Wolf-Dieter (*1963) ist Funkamateur und Elektronikbastler seit seiner Kindheit. Sein Schreiben ins Netz begann 1995 auf der Homepage, die man bei Compuserve anlegen musste, wenn man nicht nur eine aus wirren Zahlenfolgen bestehende E-Mail-Adresse verwenden wollte. Mittlerweile schreibt er vorwiegend auf fremden Webseiten: 2004 entwickelte er für den Heise-Verlag “Telepolis Geektools”, das erste Gadgetblog in Deutschland, Seit 2007 ist er bei Blogwerk, arbeitet dort hauptsächlich für neuerdings.com und fokussiert.com und gelegentlich auch für medienlese.com.
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Alle 40 Artikel von Wolf-Dieter Roth auf medienlese.com:
Die Süddeutsche macht Schlagzeilen. Dummerweise des Öfteren in anderen Zeitungen statt der eigenen. Und sie gilt seit der Einführung des nächtlichen Ladenschlusses im Online-Forum als rückständig. Zu Unrecht, meint medienlese.com nach einer Woche Offline-Reading.

Im Gegensatz zur Boulevardpresse keine
Titten als Aufmacher
“Du liest die Süddeutsche? Bist Du etwa so ein Linker?” Das bekam man in Bayern jahrelang zu hören - was nicht CSU-nah war und keine Hofberichterstattung machte, mußte links sein und war eines echten Bayern unwürdig. 
Das hielt mich jedoch vom Lesen nicht ab. Stattdessen war der Zeitaufwand ein Problem: Wer nicht von Beruf Sohn oder Rentner oder als Pendler täglich über eine Stunde in leeren Zügen unterwegs ist und da nicht schon dienstlich lesen muß, schafft es schlichweg nicht, diese Masse an täglichen Informationen abzuarbeiten.
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Nicht nur ARD und ZDF jammern über nichtzahlende Zuschauer - auch dem Pay-TV geht es nicht besser. Das von Premiere verwendete Verschlüsselungsverfahren Nagravision ist in der gegenwärtig benutzten Variante anscheinend nicht mehr dicht zu bekommen - also gibt es bald mal wieder neue Karten.
Früher war es Ehrgeiz der Hacker, den bösen Leo Kirch auszutricksen, was sie motivierte, das Pay-TV Premiere zu hacken. Wenn man selbst ein gültiges Abonnement hat, ist das nicht mal strafbar. Andernfalls allerdings sehr, denn es gibt ein spezielles EU-Gesetz, Spitzname “Lex Leo”, das das Umgehen von Pay-TV-Verschlüsselungen unter weit höhere Strafen stellt, als es bei DRM, im Kino aufgenommenen Filmen und Tauschbörsen der Fall ist. Ertappte Karten-Hacker haben durchaus mit Knast zu rechnen, hier ist es keine reine Drohgebärde. 

Gar nicht so einfach, an die Premiere-Programme zu kommen - für zahlende Kunden…
Heute ist es nicht mal mehr der böse Georg Kofler, den man auf dem Kieker haben könnte, da er nicht mehr Premiere leitet; auch gilt das Programm - im Gegensatz zur Anfangszeit von Kofler - als ziemlich uninteressant. Doch das Interesse an “Gehacktem” läßt deshalb nicht nach.
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Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? Brand Eins über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen.

Daniel Küblböck, Amy Winhouse, Paris Hilton: Wo sind hier die News? (Bilder [M] cc:SlimK, cc:casasroger, cc:Illinois Entertainer)
Seit gestern stapeln sich E-Mails mit jeder Menge meist hämischer Kommentare in meiner Mailbox. Der Grund: Ein westdeutscher Rundfunksender kooperiert mit einer ebensolchen Zeitungsgruppe. Etwas, das eigentlich keine Sensation und schon länger absehbar war. 
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Es gibt verschiedene Methoden, seine Träume und Gedanken wiederzugeben. Der eine malt, der andere schreibt ein Blog. Wieder andere machen Musik - oder legen Musik auf. Rob Leighton war einer von ihnen, ein Radio-DJ.

Rob Leighton im Studio des Radioschiffs Ross Revenge (Bild: Radio Caroline)
Man kennt heute eigentlich nur noch die dauerschwätzenden Dudelfunk-Moderatoren, die zwischen Verkehrsfunk, Wetter und Werbung fürchterlich “wichtige” Gewinnspiele und Umfragen veranstalten (”Das Benzin wird teurer, das Wetter schlechter und in der Kantine gibt es heute nur Fisch, wie finden Sie das?”). Die DJs, die sich ganze Abende den Hörern und der Musik widmen, mit ihrer Zusammenstellung Geschichten erzählen und einem alte und neue Musik nahebringen, die sind selten geworden, die kennt man nur noch aus Spielfilmen. 
In England gibt es sie aber noch. Sie begannen ihre Laufbahn meist auf Piratensendern auf Schiffen, John Peels “Perfumed Garden” war eine berühmte Sendung und begründete seine jahrelange Karriere als Entdecker unbekannter Musik.
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Wo bleibt nur der Abschlußbericht vom Burda DLD 08? Nein, ich bin im Gegensatz zu einigen Kollegen nicht erkrankt. Aber trotzdem sprachlos, pardon: stimmlos geworden.

