Ronnie Grob

Ronnie GrobRonnie (33) surfte 2001 bei einer Google-Suche das erste Mal auf ein Blog. Bald hatte er alle Einträge gelesen und die der Vormonate auch. Er folgte den Links. Er merkte, dass es auch noch andere Blogs gibt. Er begann, da und dort zu kommentieren. Er eröffnete ein eigenes Blog. Er merkte, dass ihm das Schreiben und das Verlinken Spass machte. Seit August 2006 schreibt er für medienlese.com und bloggt seit Mai 2007 auch privat unter ronniegrob.com. Ronnie lebt überwiegend in Berlin.

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Alle 1271 Artikel von Ronnie Grob auf medienlese.com:

6 vor 9:
Erklärräume, Kommentare, Küng

Ronnie Grob, 3. Juli 2009 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Sich die Blogger-Kultur aneignen”
(nzz.ch, Heribert Seifert)
Heribert Seifert liefert einen Überblick über die Anstrengungen der etablierten Medienhäuser, was mit Blogs zu machen. Fazit: “Zu viele uninspirierte, nur als Pflichtprogramm betriebene Blogs, die von knausrigen Verlagen vor allem als Landnahme auf einem weiteren Medienspielplatz ohne Bereitschaft zu Investition und netzspezifischem Engagement installiert werden, zeugen nicht gerade von Vitalität und journalistischer Phantasie.”

2. “Kein öffentliches Interesse”
(20min.ch, Lukas Mäder)
“Gibt es für Normalbürger im hintersten passwortgeschützten Winkel des Internets noch eine Privatsphäre? Der ‘Blick’ findet Nein – und publiziert Sado-Maso-Bilder einer Sekretärin. Juristen sehen die Rechte der Betroffenen verletzt.” Siehe auch “Darf sich eine ‘Blick’-Autorin so zeigen?

3. “Schöner Kommentieren mit Datenschutz”
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier wird es nicht leicht gemacht, ein Blog zu führen, das Kommentare zulässt. Einerseits soll er alle Kommentare sozusagen unverzüglich prüfen, andererseits soll er nicht mal eine E-Mail-Adresse verlangen dürfen. Der gar nicht rechtsfreie Raum Internet führt dazu, dass nun Kommentierwillige mit den Worten “Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein…” gewarnt werden.

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6 vor 9:
@sachark, Hagemann, Manipulationen

Ronnie Grob, 2. Juli 2009 um 8.54 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

1. “Die vierte Gewalt ist jetzt im Netz”
(perlentaucher.de/blog, Anja Seeliger)
Brillante Entgegnung auf den Enteignungs-Text von Hubert Burda. Sie zählt unter anderem auf, auf welchen Wegen die deutschen Zeitungsverleger “zum Schutz überkommener Geschäftsmodelle” nach dem Staat rufen. Sie fordern eine “Zwangsgebühr namens Kulturflatrate”, eine “staatliche Beaufsichtigung der Suchmaschinen”, eine “Umverteilung der Anzeigenerlöse der Suchmaschinen”, ein “Leistungsschutzrecht, das die Grundvoraussetzung für die Schaffung einer Gema für Onlinetexte wäre” und dazu eine “staatliche Überwachung des Internets”.

2. “Manipulation – Politiker und Prominente schönen ihre Interviews”
(ndr.de, Video, 7:23 Minuten)
Hannah Herzsprung, Martina Gedeck, Heike Makatsch, Olaf Scholz. Sie alle, bzw. ihr Management lassen Interviews zur Farce verkommen, in dem sie so lange am Text rumwerkeln, bis aus dem Gespräch eine PR-Story in eigener Sache wird.

3. Interview mit Matthias Hagemann
(werbewoche.ch, Markus Knöpfli)
Der Verleger der Basler Zeitung Medien (BZM) denkt laut über Kooperationspartner nach: “Für uns sind primär der Wille der Aktionäre und sodann vor allem die Synergien entscheidend – und letztere kann nicht nur Tamedia bieten. Wir haben uns schon lange und nicht nur in der Schweiz umgeschaut, sondern auch weiter nördlich.”

