Ronnie (33) surfte 2001 bei einer Google-Suche das erste Mal auf ein Blog. Bald hatte er alle Einträge gelesen und die der Vormonate auch. Er folgte den Links. Er merkte, dass es auch noch andere Blogs gibt. Er begann, da und dort zu kommentieren. Er eröffnete ein eigenes Blog. Er merkte, dass ihm das Schreiben und das Verlinken Spass machte. Seit August 2006 schreibt er für medienlese.com und bloggt seit Mai 2007 auch privat unter ronniegrob.com. Ronnie lebt überwiegend in Berlin.
Ronnie ist erreichbar unter

Alle 1142 Artikel von Ronnie Grob auf medienlese.com:
Nachdem heute auch das Heute-Blog Trashcan über die frei zugänglichen Weltwoche-Texte im Internet geschreiben hat (wir berichteten), ist der Webmaster aufgewacht und hat dicht gemacht:
Gute Nacht, lieber Morgen
Dieser Artikel steht nur Abonnenten der Weltwoche zur Verfügung.
ist nun seit heute Mittag zu lesen, wenn man sich die Druckversion des Artikels ansehen möchte.
Die additiv AG, offenbar verantwortlich für den unerwünschte Zugangsmöglichkeit und zurzeit selbst ohne Internetpräsenz, bedankt sich freundlich bei der lieben “Blogosphäre”, die auf das Leck hingewiesen hat. Die Gänsefüsschen, mit denen die Informanten der eigenen Fehler umarmt werden, könnten so gedeutet werden, dass die Informanten nur begrenzt ernst genommen werden. Das macht ja nichts, wir sagen: Bitteschön, haben wir doch gern gemacht!
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Bloßstellung im Interview
(sueddeutsche.de, Daniel Brössler)
Der letzte Text der ermordeten Anna Politkowskaja zeigt mögliche Motive ihrer Mörder (”I am a pariah“, washingtonpost.com).
Angriff auf die Morgengäste
(spiegel.de, Sten Løck)
Warum für etwas bezahlen, das es auch gratis gibt? Mit dieser Frage sehen sich immer mehr dänische Zeitungsleser konfrontiert. Das kleine skandinavische Land stellt den Weltrekord bei Gratiszeitungen auf - ein Modell auch für Deutschland?
Schreibende Söldner
(jungewelt.de, Harald Neuber)
Presseskandal im Miami: Journalisten der Zeitung Nuevo Heraldo wurden von US-Regierung jahrelang für antikubanische Propaganda bezahlt.
Bildblog und Spreeblick führen Blog-Rangliste an
(faz.net, Holger Schmidt)
Bildblog und Spreeblick sind die Blogs mit dem größten Einfluß in Deutschland. Viele Unternehmen bauen jetzt Monitoringsysteme für Blogs auf, weil sie ein authentisches Bild der Realität liefern sollen. Doch die Firmen machen kapitale Fehler im Umgang mit den Bloggern.
Mit Hantel-Stemmen an die Wall Street
(spiegel.de, Marc Pitzke)
Ein Yale-Student bewarb sich auf unkonventionelle Weise bei der Großbank UBS: Er präsentierte sich in einem Video als Karatemeister, Eintänzer, CIA-Hacker und Atomexperte. Über Nacht wurde er zum Kultstar der Wall Street - obwohl die meisten seiner Behauptungen erfunden sind.
Kein Link zu Reporter ohne Grenzen
(mein-parteibuch.de)
Ich liebe Fanpost. Soeben hat mich eine E-Mail von “Reporter ohne Grenzen” aus Berlin erreicht.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
FDP-Präsident Fulvio Pelli möchte nicht mehr über angebliche Provokationen des SVP-Bundesrats Christoph Blocher informiert werden. Stattdessen möchte er lieber erfahren, was entschieden wird:
Das Schweizer Fernsehen hat als Service-public-Sender den Auftrag, über Anträge und Entscheide der Politik zu berichten, nicht über politische Spiele. Dieser Provokation ein derart grosses Gewicht zu geben, war ein unwürdiger Kriechgang des Service public.
Mit Provokation meint er das von einigen Schweizer Medien als “Bückling” eingestufte Verhalten des Justizministers, dessen PR-Abteilung die Bedürfnisse der Schweizer Medien nach Stories offensichtlich am Besten befriedigt und dadurch mit Omnipräsenz belohnt wird.
