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	<title>Kommentare fuer medienlese.com</title>
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	<description>Das Medienblog</description>
	<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 19:45:23 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentar zu Journalistenphrasen - Eine Einführung von martins privates blog : &#187; Journalistisch Deutsch</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/28/journalistenphrasen-eine-einfuehrung/#comment-32355</link>
		<dc:creator>martins privates blog : &#187; Journalistisch Deutsch</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 17:54:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Liste mit typischen Wendungen von Journalisten und was sie wirklich bedeuten habe ich heute auf medienlese.com gefunden - Beispiel: Journalistisch: ‘[XYZ] strukturiert sein Gesch&#228;ft um‘. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Liste mit typischen Wendungen von Journalisten und was sie wirklich bedeuten habe ich heute auf medienlese.com gefunden - Beispiel: Journalistisch: ‘[XYZ] strukturiert sein Gesch&#228;ft um‘. [...]</p>
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		<title>Kommentar zu Senderstörung: In-Formationen für Kulturpessimisten von Das Rauschen wird lauter &#124; Kulturblogger</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/10/senderstoerung-in-formationen-fuer-kulturpessimisten/#comment-32353</link>
		<dc:creator>Das Rauschen wird lauter &#124; Kulturblogger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 17:33:04 +0000</pubDate>
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		<description>[...] an der Kommunikation beteiligt ist. Er muss die empfangenen Daten »in Formation« bringen, wie Klaus Jarchow schreibt, damit sie auch eine Information [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] an der Kommunikation beteiligt ist. Er muss die empfangenen Daten »in Formation« bringen, wie Klaus Jarchow schreibt, damit sie auch eine Information [...]</p>
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		<title>Kommentar zu Mainstreaming media: Wozu Herausgeber? von Klaus Jarchow</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/25/mainstreaming-media-wozu-herausgeber/#comment-32350</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 15:25:44 +0000</pubDate>
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		<description>@ Horatio: In Blogville ist es möglich, dass jeder gewissermaßen sein eigenes Medium hat. Warum sollte das in Holzhausen - siehe Thomas Knüwer - nicht auch möglich sein: Er ist Handelsblatt und ZUGLEICH er selbst, also Knüwer. Um die Kommentare kümmert er sich nebenher auch noch. Seine eigenen Geschichten wachsen ihm unter der Hand dank der Zuarbeit seiner Community. Dass dies Verfahren in Holzhausen - 'jeder seine eigene Marke' - eine gewaltige interne Konkurrenz auslösen würde, ist mir auch klar. Der Journalismus als Veranstaltung würde gewinnen, viele Journalisten aber absehbar verlieren ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Horatio: In Blogville ist es möglich, dass jeder gewissermaßen sein eigenes Medium hat. Warum sollte das in Holzhausen - siehe Thomas Knüwer - nicht auch möglich sein: Er ist Handelsblatt und ZUGLEICH er selbst, also Knüwer. Um die Kommentare kümmert er sich nebenher auch noch. Seine eigenen Geschichten wachsen ihm unter der Hand dank der Zuarbeit seiner Community. Dass dies Verfahren in Holzhausen - &#8216;jeder seine eigene Marke&#8217; - eine gewaltige interne Konkurrenz auslösen würde, ist mir auch klar. Der Journalismus als Veranstaltung würde gewinnen, viele Journalisten aber absehbar verlieren &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Ach, Jürgen Habermas! von Klaus Jarchow</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/06/10/ach-juergen-habermas/#comment-32348</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 15:20:48 +0000</pubDate>
