Ronnie Grob

Ronnie GrobRonnie (33) surfte 2001 bei einer Google-Suche das erste Mal auf ein Blog. Bald hatte er alle Einträge gelesen und die der Vormonate auch. Er folgte den Links. Er merkte, dass es auch noch andere Blogs gibt. Er begann, da und dort zu kommentieren. Er eröffnete ein eigenes Blog. Er merkte, dass ihm das Schreiben und das Verlinken Spass machte. Seit August 2006 schreibt er für medienlese.com und bloggt seit Mai 2007 auch privat unter ronniegrob.com. Ronnie lebt überwiegend in Berlin.

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Alle 1142 Artikel von Ronnie Grob auf medienlese.com:

Blick erzählt zweimal den gleichen Witz

Ronnie Grob, 23. Oktober 2006 um 10.41 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Für die Druckausgabe des Blicks arbeiten geschätzte 100 bis 150 Menschen (siehe Impressum). Trotzdem gelingt es der Zeitung, ihren Lesern innert 9 Tagen zweimal den gleichen Witz anzudrehen.

Am 14.10.2006 erscheint er unter dem Titel “Leserwitz der Woche”, eingereicht von Hannelore S. aus Bern auf Seite 18.

Am 23.10.2006 darf der Leser auf Seite 19 nochmals über diesen “Leserwitz” lachen. Diesmal hat Anna H. aus Zürich dem Blick geschrieben.

Die Aufmerksamkeitsspanne des Blicks beträgt also keine neun Tage. Nach dieser Frist verliert er offenbar den Überblick, was schon erzählt wurde und was nicht. Nun ja, wem ist das noch nie passiert, leicht angetrunken am Stammtisch. Es ist, wie andere Schwächen auch, menschlich.

Ob hinter den Einsendungen von Lesern in einer täglich erscheinenden Rubrik tatsächlich immer in Fleisch und Blut existierende Menschen stehen, wie es von Hannelore S. und Anna H. behauptet wird, daran habe ich immer etwas gezweifelt. Sollten es aber so sein und sollten die in letzter Zeit offensiv beworbenen Leserinhalte konsequent ausbezahlt werden, dann müssten die Leserwitze auch dabei sein. Wie wäre es mit 100 Franken für einen abgedruckten Leserwitz, guter Blick? Das könnte die Auswahl erhöhen.

Was fehlt noch jetzt? Ah ja, der Witz:

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6 vor 9

Ronnie Grob, 23. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der Siegeszug der Blogger aus der banlieue
(fr-aktuell.de, Peter Rutkowski)
Ein Schweizer Magazin (hebdo.ch, bondyblog) ging in die umkämpften Pariser Vorstädte und hat dort eine kleine mediale Graswurzel-Revolution ausgelöst.

Immer auch ein bisschen Kino
(berlinonline.de, Holger Schmale)
Pünktlich zum Medienrummel um die Schröder-Memoiren zeigt die ARD ein Porträt des Ex-Kanzlers.

Sabine Christiansen: “Häme bin ich gewohnt”
(welt.de, Dagmar von Taube)
Lange war sie die erfolgreichste Frau im deutschen Fernsehen. Nach zehn Jahren wird Sabine Christiansen im Sommer die Moderation ihrer Polit-Talkshow an Günther Jauch abtreten - um ein Leben mit neuem Mann und neuem Job zu beginnen. Im Ausland.

Wie man als Blogger garantiert versagt
(drweb.de, Sven Lennartz)
Wer nichts kann, der klaut. So praktiziert es die Firma HP.Network aus Dinslaken in einem neu angelegten Firmenweblog. Die dort eingestellten Beiträge sind fast alle gestohlen. Aus dem Dr. Web Magazin.

“Teheran 2.0″
(ftd.de, Christian Schütte)
Web 2.0 ist schön, macht aber leider viel Arbeit. Wer erinnert sich nicht an das sensationelle Newcomer-Blog von Mahmud Ahmadinedschad, dem iranischen Staatspräsidenten, dessen Herz so voll ist, dass ihm davon der Mund und manchmal auch die Hutschnur übergeht.

Schnäuze und so
(weltwoche.typepad.com, Güzin Kar)
“Journalisten sind die einzigen Menschen, die nichts von Google gehört haben.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Mediensites mit fragwürdigem Zugriffsschutz

Ronnie Grob, 21. Oktober 2006 um 8.38 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Meldung vorweg: NZZ Global ist (vermutlich nur vorübergehend) zugänglich: Die Anleitung dazu gibt es hier.

