Thema: Angela Merkel

 

Alle 8 Artikel zum Thema Angela Merkel auf medienlese.com:

6 vor 9:
Ringier, Seinfeld, Merkel

Ronnie Grob, 10. November 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Ringier handelte verantwortungslos”
(sonntagonline.ch, Kurt-Emil Merki und Patrik Müller)
Ein weiterer Gewinner der Konzessionsvergaben, Roger Schawinski, meint, dass der Ringier Verlag, Verlierer der Konzessionsvergaben, “mitschuldig am Debakel” sei: “Das Management ging ein unverantwortbares Risiko ein, weil man schlicht überheblich war. Wenn sich Radio Energy – wie Radio 1 – auch um die Konzession für das kleine Sendegebiet beworben hätte und nicht ausschliesslich um jene für das grosse Sendegebiet, wäre der Sender mit Sicherheit zum Zug gekommen.”

2. “Über Sender, Hörer und Moritz”
(blick.ch, Marc Walder und Frank A. Meyer)
Im Ringier-Verlag trinkt man derweil weiterhin in schwarzen Anzügen Espresso. Frank A. Meyer vertritt in der Konzessionsfrage das Anciennitäts-Prinzip (wer schon da ist, soll es für immer sein): “Es gibt genug Frequenzen, sie müssen nur zur Verfügung gestellt werden. Und selbst wenn es nicht genug Frequenzen gäbe, würde es der politische Anstand gebieten, keine neuen Radios zuzulassen, sondern die eingelebten Sender bestehen zu lassen.”

3. Interview mit Larry Charles
(dasmagazin.ch, Christian Kaemmerling)
Larry Charles schreibt unter anderem Texte für die Fernsehserie “Seinfeld” und erzählt von den Anfängen: “Eines Tages sagte Larry David zu mir: Ich habe da ein Projekt, eine Fernsehshow mit Jerry Seinfeld, willst du mitmachen? In einer Folge der Show fällt später der berühmte Satz: ‘Alle machen Shows, die von irgendwas handeln. Unsere Show ist eine Show über – nichts.’”

4. “Von wegen Reporter”
(tagesspiegel.de, Benedikt Voigt)
“In China lassen sich Journalisten bezahlen, um über Missstände nicht zu schreiben.”

5. “Berlin, wir haben ein Problem”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Auch das TV steckt in der Werbekrise. Peer Schader hat mal die Werbeblocks in ‘Peng! Die Westernshow’ am Freitagabend bei Sat.1 zusammengestellt.

6. “Königin der Macht”
(nzzfolio.ch, Thomas Gsella)
“Elf Zehntel aller Deutschen finden, Angela Merkel mache ­rundweg ‘alles richtig’ – wenn sie nur blöd genug gefragt werden. Ein Bericht zur Schieflage der Nation.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Ronnie Grob, 31. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

1. “Energy Zürich” von Ringier verliert die Konzession
(persoenlich.com)
“Erdbeben in der Zürcher Radioszene: Wie Recherchen von ‘persoenlich.com’ ergeben haben, wird das UVEK Energy Zürich keine Konzession mehr erteilen. Neu wird dafür Roger Schawinskis Radio 1 im Raum Zürich-Glarus über UKW empfangbar sein. Der Privatradiopionier ist dafür im Aargau und in der Südostschweiz leer ausgegangen. Zweiter grosser Gewinner ist Giuseppe Scaglione. Neben der Jugendradio-Konzession hat er nun im Sendegebiet Zürich mit Radio Monte Carlo Züri eine zweite UKW-Frequenz ergattert.”

2. “Eine Google-Anzeige für DerWesten”
(wortfeld.de)
Die Freude über die schöne Kanzlerin (Angela Merkel, Abendkleid, Dekolleté) währt auch ein halbes Jahr später. Das Internetangebot derwesten.de macht Werbung für eine “Fotosstrecke”.

3. “Helge Schneider zur TV-Krise”
(sueddeutsche.de, Ruth Schneeberger)
Helge Schneider zu Marcel Reich-Ranicki: “Für mich ist das kein richtiger Kritiker. Komischerweise wird er sehr ernst genommen. Der ist ja eigentlich ein bisschen schratig. Ich finde, seinem Wort wird zu viel Bedeutung beigemessen. Was soll das? Er ist von den Medien zu dem gemacht worden, was er ist.”

4. “Andrew Keen und die Stunde der Stümper”
(netzpolitik.org, Markus)
“Das Geschäftsmodell von Andrew Keen ist, kulturelle Entwicklungen durch das Internet einfach planlos zu kritisieren, darüber Pamphlete zu verfassen und als Kritiker auf Konferenzen eingeladen zu werden. Dafür gibt es einen Markt, und sicherlich pflichten ihm viele Internet-Ausdrucker, sowie ältere Entscheider und Journalisten in klassischen Medienunternehmen gerne zu.”

