TV-Moderatorin Arabella Kiesbauer und Journalistin Doris Knecht haben vor Gericht wegen einem Weblogeintrag vom 20.10.2006 einen Vergleich geschlossen (alle Details dazu hier).
“Frau Doris Knecht” erklärt am Ort ihres Verbrechens, dem Zeit-Weblog “Österreich”, dass sie nun geläutert sei, was sich nicht unwitzig anhört:
Frau Doris Knecht konnte sich davon überzeugen, dass Arabella Kiesbauer keine Nacktfotos von sich ?früher überall rumgeschickt hat, um ihren Müll besser zu verkaufen? und erklärt, diese und ähnliche Behauptungen, insbesondere überschießende Kritik in Form von unwahren Tatsachenbehauptungen auch künftig nicht mehr zu äußern.
Für den Hinweis vielen Dank an Mathieu Lune.
Weil heute Sonntag ist, servieren wir etwas Kunst. Und zwar in Form von Bildern von Menschen, die sich Magazine mit Bildern von Gesichtern vor das Gesicht halten, so, dass es aussieht, als wäre es ihres.
Aber lasst Euch nicht Selbsterklärendes kompliziert umschreiben. Seht besser selbst:

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Was nicht alles zu lesen ist zum Trainerwechsel beim HSV, unter anderem auf den Portalen der sogenannten Qualitätszeitungen:
faz.net, 01.02.2007:
Insider sind sich sicher: Magath wird voraussichtlich offiziell am Freitag mit seinem Assistenten Seppo Eichkorn präsentiert werden.
sueddeutsche.de, 01.02.2007:
Magath wird Trainer beim HSV
Ausgerechnet Bayern-Manager Uli Hoeneß bestätigte den Wechsel von Magath nach Hamburg: “Ich freue mich riesig für Felix.”
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So lapidar wird im Inhaltsverzeichnis der aktuellen Weltwoche auf den Text von Kurt W. Zimmermann hingewiesen, in dem er, leider nur für Abonennten zugänglich, unter den Schweizer Journalisten insgesamt zehn Versager ausmacht, die Flops produziert und später trotzdem Karriere gemacht haben. Nachdem er letzte Woche die unlustigen humoristischen Kolumnen in Schweizer Zeitungen und Zeitschriften angegriffen und vorletzte Woche der NZZ den Titel Weltblatt abgesprochen hat, ist das nun der dritte Streich des erfrischend offenen ehemaligen Journalisten und jetztigen Unternehmensberaters.
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Auf YouTube ist Rache süss
(blick.ch, Peter Padrutt und Simone Matthieu)
Lehrer werden zu Affen gemacht. Die Ex zur Schlampe degradiert. Und Kollegen an den Pranger gestellt. YouTube machts möglich. Vor allem für Junge.
Elementarteilchen
(brandeins.de, Wolf Lotter)
Wo sich alles schnell verändert, scheint alles unscharf zu sein.
Das liegt am Auge des Betrachters. Wer sich nicht mitbewegt, sieht schlecht. Ganz besonders im World Wide Web.
Oft bloss nachgeplappert (+)
(nzz.ch, ras.)
Medienberichte sind oft wesentlich geprägt durch das, was die Öffentlichkeitsarbeiter vorgekaut haben. Eine neue Studie veranschaulicht dies am Beispiel der Informationsarbeit zweier kantonaler Verwaltungen. Schlecht weg kommen vor allem die lokalen Radios und Fernsehen.
»Ich zeige Prominente in ihrem natürlichen Lebensraum«
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Gerald Selch)
Ron Galella war einer der ersten Paparazzi. Seine Opfer: Stars wie Mick Jagger, David Bowie und Grace Jones.
Der Unvergleichliche
(zeit.de, Johannes Voswinkel)
Russlands Präsident Putin bittet zum öffentlichen Gespräch. Die Presse kommt und buckelt.
Flaggschiff soll Luxusjacht werden
(fr-online.de, Sebastian Moll)
Massenentlassungen, neue Strukturen, anderer Erscheinungstag: Das US-Magazin “Time” steckt in der Krise.
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Das titelt die Bild-Zeitung heute (für die unkundigen Leser: Es geht um Fussball). Wie Bild zu dieser Information kommt, ist unklar. Es steht da:
Nach Abpfiff tagen Vorstand und Aufsichtsrat. Dolls letzte Worte zu den Journalisten: ?Wir sehen uns morgen.” Da wusste er bereits, dass er weg ist. Noch offen ist, wer sein Nachfolger wird.
Wie spiegel.de schreibt, soll sich neben der Bild-Zeitung einzig der NDR ebenfalls auf eigene Quellen berufen. Bei ndr.de ist aber nicht viel mehr zu lesen:
Der Vorstand des Hamburger SV will heute offiziell die Trennung von Trainer Thomas Doll bekannt geben. Nach Informationen von NDR 90,3 fiel die entsprechende Entscheidung in der vergangenen Nacht.
Auch hier ist nicht klar, wer wann was zu wem gesagt hat. Kein Zitat kann angegeben werden, keine Quelle. Folglich: Niemand hat nichts zu niemandem gesagt.
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Virtuelle Storys
(ndr.de, Video, 5:50 Minuten)
Wie Medien die Internetwelt “Second Life” erobern.
Wir armen Blogger-Seelen
(blog.handelsblatt.de, Thomas Knüwer)
Haben Sie kein Mitleid mit mir, lieber Leser. Ich bin selbst schuld. Selbst schuld, dass ich ein soziopathes, irres Wesen bin, ein Windmühlenflügelbekämpfer, der die Ausweglosigkeit seines Tuns nicht erkennt, der sich vergräbt in einer virtuellen Identität. Ich bin Schmutz, ich bin es nicht wert, ernst genommen zu werden. Behauptet ein Professor aus Calgary.