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		<description>@ annonuem: Ich wüsste nicht, durch welches 'Portal' ein Blogger jemals zwingend hindurchmüsste, zu Füßen welches Alphabloggers er zu liegen hätte. In Mikromedien macht man einfach einen weiten Bogen um selbsternannte Gatekeeper oder Propheten, nur dann nicht, wenn sie mit der Nase im Dreck liegen. Schadenfreude statt Jüngerschaft ist vielleicht kennzeichnend - auch deshalb, weil Blogs dazu beitragen, die Luft aus unseren Geistesstatuen zu lassen. Viele erscheinen dann eher als Gummitiere. Außer einem gewissen 'ex oriente lux' gibt es in Blogville keine Teleologie, bzw. hat jeder seine private. Habermas Ideal ist bekanntlich eine Medienlandschaft, die 'formiert', Blogs tragen hingegen dazu bei, dass alles 'dissoziiert'. Ob das nun gut oder schlecht ist, das weiß ich auch nicht, erstmal ist das so ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ annonuem: Ich wüsste nicht, durch welches &#8216;Portal&#8217; ein Blogger jemals zwingend hindurchmüsste, zu Füßen welches Alphabloggers er zu liegen hätte. In Mikromedien macht man einfach einen weiten Bogen um selbsternannte Gatekeeper oder Propheten, nur dann nicht, wenn sie mit der Nase im Dreck liegen. Schadenfreude statt Jüngerschaft ist vielleicht kennzeichnend - auch deshalb, weil Blogs dazu beitragen, die Luft aus unseren Geistesstatuen zu lassen. Viele erscheinen dann eher als Gummitiere. Außer einem gewissen &#8216;ex oriente lux&#8217; gibt es in Blogville keine Teleologie, bzw. hat jeder seine private. Habermas Ideal ist bekanntlich eine Medienlandschaft, die &#8216;formiert&#8217;, Blogs tragen hingegen dazu bei, dass alles &#8216;dissoziiert&#8217;. Ob das nun gut oder schlecht ist, das weiß ich auch nicht, erstmal ist das so &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Schweizer Promiblogger: Teleblocher vs. Leuenberger von Peter Sennhauser</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/27/schweizer-promiblogger-im-vergleich-teleblocher-vs-leuenberger/#comment-32337</link>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 09:04:05 +0000</pubDate>
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		<description>Nee, ich kommentier dort nicht ;-) Aber ich schildere Dir gerne mal, was ich alles so mach den lieben langen Tag... und drei Viertel der Nacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, ich kommentier dort nicht ;-) Aber ich schildere Dir gerne mal, was ich alles so mach den lieben langen Tag&#8230; und drei Viertel der Nacht.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Ach, Jürgen Habermas! von annonuem</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/06/10/ach-juergen-habermas/#comment-32336</link>
		<dc:creator>annonuem</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 08:55:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich frage mich zunehmend, ob nicht das, was Habermaß sagt, auch auf die Blogger-Szene anzuwenden ist. Gibt es nicht auch hier die "Leitmedien", die Vordenker und die Herde?
Die 4 Grundsätze gelten auch im Netz:
TELEOLOGIE dürfte wohl den Meisten Blogs zugrunde liegen, man denke nur an die vielen "Liber- alen/tären/alistischen" Weblogs mit ihrem Sendungsbewustsein. Da liegen dann auch schon die NORMEN. SELBSTDARSTELLUNG ist kaum zu verleugnen und META-DISKURS ließe sich auch mit KOMMENTAREN gleichsetzen.
