29 Artikel in der Kategorie Test auf medienlese.com.

Im Test (Teil 3):
Blick Online und Fazit

Ronnie Grob, 19. Mai 2008 um 10.16 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Der neue Blick wird besser – zu einem echten Wechsel braucht es aber eine geistige Verjüngung. Das Fazit nach unserem Test von Blick, Blick Sport und Blick Online.

Anders als alle klassischen Boulevardzeitungen fährt der Schweizer Blick seit Jahren einen linkskonservativen, also rotgrünfreundlichen und SVP-feindlichen Kurs. Nicht wenige, unter anderem auch ich, behaupten, dass so ein Kurs komplett an den Bedürfnissen des Lesers einer Boulevardzeitung vorbeigeht. Als Untermauerung dieser These möchte ich einen sehr aufschlussreichen Screenshot von blick.ch zeigen, den ich kürzlich gemacht habe. Gut möglich, dass die Umfrage gerade erst anlief, dass sie manipuliert wurde oder dass das Ergebnis sonst reiner, unrepräsentativer Zufall ist, aber meines Erachtens zeigt es die politische Ausrichtung des klassischen Lesers dieser Boulevardzeitung, bzw. seines Onlineangebotes, sehr deutlich auf:

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Im Test:
Neon

Ronnie Grob, 24. April 2008 um 11.44 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Endlich mal eine Zeitschrift, die gefällt. Wir haben uns die aktuelle Neon angesehen.

NeonIm Test: Ausgabe Mai 2008, gekauft am 22.04.2008 in Berlin.

Allgemeiner Eindruck

Ein Heft, dass sich um junge Stadtmenschen und um ihre etwaigen Probleme kümmert. Studiert man das Inhaltsverzeichnis, so kann man zum Beispiel der Bildschirmarbeiter auf Seite 124 etwas über Ergonomie lernen: “Buckeln im Büro - Sieben Tipps, wie du deine Haltung verbessern kannst” (Bildunterzeile: “Deine Freunde nennen dich schon ‘Buckelwal’? Selbst schuld”). Auf Seite 48 erfährt der Verliebte im Text “Zusammenziehen? Nein danke”, dass das Zusammenziehen eines Paars in eine gemeinsame Wohnung das Ende von Sex bedeuten kann (sowie regelmässigen Streit in der Ikea). Auf Seite 66 wird die Discoqueen von A bis Z über “Sex mit Fremden” aufgeklärt (”Ein Handbuch für Spontansex”).

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Im Test (Teil 2):
Blick Sport

Ronnie Grob, 17. April 2008 um 12.12 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Im zweiten Teil unseres Blick-Tests behandeln wir den Sportteil, der ja seit der Überarbeitung nicht mehr in einem eigenen Bund ist, sondern auf der letzten Seite kopfüber beginnt.

Blick Sport

Titelseite

Hinten wie vorne: langweilig. “Nase vorne!” in grossen gelben Buchstaben und dazu die Front eines Formel-1-Fahrzeugs? So aufregend ist der Titel vom 07.04.2008. Am 31.03.2008 sind zwei jubelnde Spieler der Fussballmannschaft Young Boys Bern auf dem Cover, dazu der Titel “Leader!” (”YB-Gala gegen Thun - jetzt träumt ganz Bern vom Meistertitel”). Nur drei Tage später, am 03.04.2008, sind drei enttäuschte Spieler des FC Basel zu sehen. Der einfallsreiche Titel dazu: “Frustleader” (”FCB bekam Tor geschenkt - und verlor zwei Punkte”).

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Im Test:
hörbücher

Markus Kirchsteiger, 12. April 2008 um 10.41 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Hörbücher sind weiterhin populär und beliebt, ein Hoffnungsmarkt mit zweistelligem Wachstum für die Verlage. Orientierung will das Magazin hörbücher liefern – und seit der Einführung vor einem knappen Jahr macht es das fast perfekt.

hörbücher

Im Test: Ausgabe 3/2008 vom April

Allgemeiner Eindruck

hörbücher überzeugt auf allen Ebenen: ein breites Themenspektrum, gut aufbereitete Geschichten und Interviews, kompetente Orientierungs- und Kaufhilfe. Eine fast perfekte Zeitschrift, für die auch nach längerem Überlegen wenig Notwendigkeit zur Verbesserung besteht. Hörbuch-Fans können nichts Besseres finden. Nur bei der Website gibt es noch viel zu tun.

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Im Test (Teil 1):
Blick

Ronnie Grob, 2. April 2008 um 10.14 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Seit rund einem Monat erscheint die stärkste Boulevardzeitung der Schweiz, der Blick, rundum erneuert. Wir schauen genauer hin – und nehmen für unseren Test gleich mehrere Ausgaben unter die Lupe.

Blick

In unserem ersten Teil geht’s um die Seiten, die früher mal den ersten Bund des Blick ausgemacht haben.

