Ronnie (33) surfte 2001 bei einer Google-Suche das erste Mal auf ein Blog. Bald hatte er alle Einträge gelesen und die der Vormonate auch. Er folgte den Links. Er merkte, dass es auch noch andere Blogs gibt. Er begann, da und dort zu kommentieren. Er eröffnete ein eigenes Blog. Er merkte, dass ihm das Schreiben und das Verlinken Spass machte. Seit August 2006 schreibt er für medienlese.com und bloggt seit Mai 2007 auch privat unter ronniegrob.com. Ronnie lebt überwiegend in Berlin.
Ronnie ist erreichbar unter

Alle 1107 Artikel von Ronnie Grob auf medienlese.com:
Wer kennt das Problem nicht? Ein interessanter Artikel ist online eingestellt, aber im geschützen Bereich, also nur für Abonnenten des Blatts zu lesen. Es ist ja nicht so, dass Leser im Internet keine Zeitschriften oder Zeitungen kaufen würden, doch was nützen ihnen Hinweise auf Artikel, von denen sie dann doch nicht mehr als den Titel und den Lead zu sehen kriegen?
Bis die Blätter eingesehen haben, dass Artikel, die online nicht in voller Länge zu lesen sind, in Zukunft gar nicht existieren werden, geben wir Tipps, wie gesperrte Texte entsperrt werden. Es ist einfacher, als man denkt:
» weiterlesen
Der Tages-Anzeiger druckt heute auf der Hintergrund-Seite den am 10.10.2006 im Perlentaucher erschienene Text von Anna Politkowskaja, “Die Umerziehung der Schahiden“. Begleitet wird der Text, was ja nicht selbstverständlich ist, hervorragend: Der Leser wird informiert über die Übersetzerin, über die Erstveröffentlichung des Artikels sowie über das Copyright daran. Die Infobox wird mit “Der letzte Text” übertitelt, was, wie in den nachfolgenden Zeilen erklärt wird, nur teilweise stimmt. Es ist dies der letzte vollständige und in der Nowaja Gaseta erschienene Artikel.
Der vielzitierte allerletzte Text, dessen Erscheinen angeblich durch den Mord hätte verhindert werden sollen, von dem nur das Manuskript besteht und der gemäss Tages-Anzeiger nur fragmentarisch vorhanden ist, kann im Weblog Krusenstern in deutsch und russisch nachgelesen werden. Er heisst: “Wir nennen Dich einen Terroristen“.
Mammopolis, die Zeitschrift für Utopie- und Busenforschung, ist im Juli 2006 erstmals erschienen. Für viele mag das ein abseitiges Thema sein, doch man muss sich wohl erst damit befassen, um ein Urteil fällen zu können, ob die darin besprochenen Themen viel, wenig oder gar nichts mit dem eigenen Leben zu tun haben. Es verwirrt mich zwar etwas, dass die Forschungsgebiete Utopie und Busen im Titel zusammengefasst sind (als Laie kann ich nur schwer einen Zusammenhang ergründen), aber 2,50 Euro ist ein fairer Preis und gäbe es keine Leser, so gäbe es keine Zeitschriften.
Im Editorial ist zu erfahren, dass Bazon Brock ohne Zweifel einer der bedeutendsten Theoretiker der befreiten Brust ist und dass sich Aufklärung nicht mit dem Hinweis begnügen könne, die Brust sei ein Fettgewebe mit Drüsenausgängen und Fettgewebe. In einem frei zugänglichen Interview spricht Herausgeber Marvin Chlada mit Sarah Diehl, Museologin und Herausgeberin der Anthologie Brüste kriegen (Verbrecher-Verlag), was sich als durchaus interessante Lektüre herausstellt. Wie überall: Es ist oft mehr dahinter, als man sich vorstellt. Doch vielleicht will man sich auch nicht alles vorstellen.
Trotzdem kommt es mir reizvoll vor, an einem Schweizer Kiosk, wo nicht einmal die grosse Tageszeitung aus Österreich, Österreich, erhältlich ist, den Sonntags-Blick zu kaufen und nach Mammopolis zu fragen. Ich werde das gleich Sonntag ausprobieren. Danke auch dem vergessengegangenen Linklieferanten.
Digital ist besser: Die neue Boheme
(orf.at, Patrick Dax)
Holm Friebe und Sascha Lobo skizzieren in ihrem Buch “Wir nennen es Arbeit”, wie sich mit Hilfe neuer Technologien ein selbstbestimmtes Leben jenseits der Festanstellung führen lässt. Die so entstehende digitale Boheme entwickle sich zum bedeutenden Wirtschaftsfaktor, zeigen sich die beiden Autoren im ORF.at-Interview überzeugt.
Italiens Regierung will Mediengesetz ändern
(nzz.ch, tz.)
Berlusconi spricht von politischer Vendetta und von Banditentum.