Ist es mit Holz und Strom nicht doch wieder dasselbe in Grün?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich zunehmend, ob nicht das, was Habermaß sagt, auch auf die Blogger-Szene anzuwenden ist. Gibt es nicht auch hier die &#8220;Leitmedien&#8221;, die Vordenker und die Herde?<br />
Die 4 Grundsätze gelten auch im Netz:<br />
TELEOLOGIE dürfte wohl den Meisten Blogs zugrunde liegen, man denke nur an die vielen &#8220;Liber- alen/tären/alistischen&#8221; Weblogs mit ihrem Sendungsbewustsein. Da liegen dann auch schon die NORMEN. SELBSTDARSTELLUNG ist kaum zu verleugnen und META-DISKURS ließe sich auch mit KOMMENTAREN gleichsetzen.<br />
Ist es mit Holz und Strom nicht doch wieder dasselbe in Grün?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu 6 vor 9 von XiongShu</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/28/6-vor-9-522/#comment-32333</link>
		<dc:creator>XiongShu</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 08:28:13 +0000</pubDate>
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		<description>Scheuklappen und Propaganda, der kaukasiche Konflikt wird in den &lt;a href="http://buettchenbunt.de/suedossetien" rel="nofollow"&gt;Medien&lt;/a&gt; ausgetragen. Es geht wie immer um die Hegemonie der USA.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Scheuklappen und Propaganda, der kaukasiche Konflikt wird in den <a href="http://buettchenbunt.de/suedossetien" rel="nofollow" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/buettchenbunt.de');">Medien</a> ausgetragen. Es geht wie immer um die Hegemonie der USA.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Schweizer Promiblogger: Teleblocher vs. Leuenberger von Klaus Jarchow</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/27/schweizer-promiblogger-im-vergleich-teleblocher-vs-leuenberger/#comment-32332</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 07:22:25 +0000</pubDate>
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		<description>@ Peter: 'Gniggeln' bedeutet im Norddeutschen so viel, wie 'leise vor sich hin kichern', dann, wenn der andere es nicht merken soll, dass man über ihn lacht, weil er zum Beispiel 'Chef' heißen könnte ...  ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Peter: &#8216;Gniggeln&#8217; bedeutet im Norddeutschen so viel, wie &#8216;leise vor sich hin kichern&#8217;, dann, wenn der andere es nicht merken soll, dass man über ihn lacht, weil er zum Beispiel &#8216;Chef&#8217; heißen könnte &#8230;  ;-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mainstreaming media: Wozu Herausgeber? von Horatio</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/25/mainstreaming-media-wozu-herausgeber/#comment-32325</link>
		<dc:creator>Horatio</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 05:40:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://medienlese.com/2010/08/23/gzd-mainstreaming-media-wozu-herausgeber/#comment-32325</guid>
		<description>Ich muss mich korrigieren, nicht dass ich Herrn Knüwer Unrecht tue - bei ihm im Blog (Indiskretion Ehrensache) wird hin und wieder stilistisch wie inhaltlich gradegebogen und er macht das sehr gut. An seinen Artikeln im gedruckten Handelsblatt ist nichts auszusetzen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss mich korrigieren, nicht dass ich Herrn Knüwer Unrecht tue - bei ihm im Blog (Indiskretion Ehrensache) wird hin und wieder stilistisch wie inhaltlich gradegebogen und er macht das sehr gut. An seinen Artikeln im gedruckten Handelsblatt ist nichts auszusetzen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Mainstreaming media: Wozu Herausgeber? von Horatio</title>
		<link>http://medienlese.com/2008/08/25/mainstreaming-media-wozu-herausgeber/#comment-32324</link>
		<dc:creator>Horatio</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 05:14:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://medienlese.com/2010/08/23/gzd-mainstreaming-media-wozu-herausgeber/#comment-32324</guid>
		<description>Hm, je länger ich darüber nachdenke, desto kritischer sehe ich das Thema. Ja okay, die negativen Funktionen eines Chefredakteurs (Stichwort: Blockwart) sind zu bemängeln. Aber nun mal angenommen, es handelt sich um einen idealistischen Menschen, der die Funktion innehat, weil er erstens: Ein sehr guter Journalisti ist, zweitens ein sehr guter Schreiber und drittens ein Mensch mit Führungsqualitäten, der es schafft, Dialoge und Diskussionen loszutreten, der Artikel gut bespricht, redigiert und so weiter. Ich als Einzelkämpfer wünschte mir so manches mal, ich hätte jemanden, mit dem ich mich austauschen könnte, den ich um Rat fragen könnte und der mir auch auf die Finger hauen würde, wenn ich mich mal völlig verrannt hätte. 