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Im Test:
WWE-Magazin

Ronnie Grob, 12. März 2008 um 9.51 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nachdem sich die Bravo eher als Mädchenzeitschrift herausgestellt hat, nehmen wir uns ein echtes Jungsheft vor. Es geht um Schlägereien und Muskeln, Kampf und Show, aber auch um Klatsch und Lebenshilfe: Das Wrestling-Magazin WWE Magazin.

WWE-MagazinIm Test: Ausgabe 3/2008, März 2008.

Allgemeiner Eindruck

Vermutlich liegt es an meinem einfachen Gemüt, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich beim erstmaligen Durchblättern einer Zeitschrift so oft gelacht habe. Handelt es sich bei Wrestling schon um eine absurde Sportart, so ist eine Zeitschrift darüber noch einen Tick absurder. Das Heft ist zu einem grossen Teil eine Übersetzung des US-Originals WWE Magazine USA, das von dem börsenkotierten Medienunternehmen WWE - World Wrestling Entertainment herausgegeben wird (Umsatz 2007: 485.7 Millionen US-Dollar). WWE lief übrigens gemäss Wikipedia bis 2002 unter dem Namen World Wrestling Federation (WWF), musste sich dann aber dem unter dem Kürzel WWF bekannteren World Wide Fund For Nature beugen.

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Der Spiegel im Vergleich:
1969 vs. 2008

Ronnie Grob, 22. Februar 2008 um 11.50 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Neues Experiment unserer Reihe Test: Wir vergleichen den Spiegel vom 08.12.1969 mit dem Spiegel vom 18.02.2008. Was hat sich verändert in dieser Zeit? Kurzfazit: Früher war nicht alles besser.

Spiegel Titel

Der Einfachheit halber nennen wir in unserem Text die eine Ausgabe 69, die andere 08.

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Im Test:
Tätowier Magazin

Ronnie Grob, 8. Februar 2008 um 9.12 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Ich war etwas überrascht, als ich am Kiosk fünf verschiedene, um Leser kämpfende Tätowiermagazine erblickte - und schnappte mir das Dickste: das Tätowier Magazin.

Tätowier-Magazin

Im Test: Ausgabe 2/2008.

Allgemeiner Eindruck

Eine farbige, von Tätowierern und Tätowierten für Tätowierer und Tätowierte gemachte Zeitschrift.

Zielgruppe

Fünf verschiedene Fachmagazine, die um Kiosk um Leser buhlen, die sich für das Thema “Tinte unter die Haut einbringen” interessieren, das hätte man noch vor einigen Jahren nur schwer vorstellen können. Früher waren Hautmarkierungen beim Nutzvieh verbreitet (Brandzeichen). Tätowierungen brachte man in vorwiegend negative Zusammenhänge. So steht in der Wikipedia zu Tätowierung:
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Im Test:
Die Weltwoche

Ronnie Grob, 26. Januar 2008 um 14.15 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Die Weltwoche hat in den letzten Jahren den Grossteil der Leser- und Schreiberschaft ausgetauscht, den inhaltlichen Kurs verändert, den Besitzer gewechselt und zwei Konkurrenten verloren. Wir lesen das Magazin zu Politik, Wirtschaft und Geselltschaft.

Weltwoche-Cover

Seit die Schweizer Wochenzeitung im Jahr 2002 von sperrigem Zeitungspapier auf elegantes Magazinformat umgestellt wurde, ist einiges passiert - wir testen: Ausgabe 3/2008, 17.1.2008.

Allgemeiner Eindruck

Eine Blondine mit grossen Brüsten vornedrauf? Das muss was für Männer sein, denkt man sich. Gemacht wird das Blatt jedenfalls hauptsächlich von Männern, in dieser Ausgabe sind nur 4 oder 5 aller Artikel von Frauen geschrieben, davon einer auf einer Doppelseite, alle anderen müssen unter einer Seite bleiben. Thomas Widmer hingegen breitet auf einer Doppelseite die Vor- und Nachteile der aktuellen Miss Schweiz, Amanda Ammann aus. Das klingt dann so in den ersten Zeilen:

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Im Test:
Bravo

Ronnie Grob, 18. Januar 2008 um 10.29 Uhr, 17 Kommentare Kommentare

Die Bravo geht mit Tokio Hotel in den Urlaub und hat weniger Haare, sonst ist aber alles noch mehr oder weniger gleich. Die Jugendzeitschrift mit 51-jähriger Tradition im Test.

Bravo-Cover

Im Test: Ausgabe 3/2008, 09.01.2008.

Allgemeiner Eindruck

Die Bravo (italienisch: “tüchtig”) muss man wohl kaum erklären. Fast jede, fast jeder im deutschsprachigen Raum ist irgendwann mal in seiner Jugend mit dieser “Jugendzeitschrift” in Berührung gekommen, sei es als regelmässige Käuferin, sei es als heimlicher Leser. Alles in allem macht sie keinen veränderten Eindruck, doch natürlich haben sich die Stars geändert. Kein Limahl mehr, keine Gabriele Susanne Kerner, kein 90210. Die Alternativen heute heissen Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Lisa Bund und Room2012. Sieht ganz so aus wie ein Boulevard-Heft für Kinder.

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