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Das Bildblog hat kürzlich dazu aufgerufen, Kai Diekmann, Chefredakteur der Bild-Zeitung, zu fotografieren und das Resultat der Öffentlichkeit mitzuteilen. Begründet wurde der Aufruf mit dem Urteil des Landgerichts Berlin, das Diekmanns Persönlichkeitsrecht weniger schwer gewichtet, da dieser einen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht. Ausserdem scheint es dem Bildblog und auch mir nur fair, jemanden, der das Volk dazu aufruft, die Freiheit seiner Prominenten in allen Lebenslagen zu beschneiden, mit den gleichen Mitteln zu behelligen.
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“Wenn PR funktionieren soll, braucht es den Journalismus”
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
Die digitale Revolution hat die Stellung der klassischen Medien stark beeinflusst und auch die PR-Arbeit verändert. Durch das Internet kann der Journalist als Schleusenwärter partiell umgangen werden, erklärt Prof. Dr. Stephan Russ-Mohl, Dozent MScom – Uni Lugano und Direktor European Journalism Observatory, im Gespräch mit “persoenlich.com”.
Im Land der Gratiszeitungen
(tagesspiegel.de, René Zipperlen)
In der Schweiz mischen mittlerweile fünf Umsonstblätter den Pressemarkt auf.
Die Counterspinner
(taz.de, Adrienne Woltersdorf)
Die Medien-Watchdog-Organisation FAIR versteht sich seit 20 Jahren
als Vorkämpfer der Antizensur in den USA. Und ist heute wichtiger denn je.
“Web 2.0 ist wie ein Naturereignis”
(welt.de, Dirk Nolde und Matthias Wulff)
Barry Diller spricht mit WELT.de über den neuen Kaufrausch im Internet, den Erfolg von YouTube. Der Medienunternehmer erklärt, warum Visionen unnütz sind.
Drogen sind Privatsache
(fr-aktuell.de, Roman Arens)
Illegal erschlichene Hinweise auf möglichen Drogenkonsum von Parlamentariern bekommen Italiens Fernsehzuschauer nicht zu sehen. Das Verbot der Sendung wird in einem Land, in dem die Privatsphäre laufend und massenhaft verletzt wird, stark kritisiert.
Warten auf die Tataren
(nzz.ch, Maike Albath)
Vor 100 Jahren wurde der Schriftsteller und Journalist Dino Buzzati geboren.
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Wer kennt das Problem nicht? Ein interessanter Artikel ist online eingestellt, aber im geschützen Bereich, also nur für Abonnenten des Blatts zu lesen. Es ist ja nicht so, dass Leser im Internet keine Zeitschriften oder Zeitungen kaufen würden, doch was nützen ihnen Hinweise auf Artikel, von denen sie dann doch nicht mehr als den Titel und den Lead zu sehen kriegen?
Bis die Blätter eingesehen haben, dass Artikel, die online nicht in voller Länge zu lesen sind, in Zukunft gar nicht existieren werden, geben wir Tipps, wie gesperrte Texte entsperrt werden. Es ist einfacher, als man denkt:
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Der Tages-Anzeiger druckt heute auf der Hintergrund-Seite den am 10.10.2006 im Perlentaucher erschienene Text von Anna Politkowskaja, “Die Umerziehung der Schahiden“. Begleitet wird der Text, was ja nicht selbstverständlich ist, hervorragend: Der Leser wird informiert über die Übersetzerin, über die Erstveröffentlichung des Artikels sowie über das Copyright daran. Die Infobox wird mit “Der letzte Text” übertitelt, was, wie in den nachfolgenden Zeilen erklärt wird, nur teilweise stimmt. Es ist dies der letzte vollständige und in der Nowaja Gaseta erschienene Artikel.
Der vielzitierte allerletzte Text, dessen Erscheinen angeblich durch den Mord hätte verhindert werden sollen, von dem nur das Manuskript besteht und der gemäss Tages-Anzeiger nur fragmentarisch vorhanden ist, kann im Weblog Krusenstern in deutsch und russisch nachgelesen werden. Er heisst: “Wir nennen Dich einen Terroristen“.
Mammopolis, die Zeitschrift für Utopie- und Busenforschung, ist im Juli 2006 erstmals erschienen. Für viele mag das ein abseitiges Thema sein, doch man muss sich wohl erst damit befassen, um ein Urteil fällen zu können, ob die darin besprochenen Themen viel, wenig oder gar nichts mit dem eigenen Leben zu tun haben. Es verwirrt mich zwar etwas, dass die Forschungsgebiete Utopie und Busen im Titel zusammengefasst sind (als Laie kann ich nur schwer einen Zusammenhang ergründen), aber 2,50 Euro ist ein fairer Preis und gäbe es keine Leser, so gäbe es keine Zeitschriften.
