Ronnie Grob

Ronnie GrobRonnie (33) surfte 2001 bei einer Google-Suche das erste Mal auf ein Blog. Bald hatte er alle Einträge gelesen und die der Vormonate auch. Er folgte den Links. Er merkte, dass es auch noch andere Blogs gibt. Er begann, da und dort zu kommentieren. Er eröffnete ein eigenes Blog. Er merkte, dass ihm das Schreiben und das Verlinken Spass machte. Seit August 2006 schreibt er für medienlese.com und bloggt seit Mai 2007 auch privat unter ronniegrob.com. Ronnie lebt überwiegend in Berlin.

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Alle 1142 Artikel von Ronnie Grob auf medienlese.com:

Amateure wehren sich:
Bla-Bla-Blogger gegen Goliath

Ronnie Grob, 3. November 2008 um 11.19 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Zu wenig eigenständig, nicht genug Qualität: Die SonntagsZeitung ist enttäuscht von Schweizer Blogs. Das könnte daran liegen, dass es für bahnbrechende Geschichten Recherche, Zeit und damit Geld braucht.

(t_buchtele, CC-Lizenz)

Bla-Bla-Blogger? Die SonntagsZeitung ist enttäuscht von der Schweizer Blogosphäre – das ruft nach einer Antwort, nicht nur in unseren Kommentaren. Nehmen wir mal an, der Fünftligaverein FC Oberwil III spielt Fussball gegen den FC Basel. Auf der einen Seite Arbeiter und Angestellte, die nach einem harten Tag auf der Baustelle oder in der Fabrik sich abends einmal in der Woche vor dem Biertrinken zum Fussball treffen. Auf der anderen Seite Profifussballer, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als zu trainieren, sich massieren zu lassen, Taktik zu büffeln und Autogramme zu geben. Würde es jemand wundern, wenn die Profis vom FC Basel die saubereren Pässe schlagen, konditionell besser drauf sind, das Spiel vielleicht zurecht gewinnen?

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Ronnie Grob, 3. November 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. Interview mit Bill Morrison, Chefzeichner der Simpsons
(jetzt.sueddeutsche.de, Johannes Graupner)
“Es gab eine Folge, in der Bart mit ein paar Schulkindern die Itchy&Scratchy-Studios besuchen. Sie kommen auch durch die Räume, wo die Witze für die Show getestet werden. Dort sieht man dann eine ‘echte’ Katze und eine ‘echte’ Maus, mit denen allerlei Sachen angestellt werden. Die Zensoren beim Fernsehsender Fox haben dann gesagt, dass das nicht gehe, weil man einfach keine echte Maus und keine echte Katze im Fernsehen umbringen könne.”

2. “Der Toujourismus”
(miriammeckel.de)
“Im Google-Journalismus sind Menschen immer seltener die Handelnden. Eine entschuldigende Medienmitteilung des Tribune-Konzerns zum Fall United Airlines lautet: ‘Es sieht so aus als habe niemand, der die Geschichte weiter reichte, sich die Mühe gemacht, sie zu lesen.’ Lesen hätte geholfen! Aber das können eben Menschen immer noch sehr viel besser als Computer.”

3. “Manager sind Schuld am Scheitern von Energy”
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
Giuseppe Scaglione, einer der Gewinner der Konzessionsvergaben, macht die Manager bei Ringier für ihren Verlust der Konzession verantwortlich: “Nicht Bundesrat Leuenberger ist Schuld am Scheitern von Energy, sondern die Arroganz und die komplette Selbstüberschätzung gewisser Verlags- und Radiomanager. Anders kann man das schlecht abgefasste Gesuch von Energy nicht begründen.”

4. “Präsident Dmitri Medwedew liest Lenta.ru”
(krusenstern.ch)
“Russische Blogger enthüllen, welche Nachrichten Präsident Dmitri Medwedew am Morgen liest: Die auch mal regierungskritische russische Nachrichten-Website Lenta.ru. Sein Tag beginne stets mit einem Blick ins Internet, erklärt Dmitri Medwedew immer, bei Interviews ist auf seinen Computern aber jeweils nur die Kreml-Website zu sehen. Unbeabsichtigt zeigte Telekanal Rossija, dass der Präsident Lenta.ru liest.”