Kurze Zusammenfassung: Am 14.10.2006 machte dieses Weblog auf den möglichen Zugriff von geschützten Inhalten von weltwoche.ch und sonntagszeitung.ch aufmerksam, am Morgen des 18.10.2006 folgte der Blog mit PEP mit tagesanzeiger.ch und am Abend des selben Tages blog.benbit.ch mit facts.ch und netzwoche.ch. Gestern Abend, am 20.10.2006, war dann die NZZ mit nzzglobal.ch dran, was sie Peter’s Insider Blog zu verdanken hat.

Unterdessen sind die meisten der entdeckten Lücken zu, wo anders wieder auf und wieder zu gegangen. Längerfristig wird es wohl so herauskommen, dass alle Lücken gesperrt werden. Von den grossen Schweizer Verlagshäusern hat es bisher einzig den Ringier -Verlag nicht erwischt, vermutlich, weil der Inhalt der herausgegebenen Print-Ausgaben online schlicht nicht verfügbar ist. Ist nix da, kann auch nix schiefgehen.

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Blick klaut aus Fanforum

Ronnie Grob, 20. Oktober 2006 um 10.57 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

“Fairness bei Blick” und “Sorry, liebe Basler” heisst es heute in einem kurzer Text im Sportteil des Blicks. Beschrieben wird darin eine “Aufregung in der FCB-Fangemeinde”. Grund dafür ist ein in der Mittwochsausgabe der Zeitung in Basler Dialekt abgefasstes Gedicht über das Team des Schweizer Fussballclubs FC Basel. Übertitelt wurde es mit “Schnitzelbangg”, was eine Schnitzelbank (siehe auch Büttenrede) ist.

Geschrieben hat den Text aber nicht ein “Zuggerbegg”, wie das vom Blick behauptet wird, sondern der User “Atzge” aus dem Poeten-Forum der Red Blue Devils, ein Fanclub des FC Basel, und zwar bereits am 5.8.2006. Hier das betreffende Original aus dem Forum. Bei Blick Online ist nichts oder nichts mehr zu lesen.

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Ich bin ein Paria

Ronnie Grob, 20. Oktober 2006 um 9.52 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der im August geschriebene letzte Essay der ermordeten Anna Politkowskaja wurde, wie hier darauf hingewiesen, in der Washington Post veröffentlicht. Die Welt in Form von Wieland Freund hat den Text nun vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

Der Vorgang des Übersetzens heisst bei welt.de irritierenderweise “dokumentiert den Bericht”, was auch immer das für den Leser heissen mag. Wem das Wort Paria nicht präsent ist, dem sei es hier erklärt.

6 vor 9

Ronnie Grob, 20. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Jungs Weiß(nicht so recht)Buch
(blog.zeit.de, Jochen Bittner)
Kommende Woche will der Verteidigungsminister dem Regierungskabinett das lang ersehnte Weißbuch vorstellen. Dieser Blog veröffentlicht das neue sicherheitspolitische Strategiepaper (pdf, 829 kb) exklusiv vorab.

“Piep piep piep – wir ham’ uns alle lieb!”
(telepolis.de, Wolf-Dieter Roth)
Medientage 2006: Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk kuscheln miteinander gegen die bösen Telcos.

Mitstreiter für FTD Debatte gesucht
(ftd.de)
Jetzt ist Ihre Meinung noch mehr gefragt: FTD Debatte ist das neue Forum für den Austausch von Standpunkten, Argumenten und Informationen über Wirtschaft, Politik, Finanzen, Karriere und Sport. Ein ausgeklügeltes Bewertungssystem sorgt dafür, dass die besten Inhalte einfach zu finden sind.

Viermal täglich eine Multimedia-Zeitung
(nzz.ch, Heribert Seifert)
Mit kühnen Schritten sucht die britische Zeitung “Daily Telegraph” den Weg in Richtung Multimedia. Künftig wird sie täglich vier Hauptprodukte anbieten. Dem Vorstoss gingen Entlassungen voran.

“Der Herr hat’s genommen”
(welt.de, Burkhard Riering)
Der Medienunternehmer und Pleitier Leo Kirch will Genugtuung und klagt gegen die Deutsche Bank. Morgen wird er 80 Jahre alt.

Unnachgiebiger werden! Oder hinschmeißen!
(spiegel.de, Thea Dorn)
Passend zu Eva Hermans Apfelkuchen-Thesen ist sie auch in der Politik wieder da: die Sehnsucht nach dem bärig-bärtigen Mann, der im rechten Moment auf den Tisch haut. Doch Angela Merkel hat noch immer die Chance, sich aus politischen und gesellschaftlichen Mustern von vorgestern zu befreien.

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Ronnie Grob, 19. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Zugriff auf weitere E-Paper
(blog.benbit.ch)
Dieses Sicherheitsloch hab ich aber bereits vor Monaten entdeckt, nur hab ich mich entschlossen, es nicht zu veröffentlichen. Aber offensichtlich, ist es ein neuer Trend Sicherheitslöcher in Applikationen zu veröffentlichen.

