Alle 26 Artikel zum Thema ARD auf medienlese.com:
700 Folgen “Tatort” und kein Ende: Der Sonntagabend ist fest in der Hand der Staatsgewalt. Regionale Besonderheiten und beruhigende Aufklärungsquoten machen die Sendung erfolgreich.
Der Sonntagabend ist eigentlich perfekt für entstpanntes Gespräch mit alten Freunden. Doch Fernsehdeutschland hört sonntags ab 20.15 Uhr nur mit einem halben Ohr hin. Das restliche Hörvermögen lauscht Pathologen, Mördern und ihren Jägern. 20:15 Uhr ist “Tatort-Zeit”. Seit mehr als 38 Jahren gehört der “Tatort” ins deutsche Wohnzimmer wie Playmobil und Ikeamöbel. Heute strahlt die 700. Folge über den Äther.
Im Schnitt schalten fast acht Millionen Menschen ein. Für die ARD eher ungewohnt: Jeder fünfte Zuschauer ist unter 50. Gerade die Anfang-Dreißiger werden schon bei der hämmernden Vorspannmelodie (für die Komponist Klaus Doldinger pro Ausstrahlung 50 Euro kassiert), wenn Horst Lettermayers Beine über nasse Straßen hetzen, nostalgisch. Damals, als man noch ein bißchen länger aufbleiben durfte. Mit Milch und väterlicher Aufsicht.
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Bochum, Niebüll, Berlin, Wiesbaden: Diese Städte brauchen einen eigenen “Tatort”. Anläßlich der 700. Folge haben wir bestechende Vorschläge. Und wo muss noch ermittelt werden?
Wie es halt kommen musste. Auf Spiegel Online der obligatorische “Tatort”-Verriss (“Straßenbahn ins Nirgendwo”), auf Welt Online die Müde Gier nach Klicks (“So asexuell sind die Ermittler beim ‘Tatort’”), in Vanity Fair eine edle, zehnseitige Fotostrecke (”Der Mord zum Sonntag”). Denn heute Abend wird die 700. Folge der Krimiserie ausgestrahlt, “Tatort” in Leipzig, Premiere für ein neues Ermittlerduo, Simone Thomalla als Hauptkommissarin Eva Saalfeld und Martin Wuttke als Hauptkommissar Andreas Keppler.
Just zu diesem Zeitpunkt sind wir in den Besitz von streng vertraulichen Dokumenten gelangt. Geheime Pläne für neue “Tatort”-Folgen aus Bochum, Niebüll, Berlin und Wiesbaden wurden uns zugespielt. Folgende Konzepte stehen kurz vor der Realisierung:
Bochum: Gleich in der ersten Szene langt der Kommissar dem erstbesten Verdächtigen kräftig an die Eier. Keine Frage, hier ermittelt ein neuer Schimanski. Gearbeitet wird nicht am Computer, nicht in der Gerichtsmedizin, sondern auf der Straße. Nicht immer ganz legal, aber immer mit Nachdruck. Dicht dran an den Menschen. So dicht, dass sie den fauligen Atem des rabiaten Draufgängers riechen müssen. Konsequent nicht nur der hammerharte Faustschlag des schlecht rasierten Kommissars, sondern auch die visuelle Gestaltung: Bäume, Sträucher, Blumen – Fehlanzeige. Stattdessen Ruß hustende Kinder und kein Protagonist ohne Hauterkrankung. Dafür mit Herz am rechten Fleck.
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Nur keine Obszönitäten: Einen Monat nach dem Debakel mit Lady Bitch Ray geben sich Schmidt & Pocher bei dem Besuch von “Feuchtgebiete”-Autorin Charlotte Roche mehr als handzahm.
