Thema: Auflagen

 

Alle 9 Artikel zum Thema Auflagen auf medienlese.com:

6 vor 9

Ronnie Grob, 23. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Wie Pianisten im Bordell”
(weltwoche.ch, Karl Lüönd)
Karl Lüönd erklärt stellvertretend für die Weltwoche-Journalisten das missglückte Titelblatt der letzten Woche. Und fragt sich, wie es geschehen konnte, dass Journalisten jeglichen Draht zu den Geschehnissen in der Wirtschaft verlieren konnten: “Nach wie vor gilt meine Wette: Nicht einmal die Hälfte der Wirtschaftsjournalisten in diesem Lande ist fachlich in der Lage, ­eine Bilanz zu lesen, geschweige denn hochkomplexe Vorgänge im Bankenbereich sachgerecht zu interpretieren.”

2. “Rangliste der Pressefreiheit 2008″
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit ist da. Schweiz auf Platz 7, Österreich auf 14, Deutschland 20, USA 36. Am wenigsten Pressefreiheit gibt es in Eritrea, Nordkorea, Turkmenistan, Burma, Kuba, Vietnam, China, Iran, Sri Lanka.

3. “Zeitungsauflage - Die Tricksereien der Verlage”
(ndr.de, Video, 6 Minuten)
Von Welt Kompakt beispielsweise werden mehr Bordexemplare verteilt als am Kiosk verkauft. Fokus stützt seine sinkenden Kioskverkäufe durch Probeabos an Inhaber von GMX-Konten.

4. “‘Print-Retter’ gesucht!”
(zukunftsjournalist.de)
“Was kann man gegen sinkende Print-Auflagen tun? Der ‘Spiegel’ setzt auf Einzelgespräche mit Ex-Abonnenten. Freundlich motivierend und überzeugend - wer will da noch ins Internet abwandern?”

5. “Bildungsauftrag: erfüllt!”
(zeit.de)
“War das Fernsehen früher wirklich so viel anspruchsvoller? Ja! Eine Übersicht der Dritten Programme im ZEITmagazin vor 30 Jahren beweist es.”

6. “Frauenquote für Musikmagazine!”
(zoomer.de, Chris Köver, Video, 1:39 Minuten)
Chris Köver beklagt sich darüber, dass nur Männer in Musikmagazinen schreiben. Als Ausgleich will sie Männer dazu bringen, in Modemagazinen Schminktipps zu geben. Wie das geschehen soll? Natürlich mit einer Quotenregelung.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

medienlese.com am Kiosk:
Neue Bremer Zeitung eingestellt

Ole Reißmann, 15. Oktober 2008 um 17.42 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit vier Premieren, anderthalb Abgängen und einer doppelten Portion Kritik.

Extra zur Buchmesse – und als PDF im Netz

Willkommen zur ersten Ausgabe von “medienlese.com am Kiosk” – vielleicht unserer neuen regelmäßigen Serie über das Geschehen auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Anmerkungen und Kritik herzlich willkommen!

Premiere

Messe-Zeitung: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt eine eigene tägliche Zeitung zur Buchmesse heraus – die es auch als PDF im Internet gibt.

Neues Heft für Familien: Der Süddeutsche Verlag bringt das Familienmagazin SZ Wir am 5. November vorerst einmalig an den Kiosk. Eckdaten: 100 Seiten, 3,50 Euro, 130.000 Auflage. Den Inhalt verantwortet Dominik Wichmann, seit 2000 Chefredakteur des SZ Magazins. Mehr dazu bei kress.

Nachtrag: Ein Frauenmagazin ohne Hausfrauen-Konditionierung und Diät-Wahn kommt am 20. Oktober an den Kiosk. Das Missy-Magazine will über Popkultur, Politik und Style mit feministischer Haltung berichten – weil auf dem Spielplatz Popkultur-Journalismus sich zu 80 Prozent Junges tummeln.

» weiterlesen: Noch eine Premiere, Abgänge und Meinungen

IVW 3/08:
Zeitungen verlieren 4,1 Prozent

Ole Reißmann, 14. Oktober 2008 um 16.42 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die sieben überregionalen Zeitungen büßen 4,1 Prozent verkaufte Auflage ein – vor allem durch den Sinkflug der Bild-Zeitung. Süddeutsche und FAZ legen zu.

