Ronnie (33) surfte 2001 bei einer Google-Suche das erste Mal auf ein Blog. Bald hatte er alle Einträge gelesen und die der Vormonate auch. Er folgte den Links. Er merkte, dass es auch noch andere Blogs gibt. Er begann, da und dort zu kommentieren. Er eröffnete ein eigenes Blog. Er merkte, dass ihm das Schreiben und das Verlinken Spass machte. Seit August 2006 schreibt er für medienlese.com und bloggt seit Mai 2007 auch privat unter ronniegrob.com. Ronnie lebt überwiegend in Berlin.
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Alle 1107 Artikel von Ronnie Grob auf medienlese.com:
Journalismus ist ein gefährlicher Beruf. Vermeintlich die aufgeriebenen Nerven beruhigende Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Tabak gefährden die Gesundheit, ausserdem drohen die Berufskrankheiten Schlafmangel und Logorrhöe, behauptet dieser Artikel aus der Werbewoche.
Schlimmer als diese mit dem Beruf verbundenen kleinen Laster ist die Bedrohung an Leib und Leben, wie es uns dieses Wochenende die Todesmeldungen von Journalistin Karen Fischer und Techniker Christian Struwe in Afghanistan sowie von Journalistin Anna Politkowskaja in Russland klar gemacht haben. In den Zeitungen wurde dazu ausführlich geschrieben:
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Der Nationalrat der Grünen Partei der Schweiz, Geri Müller, darf heute im Blick auf Seite 2 einen Gastkommentar verfassen, in dem er auf einer Drittelseite Integration statt Ausgrenzung für Ausländer fordert. Mit einem Sternchen hinter dem falsch geschriebenen Namen wird man zu einem etwas kleiner geschriebenen Text geleitet, der erklärt, warum Gery Geri Müller eine Plattform erhält: der Text geht durch als Antwort auf den grossen “Ausländer-Report“. Noch vor einem Monat wäre es umgekehrt gewesen und die gleiche Zeitung hätte vielleicht einem Befürworter des Asylgesetzes eine vergleichbare Präsenz eingeräumt.
“Das sehr Berechenbare ist oft auch sehr langweilig”
(sonntagszeitung.ch, Esther Girsberger)
Giovanni di Lorenzo, Chefredaktor der deutschen Wochenzeitung “Die Zeit“, über journalistischen Alltag, südliche Arbeitsmoral, Angst vor Patina und seine Deutung von Qualität.
Leser-Reporter
(stefan-niggemeier.de)
In Zeiten von Fotohandys werden wir immer mehr zu Hobby-Paparazzi. Der Einsatz von Leserreportern an sich ist weder gut noch schlecht. Viel wichtiger ist es, ethische Standards einzuhalten - egal, ob man Profi oder Laie ist.
Laß es nicht hart, sondern edel erscheinen
(faz.net, Michael Hanfeld)
Ein Mammutprojekt: Vom nächsten Jahr an erscheint im wöchentlichen Rhythmus die deutsche Ausgabe von “Vanity Fair“, die großen, glamourösen und zugleich investigativen Journalismus bieten möchte. Ein Besuch in der Redaktion.
Sind Sie unabhängig?
(taz.de, Ralf Sotscheck)
Der “Independent” feiert 20. Geburtstag. Von mörderischen Preiskriegen über Gemälde auf der Titel-Seite bis zum Tabloid-Format hat Großbritanniens jüngste Tageszeitung jede Menge durchgemacht.
Viel Show, wenig Inhalt
(fr-aktuell.de, Daland Segler)
Souffleure der Mediengesellschaft nennt der Hamburger Medienwissenschaftler Siegfried Weischenberg sein neues Buch: eine Momentaufnahme über das aktuelle Berufsbild des Journalisten, ein Vergleich auch zu einer Untersuchung aus dem Jahre 1993.
Uhrensterben
(telepolis.de, Marcus Hammerschmitt)
Die Anzahl der Uhren im öffentlichen Raum nimmt langsam aber sicher ab. Wird die Messung der Zeit Privatsache?
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Die linke Wochenzeitung feiert ihr 25jähriges Bestehen mit einem Fest, das heute in der Roten Fabrik stattfindet. Ausserdem ist seit Donnerstag eine Sonderausgabe an den Kiosken, die es in sich hat. Speziell daran ist einiges:
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“BLICK-Leserreporter enthüllt: Lehrer auf dem Pausenplatz verprügelt.” So lautet die heutige Blick-Titelgeschichte, in der es um eine Auseinandersetzung zwischen einem Lehrer und einem Schüler geht. Der Ort des Ereignisses legt nahe, dass die den fantastischen Honorar von 100 Schweizer Franken einstreichende Person ebenfalls aus einer dieser beiden Gruppen kommt. Oder wars eine Polizistin? Ein Fensterputzer, der die Szene unmöglich übersehen konnte? Ein Hausabwart, eine Nachbarin? Watch out for quiet people typing short messages.
Nachdem es Weblogeinträge schon mindestens zweimal auf den Blick-Titel geschafft haben (im April die Geschichte rund um einen Eintrag über Panini-Bilder und Neandertaler im CR-Weblog von Ueli Haldimann und diese Woche das Blog der Freiheits-Partei), bringen das nun auch die Leserreporter fertig. Ob das erstmals geschieht oder nicht, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, denn eine lückenlose Lektüre ist ja wohl niemandem zuzumuten.