Es war doch an alles gedacht: Lustiger Einspielfilm mit Frank-Schirrmacher-Bashing, dumpfe Zoten aus dem Niveaukeller – und doch hatte Harald Schmidt seine Mühe mit Skandalgast Lady Bitch Ray. Das die Provokateurin vor einem Monat überhaupt in der Show war, ist zu großen Teilen der Verdienst von Charlotte Roche und ihrem deutlichen Buch “Feuchtgebiete”. Diese Woche war die Bestseller-Autorin kurz zu Gast bei “Schmidt & Pocher”.
Wir zeigen vier Videos zur Erklärung. Eigentlich haben Schmidt & Pocher es nicht so mit dem Niveau:
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Geburtstag bei Ringier und Tessiner Zeitung, Freude bei Oliver Gehrs Dummy-Verlag, harte Kritik an den Mediatheken der ARD, beliebter Link auf Bildquellen.
Ringier feierte in Luzern 175. Geburtstag. In der NZZ gab es anlässlich einen Rückblick auf die Firmengeschichte und einen (kleinen) Ausblick auf die digitale Zukunft. Wer alles zu Gast bei dem größten Medienunternehmen der Schweiz war, lässt sich beim Durchklicken der Bildstrecke auf persoenlich.com erahnen. Auch der bei Ringier als Berater unter Vertrag stehende Ex-Kanzler Gerhard Schröder kam zur Feier – dafür war die Investition also gut.
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Falscher Sender? Nach Jahren in der Mottenkiste lief die “Traumhochzeit” wieder im Fernsehen. Das abgelegte Format ist mittlerweile im ZDF angekommen.
Eines kann man dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wirklich nicht absprechen: Mut. Mut zu neuen Formaten, Mut zu neuen Zielgruppen, Mut zur Peinlichkeit. Und trotzdem, oder gerade deswegen, floppt ein Projekt nach dem anderen. Bruces Vorher-Nachher-Drama in der ARD wird gnadenlos abgesetzt. Genauso schnell, wie das darauf folgende Kuppelspielchen “Ich weiß, wer gut für Dich ist”.Thommys Musical-Star-Suche im ZDF, als öffentlich-rechtlicher Konter zu “Ich Tarzan, Du Jane” lanciert, liefert fleißig schlechte Quoten.
Und nun ließ die alte Tante ZDF nach acht Jahren das RTL-Kind “Traumhochzeit” wieder auferstehen. Passend zum Pfingstsonntag. Halleluja! Etwas mehr als 2,98 Millionen Zuschauer ab drei Jahren dürfte man sich beim ZDF schon ausgerechnet haben. Geliefert wurde purer Durchschnitt:
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Der Medienwissenschaftler und -journalist Robin Meyer-Lucht dokumentiert in einem Video den Weg einer vom Berlin Institute eingelegten Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Tagesschau der ARD vom 24. April 2007.
Robin Meyer-Lucht ist kein unbekannter Medienkritiker, wie es viele Blogger sind. Nein, er schreibt für Spiegel Online, für den Perlentaucher, für die Frankfurter Rundschau, für Cicero, für brand eins. Und er ist nicht nur Medienjournalist, sondern auch Medienwissenschaftler. Das Forschungs- und Beratungsinstitut Berlin Institute, dem er vorsteht, hat nun eine audiovisuelle Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Sendung Tagesschau der ARD eingelegt. Hier das Video (12:40 Minuten, auch auf YouTube, Teil 1, Teil 2):
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Die ARD führt einen weiteren Transponder für DVB-S - digitales Satellitenfernsehen - ein, um die übertragbaren Bitraten zu erhöhen. Leider wird bei einigen Zuschauern der Bildschirm ab Juni schwarz bleiben.

Wo funkt’s? (Bild Keystone)
RTL, 9Live & Co. können aufatmen: Die Programmqualität ist mit der von der ARD ausgerufenen sogenannten Qualitätsoffensive (Offensive: milit. Angriff) nicht gemeint, nicht sie sind also Ziel der Attacke, sondern die ARD selbst, genauer: die Sendetechnik. Ein neuer Satellitentransponder soll ab dem nächsten Mittwoch, dem 19. März 2008, mehr Bandbreite bringen und damit die auf den großen Flachbildschirmen mittlerweile sichtbare “Kästchenbildung” des Digitalfernsehens reduzieren. 