5. “Medientage: Konflikt zwischen Journalisten und Bloggern?”
(silicon.de, Dietmar Müller)
“Blogs und soziale Netzwerke stellen für den Journalismus und für die politische Kommunikation eine wertvolle Ergänzung dar - aber nur in den USA. Zu diesem Ergebnis gelangten die Teilnehmer eines Panels der Medientage München.”

6. “Das Team ist ein Schwein”
(dasmagazin.ch, Birgit Schmid)
“Zur Teambildung ist Betrieben jeder Blödsinn recht: feuerlaufen, raften, säulitreiben. Warum machen die das?”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Papst kann einpacken:
“Er” ist da

Ole Reißmann, 24. Juli 2008 um 13.57 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Barack Obama, vielleicht künftiger Präsident der USA, beehrt Berlin – und deutsche Online-Medien überbieten sich selbst: Live-Reportagen und +++ Live-Ticker +++, wohin man klickt.

Obama in Berlin (Bild Keystone)

Jedes noch so kleine Detail wird im Minutentakt eifrig an die werten Klick-Kunden durchgegeben: Obama hier, dort, überall. Verdächtiges Päckchen in der Lobby von Obamas Hotel? Eilmedlung! Es gibt kein Erbarmen. Auch nicht auf sueddeutsche.de: “An der ersten Ma[r]kierung, braune Tapes auf hellgrünem Teppich, gibt es ein kurzes Shakehands für die Journalisten.” Bitte! Mehr! Details!

Die über Agenturen angefütterten Ticker, von Focus bis Stern, unterscheiden sich kaum. Selbst der Bild-Ticker könnte für das Angebot eines seriösen Mediums durchgehen. Oder andersherum. Doch zum Glück gibt es eine rühmliche Ausnahme: Noch eine Spur überdrehter liest sich der Obama-Hype auf Faz.net. Dort berichtet Marcus Jauer live aus Berlin. Bei ihm finden sich folgende Sätze:

» weiterlesen

“Feuchtgebiete”:
Roche im Rausch

Ole Reißmann, 7. Juni 2008 um 12.53 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Der Blick von außen: Die New York Times berichtet über Charlotte Roches “Feuchtgebiete”. Angela Merkel, Heidi Klum und Lady Bitch Ray sind auch dabei …

Charlotte Roche auf der \"Berlinale\" 2007: In der Amazon-Bestsellerliste. Weltweit.  (Bild Keystone/Markus Schreiber)Deutschland ist gespalten: Einerseits gucken Millionen Heidi Klums (spindeldürr und formstabil) absolut keimfreie Topmodel-Seifenoper und feiern die perfekte Enthaarung, den makellosen Teint und die totale Kontrolle über den Körper. Andererseits ist Charlotte Roche (keine Angst vor Sekreten) mit ihrem Buch “Feuchtgebieten” umfassend erfolgreich: Nationale Debatte angezettelt. Bald 700.000 Bücher verkauft. Auf der weltweiten Bestsellerliste von Amazon gelandet (als einziges deutschsprachiges Buch). Lesetour bis in die bayerische Provinz (Eintritt erst ab 18 Jahre). Englische Übersetzung besiegelt (erscheint nächstes Jahr als “Wetlands”).

Die New York Times berichtet nun über die Debatte – mit einem umfassenden Artikel. Charlotte Roche, Eva Herman, Lady Bitch Ray, Heidi Klum, Alice Schwarzer, Ingrid Kolb und Angela Merkel, alle, alle kommen vor im grundsätzlichen Abriss über Frontverläufe, Koalitionen und Emanzipationsrückstände im alten Europa. Was für eine Debatte:

» weiterlesen

Vanity Fair:
Weichgespült und schön geschminkt

Ole Reißmann, 30. Mai 2008 um 10.11 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Aus dem “neuen Magazin für Deutschland” wird eine ganz gewöhnliche Zeitschrift: Aktuelle Personalien zeigen, wo der Schwerpunkt der Vanity Fair in Zukunft liegt.

