Thema: Berliner Zeitung

 

Alle 4 Artikel zum Thema Berliner Zeitung auf medienlese.com:

Montgomery spart:
Netzeitung in Lebensgefahr

Ole Reißmann, 5. Juli 2008 um 23.34 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Bei der Netzeitung wird offenbar massiv gekürzt: Nach einem Medienbericht plant die Zeitungsholding von David Montgomery, mindestens die Hälfte der Mitarbeiter zu entlassen.

David Montgomery (Montage, Bild Keystone)“Wendig, unabhängig, flexibel, kreativ - so ist die Netzeitung“, schreibt die Netzeitung in einem Artikel in eigener Sache. Begeisterte Redakteure loben euphorisch das eigene Medium. Tenor: Wenn es die Netzeitung nicht gebe, man müsste sie schleunigst erfinden. Auch Leser kommen zu Wort – und werden aufgefordert, Mails und Kommentare zu hinterlassen.

Es liest sich, als hätte die Redaktion in trauriger Gewissheit ihren eigenen Nachruf geschrieben und das virtuelle Kondolenzbuch aufgeschlagen.

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Berliner Zeitung:
“Verleger gesucht”

Ole Reißmann, 2. Juli 2008 um 14.14 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Den eigenen Geschäftsführer und Chefredakteur haben sie schon verklagt: Die Redaktion der Berliner Zeitung sucht heute in der taz nach einem “seriösen Verleger”.

Die Medienseite der taz erscheint heute, ganz “online first”, im Internet. Denn stattdessen prangt über dem Fernsehprogramm eine große Anzeige. Die Redaktion der Berliner Zeitung sucht einen Verleger, der “erst eine Zeitung macht und dann damit Geld verdienen will”. Statt Sparkurs und Renditedruck von Mecom-Chef Montgomery und seinem Berlin-Statthalter, Chefredakteur und Geschäftsführer Josef Depenbrock, wünscht sich die Redaktion “einen seriösen Verleger” und einen “kompetenten, unabhängige Chefredakteur”. Die Bitte an die finanzstarken taz-Konsumenten: “Kaufen Sie uns!”

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6 vor 9

Ronnie Grob, 30. Juni 2008 um 8.54 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Die Mär der unbekannten Amazonasindianer
(taz.de, Gerhard Dilger)
“Vor vier Wochen erregten Fotos von einem bislang von der Zivilisation ‘nicht kontaktierten’ Indianervolk in Amazonien weltweit Aufsehen. Nun hat ein Artikel im Observer [dieser?] eine Kontroverse ausgelöst, die vor allem eines zeigt: Immer mehr Medien verzichten auf eigene Recherche, andere manipulieren bewusst.”

Macht Bildblog ihre Bild stärker?
(brainblogger.de, Patrick Breitenbach)
“Es gibt ja vereinzelnd spöttische Zungen, die behaupten, dass ‘Bildblog lesen’ im Grunde nichts anderes ist, als die Bildzeitung mit einem reinem Gewissen zu konsumieren.”

Werbung in Zeiten des Web 2.0 - oder warum Verlage auch im Internet noch drucken
(blog.kooptech.de, Thomas Wanhoff)
Thomas Wanhoff erklärt, wie Tageszeitungs-Verlage auf das Internet reagier(t)en: “Zunächst ernannte man denjenigen Redaktionskollegen, der immer die Computerprobleme löste, zum Leiter der Onlineredaktion. Der traf sich dann einmal mit dem Kollegen von der Anzeigenabteilung, um gesagt zu bekommen, dass man derzeit Internet nicht verkaufen könne. Dabei blieb es dann meist. Schliesslich schloss man sich dann irgendeinem Vermarkter an, der den Bannerplatz füllte und verdiente ein paar Cent.”

Alles muss raus
(faz.net, Peer Schader)
“Kein Geld, kein Plan, kein Personal: Was wird bloß aus der ?Berliner Zeitung?? Vielleicht wechseln die Leser zur Konkurrenz, vielleicht wird die Zeitung aber auch verkauft. Bloß: Wer will ein Blatt haben, das nur noch eine Hülle ist, um Werbung zu transportieren?”

“ARD und ZDF machen das bessere Fernsehen”
(sueddeutsche.de, Caspar Busse)
Georg Kofler über Reaktion der Verlage auf die Ausweitung der Internetaktivitäten von ARD und ZDF: “Mit denselben Argumenten haben wir vom Privatfernsehen vor 15 Jahren gearbeitet. Wir haben frustrierend wenig erreicht. Aber die Verleger haben eine deutlich stärkere Lobby, als das Privatfernsehen sie je hatte. Denn die Politiker finden sich jeden Tag in den Zeitungen der Verleger wieder.”

Kollektiv der Rückgratlosen
(spiegel.de, Christian Krug, 23.06.2008)
“Modejournalismus ist eine absurde Medienart, die mit kritischer Unabhängigkeit so viel gemein hat wie Rudis Reste Rampe mit Prada. Der Zirkus wird dominiert von einer Handvoll Konzerne, die sich der Macht ihrer Werbemillionen durchaus bewusst sind.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Ole Reißmann, 4. April 2008 um 8.54 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Sie werden es nie lernen
(Stefan Niggemeier)
Die Berliner Zeitung hat eine neue Webseite und Online-Chefin Ahlrichs bittet um Kommentare. “Seit fünf Stunden füllt Leser um Leser, wie gewünscht, seinen Frust und seine Fragen in das Kommentarfeld am Ende des Artikels. Seit fünf Stunden gibt es keine Reaktion von Frau Ahlrichs.”

Zeitungen sind keine Schuhfabriken
(Süddeutsche, Hans-Jörg Heims)
“Die Glaubwürdigkeit der Berliner Zeitung ist durch das Schweigen ehemaliger Stasi-Zuträger beschädigt. Aber wegen der unbewältigten Vergangenheit muss sich das Blatt keine Sorgen um die Zukunft machen. Gefährlicher ist, dass renditesüchtige Manager die Zeitung auch heute wie eine Schuhfabrik behandeln.”

Free Magenta
(freemagenta.nl)
Die Schulhofrüpel von der Deutschen Telekom verteidigen nur ihre Marke und gehen gegen die Seite Engadget Mobile vor – Blogger protestieren auf gewohnt kreative Weise.

Ebay Would Be Nuts to Sell Skype
(Wired.com, Betsy Schiffmann)
Ein Gerücht geht um in der Mediendienst-Schnippselverwerter-Klatschpresse: Google. Skype. Wired.com hält dagegen: “If we’re to believe the rumors, Google is considering a Skype acquisition. Or partnership. Or something big! And while we don’t doubt Skype would make a hot little trophy for Google, we’re not sure what eBay would get out of a deal right now.”

Bloß kein Happy End
(Der Umblätterer, Andreas Vogel)
Das neue amerikanische Kino spielt mit Formen, besetzt Filme gegen alle Erwartungen und produziert packende, gute Filme – ohne Happy End und mit Ecken und Kanten. Andreas Vogel listet in seinem Essay derart viele herausragende aktuelle Beispiel auf, dass ich gleich ins Kino verschwinden möchte. (via Mail)

Re:publica in der Presse: Fett, dich gibt’s real
(Welt Online, Jan C. Wehmeyer)
“Sie lesen viel voneinander, doch wissen meist kaum, wer auf der anderen Seite des Internetkabels sitzt: Hunderte Web-Akteure treffen sich deswegen wieder auf der re:publica in Berlin, um zu reden und sich kennezulernen. Im Mittelpunkt stehen mal wieder Blogs und soziale Netzwerke.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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