Keine Zeit für Journalismus
(werbewoche.ch, Karin Müller)
Nie zuvor gab es so viele gute Journalisten wie heute. Wer so was sagt, liest wohl keine Schweizer Presseerzeugnisse.

Innereien befreien
(jungewelt.de, Frank Schäfer)
The Smiths konnten Leben retten – doch wer rettete die Smiths? Marc Spitz über die Leiden drogensüchtiger Musikjournalisten.

“Wir onkeln unsere Leser nicht an”
(fr-aktuell.de, Claus Lochbihler)
Thomas Kerstan, Chefredakteur von “Zeit Campus“, über Lesestoff zwischen Service und Lebensgefühl.

Vorbild Super Nanny
(zeit.de)
Wie erreicht man Problemfamilien? Experten und Bundestagsabgeordnete suchten gemeinsam nach Lösungen, wie man den Medieneinfluss auf Kinder steuern kann.

Harald Fidler gibt sich die Kugel
(standard.at)
“Kleinen Tod” nennen die Japaner das Prickeln, das das Fugu-Gift auf der Zunge auslöst - Der japanische Kugelfisch im Selbstversuch.

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Blick mit Medienkritik

Ronnie Grob, 18. Oktober 2006 um 21.04 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Blick macht nun auch Medienkritik. Auf der heutigen Titelseite steht, dass der kranken Schwester von Gabriela Amgarten, Chefin der Abteilung Unterhaltung im Schweizer Fernsehen, übel mitgespielt wird. Passiert sei das in einem “wirren Talk” mit Markus Gilli, Programmleiter und Chefredaktor des Zürcher Regionalsenders TeleZüri und motivierter, aber bisher etwas minimalistischer Blogger.

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Die Bloger

Ronnie Grob, 18. Oktober 2006 um 9.56 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Gestern nachmittag um 16 Uhr, als ich von Pendlerströmen durch die Stadt getrieben wurde und ich nach der Heute-Zeitung suchte, fiel mir auf, wie viele Menschen tatsächlich mit so einer rumlaufen. Das Bedürfnis nach einer Gratis-Abendzeitung kann nur vorhanden sein, wenn geschätzte 1 von 3 Personen so eine in der Hand hält. Dagegen zu halten sind die am nächsten Tag öfters noch vollen Verteil-Boxen, doch vielleicht wird nur viel zu viel gedruckt. Es fragt sich, wie lange es geht, bis Konkurrenz da ist.

Warum bloss suche ich eine Heute-Zeitung? Weil wir Blogger das “Weltwoche”-Archiv geknackt haben (siehe hier und hier) und das dort drin steht, wie shibby mit einem gestochen scharfen Bild beweist. Den Text nachlesen kann man hier (pdf, 4.3 mb, S. 23).

Bemerkt wurde die Geschichte auch von Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft, persoenlich und vom Online Marketing Blog, auf deren Texte wir etwas eingehen möchten:

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6 vor 9

Ronnie Grob, 18. Oktober 2006 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Frauen machen Druck
(jungle-world.com, Gisela Notz)
Alternative Zeitungen und Zeitschriften der Neuen Frauenbewegungen – wo sind sie geblieben? Entstehungsgeschichten, Beispiele und politische Konzepte.

Kapituliert wird nicht
(sueddeutsche.de, Ingo Salmen)
Das ZDF will seine TV-Produktionen im Internet für alle freigeben.

Schuld hat immer der andere
(tagesspiegel.de, Sebastian Bickerich)
Wie deutsche und polnische Zeitungen zum Krieg der Worte rüsten.

Wikipedia-Gründer fordert Wikipedia heraus
(spiegel.de, Holger Dambeck)
Larry Sanger weiß genau, mit wem er sich anlegt. Ausgerechnet der Mitgründer der Internet-Enzyklopädie Wikipedia will in wenigen Tagen ein neues Online-Lexikon starten: Citizendium. Es soll die typischen Wikipedia-Probleme umgehen.

Bernard Imhasly: Journalist in Indien
(drs.ch)
Ein leider nur indirekt verlinkbares Gespräch mit dem Südasien-Korrespondent der NZZ, Bernhard Imhasly.

Fleißig bloggend in die Top 100?
(hirnrinde.de, Stefan Evertz)
Die Frage ?Wie komme ich in die diversen Ranking-Listen? dürfte wohl viele Blogger bewegen - zumindest zu Anfang. Insofern ist es durchaus interessant, was Darren Rowse über das Alter der Top 100 Blogs bei Technorati zusammengetragen hat. Er hat bei 78 Blogs das Alter ermittelt.

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