Blogs werden von deutschsprachigen Medien auch 2006 noch mit der Pinzette angefasst. Man will zwar etwas darüber schreiben, sich aber dabei auch nicht die Finger schmutzig machen. Der Standard zum Beispiel schafft es, in einem Text über das Kollektiv-Blog der Frankfurter Buchmesse nicht einmal die URL zu nennen. Um herauszufinden, wie und wo nun dieses Blog zu lesen ist, bleibt nichts anderes übrig, als ein neues Tab oder Fenster zu öffnen, “Buchmessen-Blog” zu suchen und zu finden: Das Blog der Frankfurter Buchmesse. Am Schluss der Geschichte steht etwas verloren das Wort “Link”. Der gute Wille war also da.
Darf ich das bloggen? (spreeblick.de)
Da sich die Fälle häufen, in denen Blogger wegen Urheberrechtsverletzungen abgemahnt und zur Kasse gebeten werden, versuchen wir im Folgenden eine kleine Hilfestellung zu geben: Was darf man als Blogger und was darf man nicht?
Jeder Fehltritt landet im Netz (spiegel.de)
Aggressive Blogger krempeln mit Hilfe von “YouTube” und “MySpace” den US-Wahlkampf um. Ausrutscher von Kandidaten kursieren oft Minuten später als Videos im Web - ebenso schnell können sie politische Karrieren ramponieren.
Wenn Datenschutz zum Fremdwort wird (heute.de)
Risiken und Chancen des Internets im Jahr 2020.
Aus Mangel an Vorstellungsvermögen (nzz.ch)
Den amerikanischen Medien fiel es lange schwer, kritisch über die Behandlung von Terrorverdächtigen durch die US-Regierung zu berichten. Ein Fachartikel analysiert nun das Versagen.
Leserreporter (sz-magazin.sueddeutsche.de)
Seit der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 haben Fotos und Videoaufnahmen von zufällig anwesenden Passanten ihren festen Platz in der Berichterstattung professioneller Medien. Einfache Handhabung und rascher Datentransfer machen aus jedem Fotohandy- oder Digitalkamera-Besitzer einen potenziellen Reporter.
Das Netz als Volksempfänger (sueddeutsche.de)
Die Öffentlichkeit erschrickt immer wieder erneut, wenn sie auf nazistische Internetseiten aufmerksam wird. Doch Neonazis zählen seit je zur Avantgarde der Netzaktivisten, die längst gelernt haben, das Web als Vehikel für ihre Propaganda zu missbrauchen. Hier ist der historische Abriss.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Was auch passiert: meist ändert sich nichts und alles bleibt sich gleich. Jürg Scherrer zum Beispiel produziert alle paar Jahre einen Skandal. Nach den von ihm verspiesenen Zuckerminaretten wird er bestimmt bald auf weitere Ideen kommen, die Gemüter zu bewegen, die Münder zu öffnen, die Köpfe zum Schütteln zu bringen und die Zeigefinger ausfahren zu lassen. Punk wurde ja kürzlich auch schon 30 und “never dies”.
Nun zeigt aber die alte Tante von der Falkenstrasse, die Neue Zürcher Zeitung, plötzlich ungewohnte Seiten:
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Die Amateure kommen (telepolis.de)
Bürgerjournalismus ist unter Medienprofis umstritten und legt zugleich Mängel des Medienbetriebes offen.
Du knipst - ich verdiene (spiegel.de)
Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen: Diesem Prinzip folgen inzwischen mehrere deutsche Printmedien. Hobby-Knipser liefern gegen Honorar oder gar kostenlos Bilder zu - und machen so klaglos mit bei der Entwertung professioneller Arbeit.
“Teenager bleiben auf MySpace unter sich” (futurezone.orf.at)
Die Mediensoziologin Danah Boyd setzt sich in ihrer Forschungsarbeit mit sozialen Netzwerken auseinander. ORF.at hat mit ihr über den Reiz von MySpace für Teenager, 14-Jährige, die Porno-Divas verehren, und Zugangsbeschränkungen für Online-Communitys gesprochen.
Schöne neue Welt (faz.net)
Der “Telegraph” muß als das britische Blatt mit der ältesten Leserschaft die stockkonservative Rentnergruppe bedienen. Nun wagt die Zeitung die Flucht nach vorn - und will digitaler Marktführer im Nachrichtenwesen werden.
Macht und Machtkämpfe in der WOZ (woz.ch)
Wie überlebt man die WOZ? Wie laufen Intrigen und Machtkämpfe? Wie schafft man Ideen durch Sitzungen? Wie reisst man Projekte an? Wie überlebt man die Saurier, die einen sonderbarerweise eingestellt haben? Wie scheitert man? Eine Beichte.
Ingridiskret (weltwoche.ch)
Vom PR-Büro direkt auf Sendung: 5 vor 12 für “10 nach 10“?
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Wie uns die NZZ letzte Woche in einem Text über Düzgün TV, einem neuen türkischsprachigen Fernsehsender in Deutschland (Live-Stream hier), erklärt hat, sind Migranten-Medien im Trend. So soll es allein 3000 deutschsprachige Auslandsmedien geben. Gelesen von Menschen in einem Land, in dem sie gerne leben. Die trotzdem die Kultur des Lands, aus dem sie kommen, nicht vermissen und mit anderen teilen möchten. Ich kann mich erinnern, wie dankbar ich nach mehreren Monaten im Ausland war, in einer deutschsprachigen Zeitung banale Fussballresultate lesen zu können. Nun gut, das war in einer Zeit vor Internet.
Die Internationale Medienhilfe Deutschland unterscheidet deutschsprachige und fremdsprachige Medien. Und die wiederum sind, je nach Sichtweise, im In- oder Ausland. Für die deutsche Sprache stellen wir einige verschiedene Fälle vor:
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