72 Artikel in der Kategorie Extras auf medienlese.com.

Carla Bruni und Nicolas Sarkozy:
Gemeinsam gegen die Medien

Ronnie Grob, 13. Februar 2008 um 18.11 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Carla Bruni, neue Ehefrau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, hat dem Wochenmagazin L’Express das erste Interview nach der Hochzeit gegeben und äussert darin Medienkritik. Die Beziehung gegenüber den Journalisten hat inzwischen einen Kampfzustand erreicht.

Wo war noch mal die Liste? Ah, hier. Mit dieser Äusserung

La plainte justifiée de mon mari n’est pas contre un organe de presse, bien sûr, mais contre les “nouveaux moyens de désinformation”. Internet peut être la pire et la meilleure des choses. A travers son site Internet, Le Nouvel Observateur a fait son entrée dans la presse people. Si ce genre de sites avait existé pendant la guerre, qu’en aurait-il été des dénonciations de juifs?

sollte Carla Bruni eigentlich Einlass finden. Spiegel Online übersetzt den letzten Satz so:

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Medienblogcharts 1/08:
Verlinkerei saisonbedingt?

Peter Sennhauser, 4. Februar 2008 um 12.06 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Die deutschsprachigen Medienblogs können erstmals seit fünf Monaten eine Abflachung des Linkschwunds verzeichnen. Eine hochwissenschaftliche Präzisionsanalyse lässt ausserdem den Verdacht zu, dass es sich um saisonbedingte Schwankungen handelt.

Medienblogcharts Verlinkung TOPTEN-Medienblogs

Ist die Zeit der Negativschlagzeilen bald vorbei? Erholen sich die deutschsprachigen Medienblogs von den harten Rückschlägen des vergangenen halben Jahres? Wir haben zur Februar-Ausgabe unserer Medienblogcharts die durchschnittliche Zahl verlinkender Blogs für die Top-Ten der Medienblogs seit deren Erfassung errechnet. Was lässt sich aus den Ergebnissen ablesen?

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Ulrich Tilgner verlässt das ZDF:
Eingriffe und Bündnisrücksichten

Ronnie Grob, 29. Januar 2008 um 13.10 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Wer in den letzten Jahren politische Nachrichtensendungen geguckt hat, kennt ihn: Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent und bis anhin Leiter des ZDF-Büros in Teheran. Nun aber will er nur noch für das Schweizer Fernsehen berichten, da er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt.

Das von den Nachrichtenagenturen aufgenommene Interview (1. Teil zum Irak / 2. Teil zum ZDF) führte das Migros-Magazin. Was einigermassen überraschend ist, denn das Migros-Magazin ist eine in Grossauflage verteilte Gratiszeitung eines Lebensmittelhändlers wie Lidl oder Aldi. Was aber zeigt, dass interessante Inhalte nicht von einer Marke abhängig sind. Sie können überall zu finden sein.

Erschreckend ist vor allem Tilgners Begründung, warum er seine Zusammenarbeit mit dem ZDF nicht verlängern möchte:
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Selbstreferentialität - der dümmste Vorwurf im Web 2.0

Klaus Jarchow, 28. Januar 2008 um 15.05 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Wenn sich Blogger und Journalisten ineinander verbeißen, dann kommt er mit Sicherheit irgendwann: der wechselseitige Vorwurf der ‘Selbstreferentialität’.

Selbstreferentialität
Wir beziehen uns auf uns

Der Schreiber der FAZ mokiert sich dann über ‘den Blogger, der einen anderen Blogger beim Filmen filmt’ - und er vergisst beim Lachen darüber das parallele Phänomen im eigenen Beritt, wo die BILD-Zeitung für den Abdruck von Frank Schirrmachers hessischer FAZ-Wahlhilfe in ihrem Blatt zwei Seiten freiräumt, wo also der eine Journalist dem anderen Journalisten beim Veröffentlichen noch mehr Öffentlichkeit verschafft. Woraufhin die Blogger nach Herzenslust daherpolemisieren und sich wiederum über die Selbstreferentialität des alten Mediensystems lustig machen. Was die getroffenen Journalisten lauthals zetern lässt, weil ihre ‘Selbstreferentialität’ doch angeblich ‘Seriosität’ und ‘öffentliche Verantwortung’ heißt. Manche sagen dazu allerdings auch ‘Kampagne’. Kurzum: Ohne Selbstreferentialität läuft heute nichts mehr - noch nicht einmal auf Journalistenschulen.