5. “asdfjklööö, oder: The Beauty of Blindtext”
(sehsucht.wordpress.com)
Die Sonntag bz bringt Blindtext auf die Titelseite.

6. “Mission Accomplished Mister President!”
(theamericanpoint.blogspot.com)
“Eine ganz persönliche Hitliste von ‘Elf Dingen, für die George W. Bush in die Geschichte der USA eingehen wird’.”

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Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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Ronnie Grob, 31. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

1. “Energy Zürich” von Ringier verliert die Konzession
(persoenlich.com)
“Erdbeben in der Zürcher Radioszene: Wie Recherchen von ‘persoenlich.com’ ergeben haben, wird das UVEK Energy Zürich keine Konzession mehr erteilen. Neu wird dafür Roger Schawinskis Radio 1 im Raum Zürich-Glarus über UKW empfangbar sein. Der Privatradiopionier ist dafür im Aargau und in der Südostschweiz leer ausgegangen. Zweiter grosser Gewinner ist Giuseppe Scaglione. Neben der Jugendradio-Konzession hat er nun im Sendegebiet Zürich mit Radio Monte Carlo Züri eine zweite UKW-Frequenz ergattert.”

2. “Eine Google-Anzeige für DerWesten”
(wortfeld.de)
Die Freude über die schöne Kanzlerin (Angela Merkel, Abendkleid, Dekolleté) währt auch ein halbes Jahr später. Das Internetangebot derwesten.de macht Werbung für eine “Fotosstrecke”.

3. “Helge Schneider zur TV-Krise”
(sueddeutsche.de, Ruth Schneeberger)
Helge Schneider zu Marcel Reich-Ranicki: “Für mich ist das kein richtiger Kritiker. Komischerweise wird er sehr ernst genommen. Der ist ja eigentlich ein bisschen schratig. Ich finde, seinem Wort wird zu viel Bedeutung beigemessen. Was soll das? Er ist von den Medien zu dem gemacht worden, was er ist.”

4. “Andrew Keen und die Stunde der Stümper”
(netzpolitik.org, Markus)
“Das Geschäftsmodell von Andrew Keen ist, kulturelle Entwicklungen durch das Internet einfach planlos zu kritisieren, darüber Pamphlete zu verfassen und als Kritiker auf Konferenzen eingeladen zu werden. Dafür gibt es einen Markt, und sicherlich pflichten ihm viele Internet-Ausdrucker, sowie ältere Entscheider und Journalisten in klassischen Medienunternehmen gerne zu.”

5. “Medientage: Konflikt zwischen Journalisten und Bloggern?”
(silicon.de, Dietmar Müller)
“Blogs und soziale Netzwerke stellen für den Journalismus und für die politische Kommunikation eine wertvolle Ergänzung dar - aber nur in den USA. Zu diesem Ergebnis gelangten die Teilnehmer eines Panels der Medientage München.”

6. “Das Team ist ein Schwein”
(dasmagazin.ch, Birgit Schmid)
“Zur Teambildung ist Betrieben jeder Blödsinn recht: feuerlaufen, raften, säulitreiben. Warum machen die das?”

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Ronnie Grob, 30. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “ZDF versendet eigene PR-Meldung im ‘heute journal’”
(cartaweb.de, Robin Meyer-Lucht)
“Wie glaubwürdig ist eine Sendeanstalt, in dessen Verwaltungs- und Fernsehrat über 40 Berufspolitiker sitzen, die ihre eigenen PR-Mitteilungen im heute journal versendet. Wer glaubt da noch, dass es bei anderen hauseigenen Begehrlichkeiten nicht ähnlich läuft. Seine Immunität gegenüber PR im Allgemeinen weist Journalismus am besten durch Immunität gegenüber überzogener PR aus dem eigenen Haus nach. Diesen Nachweis hat das ZDF hier leider versäumt.”

2. “Interview mit Bildblog-Mitbegründer Christoph Schultheis”
(medien-mittweida.de, Janka Soltes)
“Wir finanzieren uns über Werbung, auch wenn das auf den ersten Blick nicht immer so aussieht. Gerade die Vermarktung von Weblogs ist nach wie vor eine etwas schwierige Angelegenheit. Dazu kommt, dass wir mit unserem Thema BILD-Zeitung nicht unbedingt das aller beliebteste Werbeumfeld für jedes Produkt sind. Viele Unternehmen und Agenturen arbeiten mit Springer und BILD zusammen und manche sehen dadurch natürlich Schwierigkeiten, bei uns zu werben.”