Im Editorial ist zu erfahren, dass Bazon Brock ohne Zweifel einer der bedeutendsten Theoretiker der befreiten Brust ist und dass sich Aufklärung nicht mit dem Hinweis begnügen könne, die Brust sei ein Fettgewebe mit Drüsenausgängen und Fettgewebe. In einem frei zugänglichen Interview spricht Herausgeber Marvin Chlada mit Sarah Diehl, Museologin und Herausgeberin der Anthologie Brüste kriegen (Verbrecher-Verlag), was sich als durchaus interessante Lektüre herausstellt. Wie überall: Es ist oft mehr dahinter, als man sich vorstellt. Doch vielleicht will man sich auch nicht alles vorstellen.
Trotzdem kommt es mir reizvoll vor, an einem Schweizer Kiosk, wo nicht einmal die grosse Tageszeitung aus Österreich, Österreich, erhältlich ist, den Sonntags-Blick zu kaufen und nach Mammopolis zu fragen. Ich werde das gleich Sonntag ausprobieren. Danke auch dem vergessengegangenen Linklieferanten.
Digital ist besser: Die neue Boheme
(orf.at, Patrick Dax)
Holm Friebe und Sascha Lobo skizzieren in ihrem Buch “Wir nennen es Arbeit”, wie sich mit Hilfe neuer Technologien ein selbstbestimmtes Leben jenseits der Festanstellung führen lässt. Die so entstehende digitale Boheme entwickle sich zum bedeutenden Wirtschaftsfaktor, zeigen sich die beiden Autoren im ORF.at-Interview überzeugt.
Italiens Regierung will Mediengesetz ändern
(nzz.ch, tz.)
Berlusconi spricht von politischer Vendetta und von Banditentum.
“Endloser Datenozean”
(taz.de, Robert Misik)
Die Wissensgesellschaft fördert selten kluges Denken: Der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann über Reformgeist, verfehlte Bildungspolitik, den Evaluierungswahn und anderes unnützes Wissen.
Streit um “Österreich”
(diepresse.com)
“Bürger” Hans Böck geht vom Erfolg des Löschungsantrags aus, Herausgeber Wolfgang Fellner spricht von einem “untauglichen Versuch, die erfolgreichste Tageszeitungsgründung dieses Landes zu behindern”.
täglichpress
(stefan-niggemeier.de)
Ich habe von der Firma “X-Ray Personal Media Digest GmbH” heute zum ersten Mal gehört. Und vermutlich sollte ich mir eigentlich kein Urteil erlauben, wenn ich nicht einmal weiß, was genau ein “vorstandsfähiger Medienspiegel” ist, den sie anbietet.
Die Umerziehung der Schahiden
(perlentaucher.de, Anna Politkowskaja)
Im offiziellen Tschetschenien sind widersprüchliche Menschen äußerst rar. Einer der Letzten von ihnen ist tot - Buwadi Dachijew.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Von kress.de gibt es einen neuen Report: täglichpress heisst er, hat keine weiterführenden Links und bringt nach eigenen Angaben die tagesaktuellen Pressemeldungen auf den Punkt. Ausgewertet werden darin deutsche Printmedien. Die heutige Ausgabe besteht aus fünf Kurzmeldungen mit einem Titel, der Quellenangabe und drei bis fünf Zeilen Text. Fragwürdig der Titel: “Die Presschau der Medienbranche”. Ist das ein Tippfehler, ein Wortspiel oder ein Versuch, bereits existierendes nicht zu kopieren?
Peter Turi findet, der Dienst sei vergleichbar mit der Feuilleton-Rundschau des Perlentauchers und “prima”. Das finden wir ja auch, aber wenn es um Medien über Medien im Internet geht, dann glaube ich mit Jonet oder dem hauseigenen 6 vor 9 besser bedient zu sein, wenn auch es unmöglich ist, über letzteres nicht voreingenommen zu sein. Echt vergleichbar sind alle vier Angebote nicht, da sie alle eine individuelle Ausrichtung haben und sich entweder auf Inhalte im Netz oder Print konzentrieren.
Der Perlentaucher, langjähriger Anbieter von Presseschauen, muss sich heute vor dem Landgericht Frankfurt für seine wegen ihrer Weitergabe an Dritte angeblich die Urheberrechte verletzende Bücherschau verteidigen. Die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben dagegen offenbar schon vor einem Jahr Klage eingereicht.