Anfang Februar vergangenen Jahres in Berlin: Protzige Werbung für protzende Zeitschrift (Bild Keystone/Michael Sohn)Die neue Vanity Fair unter Chefredakteur Nikolaus Albrecht reiht sich endgültig zwischen Bunte, Gala und Co. ein: Weniger Relevanz, mehr Firlefanz. Unterhaltung für die breite Masse, weniger Anspruch, weniger verzweifelt auf der Suche nach den ominösen “Movers and Shakers”. Also wurde konsequent das “Agenda”-Ressort gestrichen, das A-Wort existiert nur noch als Bezeichnung einer Rubrik auf der Internetseite. Zu der gefühlten Weichspülung des Magazins passen eine Hand voll Personalien, die in dieser Woche von den bekannten Branchendiensten vermeldet wurden:

» weiterlesen

Merkel in der Schweiz:
Freude, schöne Kanzlerin!

Ronnie Grob, 29. April 2008 um 10.53 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Heute besucht die deutsche Bundeskanzlerin das südliche Nachbarland. Schweizer Intelligenzblätter erinnern sich an ihr ausgeschnittenes Kleid und jubeln vorab über die “richtige” Frau.

Merkel in Oslo (Bild Keystone/EPA/KYRRE LIEN)
Merkel: “In ihrer vollen Blüte” (Bild Keystone)

Die deutsche Bundeskanzlerin ist heute für einen Kurzbesuch in der Schweiz. Sie wird sich in Bern mit Bundespräsident Pascal Couchepin treffen sowie in Genf das europäische Zentrum für Kernforschung besuchen.

Seit sie bei einem Opernbesuch in Norwegen vor zwei Wochen ein recht handelsübliches Abendkleid getragen hat, sind die Medien vom Thema der Kleiderwahl der Kanzlerin begeistert. Das Genderblog fasste die damalige Aufregung mit einem kurzen, aber aussagekräftigen “Medien überrascht: Angela Merkel hat ja Brüste!” zusammen. Julia Seeliger warf ein, dass niemand derart über Merkels Aussehen schreiben würde, wenn sie ein Mann wäre und meinte, Journalisten, die sich an Merkels Brüsten abarbeiten, “sollten sich was schämen” und erinnerte an den Pressekodex.

» weiterlesen

Das ZDF macht sich lustig über Videos von Politikern im Internet

Ronnie Grob, 11. Februar 2008 um 11.01 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Unfreiwillig komisch” heisst der Beitrag des ZDF-Magazins “Frontal 21″ über Politiker, die das Internet entdecken. Die armen Newcomer werden ausgelacht von alten Hasen mit jahrzehntelanger Erfahrung, die dank Gebührengeldern produktionstechnisch stets auf dem neuesten Stand sind.

Angela Merkel Videopodcast
Vorreiter der neuen Berliner Videoschule? (Screenshot ZDF)

Das Werk von Werner Doyé und Andreas Wiemers (youtube.com, Video, 5:45 Minuten) widmet sich den “Medienprofis” (gemeint sind Politiker). Gleich in der Einleitung werden sie “kamerageschulte Medienmeister” und “perfekte Volksfischer” genannt, die aber das volle Mitleid des Moderators geniessen, weil sie “auch im Internet total cool rüber kommen” sollen.

Natürlich ist es legitim, über die SPD zu lachen, die eine Reihe mit Fragen an Kurt Beck veranstaltet und dann gar keine Fragen beantwortet. Und den Videocast von Angela Merkel in Frage zu stellen, der bereits “mehrere 100.000 Euro” (!!!) gekostet haben soll. Und vielleicht ist auch etwas Wahrheit dran, wenn “die geneigte Web-Gemeinde sich” dabei “an skandinavische Filme in Dogma-Manier erinnert”.

» weiterlesen

Merkel dies, Merkel das

Ronnie Grob, 4. Dezember 2007 um 9.22 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Merkel Netzeitung

Dienstagmorgen, 8:17 Uhr, Netzeitung. Angela Merkel, amtierende Bundeskanzlerin von Deutschland, nimmt von Sonntag bis heute am 21. Parteitag der CDU Deutschlands teil. Gestern war die erste Plenarsitzung, heute die zweite. Ist was aufregendes passiert? Ich glaube nicht.

Trotzdem muss Angela Merkel der Netzeitung gleich für drei Titel dienen und ist mit drei (vier) Bildern auf der Hauptseite vertreten. Die Texte heissen “Merkel hatte von Schröder die Nase voll“, eine Kolumne von Graf Nayhauß, “Merkel in der Mädchenrolle“, eine Beobachtung von Tilman Steffen und “Merkel zentriert sich in Hannover“, eine Presseschau.

Ohne näher auf die Inhalte einzugehen: War das nun ein Parteitag oder ein Event, bei dem es um die prominente Bundeskanzlerin ging?

Bild: Screenshot netzeitung.de (rote Kreise: medienlese.com)

 
slug blogoscoop