1192 Artikel in der Kategorie News auf medienlese.com.

Online-Lexikon:
Brockhaus und Wikipedia Seite an Seite?

Ole Reißmann, 18. Dezember 2008 um 16.50 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Der Brockhaus bekommt einen neuen Besitzer mit Internet-Erfahrung. Die Druckausgabe, die sich nicht besonders verkauft, könnte eine Zukunft haben: Gestützt von einer kostenlosen Online-Version.

Mammut-Brockhaus auf einer Buchmesse (Keystone)

Bisher schien der Graben unüberwindbar. Hier die Wikipedia, das kostenlose Lexikon zum Mitmachen, dort der Brockhaus, das sorgsam editiertes Nachschlagewerk für 2670 Euro. Die Gegensätze könnten deutlich nicht sein. Doch im nächsten Jahr könnte sich genau das ändern, beide Lexika könnten friedlich nebeneinander unter derselben Dachmarke im Internet erscheinen. Denn wenn die Kartellbehörde zustimmt, gehört der Brockhaus mit allem drum und dran ab Februar 2009 zur Bertelsmann-Tochter Wissenmedia. Die wiederum zusammen mit der Internet-Tochter des Spiegel-Verlags hinter dem Angebot Spiegel Wissen steht.

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Es schneit:
Medieneinfalt mit Wetterbanalitäten

Ronnie Grob, 17. Dezember 2008 um 14.56 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Skandal! Sensation! Un-glaub-lich: Es schneit! Nie dagewesenes Wetterphänomen schockiert Schweizer Medien. medienlese.com bibbert und friert im Internet.

Oh Wunder: Es schneit
Oh Wunder: Es schneit

Es ist kaum zu glauben. Was die Wetterdienste gestern angekündigt haben, nämlich Schneefall in der Schweiz, ist tatsächlich eingetreten. Und das in einem Land, in dem es ungefähr jeden Winter schneit. Natürlich war das vorhersehbare Alltagsereignis darum auch Thema in ALLEN bekannten Online-Portalen. Nicht nur Thema, sondern Aufmacher, also wichtigste Meldung.

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Netzeitung:
Altpapiers Abschiedsvorstellung

Ole Reißmann, 17. Dezember 2008 um 9.55 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Liebe Kollegen eingespart: Die von uns geschätzte Medienkolumne der Netzeitung wird eingestellt. Schuld am Ende des “Altpapiers” trägt natürlich das Internet.

Altpapier: Künftig ohne die Aufmerksamkeit der Netzeitung (Keystone)

Dreimal werden wir noch wach … Die von uns allseits geschätzte Medienkolumne “Altpapier” der Netzeitung fällt einem Sparkurs zum Opfer. Freie Redakteure der Netzeitung müssen gehen, angestellte Mitarbeiter übernehmen stattdessen wohl künftig vor allem das Befüllen der Seite mit Agenturmaterial – und haben entsprechend weniger Zeit für eigene Artikel. Eigene Texte wiederum könnten aus der ebenfalls wund gesparten Berliner Zeitung kommen, aber das wird man abwarten müssen.

Auf der Strecke bleibt die seit dem Jahr 2000 erscheinende Medienkolumne, die sich hinreißend um die Nachrichten von gestern, um das “Altpapier” gekümmert hat. Acht Jahre später scheint das bei all dem Gezwitscher im Internet, den Newslettern und Blogs, fast schon etwas altbacken. Fast.

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Konkurrenz beobachten:
Wie man auf dem Laufenden bleibt

Ole Reißmann, 16. Dezember 2008 um 12.29 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Fünf Methoden, um keine wichtige Nachricht mehr zu verpassen – Breaking News auf allen Kanälen, die Meldungen der Konkurrenz immer im Blick, ohne sich verrückt zu machen.

Bloß nichts verpassen: Online-Redakteure müssen mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit reagieren. Wenn die Konkurrenz seit zwei Stunden eine Meldung auf der Seite hat und der Chef vorbeikommt, sollte man lieber eine Antwort parat haben. Doch wie bleibt man am besten auf dem Laufenden und weiß, was die lieben Kollegen machen, ohne ständig zeitraubend im Netz zu surfen? Hier fünf Tipps, angelehnt an einen Eintrag aus dem amerikanischen Blog Journalistopia von Online-Journalist Danny Sanchez.

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Wie weiter ohne Geld:
Inhalte, von Spenden finanziert

Ronnie Grob, 15. Dezember 2008 um 10.02 Uhr, 32 Kommentare Kommentare

Die direkte Unterstützung ist ein Ausweg aus der Abhängigkeit von Werbung. Inhalte würden so refinanziert, der Journalismus gerettet. Wir spenden und gucken, was passiert.

Funktioniert der Spenden-Journalismus? (voxeros, CC-Lizenz)

Immer mehr Journalisten sehen sich gezwungen, für beleidigende Honorare zu schreiben, Absagen zu sammeln oder einen anderen Beruf zu ergreifen: Wohin mit all den Entlassenen? Was tun? Gibt es auch Einnahmequellen jenseits von werbefinanzierten Titeln?

Ich habe es kürzlich das erste Mal getan. Eine Spende an einen Blogbetreiber. Ohne Zwang und aus einer Laune heraus drückte ich den PayPal-Knopf auf JacoBlök. Das ist ein Blog von Andi Jacomet, einem mir persönlich unbekannten Mittdreissiger aus Bern, der sein Geld als Webpublisher, Texter, Hobbyfotograf verdient und immer wieder lange, lesenswerte Blogeinträge verfasst.