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6 vor 9:
Netzwerk Recherche, Blick, Bankhofer

Ronnie Grob, 1. Juli 2009 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Die Enteigner der Enteigneten werden enteignet”
(frei.djv-online.de)
“In der F.A.Z. meint der Zeitschriftenverlegerpräsident, er werde enteignet. Nicht etwa qua Bundesregierung: Durch Google und so. (…) Die freien Journalisten werden seit über einem Jahrzehnt täglich enteignet.”

2. Hademar Bankhofer vs. viele rückgratslose Feiglinge
(gesundheitswelten.com)
Der österreichische “Journalist” Hademar Bankhofer empfiehlt 30 Sekunden langes Händewaschen und nennt seine Absetzung eine “ganz hundsgemeine Intrige”: “Ohne Unschuldsvermutung” habe man sich sofort von ihm getrennt. Er habe da “zum ersten Mal gemerkt, wie viele rückgratslose Feiglinge, (…) wie viele Arschlöcher es gibt.” Und: “Es wurden sogar Leute dafür bezahlt, im Internet recht viel Wirbel darum zu machen.” (Audio-File auf gesundheitswelten.com / Ausschnitt daraus bei stefan-niggemeier.de)

3. “Der Enthüllungsblogger”
(freitag.de, Sabine Pamperrien)
Sabine Pamperrien geht näher auf die Arbeit der bloggenden Journalisten Marvin Oppong und Jens Weinreich ein. Kritik gibt es am Verband Netzwerk Recherche, deren Mitglieder manchmal im Eifer vergessen, Quellen zu erwähnen: “Die rührigen Netzwerker haben es geschafft, durch geschicktes Marketing sich selbst als Synonym für investigativen Journalismus zu etablieren – ohne ihn überhaupt noch betreiben zu müssen. Vorwiegend besteht ihre Funktion inzwischen darin, als gut vernetztes Kartell dafür zu sorgen, sich gegenseitig in Szene zu setzen.”

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6 vor 9:
Echtzeit-Web, Bildblog, Gossweiler

Ronnie Grob, 30. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Michael Jackson – Jahre vor seinem Tod”
(bildblog.de, Lukas Heinser)
Bild, Welt und Berliner Morgenpost machen ihre Titelseiten auf mit Fotos von Michael Jackson, die angeblich “Stunden vor seinem Tod” aufgenommen wurden. Sie stammen aber aus dem November 2003.

2. “Bildblog – Alles Müll oder was?”
(merkur.de, Katharina Zeckau)
“Seit fünf Jahren beobachtet der Journalist Stefan Niggemeier Deutschlands größte Boulevardzeitung und listet ihre Fehler im Internet auf. Zarte Anzeichen einer Läuterung hat er erkannt.”

3. Interview mit Urs Gossweiler
(persoenlich.com, Corinne Bauer)
Der Verleger der Jungfrau Zeitung spricht sich klar gegen “gegen jegliche staatliche Stützungsmassnahmen” der Branche aus und stellt sich “gegen das Manifest [PDF] des Schweizerischen Zeitungsverlegerverbandes”: “Im Moment hat man tatsächlich den Eindruck, dass gewisse Verleger ausschliesslich mit der Frage beschäftigt sind, wie man möglichst schnell ein Konjunkturpaket vom Bundesrat erhalten kann.”

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6 vor 9:
Schlingensief, Computermüll, Kall

Ronnie Grob, 29. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. Martin Kall gegen das “Heruntersparen der Redaktionen”
(medienforum.nrw.de)
Bemerkenswerte Aussagen von Tamedia-CEO Martin Kall in seiner Keynote am Internationalen Printkongress. Kall riet anderen Verlagen, “vor allem in den Journalismus zu investieren”. Denn: “Wir können uns das Heruntersparen der Redaktionen nicht leisten.“ Ist das ein cleverer Schachzug, um die Konkurrenz zu verwirren? Schliesslich hat Tamedia bei seinem Flaggschiff Tages-Anzeiger eben die Printredaktion merklich ausgedünnt. Und auf tagesanzeiger.ch fährt das Unternehmen einen journalismusarmen Boulevardkurs.