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Burda Digital-Life-Design 08:
Netzwerken, bis die Stimme versagt

Wolf-Dieter Roth, 27. Januar 2008 um 11.27 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wo bleibt nur der Abschlußbericht vom Burda DLD 08? Nein, ich bin im Gegensatz zu einigen Kollegen nicht erkrankt. Aber trotzdem sprachlos, pardon: stimmlos geworden.

Burda DLD Party Bayrischer Hof W.D.Roth
“Boah, ist das schön bunt hier!” - “Na klar, das ist ja auch die Party der Bunten!” (Bild: W.D.Roth)

Der Burda DLD 08 ist nun schon einige Tage hier, der Abschlussbericht fehlte aber noch. Das hatte zweierlei Gründe: Zunächst war in den Tagen des DLD 08 und der nachfolgenden CeBIT Preview etliches liegen geblieben, dass zunächst erledigt werden musste. Außerdem verstand mich aber auch mein Computer nicht mehr, weil ich heiser war - ein typisches Erkennungszeichen aller DLD-08-Teilnehmer spätestens ab dem zweiten Tag.

Schließlich geht man auf eine solche Veranstaltung nicht nur, um sich schöne bunte Powerpoints reinzuziehen und in den Vorträgen laut zu schnarchen. Durch die Zeitverschiebung bei den Teilnehmern aus den USA, aus dem nahen oder fernen Osten bedingt war nach erfolgreich erkämpftem Sitzplatz das prompte Einschlafen der Gäste keinesfalls ein seltener Anblick, wobei sich die Damen mitunter zumindest noch an einer starken Männerschulter anlehnen konnten.

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Spiegel-Verlag:
Verhängnisvolle Affären und machtvolle Mitarbeiter

Felix Disselhoff, 24. Januar 2008 um 15.03 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Donnerstag wurde es bekannt: Das Nachrichtenmagazin Spiegel bekommt eine Doppelspitze. Grund genug für medienlese.com eine Zeitreise durch den Verlag anzutreten, der Deutschland mitprägte und selbst Geschichte schrieb.

Spiegel-Gebäude in Hamburg
Spiegel-Gebäude in Hamburg (Bild cc:bstrasser)

Laut Berichten des Hamburger Abendblatt und der Süddeutschen Zeitung hat die Suche nach einem Nachfolger von Stefan Aust ein Ende gefunden. Georg Mascolo, derzeit Leiter des Berliner Spiegel-Büros, und Onlinechef Mathias Müller von Blumencron übernehmen die Chefredaktion beim Spiegel.

Der Medienrummel um Austs Nachfolge zeigt, dass die Geschichte des Verlags untrennbar mit dem Magazin selbst verbunden ist. Der Spiegel ist mit einer Auflage von knapp über einer Million die größte Wochenzeitung Deutschlands. Wenn man sich die Vita des 60 Jahre alten Printriesen anschaut, wird man den Eindruck nicht los, dass jeder dieser Leser hart erkämpft wurde.

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DLD08 musikalisch:
Nasenflöten und komische Hühner

Wolf-Dieter Roth, 23. Januar 2008 um 9.39 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Neben einigen sehr komischen Showeinlagen wie der Verkaufssendung von Martha Stewart hatte der Burda Digital-Life-Design 08 auch einige künstlerisch höchst wertvolle Momente zu bieten.