3. Interview mit Peer Teuwsen
(werbewoche.ch, elk)
Der Verantwortliche für die neuen Schweiz-Seiten der Zeit im Gespräch: “In der Schweiz werden durchschnittlich nur etwa 7000 Exemplare pro Woche abgesetzt. Wenn man sich vor Augen hält, dass die ‘Zeit’ insgesamt eine Auflage von rund 470′000 Exemplaren aufweist, ist das unverständlich wenig. Man will aber auch die bisher etwas vernachlässigte Berichterstattung über die Schweiz verbessern. In der Vergangenheit war das Land oft nur im Zusammenhang mit den Banken in der ‘Zeit’.”

4. “Die Kunst des Interviews”
(lettre.de, Georg Stefan Troller)
“Auch der beschlagenste Fragesteller kann nur das herausholen, was er in sich selbst vorgebildet findet. Anderes bleibt ihm verschlossen. Und hat er noch nie von politischer Allmacht, sexueller Ausschweifung, mystischer Weisheit oder lebensgefährdenden Wagnissen geträumt, so sollte er lieber die Finger davon lassen. Weil er sonst unvermeidlich die stupidesten Fragen stellen wird, die ihm je einfielen, etwa: Wollten Sie schon als Kind Gewichtheber … Bundeskanzler … Masochist werden? Oder: Haben Sie noch Lebenspläne jetzt zum Ende Ihrer Karriere?”

5. “5th Grade Reporter Interviews Senator Joe Biden”
(youtube.com, Video, 5:55 Minuten)
Keiner zu klein, ein Reporter zu sein. Der Fünftklässler Damon Weaver befragt den demokratischen Vizepräsidentschaftskandidaten, Joe Biden.

6. “48 Stunden ohne TV”
(sat1.de, Video, 12:40 Minuten)
Ein erschütternder Report zeigt anhand der Familie Mantel auf, wie sehr wir alle einige abhängig geworden sind von Unterhaltungselektronik. Must-see!

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Basler Zeitung:
“Weniger Seiten auf hohem Niveau”

Ronnie Grob, 29. Oktober 2008 um 12.22 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

“Dünner, besser, provokativer” soll die Basler Zeitung werden – schöne Worte für ein Sparprogramm, das die Zeitung dünner, schlechter, langweiliger zurücklassen wird.

Konferenz bei der BAZ (Keystone)

Wieder Sparmassnahmen bei der Basler Zeitung: Um 15 Prozent soll die Redaktion schrumpfen, berichtet Onlinereports. In den vergangenen fünf Jahren hat die gedruckte Basler Zeitung 20 Prozent ihrer Leser eingebüsst. Folglich hat sie weniger Geld zur Verfügung. Wenn Chefredaktor Matthias Geering spricht, dann klingt das so:

“Die Situation ist ungemütlich”

“Wir werden uns von Kollegen trennen müssen”

“Die ‘Basler Zeitung’ vom Herbst 2009 wird nicht mehr die ‘Basler Zeitung’ von heute sein.”

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6 vor 9

Ronnie Grob, 29. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Wo sind all die Beiträge hin?”
(heise.de/tp/blogs, Bettina Winsemann)
“Die Debatte um das ‘digitale Vergessen’ ist weiterhin eine der grundlegenden Debatten rund um das Thema Daten(schutz/speicherung/löschung). Ein Beispiel hierfür ist die geplante Löschung der Forenbeiträge, die älter als 2 Jahre sind, bei Heise Online.”

2. “Kündigt WAZ die Agentur dpa?”
(ruhrbarone.de, David Schraven)
“Es gibt ein neues heißes Gerücht in der Ruhrstadt. Und zwar scheint es, als plane Ulrich Reitz, Chefredakteur der WAZ, die Nachrichtenagentur dpa zu kündigen. Das zumindest wird in den Fluren der dpa geflüstert.”

3. “Die große Verkrampfung”
(miriammeckel.de)
Miriam Meckel über schiefgegangenen Mid-Risk-Journalismus, ein “Vabanquespiel”: “Journalismus ist manchmal ein Spiel, in dem man alles auf eine Karte setzen kann. Tut man das, ohne die anderen Mitspieler zu beobachten, ist man womöglich schnell auf der Seite der Verlierer. Darin unterscheiden sich Medien- und Finanzwelt gar nicht so sehr.”

