Alle 16 Artikel zum Thema Blogger auf medienlese.com:
Zu wenig eigenständig, nicht genug Qualität: Die SonntagsZeitung ist enttäuscht von Schweizer Blogs. Das könnte daran liegen, dass es für bahnbrechende Geschichten Recherche, Zeit und damit Geld braucht.
(t_buchtele, CC-Lizenz)
Bla-Bla-Blogger? Die SonntagsZeitung ist enttäuscht von der Schweizer Blogosphäre – das ruft nach einer Antwort, nicht nur in unseren Kommentaren. Nehmen wir mal an, der Fünftligaverein FC Oberwil III spielt Fussball gegen den FC Basel. Auf der einen Seite Arbeiter und Angestellte, die nach einem harten Tag auf der Baustelle oder in der Fabrik sich abends einmal in der Woche vor dem Biertrinken zum Fussball treffen. Auf der anderen Seite Profifussballer, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als zu trainieren, sich massieren zu lassen, Taktik zu büffeln und Autogramme zu geben. Würde es jemand wundern, wenn die Profis vom FC Basel die saubereren Pässe schlagen, konditionell besser drauf sind, das Spiel vielleicht zurecht gewinnen?
» weiterlesen
Notfall (bsabarnowl, CC-Lizenz)
Ralf Schwartz ist kein Journalist. Und auch kein Blogger. Er ist ‘Wirtschaftswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Marketing und Strategische Unternehmensplanung‘, der über Blogger und Journalisten einfach mal nachgedacht hat - gleich in sechs ‘Dimensionen’ und mit einem putzigen Resultat. Immerhin erfahren wir etwas mehr über den Blick der Wirtschaft auf die Medien.
Schwartz denkt von der Marke her. Das heißt, ihm ordnet sich die Welt - um auch mal abstrakt zu formulieren - ‘in medial zu unterstützenden Umsatz- und Imageansprüchen interessierter Anbieter von Waren’. Schließlich hat Ralf Schwartz vom Tierfutter über die Mundpflege bis hin zu Sportschuhen ein weites Spektrum von Konsumgütern auf dem Markt etabliert. Arbeitet Ralf Schwartz ‘für sich’ die Unterschiede zwischen Journalismus und Blogs heraus, dann werden wir diese, seine Marktverankerung immer im Hinterkopf behalten müssen. Zu diesem Text aus der Sicht des ‘Anzeigenkunden’:
» weiterlesen: Hat die mittelmäßige Journaille selber schuld?
Nicht alles, was gratis ist, ist auch umsonst: Mit vermeintlich kostenlosen Pressefotos kann man sich als Online-Journalist oder Blogger schnell teure Abmahnungen einfangen: Aufgrund begrenzter Nutzungsdauer der Lizenz.
Fotolizenz mit Grenzen - im Balken (Bild Canon)
Pressebilder bzw. deren Fotografen - etwa von Fotokameras und anderen neuen Geräten - sind üblicherweise vom Hersteller bezahlt und für den Berichterstatter kostenfrei. Bei Personenaufnahmen ist dies dagegen nicht immer der Fall.
Für gedruckte Zeitschriften ist dies auch kein Problem: Ist die Zeitschrift innerhalb der genehmigten zwei Jahre seit der Zurverfügungstellung des Fotos gedruckt, erschienen und verkauft worden, so ist dieser Regel Genüge getan. Restbestände dürfen dann auch noch nach drei Jahren verkauft werden, solange nichts nachgedruckt wird.
Völlig anders wird dies dagegen zur Zeit bei Aufnahmen für den online-Gebrauch gesehen:
» weiterlesen
1. Die Chefredakteurin von brand eins im Interview
(meedia.de, Oliver Scheiner)
Gründerin und Chefredakteurin Gabriele Fischer: “Ich sehe zwar einige neue Titel im Zeitschriftenhandel, aber da ist nichts wirklich Neues dabei. Die sind alle nach dem Strickmuster ‘Der Weiße Hai Teil II’ gestrickt – alles Dritt- oder Viert-Verwertungen. Das sind für mich keine neuen Ideen.”
2. “Das neue Modebewußtsein der Magazine”
(taz.de, Tobias Rapp)
“Es gibt allen Grund zu der Annahme, dass langfristig nur zwei produktorientierte Kulturindustrien übrig bleiben werden. Kunst und Mode. Die Tonträger verschwinden. Sobald die Übertragungsgeschwindigkeiten und Speicherkapazitäten groß genug sind, wird die Filmindustrie in Schwierigkeiten kommen. Und mit dem ‘Kindle’ wird demnächst das erste elektronische Buch mit Massenappeal auf den Markt kommen. Bleiben Kunst und Mode.”
