New Blogs On The Kids
(jetzt.sueddeutsche.de, Tobias Moorstedt)
Neun Thesen zur Blogosphäre: jetzt.de durchleuchtet die Zukunft des Zukunftmediums.
Die eigentliche Zuschauer-Beschimpfung
(welt.de, Torsten Thissen)
Sabine Christiansen flimmerte wie immer über den Schirm. Unser Autor blickt in die Tiefe dahinter und schreibt, wie Christiansen gestern ihre Zuschauer begrüßt hätte, wenn sie ehrlich wäre.
Von George W. Bush zu Tode informiert
(diepresse.com, Norbert Rief)
In den USA dürfen Zeitungen fast alles drucken. Dafür hat man die Manipulation perfektioniert.
Der Königsmacher
(sonntagszeitung.ch, Martin Suter)
Walter Mossberg ist der gefürchtetste Technikjournalist der USA.
Von “Popcorn” bis “Sugar”
(standard.at, Judith Hecht)
Jugendmagazine: Sie werden von Teenies geliebt und von Eltern oftmals gehasst - Ein Überblick.
Mensch, Jochen!
(taz.de, Thomas Feix)
Er ist jetzt 53, Entsetzen überfällt ihn bei dem Gedanken. Die Tage, die Nächte verbringt er in einem Sessel vor dem Fernseher oder Radio. Seit Jahren schon. Sein Leben kommt nicht von der Stelle. Die toten Eltern wollen es so.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
20 Minuten braucht keine Inserate? Das ist seltsam. Denn Gratiszeitungen sind weder von Gebühren noch vom Abonnenten finanziert und leben von den Anzeigen allein. Trotzdem kann es sich die Zeitung offenbar leisten, neue Anzeigekunden zu ignorieren und auf eine höfliche Bitte um ein Angebot nicht zu reagieren. Selbst eine wiederholte Mailanfrage bleibt unbeantwortet.
Um richtig verstanden zu werden: Es geht nicht um die Freiheit, ein Inserat abzulehnen. Das ist, sogar ohne Begründung, unternehmerische Freiheit. Aber ist es nicht schlechter Stil und eine fragwürdiger Umgang mit Kunden, Neuinserenten, die immerhin über 2000 Schweizer Franken in die Hand nehmen wollen, einfach so zu ignorieren?
Ich schliesse daraus: 20 Minuten hat zuviel Geld und braucht keine weiteren Inserate. Den Mitarbeitern sei empfohlen, am Weihnachtsessen ohne schlechtes Gewissen auch noch einen dritten Grappa zu bestellen und bei Lohnverhandlungen in die Offensive zu gehen. Bisherige Anzeigekunden sollten sich fragen, ob sie vielleicht nicht zuviel zahlen.
Wer Ultimaten stellt, hat sie gefälligst einzuhalten
Kurzserie: Was unterscheidet Blogging von Journalismus? Weshalb beklagen sich Blogger, von den Medien nicht ernst genommen zu werden? Welche Wechselwirkungen bestehen?
Der Mann empört sich über die “unreflektierte Weise”, in der ein Radiobeitrag angeblich Sexualität diskutiert, er regt sich auf über die “Pornografisierung des Alltags” und “Doppelmoral” und unterstellt dem Journalisten, die traditionelle Zweierbeziehung herabzuwürdigen. Er verlangt eine Antwort des Radioredaktors und erklärt, er werde diese in seinem Blog veröffentlichen.
Der Radioredaktor nimmt sich die Zeit für eine ausführliche Antwort und schickt sie dem Blogger. Er wartet einen, zwei, drei Tage auf die Publikation, dann versucht er, einen Kommentar zum Blog zu setzen - nur um festzustellen, dass die Kommentarfunktion des Blogs gesperrt ist.
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Stefan Niggemeier: Sympathien für den Boulevard (Teil 2 / 3)
(netzeitung.de, Maik Söhler)
39 Fragen an den Bildblog-Gründer Stefan Niggemeier.
Die beliebtesten Web 2.0-Portale nach Alter
(marketing-boerse.de, Torsten Schwarz)
Studie untersucht Nutzung der Web 2.0-Portale (pdf, 79 kb). Über Vierzigjährige verschlafen Web 2.0. Jüngere teilen ihr Wissen beim Social Bookmarking und Reisen.
Rundumschlag
(tagesspiegel.de, Marc Felix Serrao und Alice Bota)
Sechs Uhr aufstehen, Kaffee kochen, Zeitung holen, loben, erwähnen, kritisieren: 2000-mal “Altpapier“.
