Wolf-Dieter Roth

Wolf-Dieter RothWolf-Dieter (*1963) ist Funkamateur und Elektronikbastler seit seiner Kindheit. Sein Schreiben ins Netz begann 1995 auf der Homepage, die man bei Compuserve anlegen musste, wenn man nicht nur eine aus wirren Zahlenfolgen bestehende E-Mail-Adresse verwenden wollte. Mittlerweile schreibt er vorwiegend auf fremden Webseiten: 2004 entwickelte er für den Heise-Verlag “Telepolis Geektools”, das erste Gadgetblog in Deutschland, Seit 2007 ist er bei Blogwerk, arbeitet dort hauptsächlich für neuerdings.com und fokussiert.com und gelegentlich auch für medienlese.com.

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Alle 40 Artikel von Wolf-Dieter Roth auf medienlese.com:

Blogosphäre:
Hackordnung 2.0

Wolf-Dieter Roth, 19. Januar 2008 um 15.13 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Sind Blogger oder Journalisten die besseren Hackbrettmalträtierer? Und was ist mit den unsäglichen Verrätern, die gleich beides sind? Fragen, die die Welt bewegen. Oder zumindest die Zeit. Nein? Na dann zumindest die Blogger.

Hackordnung in der deutschen Blogosphäre
Link zu peterkroener.de

Wer allerdings nicht die Zeit, den Willen oder die Fähigkeit hat, sich durch lange Traktate zu lesen, jetzt irritiert nach einem Blatt namens Willen oder Fähigkeit sucht und ohnehin eher Bild-Zeitungen bevorzugt, dem kann die Frage “Stehe ich oben oder unten?” nun mit einem Bild statt tausend Worten beantwortet werden:

Christian Hayungs hat zusammen mit Peter Kröner eine Grafik der eigentlich doch gar nicht existenten (und deshalb auch rächtshraiptekknisch nicht so wirklich faßbaren) Blogoshpäre erstellt, mit der sogar Journalisten Blogger Linkhuren verstehen, wo sie in der Werteordnung 2.0 angesiedelt sind.

Blogger und Journalisten:
Alles nur Zickenterror?

Wolf-Dieter Roth, 18. Januar 2008 um 15.03 Uhr, 26 Kommentare Kommentare

Jeder Artikel von Journalisten über “Web 2.0″ wird inzwischen als Kriegserklärung an dasselbe verstanden. Doch die Blogger sind meist gar nicht gemeint. Leider wissen beide Seiten zuwenig voneinander und pflegen eifrigst Klischees und Vorurteile.

Gestandene Journalisten toben und schimpfen, im Internet stünde nur Müll, und in Blogs sowieso. Gestandene Blogger toben und schimpfen, auf totem Baum stünde nur Müll, und in Online-Portalen sowieso. Schließlich wagt es auch noch ein FAZler, JEHOVA zu rufen, indem er das Wort “Blogjournalismus ” kreiert. Ja Iiiih! “Also mit DENEN wollen WIR doch nichts zu tun haben”. Da sind sich beide schimpfenden Seiten plötzlich einig.

Dabei bloggen Journalisten privat und beruflich. Und Blogger recherchieren. Und eine Blogsoftware wie Wordpress ist auch nichts anderes als ein einfaches CMS (Content Management System), also sind auch technisch die Blogs und die Online-Portale verwandt.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Michael Konken setzte sich schon vor einigen Wochen in einer ansonsten durchaus vernünftigen Rede auch bei seinen Mitgliedern nachhaltig in die Nesseln, als er verkündete:

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Sueddeutsche.de Bilderstrecken:
Easteregg für Stefan

Wolf-Dieter Roth, 17. Januar 2008 um 10.14 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Alle Kinder Portale machen mittlerweile Bilderstrecken, um Klicks zu schinden. Auch öffentlich-rechtliche Rundfunksender sind keine Ausnahme. Sueddeutsche.de übertreibt es allerdings ziemlich schamlos und hat schonmal 50 Bilder parat, RSI inklusive.

Bild sueddeutsche.de Bilderstrecke Niggemeier Stefan klick
Klick’ Dir den Daumen wund: Die Süddeutsche und ihr Bild-Archiv

Dafür hat sueddeutsche.de natürlich schon öfters lästernde Kommentare einstecken müssen. Doch Redakteure sind auch nur Menschen: ab heute wird zurückgeklickt! Wer sich durch die Bilderstrecke “Alle Kinder laufen über die Straße…”

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Alles Kinderporno oder was? “Himmlische” Jagdszenen in Deutschland

Wolf-Dieter Roth, 30. Dezember 2007 um 10.16 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Ist das Internet böse? Suchen alle Surfer von morgens bis abends nur nach Schweinkram? Das K-Wort ist jedenfalls immer dazu gut, die allgemeine Empörung auszunutzen, um Onlinedurchsuchung, Polizeirazzien und die Beschlagnahmung von Servern durchzusetzen. Und die Presse spielt mit.