“Endloser Datenozean”
(taz.de, Robert Misik)
Die Wissensgesellschaft fördert selten kluges Denken: Der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann über Reformgeist, verfehlte Bildungspolitik, den Evaluierungswahn und anderes unnützes Wissen.
Streit um “Österreich”
(diepresse.com)
“Bürger” Hans Böck geht vom Erfolg des Löschungsantrags aus, Herausgeber Wolfgang Fellner spricht von einem “untauglichen Versuch, die erfolgreichste Tageszeitungsgründung dieses Landes zu behindern”.
täglichpress
(stefan-niggemeier.de)
Ich habe von der Firma “X-Ray Personal Media Digest GmbH” heute zum ersten Mal gehört. Und vermutlich sollte ich mir eigentlich kein Urteil erlauben, wenn ich nicht einmal weiß, was genau ein “vorstandsfähiger Medienspiegel” ist, den sie anbietet.
Die Umerziehung der Schahiden
(perlentaucher.de, Anna Politkowskaja)
Im offiziellen Tschetschenien sind widersprüchliche Menschen äußerst rar. Einer der Letzten von ihnen ist tot - Buwadi Dachijew.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Von kress.de gibt es einen neuen Report: täglichpress heisst er, hat keine weiterführenden Links und bringt nach eigenen Angaben die tagesaktuellen Pressemeldungen auf den Punkt. Ausgewertet werden darin deutsche Printmedien. Die heutige Ausgabe besteht aus fünf Kurzmeldungen mit einem Titel, der Quellenangabe und drei bis fünf Zeilen Text. Fragwürdig der Titel: “Die Presschau der Medienbranche”. Ist das ein Tippfehler, ein Wortspiel oder ein Versuch, bereits existierendes nicht zu kopieren?
Peter Turi findet, der Dienst sei vergleichbar mit der Feuilleton-Rundschau des Perlentauchers und “prima”. Das finden wir ja auch, aber wenn es um Medien über Medien im Internet geht, dann glaube ich mit Jonet oder dem hauseigenen 6 vor 9 besser bedient zu sein, wenn auch es unmöglich ist, über letzteres nicht voreingenommen zu sein. Echt vergleichbar sind alle vier Angebote nicht, da sie alle eine individuelle Ausrichtung haben und sich entweder auf Inhalte im Netz oder Print konzentrieren.
Der Perlentaucher, langjähriger Anbieter von Presseschauen, muss sich heute vor dem Landgericht Frankfurt für seine wegen ihrer Weitergabe an Dritte angeblich die Urheberrechte verletzende Bücherschau verteidigen. Die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben dagegen offenbar schon vor einem Jahr Klage eingereicht.
Moselcoast-Ghetto-Rap-Geschwader: Die Presseschau der Subkultur
(jetzt.de, Tobias Wullert)
Wie prächtig das Angebot in den Hauptbahnhofsbuchhandlungen doch ist. Jedem Interesse ist ein Heft gewidmet. Was steht da eigentlich immer so drin? jetzt.de hat sich fünf Exemplare gegriffen und geblättert.
Ein Ehrenkodex von 50 Seiten
(fr-aktuell.de, Bernd Buder)
Dazwischen zurechtkommen: Im Kosovo bemüht sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk um die journalistische Ethik.
Termin mit dem Tod
(zeit.de, Auszug aus dem Buch “Douloureuse Russie”)
Wie die russische Journalistin Anna Politkowskaja den Mann traf, den viele für ihren wahren Mörder halten. Eine Reportage aus ihrem letzten Buch.
In einem Blog über die verlorene Zeit
(taz.de, Detlef Kuhlbrodt)
Die “Recherche” lesend sich selbst lesen: Der Schriftsteller Jochen Schmidt arbeitet täglich 20 Seiten Marcel Proust durch und schreibt darüber ein Internet-Tagebuch.
“Um gelesen zu werden”
(tink.ch, Janosch Szabo)
Im Juni startete die deutsche Netzeitung die Plattform Readers Edition. Der Moderator Gerd Stodiek über Bürgerjournalismus und die nicht mehr ganz neue Projektidee.
Über Google, YouTube und eine strahlende Zukunft
(approx.antville.org)
Vor genau sechs Jahren schrieb die Zeit unter der Überschrift “Fernsehen à la Carte” einen recht euphorischen Artikel über CanalWeb. Kennt eigentlich noch jemand diese Firma?
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Es war nun länger verhältnismässig still um Natascha Kampusch, entführte und über Jahre im Keller festgehaltene Österreicherin. Nach dem ORF-Interview am 6. September 2006 und den ersten Print-Interviews in der Kronenzeitung und bei News träufelten nur noch einzelne Informationshäppchen über sie an die Öffentlichkeit. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse von dann bis jetzt:
» weiterlesen
Gestern machte medienzirkus.blogspot.com die Liebe des Ringier-Verlags für DJ Bobo publik, heute ist das dem Blick bereits etwas peinlich. Er schiebt die Verantwortung eines vermuteten PR-Deals auf den Lieblingsfeind aller, das Schweizer Fernsehen.