2. “Die SRG in der Krise”
(nzz.ch, Francesco Benini)
“Armin Walpen geht und hinterlässt einen Scherbenhaufen.”

3. “Vertragspiraten”
(heise.de/tp, Peter Mühlbauer)
“Die FAZ, die seit Monaten eine Kampagne für neue Leistungsschutzrechte gegen ‘digitale Enteignung’ fährt, lizenzierte Texte von Elke Heidenreich ohne deren Wissen und ohne finanzielle Beteiligung.”

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6 vor 9:
Tilgner, Mingels, Ahmadinedschad

Ronnie Grob, 26. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. Interview mit Ulrich Tilgner
(swr.de, Wolfgang Heim)
Iran-Korrespondent Ulrich Tilgner (wegen Einschränkungen seiner Arbeit nicht mehr beim ZDF) ist nach Deutschland zurückgekehrt und spricht (mp3, 31:42 Minuten) über die Propaganda aus dem Westen, über Demonstrationen, die von Zehntausenden auf Millionen Menschen anwachsen, über das öffentliche Leben im Iran, das ohne Internet schlicht zusammenbricht und über die Software aus China, die jeden Morgen neu installiert werden muss, um die Internet-Filter zu umgehen.

2. “Bad Cover Versions*”
(stefan-niggemeier.de, Daniel Erk)
Daniel Erk liest den ins Zeit-Magazin übernommene Das-Magazin-Artikel “Dubai Exodus” (Guido Mingels, 19.06.2009) und vergleicht ihn mit dem Independent-Artikel “The dark side of Dubai” (Johann Hari, 07.04.2009). Erk meint: “(…) vielleicht hätte man auch einfach Johann Haris ganz hervorragenden Text übersetzen können. Oder, wenn man sich schon an seinem Text orientiert, wenigstens kurz auf ihn verweisen können. Im Hiphop nennt man das ‘Samples’ klären – und dem Respekt zollen, dem Respekt gebührt.”

3. “Finde den Unterschied – Zeit Online vs. Printausgabe”
(unpolitik.de)
“Stoppschilder vor Kinderpornoseiten” vs. “Verbot von Kinderpornographie”.

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6 vor 9:
Copycats, Internet-Sperren, Bellut

Ronnie Grob, 25. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

1. Das ZDF kupfert schamlos ab und steht dazu
(faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog, Peer Schader)
Der ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut nennt sich selbst einen schamlosen Abkupferer. Konkret: “Wir sind doch alles große Abkupferer. Ich bin schamlos da. Abkupfern gehört dazu.” Es stellt sich die Frage: Warum sollen dafür Gebühren erhoben werden?

2. “Klära entfacht Begeisterungsstürme in Österreichs Medien”
(gesundheit.blogger.de, strappato)
Die neue “Verhütungspille Qlaira® (gesprochen ‘Klära’) des Pharmakonzerns Bayer Schering” ist auf dem Markt. Im Gesundheitsmagazin der Kronen-Zeitung ist dazu zu lesen: “Und die kleinen Pillen sind auch dann nützlich, wenn es einmal gar nichts zu verhüten gibt. Dann tut sie was für die Schönheit, man sieht’s an Haut und Haaren.”

3. “Meine Nebenverdienste”
(zapp.blog.ndr.de, Anja Reschke)
Anja Reschke geht mit Transparenz voran: “Nachdem es ja aufgrund unserer Berichterstattung über die Nebenverdienste von Moderatoren einige Nachfragen – auch hier im Blog – auch zu meiner Person gab, möchte ich mich gerne äußern. Auch ich moderiere gelegentlich auf Veranstaltungen außerhalb des NDR.”

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6 vor 9:
Iran, Twitter, Graff, Federer

Ronnie Grob, 24. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

1. “Journalismus im Iran: Ein Flickr Hoffnung”
(diepresse.com, Patricia Käfer)
“Bürgerreporter als wichtige Stütze, Arbeitsbedingungen schwierig. Die Blogger-Szene im Iran ist seit Jahren kritisch aktiv. Und derzeit bietet das Web 2.0 selbst renommierten Medien die einzige Möglichkeit, an authentische Informationen zu kommen.”