Die aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträger (IVW) sind draußen – nach ersten Analysen verlieren die überregionalen Zeitungen im Vergleich zum Vorjahr im dritten Quartal 4,1 Prozent verkaufte Auflage, schreibt zum Beispiel DWDL.de.

Demnach legt die Süddeutsche Zeitung um 1,9 Prozent zu, die Frankfurter Allgemeine Zeitung um 1,6 Prozent und das Handelsblatt um 0,9 Prozent. Die Bild-Zeitung verliert 6 Prozent, taz2,6 Prozent, FTD 2,2 Prozent und die Welt mit Welt Kompakt 1,1 Prozent. Mit 3,335 Millionen verkauften Exemplaren stellt die Bild-Zeitung damit einen neuen Minusrekord für die vergangenen zehn Jahre auf, schreibt Jens Schröder auf Meedia.de.

» weiterlesen: Zeitschriften und erste Analysen

Weniger Zeitungsleser:
Jugend schützt die Umwelt

Ole Reißmann, 22. Juli 2008 um 13.46 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Den Zeitungen fehlen junge Leser – eigentlich keine Nachricht mehr. Aktuelle Zahlen rufen die Krise wieder ins Gedächtnis. Wer in jungen Jahren keine Zeitung liest, tut es später auch nicht.

Traurige Auflagenzahlen werden mitunter kreativ umgedeutet – bei den Zahlen der aktuellen AWA, die wir nicht länger prominent ignorieren, dürfte das schwer fallen. Umweltschutz ist so ziemlich das einzige, was uns noch einfällt. Zu den aktuellen Zahlen der AWA gibt es, Stefan Niggemeier weist darauf hin, eine Reihe von Analysen.

Renate Köcher, Geschäftsführerin am Institut für Demoskopie Allensbach, hat sich für ihre Anayse “Die junge Generation als Vorhut gesellschaftlicher Veränderungen” die Zahlen der vergangenen Jahre angesehen und aufbereitet. Darunter die Reichweitenentwicklung bei Tageszeitungen, bei der in Prozent dargestellt wird, wer am Tag vor dem Interview eine Tageszeitung gelesen hat:

IfD-Allensbach AWA ‘80 bis AWA 2008, Datenbasis Westdeutschland, Bevölkerung ab 14 Jahre

Ein wenig beunruhigender noch und etwas zahlenlastiger fällt die folgende Darstellung aus:

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Auflagen sinken:
Zahlensalat nach Art des Hauses

Klaus Jarchow, 17. Juli 2008 um 13.12 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Zeitungsbranche gibt sich trotzig: Die Auflagen sinken? Das Segment schwächelt? Kein Problem, es werden sich schon Jubelzahlen finden lassen.

Wie man sich schlechte Nachrichten einfach schön rechnet (Bild psd, Creative-Commons-Lizenz)Eigentlich wollten wir die aktuellen Zahlen “prominent ignorieren” – geht aber schlecht. Denn erst kommt die Allensbacher Werbeträger-Analyse (AWA) daher und informiert uns, dass der Focus innerhalb eines Jahres von 4,87 auf 4,61 Millionen Leser durchgesackt sei – woraufhin laut tazder Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 15. Juli verkündet, dass ebenderselbe Focus um satte 5,7 Prozent zugelegt habe. Bei den anderen Medien sieht’s zwischen beiden Quellen ähnlich different respektive deviant aus. Kurzum: Ändere als gewiefter Rastelli und Zahlendesigner getrost den avisierten Zeitraum, bis das Ergebnis passt - und schon schmeckt Bitteres auf einmal süß.

Trotzdem: Wat denn nu? Wunschkonzert oder Statistik-GAU? Als Mediennutzer oder Medienplaner soll sich da noch jemand auskennen …

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Prominent ignoriert

Ole Reißmann, 9. Juli 2008 um 10.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Altpapier (Bild Keystone)Die Annäherung von Gesine Schwan an die Linke? Bahnchef Hartmut Mehdorns Liebe zu Napoleon? Solche medial aufgeblasenen Luftnummern haben in der Zeit mittlerweile einen Platz auf der Titelseite. In der Rubrik “Prominent ignoriert” wird nonchalant Woche für Woche einem Thema eine Absage erteilt, dass es nicht ins Blatt geschafft hat. Wir leihen uns die Rubrik kurz aus: Heute findet sich garantiert nichts über die Allensbacher Werbeträger-Analyse, die AWA 2008, auf medienlese.com. Die Reichweite von Publikumszeitschriften und Tageszeitungen sinkt wieder mal? Wahnsinn, was für Neuigkeiten. Ein paar Nischentitel gewinnen hinzu, Fußball lockt die Leser? Hätten wir nicht für möglich gehalten.