4. “Cooler Journalismus ohne Tiefgang”
(stoehlker.ch/weblog)
Klaus J. Stöhlker hat das schweizer Branchenmagazin “persönlich” gelesen und zieht folgendes Fazit über den Chefredakteur: “Matthias Ackeret liefert Gefälligkeits-Journalismus, ganz wie bei Christoph Blocher.”. Eine neue Haltung ist das nicht, schon vor einem Jahr hat Stöhlker Ackeret per Zeigefinger gemahnt.

5. “PR Online (2)”
(coffeeandtv.de, Lukas)
Der Onine-Auftritt der Rheinischen Post, RP Online, stellt eine Pressemitteilung für einen Reiseveranstalter inkl. Telefonnummer als kaum veränderten redaktionellen Inhalt online (”Beratung und Buchung erfolgen sieben Tage die Woche von 8 bis 22 Uhr unter 0180 5/70 20 70* für Aldi Nord und 0180 5/70 30 70* für Aldi Süd durch Urlaubsexperten”). Darauf hingewiesen, stellen die Verantwortlichen den Text offline.

6. Marc Andreessen im Interview
(portfolio.com, Kevin Maney)
Internetpionier Marc Andreessen empfiehlt der New York Times per sofort die Printausgabe einzustellen: “Shut off the print edition right now. You’ve got to play offense.”

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Ronnie Grob, 28. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. “Experten”
(coffeeandtv.de, Lukas)
“Braucht ein Journalist ein Statement zum Thema Blogs oder Internet, wendet er sich an Stefan Niggemeier. Der darf auch beim Thema ‘Medien allgemein’ ran, aber nur, solange seine Meinung nicht der Linie des Journalisten zu widersprechen droht - sonst ist Jo Groebel dran.”

2. “Deutsche Nachrichtenagentur sieht schwarz für die Schweiz”
(tagesanzeiger.ch, Olivia Kühni)
“Die Turbulenzen an den Finanzmärkten würden die Akteure an den Schweizer Bankenplätzen erheblich ins Schwitzen bringen, so die DPA. ‘Sogar Verhältnisse wie in Island, wo der Staat kurz vor dem Bankrott steht, werden unter Experten für die Eidgenossenschaft nicht mehr wie bisher entrüstet ausgeschlossen, sollte sich die Lage weiter verschlechtern.’ Namentlich genannt werden in dem Text keine Experten, die diese Meinung tatsächlich öffentlich vertreten.”

3. “Immer sind die Medien schuld”
(taz.de, Bernd Pickert)
Bernd Pickert verteidigt die linksliberalen Medien, die den Kandidat Obama befürworten. “Wie müssten denn Medien beschaffen sein, die diesem McCain-Wahlkampf positives abgewinnen könnten?”

4. “Linke Presse, rote Zahlen”
(jungle-world.com, Catrin Dingler)
“Ein Gesetz der italienischen Regierung sieht drastische Kürzungen der Subventio­nen für das Verlagswesen vor. Insbeson­dere linke Tageszeitungen wären davon be­troffen. Der größten, il manifesto, droht zum Ende des Jahres das Aus.”

5. “Nur ein Diskurs kann uns retten”
(michael-klonovsky.de)
“Der Starnberger Emeritus Jürgen Habermas gilt als der bedeutendste deutsche Sozialphilosoph der Gegenwart. Warum eigentlich?” (”Bestellt, bezahlt und bislang ungedruckt von der Weltwoche, Zürich”)

6. Obama, Obama, Obama
(woerterberg.de)
Eine Trilogie der Google-Suche zu Obama: Obama war, Obama soll, Obama wird.

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Ronnie Grob, 27. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. “25 Jahre ‘c’t'”
(faz.net, Michael Spehr)
Die Frankfurter Allgemeine lobt die “Heilige Schrift” der sogenannten Computerfreaks aus dem Heise-Verlag über alle Massen: “Sie heischt nicht nach Sensationen (selbst wenn sie mit zahlreichen Enthüllungsgeschichten großes Aufsehen erregte), sie bietet in einem gesetzten, nüchternen und damit sehr lesefreudigen Layout vor allem viel Text, und sie verzichtet bei der Vorstellung von neuen Produkten auf die neuerdings üblichen Fotostrecken mit Bikini-Mädels.”