Denn hier liegt meines Erachtens schon ein Problem. Findet die Qualitätskontrolle nicht mehr statt - und ich glaube, dass der Prozess der Community einige Zeit dauert - dann kann es auch schnell dazu kommen, dass die Leser sich nach ein zwei Artikel, die vielleicht sehr polemisch oder einfach nur schlecht geschrieben sind, von der Zeitung abwenden - die Leser sind derzeit eine sehr fragile Masse, gerade im Internet. Mir geht es zumindest so und ich denke vielen von uns geht es ähnlich. 

Außerdem: Wo soll das hinführen? Dass wir nur noch virtuell miteinander kommunizieren? Dass es keine persönlichen Redaktionssitzungen mehr gibt? Dass die Community erst im Nachhinein alles "glattbügelt"? Okay, das kann schon gehen, das gebe ich zu, das erlebt man ja z.B. bei Herrn Knüwer schon sehr oft, dass Fehler durch die Community ausgebessert werden, aber reicht das, um guten Journalismus zu machen? Ich finde es zwar sehr bemerkenswert, dass auch Journalisten zu ihren Fehlern stehen, aber irgendwie hat es auch immer einen etwas komischen Beigeschmack, oder? Es ist eben ziemlich doof, wenn in einem Artikel der FAZ immer vom "Canale Grande" gesprochen wird, das Wort "in keinster Weise" hin und wieder auftaucht, man sich aber selbst mit dem Nibus des Bildungsbürgerblattes umgibt. Okay, das kann jedem passieren - aber die FAZ ist ja eben nicht jeder, an eine Zeitung lege ich einen anderen qualitativen Maßstab an, als z.B. an einen Blog - man möge mir letzteren Ausdruck angesichts dieses hervorragenden Magazins verzeihen.

Zweitens: Wie soll das gehen mit der Community? Welcher Autor hat auf Dauer Zeit und Lust sich auf die Rolle des Kommentierers zu beschränken und die Fehler siener Kollegen auszubessern? Autoren wollen schreiben. Sie wollen sich mitteilen. Kommentarfunktionen und Communities haben doch oft den Ruf einzig und allen Plattformen für Querulanten zu sein und Leute, die zu viel Zeit haben *hust*. Den meisten ist doch an einer Debatte gar nicht gelegen. Die meisten wollen selber publizieren und sich nicht mit Lieschen Müller und zig anderen in Foren herumschlagen, die - im Zweifel - eh keiner liest, weil sie oftmals irgendwann nur noch nervig sind.

Dann muss ich der These vom Mainstreaming zustimmen. Bedeutsame Werke wurden von bedeutsamen, zumeist auch sehr schrägen und sperrigen Köpfen hervorgebracht. Siehe "Die Fackel" von Karl Kraus uvm.. Ich denke, dass der Zeitungs- und Kulturbetrieb gerade jetzt solche "Köpfe" als Herausgeber und Chefredakteure mehr denn je braucht, die einer Zeitung ein Gesicht, eine Handschrift und ein Profil verleihen. Starke und bekannte Persönlichkeiten, die keine Diskussion scheuen. Ich finde Giovanni di Lorenzo macht das ganz gut. Und man mag ja von Herrn Schirrmacher halten, was man will, er ist wenigstens präsent und versucht der FAZ mit seinen Statements zur Gesellschaft ein gewisses (konservatives) Profil zu verleihen - besonders glücklich finde ich das allerdings persönlich nicht, aber immerhin noch besser, als wenn man gar keinen Kopf damit in Verbindung bringen würde. So kann man wenigstens vortrefflich darüber streiten :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, je länger ich darüber nachdenke, desto kritischer sehe ich das Thema. Ja okay, die negativen Funktionen eines Chefredakteurs (Stichwort: Blockwart) sind zu bemängeln. Aber nun mal angenommen, es handelt sich um einen idealistischen Menschen, der die Funktion innehat, weil er erstens: Ein sehr guter Journalisti ist, zweitens ein sehr guter Schreiber und drittens ein Mensch mit Führungsqualitäten, der es schafft, Dialoge und Diskussionen loszutreten, der Artikel gut bespricht, redigiert und so weiter. Ich als Einzelkämpfer wünschte mir so manches mal, ich hätte jemanden, mit dem ich mich austauschen könnte, den ich um Rat fragen könnte und der mir auch auf die Finger hauen würde, wenn ich mich mal völlig verrannt hätte. </p>