3. “Fernsehen spielt online fast keine Rolle”
(spiegel.de, Jan-Philipp Hein)
Fernsehkritiker David Harnasch alias B-Arbeiter sitzt mehrere Stunden an seinen Beiträgen, die wenige Minuten lang sind. Er soll einer der wenigen Fernsehkritiker sein, denn das Medium sei nicht mehr kritikwürdig.
4. “Die GEZ-Verschwendung mit Oliver Kahn”
(welt.de, Antje Hildebrandt)
“Kaum sind die Klagen über Gebührenverschwendung beim Zweiten Deutschen Fernsehen verstummt, bahnt sich neuer Ärger an: Für das Abschiedsspiel des ehemaligen Nationaltorhüters soll der Sender doppelt so viel wie für ein gemeines Spiel im Uefa-Cup gezahlt haben – und das, obwohl der eigentliche Star fehlte.”
5. “Blogger als Journalisten: Was ‘die Neuen’ können”
(medianet.at, Matthias G. Bernold)
“Dass die Blogger in die erlauchten Kreise der renommierten Medien eindringen konnten, hat auch mit deren Schwäche zu tun. Als der zweite Irakkrieg losbrach - ließen sich selbst hervorragende Zeitungen wie die New York Times in die Regierungspropaganda einspannen. Es waren unabhängige Blogger, die Widersprüchlichkeiten anprangerten.”
6. “Gutes Fernsehen erst nach Mitternacht?”
(ringfahndung.de)
“Jeder darf sich jetzt gerne selber fragen, wieso drei der vier Fernsehtipps des Hamburger Abendblattes von heute (Ausriss) nach Mitternacht beginnen!”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Blogger sind anonyme Wesen, die gerne mal frech werden, wenn sie sich hinter ihrer Tastatur verstecken können. Dieses Vorurteil hat das Blogcamp 3.0 in Zürich deutlich widerlegt. Eine Umfrage ergab, dass über 90% der Anwesenden unter ihrem Echtnamen bloggen.
Geschossen hat dieses Foto übrigens Moritz Leuenberger per Fernauslösung. So wie jeder andere Blogger auch, der sich an der Fotoaktion blogcamp 3.0 beteiligte. So ungezwungen, wie Leuenberger auf dem Foto wirkt, war er den ganzen Anlass über. Begleitet wurde er nur von einem kleinen Team, das aus einem sehr kontrollbewussten Pressechef, zwei oder drei unauffälligen Polizisten und noch zwei oder drei weiteren Personen bestand. Kann man sich in anderen Ländern seinen Ministern auch so ungezwungen nähern?
» weiterlesen
Der Blog-Blues geht um, wer sich umdreht oder lacht … Aber geht er wirklich um? Oder ist das nur ein subjektiver Eindruck? Die Zahlen hingegen zeigen deutlich in eine Richtung.
Vom “Blogblues” ist viel die Rede. Google zählt immerhin schon 100.000 Treffer zu diesem Begriff. Auch ich schrieb vor einiger Zeit über das Phänomen der Blogmüdigkeit bei unseren Granden. Es mag ferner sein, dass die Zahlen der ‘Kommerz-Blogger’ zurückgehen, dass ‘die Erwartungen der Wirtschaft massiv enttäuscht’ wurden. Von einem generellen Rückgang der Bloggeria zu sprechen, das aber ist zumindest fahrlässig. (Findet auch der Zahlenmeister der deutschen Blogosphäre im Interview auf medienlese.com.) Nur weil sich der Koch die Finger verbrannt hat, ist nicht notwendigerweise das Essen schlecht.
» weiterlesen
Ein technischer Entwickler startet als Hobby-Projekt neben seiner eigentlichen Arbeit beim Boston Globe ein Fotoblog – und feiert damit überraschend großen Erfolg.
Geht das nicht auch größer? Statt pixeliger Bildchen zeigt Alan Taylor auf seinem Blog “The Big Picture” nach Themen ausgewählte Fotos im Riesenformat. Als Programmierer beim Boston Globe sitzt er direkt an der Quelle und kann aus dem ständigen Strom der Bildagenturen auswählen. Seit dem Start Anfang des Monats ist die Seite schnell zum Liebling vieler Journalisten und Blogger geworden. Denn die Bilder werden endlich in wirkungsvoller Größe gezeigt. Satte 990 Pixel sind die Bilder breit – bedeutend mehr, als auf Nachrichtenportalen sonst üblich. In einem Interview berichtet Alan Taylor, wie er beim Boston Globe vom Programmierer zum Hobby-Herausgeber eines Fotoblogs wurde:
» weiterlesen
Schluss mit dem Meta-Blogging: Thilo Baum verabschiedet sich aus der Blogosphäre, das richtige Leben “ist draußen”. Er empfiehlt, “sich nicht mehr als 30 Minuten täglich mit Blogs zu befassen”.