Héctor Parra DLD08 Burda W.D.Roth
Héctor Parra, ein spanischer Musiker und Komponist, mit elektronisch gewarpten Violoncellos, um die Gravitation und die anderen Kräfte, die die Welt zusammenhalten, musikalisch zu simulieren (Bild: W.D.Roth)

Ein recht interessantes Panel, das allerdings die wissenschaftlichen Kenntnisse der meisten Zuschauer überstieg, lief am dritten Tag des Burda DLD08: “Reality Formula”

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Gruner und Jahr:
Europas größter Zeitschriften-Dampfer

Felix Disselhoff, 8. Januar 2008 um 10.42 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Als Offensive gegen den Springer-Verlag gegründet, schrieb Gruner + Jahr Pressegeschichte. medienlese.com blickt auf bewegte Hamburger Verlegerfreundschaften und die Strategien von Europas größtem Verlagshaus.

Gruner und Jahr
Gruner und Jahr Pressehaus am Baumwall in Hamburg (Bild cc:SusanneK)

Baumwall 11. Nähe Landungsbrücken. Hamburg. Der Hauptsitz von Gruner + Jahr. Einem Verlag, den es schon länger als die Bundesrepublik gibt. Zumindest, wenn man mit dem Henri-Nannen-Verlag beginnt. Am 1. August 1948 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Stern im Stern-Verlag Henri Nannen. Nannen bekam im Juli 1948 von der britischen Militärregierung die Genehmigung zur Umbenennung der Jugendzeitschrift Zick-Zack in Stern. Einsilbig, deklinierbar und positiv besetzt. Sterne leuchten. ?’Geben Sie mir den stern’, das kann man am Kiosk knapp und präzise sagen?, verkaufte Nannen dem damaligen amerikanischen Pressecontroller Wing-Commander Baker den neuen Titel. Das erste Cover der 16-seitigen Ausgabe zierte die junge Hildegard Knef. Im Heu.

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Medienblogcharts 12/07:
Das hört ja gut auf…

Peter Sennhauser, 7. Januar 2008 um 8.04 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Weiter gehts mit den Linkverlusten: Auch im letzten Monat des Jahres 2007 zeigten die Linkzahlen der Top 50 deutschsprachigen Medienblogs in eine Richtung: Nach unten.

Naja. Man soll sich nicht zu sehr auf Listen verlassen, mahnen uns die Frauen völlig zu Recht: Diese Schwanzvergleiche sagen doch eigentlich gar nichts aus… Nun, die Vergleiche vielleicht nicht, aber möglicherweise die absoluten Zahlen. Im Fall der Medienblogcharts, die wir seit bald einem Jahr monatlich erheben, sagen sie:

Die Deutsche Blogosphäre verlinkt immer weniger.

Oder sagen sie möglicherweise:

Es gibt immer weniger Blogs

? Oder ganz einfach:

Blogregistriersuchmaschinenanbieter Technorati ist unzuverlässig und am Ende

? Nun, wir wären Journalisten, wenn wir aus den nur in der zeitlichen Relativität deutbaren Zahlenbergen eine absolute Aussage zusammenbasteln würden. Tun wir aber nicht, wir machen unbeirrt weiter mit den Vergleichen und ärgern uns ein klein wenig:

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Medienblogcharts 11/07 Schrumpft die Blogosphäre?

Peter Sennhauser, 3. Dezember 2007 um 9.30 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Die Medienblogcharts zeigen weiterhin einen Rückgang der Verlinkungen. Durchs ganze Tableau ziehen sich die Negativ-Zähler - mit einigen Ausnahmen, darunter medienlese.com: Wir haben weitere drei Plätze gutgemacht. Am unteren Ende der Charts stossen nicht weniger als sechs Neue in die Top-50 vor.

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Der Long Tail bleibt: Die Top-Ten-Medienblogs und ihre Verlinkungen durch andere Blogs in Woche 44 (hellblau) und Woche 17 dieses Jahres. Die Namen ändern, die Kurve bleibt.

Ist die deutsche Blogosphäre vielleicht dem gleichen Schicksal ausgeliefert wie Fantasien in Michael Endes Unendlicher Geschichte? Schrumpft sie? Natürlich freuen wir uns, dass medienlese.com weiterhin hoch im Kurs der Blogger steht und Monat für Monat weitere zusätzliche verlinkende Blogs verzeichnen kann. Aber insgesamt scheint die Lust am Verlinken in deutsch(sprachig)en Landen seit drei Monaten abzunehmen.

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