Nun feiert mal schön
(abendblatt.de, Karin von Faber)
In diesem Jahr feiert “Hörzu” ihren 60. Geburtstag. Die Zeitschrift hat sechs Jahrzehnte deutscher Mediengeschichte geprägt.
Swisspressphoto
(swisspressphoto.ch)
Die besten Bilder 2006.
Im Dienst der guten Sache?
(nzz.ch, Heribert Seifert)
Integration als problematischer Leitbegriff für Journalisten.
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Der Blick-Käfer ist seit geraumer Zeit verschwunden. Zuletzt gesehen hat ihn der Presserat am 27.05.2005. Des weiteren gibt es ein unscharfes Bild und ein paar Pins. Ist das alles, was blieb vom jahrzehntelangen Maskottchen der Zeitung? Hat sich der Käfer zusammen mit der am Oberkörper von Bekleidung befreiten Frau von Seite 3 klammheimlich aus dem Staub gemacht?
Google scheint über seinen Verbleib jedenfalls nicht unterrichtet zu sein. Hat jemand sachdienliche Hinweise? Wurde der mal offiziell verabschiedet?

Hyperlinks sind, so sagt es die Definition, Verweise auf andere Dokumente. Hyperlinks tauchen oft in Weblogs auf, weil bei Online-Texten nicht nur der Text, sondern auch die Verweise wichtig sind. Weil solche mit Links unterlegte Wörter Wege aus dem Dokument sind, die einen interessierten Leser zu weiterführenden Informationen führen.
Focus Online hat das offenbar auch begriffen (hier ein Beispiel), mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Hyperlinks dort zur Werbung führen und nicht zur Information.
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Presseschau der Parteimagazine: Von Grantlern, Greisen und grünen Herzen
(jetzt.sueddeutsche.de, Henrik Pfeiffer)
In der jetzt.de Presseschau der Subkulturen haben wir uns bisher eher den speziellen Interessensgebieten der deutschen Leser gewidmet. Es ist nun Zeit für Populäres, weshalb wir in der heutigen Ausgabe die Magazine von vier deutschen Volksparteien unter die Leselupe nehmen. Anlass: Vergangene Woche ist zum ersten Mal das CDU-Magazin “UNION” erschienen.
Wichsen und Wachsen
(taz.de, Florian Hollenbach)
Die Online-Community StudiVZ hat mittlerweile mehr als eine Million Mitglieder - und Probleme mit spätpubertären Usern. Ein Verhaltenskodex soll die rasant gewachsene Meute fortan bändigen.
Wenn der Troll zur Knarre greift
(telepolis.de, Wolf-Dieter Roth)
Belästigungen und Attentäter gibt es auch im Cyberspace.
“Wir betreten eine neue Welt”
(spiegel.de, Christian Stöcker)
Tim O’Reilly ist der Guru des “Web 2.0″. Doch er kann das Schlagwort, das zum Inbegriff des neuen Internetbooms wurde, selbst nicht mehr hören. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt er, warum er einem Außerirdischen eher Google als YouTube zeigen würde.
“Es ist der richtige Moment für den Rücktritt!”
(persoenlich.com, Matthias Ackeret)
Am Mittwoch morgen hat Roger Schawinski seinen Rücktritt als Sat.1-Chef bekanntgegeben, dies obwohl seine Sendergruppe momentan in Verkaufsverhandlungen steckt. Im Interview mit “persoenlich.com” erläutert er, was ihn zu diesem überraschenden Schritt bewogen hat.
“Am liebsten war ich faul”
(zeit.de, Christoph Ruf)
Günter Netzer über die Zerstrittenheit der DFB-Führung, den Umstand, dass sich gute Freunde auch privat siezen, und wie es sich als Nachbar von Tina Turner lebt.
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Kleine Lektion zum Unterschied zwischen “Augenschein” und “Berichterstattung”
Deutliche Worte eines irakreisenden US-Politikers: Nach drei Tagen in Bagdad weiss Ron Nehring, Vizepräsident der kalifornischen Republikaner bereits, welch verzerrte Sicht der Dinge die seit Monaten oder Jahren “eingebetteten” Journalisten dem US-Volk präsentieren.
Nehring nach einem Besuch im Parlament:
“Alle, die ich getroffen habe sind gute Leute, ehrlich daran interessiert, ein neues Land für eine neue Generation zu bauen. Das unterscheidet sich stark von dem, was wir im TV sehen, wo üblicherweise die Spaltung der Gesellschaft und die Schwierigkeiten bessere Einschaltquoten garantieren als Berichte über Fortschritt.”
