31 Artikel in der Kategorie Test auf medienlese.com.
Laufschrift, verstecke Links und Blogs ohne RSS: Die Schweizer Wochenzeitung Sonntag gibt sich auf sonntagonline.ch einen neuen Online-Auftritt.
Kein anderer grosser Schweizer Verlag tritt online so unzeitgemäss und unübersichtlich auf wie die
AZ Medien von Peter Wanner. Man hat sich längst daran gewöhnt, dass es die Titel zwar auf Papier gibt, sie online aber keinen Besuch wert sind. Dem seit 2007 erscheinenden und kürzlich von Roger Schawinski hochgelobten Sonntagsblatt
Sonntag hätte man einen Ausweg aus der Online-Misere zugetraut. Doch dem ist leider kaum so:
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Radiosender der SRG SSR idée suisse betreiben ein eigenes Musikportal. Nutzer können eigene Songs hochladen, nachts läuft das Programm im echten Radio. Wir testen MX3.
“Sieg Heil” knallt es mir immer wieder entgegen – so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich meldete mich bei
Mx3.ch an, startete den Player, wählte “Techno” aus und bekam das “
Live Set 06.09” eines
DJ Noize aus der Westschweiz zu hören. Dumpfes Zeug – ”Sieg Heil” inklusive. Der erste Versuch, bei dem Online-Portal der öffentlich-rechtlichen Radiosender der Schweiz interessante Musik zu hören, ging gleich daneben.
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Saarbrücker Zeitung und Saar TV starten eine eigene Nachrichtensendung – im Fernsehen und im Internet. Noch ist das ganze aber herzlich langweilig.
Print-Redakteurin Karoline Roos
Da bewegt sich was im Saarland: Die regionale Zeitung und ein kleiner Fernsehsender stemmen eine eigene Nachrichtensendung. “Saarland Aktuell” präsentiert täglich zwischen 18 und 21 Uhr zur vollen Stunde ein paar Minuten Nachrichten, berichtet der Branchendienst Kress. Wir haben uns
“Saarland Aktuell” am Dienstagabend auf den Seiten der
Saarbrücker Zeitung angesehen.
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Neue Website für die Kieler Nachrichten: Kommentar-Funktion und RSS-Feeds inklusive. Was die neue Seite alles kann – und was fehlt – in unserem Kurztest.
Über 1000 Zusteller versorgen in Schleswig-Holstein jeden Morgen mehr als 200.000 Leser mit den
Kieler Nachrichten – ”Ihre Schwäche: Die
Kieler Nachrichten erscheint nur einmal pro Tag”, schreibt Chefredakteur Jürgen Heinemann im Editorial
zur neuen Internet-Seite. Mit der neuen Seite wird nun Tempo gemacht – mit allem, was man von einer vernünftigen Zeitungs-Website verlangen kann: Artikel lassen sich kommentieren, Rubriken als RSS-Feed abonnieren, Kontakt zur Redaktion ist zielgenau über 17 E-Mailadressen möglich – und sämtliche Redakteure arbeiten auch online.
Die aufgeräumte Startseite könnten zwar noch ein paar mehr Fotos vertragen, damit die Seite nicht allzu nordisch-unterkühlt daherkommt – auf den Unterseiten sieht das zum Glück schon anders aus. Der Clou: Die klassische rechte Spalte, in der üblicherweise Werbung blinkt und den Leser vom eigentlichen Artikel in der rechte Spalte hin zu anderen Angeboten ziehen will, wurde einfach weggelassen. Entwickelt wurde die neue Seite der Kieler Nachrichten von der Agentur Xalmiento. Geschäftsführer Matthias Kretschmer zu Konzept und Artikel-Layout: “Wenn Nutzer unten auf der Website Sportnachrichten lesen, dann scrollen sie nicht wieder ganz nach oben um herauszufinden, ob dort in der rechten Spalte noch mehr Sportmeldungen stehen. Auch die Werbung für den Sport-Shop irgendwo in der Mitte der Seite fällt ihnen nicht auf.”
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Ein Magazin auf der etwas angestrengten Jagd nach einem Zufall, der nicht nur zufällig, sondern auch noch global und human sein soll. Wir testen den Humanglobalen Zufall.
Im Test: Ausgabe 3/2008, 22.09.2008.
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Was ist los in der Blogosphäre? Die Seiten Blogmonitor und Rivva fassen die meist diskutierten Artikel zusammen – wir haben die beiden Seiten getestet.
Das beste aus allen Blogs auf einen Klick: Es gibt eine beliebte Seite, auf der die aktuell diskutierten Themen der deutschsprachigen Blogosphäre angezeigt werden. Automatisch krabbelt ein Programm durch das Netz und erstellt eine Übersicht. Die Rede ist von Rivva, einem sogenannten Memetracker.