2. “Jörg Haiders anderes Leben”
(profil.at, Herbert Lackner)
Jörg Haider soll seine Bi-Sexualität zwar nicht ausgeplaudert, aber auch nie verheimlicht haben. Die Medien wüssten nun nach seinem Tod nicht, wie damit umgehen, da sie nie genau nachgefragt hätten: “Ernsthafte Recherchen hatte kaum ein Blatt angestellt”, denn “die Innenpolitik-Journalisten hatten ohnehin keine große Lust, sich die mühsame Recherche in irgendwelchen ‘Szenelokalen’ anzutun.”

3. “‘New York Times’ in Not! Das Geld geht aus!”
(meedia.de, Dirk Manthey)
“Nur noch 46 Millionen Dollar Cash sollen laut Insidern in der Kasse der New York Times Group sein. Das ist nicht viel für einen Konzern mit rund drei Milliarden Dollar Umsatz.”

4. “SZ wirft aus Glashaus mit Max Mosley auf ‘Bild’”
(bildblog.de)
Ein gewisser “Kai D.” gibt dem Bildblog Anstoss für die Story, dass die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet, dass Max Mosley Bild verklagt, ohne aber zu erwähnen, dass ihr selbst das Gleiche widerfahren ist. Chefredakteur Hans Werner Kilz bestätigt das nachträglich: “Natürlich hätte man das in einen SZ-Artikel reinschreiben können oder sollen, wenn es zu diesem Zeitpunkt schon feststand.”

5. “Vor und hinter den Kulissen von ‘TV Total’”
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier durfte sein neues Buch bei Stefan Raab, den er schon seit über zehn Jahren kennt, vorstellen. Er berichtet ausführlich über seinen bereits zweiten Auftritt in der Sendung “TV Total”.

6. “Stefan Raab an unlikely TV star”
(variety.com, Erik Kirschbaum)
“ProSieben host set to become international mogul.”

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Wochenrückblick Nr. 43

Ronnie Grob, 26. Oktober 2008 um 17.36 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Sorge um verdeckte Recherchen, Angst vor heimlichen Ausspähungen und Millionen-Sparpläne beim Schweizer Ringier-Verlag – der Rückblick auf die 43. Kalenderwoche auf medienlese.com.


Das Bild der Woche: Telekom-Chef René Obermann. Für die Bespitzelung von Betriebsräten und Journalisten wurde die Deutsche Telekom mit dem Big-Brother-Award ausgezeichnet.

Kritisch betrachten die Medien ein Urteil des Schweizer Bundesgerichts (unser Bericht auf medienlese.com). Jetzt wird befürchtet, dass das Urteil Journalisten an der verdeckten Recherche hindert. Die Frankfurter Allgemeine schrieb von entsetzten Medienexperten, der direkt am Fall beteiligte SF-Chefredaktor Ueli Haldimann von einem “medienfeindlichen Urteil“.

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Slug Trends:
Was bloggen die Schweizer?

Ronnie Grob, 24. Oktober 2008 um 10.04 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Schweizer Blogosphäre durchleuchtet: Slug sammelt seit Jahren Blog-Artikel Mit einer neuen Funktion werden gebloggte Inhalte miteinander verglichen – und Trends sichtbar.

Immer mehr oder immer weniger: Die Schweizer Blog-Suchmaschine Slug bietet einen neuen Service: Mit der Trend-Funktion lässt sich die Anzahl der Nennungen eines Begriffs auf einem Zeitstrahl anzeigen – und es lässt sich die Häufigkeit von Begriffen miteinander vergleichen.

Offiziell gibt es Slug Trends noch gar nicht. Aber die Seiten sind schon öffentlich zugänglich. Vergleichen lässt sich damit jeder von Slug indexierte Begriff, und das sind einige: “Zur Zeit sind 549694 Artikel, Videos, Podcasts und Bilder im Suchindex enthalten.”

Wir haben uns angesehen, über welche Medien, welche Chefredaktoren und welche bekannten Journalisten in der Schweiz gebloggt wurde.

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slug blogoscoop