Bis 1995 war ein Internetzugang für Nicht-Studenten viel zu teuer: Der Hobby-Onliner ging über Mailboxen und Mailboxnetze wie FIDO online. Die wurden wiederum von anderen Hobby-Onlinern finanziert und am Leben erhalten - die Nutzung war, von den Telefonkosten abgesehen, kostenlos, und das völlig ohne Werbung!

Doch was nichts kostet, da muss ja etwas faul dran sein. Dachte sich jedenfalls die Münchner Kriminalpolizei. Dort war eine neue Abteilung für Computerkriminalität gegründet worden, die nun endlich einmal Erfolge vorweisen musste. Also schlug man im Morgengrauen zu:

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Süddeutscher Verlag verkauft:
Gelungene Überraschung zu Weihnachten?

Wolf-Dieter Roth, 25. Dezember 2007 um 9.27 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Noch schnell vor Weihnachten wurde bekannt gegeben, dass der Süddeutsche Verlag nun doch erfolgreich verkauft wurde. Aber nur mehrheitlich, denn 18,75 Prozent der Anteile bleiben bei einem der Alteigentümer. Kehrt nun endlich Ruhe ein - oder geht es jetzt erst richtig los?

Als ich vor einigen Jahren bei einem Objekt des Süddeutschen Verlags anheuerte, dachte ich “endlich mal was Solides”. Endlich mal einen guten Job machen können und nicht ständig darum zittern müssen, ob Objekt oder Verlag das nächste Jahr überleben. Weit gefehlt!

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Laufen “Schwarzsurfer” Gefahr, ihren PC abgeben zu müssen?

Wolf-Dieter Roth, 12. Dezember 2007 um 10.39 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Säumigen Zahlern droht die Gebühreneinzugszentrale der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) mitunter mit dem Austausch des teuren, neuen Plasmabildschirms gegen ein Uralt-Schwarzweiß-Gerät. Aus welchem Museum dieses stammen könnte, wäre zugegeben interessant zu wissen.

GEZ-Mahnschreiben
Eines jener Schreiben, das die GEZ TV-Gebühren-Nichtzahlern zukommen lässt: “Es könnte sein, dass Sie bald nur noch Schwarz-Weiß fernsehen!”. Ist der PC-Farbmonitor auch in Gefahr?

Fernsehen war gestern, heute ist Premiere medienlese.com. Muss man angesichts der Gebühr auf “neuartige Rundfunkgeräte”, sprich PCs, als Blogleser oder gar -schreiber, der seine dafür nun fällige Rundfunkgebühr nicht gezahlt hat, nun etwa auch mit der Pfändung des Computers rechnen? Schließlich wird oft geraten, die neue “Internetgebühr” nach “Anmeldung” der Computer unter Protest nicht zu zahlen. Etwas, was natürlich den Kölner Gebühreneinzugsapparat in voller Härte auf den Plan ruft.

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“Wem gehört das Internet?”:
20 Jahre alternative Online-Geschichte

Wolf-Dieter Roth, 19. November 2007 um 10.35 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wem gehört das Internet?“, so fragte ein Kongreß in München anläßlich des 20-jährigen Bestehens der ehemaligen Mailbox Link-M. Denen, die es einst groß gemacht haben, jedenfalls schon lange nicht mehr, doch das war auch nie ihr Ziel.

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Padeluun und Rena Tangens - heute bekannt für ihre Kritik an unkontrollierter Datenerfassung und -speicherung, mit Aktionen und Veröffentlichungen gegen RFID, Vorratsdatenspeicherung und die Organisation des Big Brother Awards Deutschland, doch schon im Mailbox-Zeitalter mit der Bionic-Mailbox online .(Bild: W.D.Roth)

Es klingt aus heutiger Sicht kurios: Alternative, “rot-grün-bunte” Datennetzenetze? Waren in Deutschland doch “Grüne” und auch “Rote” doch eher als Technikfeinde bekannt, nur “Braune” machten und machen bis heute immer wieder mit rechtsradikalen Online-Aktivitäten von sich reden und sind neben Online-Pornos ein willkommenes Argument, eine Netz-Zensur und ein vom Rest des WWW abgekoppeltes “Deutschnet” einzuführen.

Doch die Geschichte der Online-Bewegung verlief anders. In den frühen Jahren, in denen technisch interessierte “Spinner” die ersten Datennetze aufbauten und dafür oft genug mit dem Gesetz in Konflikt gerieten, weil sie die noch verbotenen amerikanischen Modems mit Wählfähigkeit statt langsamer 300-Baud-Akustikkoppler verwendeten, war ein gewisses politisches Engagement und eine Abneigung gegen die Behörden zwar nicht Voraussetzung, aber spätestens nach der ersten Hausdurchsuchung eine fast zwangsläufige Folge der digitalen Aktivitäten.