Anfang des Monats ist mit dem Blogmonitor ein weiterer Memetracker gestartet. Dahinter steht die Media Ventures GmbH, zu der unter anderem auch Blogg.de und die überaus sympathische Personensuchmaschine Yasni gehört. Man könnte meinen, dass Blog-Monitoring im Auftrag von Firmen und PR-Büros ein einträgliches Geschäftsfeld sein könnte …
Bereits vor zweieinhalb Jahren hatte Nico Lumma das Projekt erstmals angekündigt, schreibt das Webmaster Blog. Eine gute Woche nach dem Start hat die Seite aber noch nicht an Fahrt aufgenommen: Weniger Funktionen und vor allem weniger Artikel lassen die Seite leer und langweilig erscheinen – Rivva Light. Wir haben uns die bisher karge Kopie angesehen und am 8. Oktober um 22.15 Uhr mit Rivva verglichen. Beginnen wir mit dem eigenen Anspruch, an dem sich die Seiten messen lassen müssen:
- “Der Blogmonitor liefert eine aktuelle Zusammenfassung der meistdiskutierten deutschsprachigen Blogartikel.”
- “Rivva versucht einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft zu liefern.”
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Men’s Health wird seinem Namen gerecht und kümmert sich schon fast rührend um die Gesundheit seiner Leser. Wir testen das Männermagazin.
Im Test: Ausgabe 9/2008, September 2008.
Allgemeiner Eindruck
Ein Magazin, das sich ganz den Männern und ihrer Gesundheit verschrieben hat. Wer annimmt, echte Männer seien die, die auch mal bis zum Hals im Dreck stehen, liegt sicher richtig; doch Leser von Men’s Health informieren sich offenbar auch gerne drüber, welche Krankheiten sich dabei holen können. Das ganze Magazin scheint ein Spagat zu sein zwischen zwei divergierenden Sehnsüchten: Dem nach grenzenlos wilder Unvernunft und dem nach grenzenlos wehleidiger Hypochondrie, beides bekanntlich herausragende männliche Eigenschaften. Letztere scheint zu überwiegen – oder wie soll man es deuten, wenn in einem Artikel über Sex am Strand davor gewarnt wird, dass schon ein einzelnes Sandkorn Gefahren für Geschlechtsteile birgt?
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Vor gut einer Woche ging das «Newsnetz» an den Start, ein neues Mantelkonstrukt hinter den Websites von Tages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung. Wir testen Konzept und Umsetzung.
Wie die Zukunft der Zeitung aussieht, wird im Wochentakt diskutiert; die stets pointiert vorgetragenen Meinungen reichen je nach Interessenlage von: «Zeitungen auf Papier werden ganz verschwinden» bis zum eigentlich bereits widerlegten: «Es wird sich nichts ändern». Wie sieht aber die Zukunft der News-Websites aus, die meist aus denselben Häusern stammen? Einerseits informieren sich immer mehr Leser im Web, andererseits lassen die Werbeeinnahmen dort noch auf sich warten, was die Branche zunehmend nervös werden lässt.
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Das Feigenblatt deckt nur wenig ab, aber wenn rundherum alles nackt ist, dann kann wenig schon viel sein. Wir testen das “Magazin für Erotisches”.
Schon volljährig? Gut, ansonsten lieber woanders klicken.
Im Test: Ausgabe 12, Sommer 2008.
Allgemeiner Eindruck
Mit dem Titel des Magazins assoziiere ich Adam und Eva im Paradies. Und man muss nur auf Seite 12 blättern, um schon mittendrin zu sein – über 10 Seiten Bilder von jungen nackten Frauen und Männern im Wald. Es sind Bilder aus “Natural in Paradise“, einem Bildband von Charles MacFarland.
Zielgruppe
Frauen und Männer, die gerne nackt im Wald rumspringen also? Naja, fast. Sie sind, wie alle Leser in den Mediadaten, reich und möchten dringend ihr Geld ausgeben:
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Die besten Zeiten des 1875 gegründeten Satiremagazins Nebelspalter sind vorbei. Die Sommernummer zu China zeichnet sich aus durch Kinderwitze, zudem muss man sie als fremdenfeindlich bezeichnen – lustig geht anders.
Im Test: Ausgabe 6/2008, Juli und August 2008.
Allgemeiner Eindruck
Ein Heft, das man von hinten nach vorne liest: Das Titelblatt ist auf der letzten Seite zu finden, das Editorial auf Seite 3, der vorvorletzten, etc. Auf Seite 58 (Seite 3 bei üblicher Zählweise) wird man darauf hingewiesen (genau so, neben einem Fragezeichen):
Aber, aber – was wollen Sie denn hier? Eine China-Nummer, die auf der dieser Seite beginnt? Sie müssen bei diesem Thema offensichtlich ganz von vorne anfangen. Kleiner Tipp: Vorne ist im Reich der Mitte hinten …
Danke für den unfreundlichen Einstieg, bei so einer arroganten Begrüssung lege ich in der Regel ein Heft gleich weg, aber ich bin ja am testen.
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