“Verleger zu werden, ist heute einfacher als früher”
(persoenlich.com, David Vonplon)
Markus Schneider, Beat Müller und Wendelin Hess haben den Verlag Echtzeit gegründet. Nicht weil sie reich werden wollen, sondern in der Überzeugung, dass sich für Bücher von den besten Journalisten des Landes ein Publikum finden wird.
Internetboom in Putins Reich
(aargauerzeitung.ch, Alexander Schrepfer-Proskurjakov)
Online-Medien gewinnen für die Meinungsfreiheit in Russland stark an Bedeutung. Der Kreml versucht, sie zu kontrollieren.
Die Kraft des Netzes (+)
(fr-online.de, Viktor Funk)
Online und mächtig – im Internet wachen kritische Köpfe über das Treiben in der Politik. Ein Video im Web kann schnell eine Karriere beenden. Oder Proteste anheizen, wie die Bilder von Saddams Hinrichtung. Der Polizei bei Fahndungen helfen. Oder ihre Übergriffe dokumentieren. Das Internet als unberechenbare fünfte Gewalt.
Weblogs, Podcasts & Co.
(lfm-nrw.de)
Eine neue Broschüre für den Umgang mit neuen Kommunikationswegen im Netz (pdf, 812kb).
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Wir sind alle Praktikanten
(taz.de, Melanie Zerahn)
Die Generation Praktikum ist nicht das Risiko einer kleinen randständigen Gruppe prekärer Akademiker. Sie ist Vorbote einer Globalisierung, die auch das ganze westliche Lebens- und Erwerbsmodell auf den Kopf stellen wird: Beruf, Geld und Liebe.
News auf Papier und im Internet folgen anderen Regeln (+)
(tagi.ch, Peter Sennhauser)
Nachrichtenjournalismus findet mehr und mehr online statt. Die Frage nach dem «Wie» überfordert bewährte Verleger und Journalisten gleichermassen.
«heute» ehrt Will Smith mit einem Preis
(filmblog.ch, Thomas Hunziker)
Wer in diesen Tagen an den zahlreichen Preisverleihungen in und um Hollywood leer ausgeht, muss nicht verzagen. Das Schweizer Ringier-Produkt «heute», das ab und zu auch als Tageszeitung betitelt wird, kümmert sich um missverstandene Schauspieler und verleiht ihnen Preise – wohl aus Mitleid.
5 Millionen warten auf einen Besitzer
(telepolis.de, Peter Mühlbauer)
Bisher wird das Metis-System der VG Wort noch kaum angenommen.
Im Trommelfeuer der Kritik
(heute.de, Alfred Krüger)
Neues Telemediengesetz: Gesetzeslücken statt Rechtssicherheit.
Schlafen Sie mit dem Produzenten!
(faz.net, Mark Siemons)
Bekommt man als Schauspielerin in China nur dann eine Rolle, wenn man mit den entscheidenden Leuten das Bett teilt? Zhang Yu hat hierfür den Beweis geliefert - mit selbstgedrehten Videos, die sie öffentlich machte.
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Wenn die Popularität eines Blogs mit der Anzahl von Kommentaren zu Blogbeiträgen gemessen wird, dann ist das eher unscheinbare und unbekannte Blog von Hugo Stamm auf den Seiten des Tages-Anzeigers wahrscheinlich eines der wichtigsten Blogs im deutschsprachigen Raum. Jeder Beitrag erntet 200-300 Kommentare, die kein Spam sind (jedenfalls nicht im klassischen Sinn). Hugo Stamm ist Redaktor der Zeitung und der bekannteste Sektenexperte in der Schweiz.
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Versuchter Rufmord
(jungewelt.de, Thomas Wagner)
Das Politmagazin Die Weltwoche diffamiert den Soziologen Jean Ziegler als Kuckucksei der Schweizer Wissenschaft (hier, aber nur für Abonnenten).
Bush ist kein jämmerlicher Versager mehr
(spiegel.de, Frank Patalong)
Hunderttausende von Web-Neulingen haben sich darüber gewundert, geärgert oder amüsiert: Mehr als drei Jahre lang führte die Suchanfrage “miserable failure” unfehlbar zu George W. Bushs Biografie-Seite im Angebot des Weißen Hauses. Jetzt beendete Google den Spuk - und mehr als das.
“Die Autoren schreiben gerne und aus Leidenschaft für uns” (+)
(taz.de, Felix Lee)
Wie der kleine Weblog “Spreeblick” zum prämierten Kleinstunternehmen aufstieg.
Schweizer Wochensatire soll Junge anlocken
(persoenlich.com)
digestiv.tv mit den Medienpartnern Weltwoche und Keystone plant eine tägliche vierminütige Internetsatrire nach dem Vorbild von ehrensenf.de. Als Sprecherin soll ein bekanntes Gesicht auftreten. Ich tippe auf Melanie Winiger.
Sponto hat ein Identitätsproblem
(spiegel.de, Christian Stöcker)
Der SPIEGEL-ONLINE-Avatar hat in der virtuellen Welt “Second Life” erste Bekanntschaften gemacht: einen Avatar mit einer seltsamen Behinderung und einen Hyänenwolf. Außerdem kann Sponto inzwischen lachen - hat aber ein schwerwiegendes Identitätsproblem.
Schreiben für das Internet: 10 Tipps
(fudder.de, kus)
10 Tipps für journalistisches Schreiben im Internet aus dem Jahr 2000 (von hier).
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