Der übliche journalistische Terminus für Reiseberichtlein ohne tiefer gehende Recherche heisst “Augenschein”. Journalisten kennzeichnen damit transparenterweise Kurzreportagen im Bewusstsein, dass oberflächliche Eindrücke interessant, aber häufig weit von der Realität entfernt sind.
Drei Tage nach seiner Medienschelte steckt Nehring in Bagdad im Chaos fest und fängt an, Quoten zu bolzen:
“Seit meiner Ankunft hier am letzten Sonntag ist mein Gepäck verloren gegangen, Autobomben sind ausserhalb des Gebäudes explodiert wo ich referierte, Mörserfeuer war immer wieder zu hören, Flüge wurden abgesagt, und jetzt herrscht sogar Unklarheit darüber, wann ich überhaupt die Möglichkeit haben werde, nach Kalifornien zurückzukehren.”
Letzteres hat den wackeren Politiker wohl seine positive Sicht kurzfristig einbüssen lassen. Inzwischen ist Nehring aber gemäss LA Times auf dem Weg nach Hause.
Seit dem 20.11.2006 steht hinter welt.de Deutschlands grösster Newsroom. In der 15. Etage des Springer-Hochhauses in Berlin-Kreuzberg schreiben rund 200 Journalisten im Schichtbetrieb (mehr dazu hier und hier). Haben wir davon etwas gemerkt? Mein Eindruck: Das Scrollrad muss länger drehen, bis das Ende der Seite, der Satirebereich, angezeigt wird.
Ernstgemeint hingegen und als viertoberster Artikel angezeigt wird heute ein “TV-Skandal”: “Komiker beschimpft Schwarze als “Nigger”” schreibt da Uwe Schmitt über ein Ereignis, das am 17.11.2006 stattgefunden hat. Hätte einer der 200 Journalisten bereits am 21.11.2006 medienlese.com gelesen, dann wäre die Möglichkeit bestanden, eine ganze Woche früher darüber zu berichten. Die YouTube-Videos, das eigentlich Sehenswerte an der ganzen Geschichte, werden von welt.de nicht erwähnt.
Wir meinen: Langsam, aber sicher kann der Vorwurf an Blogs, sie schrieben nur ab, was in den Zeitungen steht, auch umgekehrt werden. Wie wäre es mit einer wöchentlichen Rubrik hier, die die spätesten Neuigkeiten auszeichnet? Gäbe es einen guten Namen für so eine Rubrik? Und wie bloss heisst jetzt nochmal Open BC (23.09.2006 vs. 23.11.2006)?
Schuldig in allen Anklagepunkten
(faz.net, Jörg Thomann)
Wo Lafontaine auf Dieter Bohlen trifft: In ?Menschen bei Maischberger? ließ die ARD gestern abend eine ?Deutschland-Jury? über die Lage im Lande diskutieren. Die skurrile Runde wäre ihrerseits ein Fall fürs Fernsehgericht gewesen.
Schumihudelei bei der “Süddeutschen”
(blog.handelsblatt.de, Thomas Knüwer)
“Natürlich wollte ich immer geliebt werden”, ist ein Interview mit Michael Schumacher im Magazin der “Süddeutschen Zeitung” vom vergangenen Samstag überschrieben. Ich frage mich allerdings, ob der Liebesdienst der “SZ” nicht etwas weit geht.
“Presserat läuft Slalom”
(taz.de, Peter Nowak)
Eine “merkwürdige Kultur der Nichtverantwortung” bescheinigt Journalistik-Professor Michael Haller deutschen Redaktionen. Er fordert mehr Selbstkontrolle beim grassierenden “PR-Journalismus”.
Ein Hauch von Schmerz
(tagesspiegel.de, Adolf Theobald)
Mit der Jugend tun sich Zeitschriften schwer. Bei ?Neon? aber steigt die Auflage – weil es da weiter macht, wo ?jetzt? aufgehört hat.
Teletubbies unter Verdacht
(nzz.ch, Theres Lüthi)
Macht Fernsehen dick, dumm oder asozial? Eine Studie in den USA, welche die Zunahme von Autismus auf kleinkindlichen TV-Konsum zurückführt, sorgt für Aufregung. Aber auch Schweizer Kinderärzte warnen vor allzuviel Fernsehkonsum für die Kleinen.
“Bild”-Leser-Reporter sehen alles!
(bildblog.de, lupo)
Sogar den Boxkampf am TV!
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