Auflagen in Österreich:
Viele Gewinner, alle verlieren

Markus Kirchsteiger, 31. März 2008 um 10.03 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor.

Zeitung (cc:Moe_)
Keine Krise? (Bild cc:Moe_)

Wenn die Leserzahlen für die österreichischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden, findet jedes Medium eine Kategorie, in der es besser als alle anderen war oder zumindest gut abgeschnitten hat. Diesmal allerdings wird es wohl für alle schwer, sich als Gewinner darzustellen: Sieger gab es 2006 so gut wie gar nicht. Verlierer dagegen zuhauf. Das zeigen die Daten der Media-Analyse für das Vorjahr. In rund 15.000 persönlichen Interviews ermitteln Meinungsforschungsinstitute jährlich, wie viele Österreicher ein Blatt tatsächlich lesen.

Viele Zeitungen mussten signifikante Verluste einstecken. Die am meisten gelesene Zeitung Österreichs, die Kronen-Zeitung, führt mit fast 3 Millionen Lesern noch immer weit vor der Kleinen Zeitung, die über 800.000 Leser hat. Die Krone hat 85.000 Leser verloren, die Leserzahlen der Kleinen blieben stabil. Besonders schmerzhaft ist der Leserschwund für den Kurier und die Presse. Der Kurier verliert 44.000 Leser, die Presse 33.000. Damit liegt der Kurier bei knapp über 620.000 Lesern, die Presse hat nur mehr 267.000 Leser.

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Qualitätsjournalismus bringt Leser

Ronnie Grob, 11. September 2007 um 20.15 Uhr, 16 Kommentare Kommentare

Die Leserzahlen der Schweizer Presse 2007 sind da. Das Resultat zeigt stark wachsende Gratiszeitungen, stagnierende Bezahlzeitungen und einen Trend in Richtung Qualitätsjournalismus. Cash Daily fehlt bei der Auswertung, überraschend.

Die NZZ hat heute aus den nicht immer leicht lesbaren Zahlen der WEMF-Statistik ein PDF-File gemacht mit den Leserzahlen der Schweizer Presse 2007. Wir danken dafür herzlich, wundern uns aber etwas über diesen Satz im begleitenden Artikel:

Entspannter kann die Tagespresse, der zurzeit die Auguren öfters das Totenglöcklein läuten, auf den Lesermarkt blicken. Die Zahlen sind grossenteils stabil, sowohl im Einjahres- wie auch im Fünfjahresvergleich.

Entspannter? Wenn die aktuelle Nummer 1 aller Schweizer Zeitungen, die Gratiszeitung 20 Minuten, während alle Schweizer Bezahlzeitungen “grossenteils stabil” blieben, zwischen 2002 und 2007 einen sagenhaften Zuwachs von 130% verbuchen konnte, von 526′000 Lesern auf 1′212′000 Leser? Und eine andere Gratiszeitung, Heute, knapp vor einem Jahr gestartet, es von 0 auf 230′000 Leser schaffte? Und dazu zwei weitere Gratiszeitungen bald lanciert werden und eine dritte vielleicht?

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Wie man in den USA Auflage bolzt

Peter Sennhauser, 23. Juni 2007 um 12.58 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

In den USA schrammen viele namhafte Blätter dicht an der Grenze zur Gratispublikation. Auflage ist alles, aber ganz gratis darf man offenbar nicht sein.

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Gleich vorneweg: Ich habe (noch) nicht recherchiert, wie es sich in den USA genau verhält mit Auflage und Beglaubigung ebendieser - aber als Leser fällt mir der Abopreis-Krieg hierzulande auf.

Kaum eine Zeitschrift oder eine Zeitung, die mir nicht Rabatte auf einem Abo anbietet, welche bisweilen die Frage aufwerfen, warum man mich überhaupt noch mit einer Rechnung belästigt und mir nicht einfach die Publikation zustellt. Der New Yorker, eine überaus erfreuliche Postille, die wöchentlich mit einem Füllhorn an journalistischen Glanzleistungen und hervorragend recherchierten und geschriebenen Texten gefällt, ist da trotz “78 %” Einsparung noch recht konservativ, immerhin kostet mich das Abo einen spürbaren Betrag.

Andere gehen da viel weiter:

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