Manchmal genügen Zufallsfunde, um eine Auseinandersetzung auf den Punkt zu bringen. Wie zum Beispiel den schwelenden Konflikt zwischen Journalisten und Bloggern. Mit der Nase darauf gestoßen hat mich Lanu, die seit Monaten ihre These unterfüttert, dass Journalisten keine Blogger seien. Und dann verlinkte sie das Abschiedsposting von Thilo Baum, seines Zeichens “Trainer / Coach / Journalist”. Überzeugter Journalist sogar …
Der Thilo Baum studierte – laut Selbstauskunft – Theaterwissenschaften und Publizistik. Seither nennt er sich “Kommunikationswissenschaftler und Journalist”. Woraufhin er sich erst einmal längere Zeit ‘auf dem Boulevard’ tummelte, u.a. bei B.Z. und Berliner Kurier. In jüngster Zeit hat er sich dann selbständig gemacht, zusammen mit einem Partner in der ‘Luftfabrik’ … (”Kschhh - Namenswitze sind doch verboten!” – “Aber wenn er sich den Namen doch selber ausgedacht hat …” – “Hör auf damit!”).
Seit dem März 2005 führte Thilo Baum ein Blog, aber ‘eher nebenbei’, das er jetzt mit einem letzten öffentlichen Beitrag und einem Rant gegen die gesamte Blogosphäre wieder auf Stand-By-Betrieb zurückfuhr. Woraufhin sich in den Kommentaren eine kurze, aber heftige Diskussion anschloss, die für Thilo Baum so ausging, wie das Eröffnungsspiel der EM für die Schweiz: Er wird wohl ein ‘Blogger der Herzen’ – aber nur für Journalistenkollegen.
» weiterlesen
?Wichtiger als das richtige Leben?
Das sagen nicht Online-Süchtige, das sagen die Juristen. Weil das WWW weltweit einsehbar ist. Auch wenn sich außer dem gekränkten Nachbarn eigentlich gar keiner für das eigene Blog interessiert.
Mit dem falschen Namen geboren
In Deutschland etwas im Netz zu machen, ist schon lange kein Spaß mehr. ?Abmahnwahn? wird wie einst ?Waldsterben? langsam zum auch im Ausland bekannten Begriff. Was kann man also tun, um sich vor einer Abmahnung zu schützen?
Gutes Benehmen Fehlanzeige
?Maschendrahtzaun? und Nachbar-Zank sind berüchtigt. Klar, daß das auch online passiert. Nur kloppen sich dort meist Unbekannte. Den Schaden hat oft ein eigentlich unbeteiligter Blogger.
Lieber planlos bleiben
?Ein Bild sagt mehr als tausend Worte?. Wie wahr. Es kostet allerdings auch mehr als tausend Worte, wenn man es, ohne die Rechte abzuklären, einfach kopiert hat.
Leichen im Keller
Nicht alle Schätze aus Archiven können heute noch ohne weiteres verwendet werden. Ein paar alte, korrekt zitierte Sätze können juristischen Ärger bedeuten.
Hinweis: Diese Artikel dienen der allgemeinen Information und nicht der Beratung im Falle eines individuellen rechtlichen Anliegens. Alle Fakten wurden nach ausführlicher Recherche zusammengestellt, trotzdem sind laufend Änderungen in der Rechtsprechung möglich. Im Zweifelsfall sollte ein Anwalt konsultiert werden.
Das sagen nicht Online-Süchtige, das sagen die Juristen. Weil das WWW weltweit einsehbar ist. Auch wenn sich außer dem gekränkten Nachbarn eigentlich gar keiner für das eigene Blog interessiert.
Wer morgen Nacht an den Münchner Hauptbahnhof mit leuchtgelber Sprühfarbe ?Hans Müller ist doof und war in der FDJ? schreibt, der muss sich dabei schon sehr blöd anstellen, um erwischt zu werden. Und wäre vor allem wegen Sachbeschädigung dran. Er müsste die Reinigung der Bahnhofsmauer von seinem Graffiti zahlen. Das wäre es dann aber auch. 
Wer denselben Spruch ins Gästebuch von Heino Schnittenfittich schreibt, dessen Homepage eigentlich nur alle zwei Wochen mal von seiner Oma besucht wird, wobei selbst diese sich dort langweilt, der löst eine ganz andere Entwicklung aus. Er ist zwar über seine IP-Nummer technisch viel leichter ausfindig zu machen als der Bahnhofssprayer, aber keiner wird ihm wirklich was wollen. Hans Müller wird stattdessen Heino Schnittenfittich verklagen. Ist ja schließlich sein Gästebuch und für dessen Inhalt ist zunächst mal er verantwortlich und nicht seine Gäste, weil er es offen im Web herumliegen lässt.
» weiterlesen