<p>Denn hier liegt meines Erachtens schon ein Problem. Findet die Qualitätskontrolle nicht mehr statt - und ich glaube, dass der Prozess der Community einige Zeit dauert - dann kann es auch schnell dazu kommen, dass die Leser sich nach ein zwei Artikel, die vielleicht sehr polemisch oder einfach nur schlecht geschrieben sind, von der Zeitung abwenden - die Leser sind derzeit eine sehr fragile Masse, gerade im Internet. Mir geht es zumindest so und ich denke vielen von uns geht es ähnlich. </p>
<p>Außerdem: Wo soll das hinführen? Dass wir nur noch virtuell miteinander kommunizieren? Dass es keine persönlichen Redaktionssitzungen mehr gibt? Dass die Community erst im Nachhinein alles &#8220;glattbügelt&#8221;? Okay, das kann schon gehen, das gebe ich zu, das erlebt man ja z.B. bei Herrn Knüwer schon sehr oft, dass Fehler durch die Community ausgebessert werden, aber reicht das, um guten Journalismus zu machen? Ich finde es zwar sehr bemerkenswert, dass auch Journalisten zu ihren Fehlern stehen, aber irgendwie hat es auch immer einen etwas komischen Beigeschmack, oder? Es ist eben ziemlich doof, wenn in einem Artikel der FAZ immer vom &#8220;Canale Grande&#8221; gesprochen wird, das Wort &#8220;in keinster Weise&#8221; hin und wieder auftaucht, man sich aber selbst mit dem Nibus des Bildungsbürgerblattes umgibt. Okay, das kann jedem passieren - aber die FAZ ist ja eben nicht jeder, an eine Zeitung lege ich einen anderen qualitativen Maßstab an, als z.B. an einen Blog - man möge mir letzteren Ausdruck angesichts dieses hervorragenden Magazins verzeihen.</p>
<p>Zweitens: Wie soll das gehen mit der Community? Welcher Autor hat auf Dauer Zeit und Lust sich auf die Rolle des Kommentierers zu beschränken und die Fehler siener Kollegen auszubessern? Autoren wollen schreiben. Sie wollen sich mitteilen. Kommentarfunktionen und Communities haben doch oft den Ruf einzig und allen Plattformen für Querulanten zu sein und Leute, die zu viel Zeit haben *hust*. Den meisten ist doch an einer Debatte gar nicht gelegen. Die meisten wollen selber publizieren und sich nicht mit Lieschen Müller und zig anderen in Foren herumschlagen, die - im Zweifel - eh keiner liest, weil sie oftmals irgendwann nur noch nervig sind.</p>
<p>Dann muss ich der These vom Mainstreaming zustimmen. Bedeutsame Werke wurden von bedeutsamen, zumeist auch sehr schrägen und sperrigen Köpfen hervorgebracht. Siehe &#8220;Die Fackel&#8221; von Karl Kraus uvm.. Ich denke, dass der Zeitungs- und Kulturbetrieb gerade jetzt solche &#8220;Köpfe&#8221; als Herausgeber und Chefredakteure mehr denn je braucht, die einer Zeitung ein Gesicht, eine Handschrift und ein Profil verleihen. Starke und bekannte Persönlichkeiten, die keine Diskussion scheuen. Ich finde Giovanni di Lorenzo macht das ganz gut. Und man mag ja von Herrn Schirrmacher halten, was man will, er ist wenigstens präsent und versucht der FAZ mit seinen Statements zur Gesellschaft ein gewisses (konservatives) Profil zu verleihen - besonders glücklich finde ich das allerdings persönlich nicht, aber immerhin noch besser, als wenn man gar keinen Kopf damit in Verbindung bringen würde. So kann man wenigstens vortrefflich darüber streiten :-)</p>
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