» weiterlesen
Fünf Rupien für die Freiheit
(zeit.de, Christiane Grefe)
Indien ist ein Abenteuerland des Journalismus. Hier gedeiht die Medienvielfalt wie kaum sonst auf der Welt.
Lonely Girl im Pixelmüll
(jungle-world.com, Markus Ströhlein)
Mit NPD-Spots geriet das Portal “You Tube” in die Schlagzeilen. Aber auch sonst bietet die Internetplattform fragwürdige Inhalte an.
“Aus Alt mach Neu”
(ftd.de, Mathias Mertens)
Alle sind begeistert von Web 2.0 - statt der Diktatur der IT-Riesen herrscht nun angeblich Basisdemokratie im Internet. Tatsächlich aber basiert der Hype nur auf einer geschickten Umetikettierung.
Warum die deutsche Internet-Gemeinde scheu ist
(welt.de, Elisalex Clary)
Die Suchmaschine kauft das Videoportal. Es fließt unglaublich viel Geld, und die Phantasien sprießen ins Kraut. Die Börse dreht durch. Der Kauf steigert den Marktwert von Google um rund sechs Milliarden Dollar. Und was hat das mit uns zu tun?
Ringier & Bobo: a true love story
(medienzirkus.blogspot.com, Shandokan)
Wo die Liebe hinfällt, vermag niemand im Vornherein zu sagen. Einem zarten Pflänzchen gleich sucht sie den Boden der Fruchtbarkeit, wie ein Windhauch entsteht sie unverhofft und zuckerwatten-leicht. Ach, die Liebe. Jetzt hat sie ein ganzes Verlagshaus erwischt: Ringier hat sich in DJ Bobo verknallt.
Wer soll hier dumm sein?
(viceland.com, Max Reichnert)
Unsere zwei Spezialisten sind Florian, ein 13 Jahre altes Genie, der gerade sein Abitur gemacht hat und bereits von drei Top-Unis in Großbritannien Angebote, Physik zu studieren erhalten hat und der 12 Jahre alte Alex, ein Minderbemittelter mit erheblichen Lernproblemen?der Held seiner örtlichen Realschule, der die Ferien damit verbracht hat, Mädchen nachzujagen und sich auf das neue Schuljahr vorzubereiten, das er zum zweiten Mal wiederholen wird.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Die Peitschen-Borchert
(taz.de, Johannes Gernert)
Fünf Jahre lang hat sie ihr Privatleben öffentlich gemacht, in einer Sexkolumne und im eigenen Internetblog - so erfolgreich, dass sie WAZ-Online-Chefin wurde. Jetzt fehlt ihr zum Schreiben die Zeit und vor allem das Material. Die Ex-Kollegen aus der Blogger-Szene schmähen die “Verräterin”.
Der Heels Angel
(weltwoche.ch, Beatrice Schlag)
Ohne Anna Wintour, die Chefin der amerikanischen Vogue, läuft nichts – keine Karriere, kein Model, keine Angestellte in flachen Schuhen durch den Verlag. Seit 18 Jahren ist diese Frau: die Mode. Daran kann auch das schlechte Buch eines ihrer Opfer nichts ändern, das jetzt erfreulich verfilmt wurde.
“Die Weltwoche ist keine Fremdenlegion”
(persoenlich.com, Stefan Wyss)
Seit letzter Woche amtet Roger Köppel wieder als Chefredaktor der Weltwoche. Bereits seit der Bekanntgabe seiner Rückkehr ist ihm die Aufmerksamkeit der Branche sicher. Wie er mit der speziellen Beobachtung umgeht und welche Vorgaben der künftige Verleger Köppel dem Chefredaktor Köppel auf den Weg gegeben hat, erläuterte er im Gespräch mit “persoenlich.com”.
“Gazelle”: Ein stolzes Magazin für stolze Migrantinnen
(jetzt.de, Thilo Guschas)
Wenn niemand für junge Ausländerinnen spricht, dann mach? ich das eben, dachte sich Sineb El Masr – und gründete die Zeitschrift Gazelle.
Hauptsache fetzig
(taz.de, Jürgen Busche)
Die Neigung zur Kritikerbeschimpfung ist ausgeprägt in Deutschland. Das ist schon seit langem so, mittlerweile sind die Kulturredaktionen aber auch mitschuldig daran - wie aktuelle Beispiele aus Buchkritiken zeigen.
“Putin will Nationalgefühl stärken”
(diepresse.com, Patricia Käfer)
Pressefreiheit. Der Staat selbst oder die staatliche Wirtschaft kontrollieren Russlands Medien.
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.