint. Leider wissen beide Seiten zuwenig voneinander und pflegen eifrigst Klischees und Vorurteile.
Gestandene Journalisten toben und schimpfen, im Internet stünde nur Müll, und in Blogs sowieso. Gestandene Blogger toben und schimpfen, auf totem Baum stünde nur Müll, und in Online-Portalen sowieso. Schließlich wagt es auch noch ein FAZler, JEHOVA zu rufen, indem er das Wort “Blogjournalismus ” kreiert. Ja Iiiih! “Also mit DENEN wollen WIR doch nichts zu tun haben”. Da sind sich beide schimpfenden Seiten plötzlich einig. 
Dabei bloggen Journalisten privat und beruflich. Und Blogger recherchieren. Und eine Blogsoftware wie Wordpress ist auch nichts anderes als ein einfaches CMS (Content Management System), also sind auch technisch die Blogs und die Online-Portale verwandt.
Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Michael Konken setzte sich schon vor einigen Wochen in einer ansonsten durchaus vernünftigen Rede auch bei seinen Mitgliedern nachhaltig in die Nesseln, als er verkündete:
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