» weiterlesen: Ein abschreckendes Beispiel

Sechsmal um den Blog:
Diebe, Düsseldorf, Drehbücher

Klaus Jarchow, 13. Dezember 2008 um 14.33 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Warum Blogs faszinierend und absolut lesenswert sind, zeigen wir regelmäßig in unseren kleinen Streifzügen durch die Blogosphäre: Sechs Blogs, die es zu entdecken lohnt.

Simuliertes Düsseldorf (Keystone)

1. Rainer’sche Post:Ich danke herzlich für diese Informationen! Das ist es, was man anderswo lesen möchte, aber nicht zu lesen bekommt, nichtmal ansatzweise” - hmmm, wo sich die Leser derart überschlagen, muss wohl eine Qualitätszeitung einen fundierten Bericht veröffentlicht haben? Nö, es ist nur die Rainer’sche Post aus Düsseldorf, die mit ihren Artikeln uns immer qualitative Antworten auf jene Frage gibt, weshalb der Old-School-Journalismus gegenüber dem Internet zurückbleibt. Beim Rainer, da leben eben die Texte, bei den anderen dagegen …

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Slanted und Co.:
Fünf Magazine zum Anfassen

Ole Reißmann, 12. Dezember 2008 um 15.24 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Text auf Papier: Wir stellen Zeitschriften vor, die man nicht gerne im Internet lesen möchte. Unsere Print-Perlen zu Weihnachten: Bella triste, Dummy, Lettre International, Dare und Slanted.

Holzhausen? Von wegen! Print lebt natürlich, in Form edler Magazine. Deswegen stellen wir heute nicht die aktuelle Zeitschriften-Todesliste hier auf die Seite, sondern setzen unsere weihnachtliche Einkaufsberatung mit einer Auswahl ansprechender Printprodukte fort. Wo man diese in Berlin stilvoll erwerben kann, hat Ronnie am Donnerstag berichtet. Los geht’s:

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Berlin:
Edle Magazine stilvoll kaufen

Ronnie Grob, 11. Dezember 2008 um 13.52 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Kippen und Bild? In diesem Zeitschriftenladen wohl kaum: “do you read me ?!” in Berlin spezialisiert sich in Edelzeitschriften zu Mode und Design. Lang lebe der Luxus-Print!

Website des Luxus-Ladens

Der Laden an der Auguststrasse 28 in Berlin-Mitte ist kein Laden, der seine Kunden mit Neonreklame hereinzulocken versucht. Angebracht ist nur ein kleines Schild mit einem Frage- und einem Ausrufezeichen und auf dem Schaufenster klebt dezent der Schriftzug “do you read me?!”. “Liest du mich?!”, eine Frage und eine Aufforderung, das Geschäft zu betreten. Es verkauft Ware mit der etwas sperrigen Bezeichnung “Magazine und Lektüre der Gegenwart” und meint damit haptisch anspruchsvolle Zeitschriften mit guten Texten und schönen Fotostrecken. » weiterlesen

Advent, Advent:
Bildblog greift um sich

Ole Reißmann, 9. Dezember 2008 um 17.38 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Es muss nicht immer die Bild-Zeitung sein: Deutschlands größtes, bekanntestes, wichtigstes, schönstes Medienblog gönnt sich zur Adventszeit etwas Abwechslung: Bildblog für alle.

Bildblog lesen ist mitunter so ermüdend wie der Blick an den rechten Rand der politisch inkorrekten Blogger: Es steht dort immer dasselbe, in täglich neuer Aufbereitung. Die Fehler der Bild-Zeitung werden einfach nicht weniger, die Methoden des ganz eigenen Journalismus sind praktisch seit der Zeit von Günter Wallraffs Enthüllungsbuch “Der Aufmacher” unverändert. Die mehr oder weniger absichtsvollen Nachlässigkeiten sind, jede für sich genommen, erschreckend. In der schieren Masse natürlich noch viel mehr, so sehr, dass nach regelmäßigem Bildblog-Konsum der Effekt der Abstumpfung einsetzt. Was hat die Bild schon wieder … war ja klar … hätte ich nicht anders erwartet.

Zur Adventszeit gibt es nun “Bildblog für alle”. Aktuell setzt man sich mit einem Text aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auseinander, der etwas zu sehr nach PR riecht …

Statt sich immer nur an einem Objekt abzuarbeiten nun also Diversifikation: So können die Bildblog-Schreiber und die Leser etwas durchatmen und neue Kraft für den Januar schöpfen, wenn der tägliche Wahnsinn mit all seinen kleinen Nachlässigkeiten und großen Fahrlässigkeiten weitergeht.

Neuer Journalismus:
Offenheit macht verletzlich

Klaus Jarchow, 9. Dezember 2008 um 13.37 Uhr, 22 Kommentare Kommentare

Rau, aber herzlich: Die Leser, einst unbekannte Wesen, kommentieren, mailen, bloggen zurück. Von Journalisten erwarten sie nichts weniger als Antworten.

Weltwoche-Redaktion: Vorsicht, die Leser kommen (Keystone)

Als Thomas Knüwer und der Handelsblatt-Kollege Iwersen sich auf Indiskretion Ehrensache in die Wolle kriegten, da “freute” sich keinesfalls die gesamte Blogosphäre, wie es die Süddeutsche mit etwas Häme vermeldete. Bei diesem verbalen Schlagabtausch zweier Journalisten machten die anwesenden Vertreter der Presse, die dort in den Kommentarspalten scharfen Senf fingerdick auf die Wurst schmierten, erstmals konkrete Erfahrungen mit der geheimnisvollen und sagenumwitterten Dialogstruktur des Netzes. Erfahrungen, die allen ihren Kollegen demnächst bevorstehen – zumindest dann, wenn sie auch nach der Printkrise noch im Geschäft sein wollen. Denn wer ins Netz gehen will, der muss auch Netzkultur lernen: When in Rome, do as the Romans do … » weiterlesen

 
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