Das ist erfreulich. Mancher könnte allerdings ab Juni ein ganz kästchen- und auch inhaltsfreies Bild erhalten, so er Eins Extra, Eins Festival, Eins Plus, Arte, Phoenix oder Radio Bremen TV sehen will. Auch BR-alpha wird umgestellt, doch wird hier erst ein Jahr später der heutige Kanal abgeschaltet.
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Der Westen, das Internetportal der WAZ, will künftig Inhalte des WDR anbieten. Private Rundfunk- und Fernsehbetreiber laufen Sturm: RTL will sich sogar an Brüssel wenden.

Regionalriese WAZ (Bild Keystone)
Der WDR, größte ARD-Anstalt und die WAZ-Mediengruppe werden zusammenarbeiten. Dabei geht es um das Internet-Portal Der Westen. Das regional aufgestellte Nachrichtenportal soll nun auch regionale Radio- und Fernsehbeiträge des WDR übernehmen. Die beide Medienhäuser gaben ihre Zusammenarbeit, die vorerst für ein Jahr gilt, am Dienstag in Düsseldorf bekannt. Bisher haben noch nie ein öffentlich-rechtlicher Sender und ein Verlagshauses in Deutschland in dieser Form kooperiert.
Der WDR wolle mit dem Angebot ein neues Publikum erreichen, das bisher noch nicht die Regionalprogramme schaue, sagte WDR-Intendantin Monika Piel. Auch die WAZ will aus der Zusammenarbeit einen Nutzen ziehen: Mit der WDR-Kooperation wolle die WAZ die Qualität ihres Online-Angebotes steigern, sagte Geschäftsführer Bodo Hombach.
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Miese Kritiken für die Styling-Show von Bruce Darnell – nicht weiter schlimm, wenn denn wenigstens die Quote stimmen würde. Doch nach den ersten Folgen ist sie, vorsichtig gesagt, miserabel.
Mit großem Brimborium hat das Erste “Bruce”, die Programm-Innovation am Frühabend, beworben. Genützt hat es wenig – und die Show fällt nicht nur bei den Zuschauern durch. Eine kleine Medienlese:
Die Show?
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Langsam haben die deutschen Haushalte eine nennenswerte Anzahl HD-fähiger Fernsehgeräte und HD-fähiger Empfangsgeräte. Und manchmal kommt sogar trotz Kopierschutzschikanen ein HD-Bild zustande. Auf Pro 7 und Sat.1 aber ab Samstag nicht mehr.

Her mit den scharfen Inhalten: Hochauflösende Fernseher auf einer Messe 2005 (Bild Keystone)
Es ist schon ein Herumgeeier mit den Deutschen und neuer Technik, wenn es um Rundfunk geht (bei Handys geht dagegen jeder Sch…): In den 50ern war man mit UKW vorne dran, in den 60ern führte man mit PAL das erste einwandfrei funktionierende Analog-Farb-TV-System ein. Doch dann kamen Totgeburten wie D2-MAC, ein System, das vor allem neue Empfänger erforderte, doch nur geringe Vorteile brachte, PAL plus, bei dem es sich ebenso verhielt, und schließlich DAB, das nun gerade in dem Moment abgesägt wird, wo man endlich den veralteten Codec modernisieren wollte. 
Dass HDTV nicht in die Puschen kommen will, ist ansich kein Wunder: Die Kopierschutzschikane namens HDCP funktioniert so schlecht, daß selbst mit Sat-Receiver und Fernseher derselben Marke des Öfteren kein HDTV-Bild zustande kommt - mitunter auch gar kein Bild.
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