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Die Digitalisierung des Radios

Wolf-Dieter Roth, 15. November 2007 um 11.49 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Das Fernsehen ist inzwischen flächendeckend digitalisiert, ob terrestrisch oder über Satellit. Beim Radio war man schon viel eher technisch bereit. Doch erst jetzt wird es ernst.

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DAB-Kofferradio im 70er-Jahre-Retrodesign (Bild: W.D.Roth)

Das Radio gilt immer als der kleine Bruder des Fernsehens, denn es bringt weniger Gebühren, obwohl die Benutzungszeit in Minuten am Tag höher ist. Im Gegensatz zum Fernsehen, bei dem die Programmvielfalt den Zuschauer über Satellit auch ohne Analog-Abschaltungen in die digitale Empfangswelt lockte, konnte man sich beim Radio bislang nicht über die optimale Digitalisierung einigen.

An der führt prinzipiell jedoch auch hier kein Weg vorbei: einerseits sind digitale Abstrahlungen kostengünstiger und mit höherer Übertragungsqualität realisierbar, andererseits ist es seitens der EU seit Jahren beschlossene Sache, dass die analogen Kanäle auch terrestrisch irgendwann abgeschaltet werden sollen. Allerdings sicher noch nicht im Jahr 2015, so wie ursprünglich geplant. Und die ARD will ja nun die Digitalisierung generell vorantreiben.

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ARD und ZDF:
Friedlichere Digitalpläne

Wolf-Dieter Roth, 13. November 2007 um 11.13 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

“Die ARD und die digitale Welt”: Da bestand bislang ein Verhältnis wie Hund und Katz, es sollte “offensiv erobert werden”, und bisweilen wurde die Konkurrenz arg bedrängt. Die Attackierten wollten dafür ARD und ZDF aus dem Internet verbannen. Jetzt soll es friedlicher und kooperativer werden.

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Noch Polemik vom alten Schlag, von der sich aber niemand verunsichern ließ: ARD und ZDF fühlen sich vom Bund Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit großen Kalibern unter Beschuss genommen… (Bild: Vortrag von Fritz Frey, “Report Mainz”, Südwestrundfunk)

Das Verhalten des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet war nun bald 10 Jahren lang leider ziemlich unerquicklich: Einerseits gingen Rechtsabteilungen der Sender massiv gegen ihnen unliebsame Webseiten und Personen vor, beanspruchten sogar deren kompletten Mailverkehr, drängten Schweizer Traditionsbanken aus deren Domains. Andererseits ist seit Beginn dieses Jahres in Deutschland schon der bloße Internetzugriff beispielsweise für den Abruf der E-Mail oder das nächtliche Chatten rundfunkgebührenpflichtig geworden.

Den Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung mitten im Sommerloch mit einer Sprachzensur durch die GEZ, die in verringerter Form immer noch anhält. Doch zumindest in den höheren Etagen der Sender findet nun ein Umdenken statt - es werden nun technisch sinnvolle Entwicklungen vorangetrieben und man macht sich auch erstmals Gedanken um das eigene Image.

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“Ethik 2.0″ - Braucht Online-Journalismus neue Regeln?

Wolf-Dieter Roth, 1. Oktober 2007 um 11.02 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Für gedruckte Presseerzeugnisse gilt der Pressekodex: Eine Zeitung oder Zeitschrift, die sich “danebenbenimmt” und bei der Berichterstattung unethisch arbeitet, kann vom Presserat eine Rüge erhalten. Doch wie ist es im WWW? Sind dort neue “Spielregeln” erforderlich?

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Paradox, wenn eine Online-Veranstaltung ausgerechnet in der “Print-Academy Heidelberg” stattfindet… (Bild: W.D.Roth)

Bei Online wird alles anders, so dachte man einst. In mancher Hinsicht stimmt dies. So kann man für journalistische Online-Angebote bislang nicht besonders erfolgreich Geld verlangen. Andererseits genießt Online längst höchste Aufmerksamkeit, was auch der Grund dafür ist, dass dieser Bericht über eine Online-Veranstaltung des Deutschen Journalistenverbands hier auf Medienlese.com erscheint und nicht etwa im gedruckten Verbandsorgan. Ungeachtet der Ansicht des 1. Landesvorsitzenden des DJV Baden-Württemberg Karl Geibel:

Journalisten sehen Blogs nicht als vertrauenswürdiges Medium an

Der dritte Kongress der Reihe Besser online ging unter dem Stichwort Ethik 2.0 primär der Frage nach, ob im Web andere, neue Regeln für Journalismus und Qualität gelten als auf totem Baum. Schließlich agieren die Online-Ableger etablierter Printmedien oft auf qualitativ niedrigerem Niveau, zeigen klickstark Boulevard und Busen, wo das Stammmedium eigentlich auf ernste Politik- und Wirtschafts-Themen setzt. Geht online also alles, oder herrscht Wildwest und es sind neue Regeln erforderlich?

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