2. In der Endlosschleife
(carta.info, Robin Meyer-Lucht)
Robin Meyer-Lucht war am Medienforum NRW und an einer Veranstaltung zum “Ende des Journalismus” in Berlin und kriegte “das Gefühl, ein Mediensystem im Abstieg zu besichtigen”, denn: “Wirklich zentrale Fragen für neue Öffentlichkeitsstrukturen, wie beispielsweise eine Link-Ethik, werden nicht aufgegriffen. Das Internet als Leitmedium und der Veränderungsbedarf aller Medieninstitutionen werden noch immer unter den Vorzeichen und mit der Sprache des klassischen Systems verhandelt. ”

3. “Wie ein Pirat dem anderen”
(bildblog.de, Lukas Heinser)
Bernd Graff, stellvertretender Chefredakteur von sueddeutsche.de, nennt die Piratenpartei die “politische Vertretung” von Pirate Bay. Doch so ist es nicht: “Piratenpartei und Pirate Bay entstammen derselben Bewegung, sind aber nicht direkt miteinander verbunden.”

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6 vor 9:
NYT, Fischöl, Castingshows, Wolf

Ronnie Grob, 23. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Der angezählte Champion”
(zeit.de, Michael Naumann)
“Die ‘New York Times’ ist die beste Zeitung der Welt – aber ihrem Verlag droht die Insolvenz: Das Internet macht Konkurrenz, Anzeigen bleiben aus. Muss die Zeitung bald ihren eigenen Tod vermelden?”

2. “Callcenter der SPIEGEL-Gruppe verkauft Fischölkapseln für den Springer-Konzern”
(spiegelblog.net, T. Engelbrecht)
Der Spiegel und die Firma QS Quality Service haben die gleiche Adresse, nämlich Brandstwiete 19, Hamburg. Die Spiegel Gruppe macht was mit Journalismus, die Tochterfirma QS, zuständig für die Aboverwaltung der Muttergesellschaft, verkauft Fischölkapseln.

3. “Ich bring dich groß raus!”
(merkur.de, Jürgen Bräunlein)
“Warum tun sich junge Leute das an, vor einem Millionenpublikum gedemütigt zu werden? Kein Masochismus zwingt sie dazu, sondern die Sehnsucht nach deutlichen Worten, die ihnen die Gesellschaft verweigert.”

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6 vor 9:
Sprecher, Obama, Heidemann

Ronnie Grob, 22. Juni 2009 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Platanen im Schrebergarten”
(zeit.de, Margrit Sprecher)
Kein Platz mehr für Vollblutjournalisten in den Verlagen, resümiert Margrit Sprecher, vielfach ausgezeichnete Reportagejournalistin mit Jahrgang 1936, in einer Analyse der Schweizer Medienszene: “Man ist schlicht überfordert von deren beruflichem Selbstbewusstsein und bedingungslosem Eintreten für die Qualität. Sie gelten als Borderliner, denen die wirtschaftliche Lage des Blattes egal ist.”

2. “Rechtschreibe-Sörver” beim Tages-Anzeiger gefunden
(blog.persoenlich.com, Christian Lüscher)
Zwischen der Print-Redaktion des Tages-Anzeigers und seiner Online-Redaktion (”Newsnetz”) herrscht keine Harmonie. Die Zeitungsleute machen sich (zurecht) um die Rechtschreibung der Onliner Sorgen. Die Onliner hingegen stellen einen Artikel über Twitter der Printredaktion mit diesem Permalink auf die Website: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/absolut-daemlicher-beitrag-des-tages-anzeigers/story/22481057

3. “Hurra, es stand in ‘Bild’”
(blogmedien.de)
Wundern Sie sich auch, warum so viele Medien zurzeit über die Nebenverdienste von Fernsehmoderatoren schreiben? “Nicht der vermeintliche Skandal um die Nebenverdienste von ohnehin gut bezahlten öffentlich-rechtlichen TV-Leuten sorgte für die breite anschließende Berichterstattung, sondern die Tatsache, dass sich das Leitmedium ‘Bild’ der Sache an exponierter Stelle – nämlich auf der Titelseite – angenommen hatte.”

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