“Boah, ist das schön bunt hier!” - “Na klar, das ist ja auch die Party der
Bunten!” (Bild: W.D.Roth)
Der Burda DLD 08 ist nun schon einige Tage hier, der Abschlussbericht fehlte aber noch. Das hatte zweierlei Gründe: Zunächst war in den Tagen des DLD 08 und der nachfolgenden CeBIT Preview etliches liegen geblieben, dass zunächst erledigt werden musste. Außerdem verstand mich aber auch mein Computer nicht mehr, weil ich heiser war - ein typisches Erkennungszeichen aller DLD-08-Teilnehmer spätestens ab dem zweiten Tag. 
Schließlich geht man auf eine solche Veranstaltung nicht nur, um sich schöne bunte Powerpoints reinzuziehen und in den Vorträgen laut zu schnarchen. Durch die Zeitverschiebung bei den Teilnehmern aus den USA, aus dem nahen oder fernen Osten bedingt war nach erfolgreich erkämpftem Sitzplatz das prompte Einschlafen der Gäste keinesfalls ein seltener Anblick, wobei sich die Damen mitunter zumindest noch an einer starken Männerschulter anlehnen konnten.
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Die Rundfunkgebühren - wer hätte das gedacht? - steigen! Und zwar um 5,56%, von 17,03 auf 17,98 Euro im Monat für Fernsehen. Beim Radio wird von 5,52 auf 5,76 Euro im Monat erhöht. Dafür wird es aber weiter analog rauschen müssen.

Digitalradio-Vollversorgung ab 2009? Nein, das wurde gestrichen! (Bild: W.D.Roth)
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat den höheren Finanzbedarf errechnet. Die KEF ist die Behörde, die zwischen dem Geld, das die GEZ eintreibt, und den Rundfunkanstalten steht und so deren Gebührenhunger bändigen soll. Dass sich die Politik ebenfalls in die Diskussion einschaltet, wie in der letzten Gebührenrunde geschehen, ist dagegen eigentlich nicht vorgesehen. Die Wirksamkeit der KEF als Gebührenbremse wird zwar gerne angezweifelt, doch hat sie schon öfters tatsächlich überzogene Pläne der Rundfunkanstalten gestoppt. 
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Die World Radiocommunication Conference (WRC) findet alle zwei bis vier Jahre statt. Auf der WRC-07 vom 22. Oktober bis 16. November 2007 sollte unter anderem die “Digitale Dividende”, durch die Digitalisierung des terrestrischen Fernsehens freigewordene Frequenzkapazität, an die Mobilfunkunternehmen verhökert werden. Wie ist dies ausgegangen?

Veranstaltung im Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München-Freimann, rechts: Jan Outters (Bild: W.D.Roth)
Auf einer WRC wird von den Fernmeldeverwaltungen der verschiedenen Staaten weltweit die Verteilung aller Funkfrequenzen beginnend im noch kaum strahlenden KHz-Bereich (Audio) bis hinauf zu 3000 GHz, 3 THz, den Terahertz-Strahlen, dem fernen Infrarot, diskutiert und gegebenenfalls neu verteilt. Große Sorge machten sich die Rundfunkanstalten dabei um eine Neuvergabe des UHF-TV-Spektrums an Mobilfunkinteressenten. Sind sie noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen? 
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Neben einigen sehr komischen Showeinlagen wie der Verkaufssendung von Martha Stewart hatte der Burda Digital-Life-Design 08 auch einige künstlerisch höchst wertvolle Momente zu bieten.

Héctor Parra, ein spanischer Musiker und Komponist, mit elektronisch gewarpten Violoncellos, um die Gravitation und die anderen Kräfte, die die Welt zusammenhalten, musikalisch zu simulieren (Bild: W.D.Roth)
Ein recht interessantes Panel, das allerdings die wissenschaftlichen Kenntnisse der meisten Zuschauer überstieg, lief am dritten Tag des Burda DLD08: “Reality Formula” 
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Börse online erschien erstmals 1987 und war ähnlich wie die leider mitten im Dotcom-Boom gemeuchelte PC-ONLiNE kein Online-Magazin - das WWW war ja 1987 noch gar nicht erfunden -, sondern ein gedrucktes Magazin, auch wenn man bereits im BTX präsent war. “Online” sollte lediglich die Zeitnähe zur Börse ausdrücken.

Stefanie Burgmaier, Chefredakteurin Börse online, mit Ulf Froitzheim, Bayerischer Journalistenverband (Bild: W.D.Roth)
Als das Internet sich dann allgemein verbreitete, baute man auch einen ersten Online-Auftritt, doch startet man erst jetzt richtig durch, so Chefredakteurin Stefanie Burgmaier. medienlese.com traf sie und ihr Team mit der wohl bekanntesten Rechercheurin des Magazins, Renate Daum, in München im Verlag zu einer Podiumsdiskussion anläßlich des 20-jährigen Bestehens des Magazins, die der Bayrische Jounalistenverband organisiert hatte. 
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Ursprünglich hieß es “Digital Lifestyle Day”, doch dann wurden es erst zwei und inzwischen sogar drei Tage, auch wenn davon zwei wiederum nur halbe Tage sind. Deshalb wurde die Veranstaltung umbenannt zu “Digital Life Design”. 2008 platzt sie aus allen Nähten.

Wie vor Münchens Nobeldiscos: Teure Autos, Türsteher und eine Warteschlange (Bild: W.D.Roth)
Der DLD war von Anfang an eine Hype-Veranstaltung, auf der sich so manches Interessante fand, insbesondere wenn sich Vortragende öffentlich demaskierten, weil sie dachten, nur unter Gleichgesinnten zu sein. 
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