Peter Sennhauser (41) war schon lange online, bevor das World Wide Web die Medienwelt auf den Kopf zu stellen begann. Als Lokaljournalist in der Region Basel, Parlamentsberichterstatter beim Berner “Bund” und Ressortleiter “E-World” der Wirtschaftszeitung “Cash” interessierte er sich genauso für politische Konsequenzen und gesellschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung wie als Vollblut-Geek für technisches Spielzeug.
Seit 2004 lebt und arbeitet Peter in San Francisco am Eingang zum Silicon Valley. Seit März 2007 ist er als vollamtlicher Chefredaktor von Blogwerk verantwortlich für alle Blogs.
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Alle 101 Artikel von Peter Sennhauser auf medienlese.com:
Wie verkaufen Regenbogen-Verlage die gleiche Geschichte doppelt? Sie verteilen sie synchron auf zwei Blätter.

Was ich über die Celebrity-Szene hier im Hollywoodstaat Kalifornien weiss, das lerne ich in der Warteschlange des Supermarkts. Dort plärrt mich nicht nur ein grauenhaft penetranter Mix von Werbung, Comedy-Schnipseln, lokalen Wettervorhersagen und Gesundheitstipps aus einem Monitor an. Gleich darunter sorgen reihenweise Klatschblätter dafür, dass meine wohlüberlegte Reihenfolge beim Aufbeigen der Einkäufe aufs Fliessband mangels Konzentration durcheinander gerät.
Und so verdanke ich meinem heutigen Bedürfnis nach Milch und Brot ein wichtiges Update über die Trennung von Reese Witherspoon und Ryan Phillippe. Nicht dass mich das wirklich interessieren würde. Vielmehr ist es die Präsentation am Newsstand, die meine Aufmerksamkeit weckte. Da prangt das Paar nämlich fast schon vereint nebeneinander auf einer Coverseite. Äh - auf zwei Coverseiten.
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Wie die Demokraten die US-Kultur untergraben
Die Konservativen lagen richtig mit ihren Befürchtungen betreffend Änderungen der Gesellschaft durch die demokratische Mehrheit. Zumindest gemäss dieser Website. [via Boingboing]
Demnach ist dies das 25-Punkte-Programm, welches ein paar Satiriker für die demokratisch dominierten USA aufgestellt haben. Einige Schwerpunkte:
- Gesetzlich vorgeschriebene Homosexualität
- Abgabe von mit Drogen gefüllten Kondomen an Schulen
- Ersatz des Grenzzauns zu Mexiko durch kostenlose Pendlerbusse
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Heerscharen von Vloggern sollen heute Unregelmässigkeiten in den US-Wahllokalen dokumentieren.
Was beliebige Bilder vom innern eines Wahllokals zur Demokratie beitragen sollen, kann man sich durchaus fragen.
Dass aber die gesammelten Werke von Bürgern über ihre (unerfreulichen) Erlebnisse an der Urne Wirkung zeigen, dafür will diese Webseite sorgen: Sie sammelt Beschreibungen von Vorfällen, baut daraus eine Datenbank und bietet gar an, in besonderen Fällen der Wählerin zu Hilfe zu eilen, die um ihre Stimme betrogen worden zu sein glaubt.
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Printmedien sollen via Verkaufsplattform bei Google mehr Inserate anziehen
Die Suchmaschinenfirma Werbeagentur Google weiss nicht mehr wohin mit den Anzeigen. Auch im dritten Quartal dieses Jahres sind die Umsätze um 10 Prozent gestiegen - auf 2,7 Milliarden Dollar oder 70 Prozent mehr als im Vorjahr.
Aus dieser Position der Stärke eilt der Alb der Mainstream-Medien nun ausgerechnet den Zeitungen zu Hilfe, auf deren Brust er bisher gesessen hat: Wie die Britische Times meldet, wird Google demnächst eine Vermarktungsplattform für einige ausgewählte Tageszeitungen aus dem englischsprachigen Raum anbieten.
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Eine hochangesehene amerikanische Armee-Zeitung fordert den Rücktritt von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
Üblicherweise zitieren Zeitungen andere Zeitungen nur ungern. Am Wochenende allerdings haben etliche US-Zeitungen den Verlag der “Army Times”, Herausgeber einer ganzen Reihe hoch angesehener Blätter für alle Abteilungen des Amerikanischen Militärs, auf ihren Frontseiten zitiert: Die Army Times, Air Force Times, Navy Times und Marine Corps Times drucken am Montag ein Editorial, in dem sie den Rücktritt des Verteidigungsministers Donald Rumsfeld verlangen. Aus dem Editorial [via SFgate]:
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Der TV-Wahlkampf in den USA besteht zu 90 Prozent aus haltlosen Schmierenkampagnen
“Lass Dir keine gute Geschichte von den Fakten kaputtmachen”: Die Faustregel unseriöser Journalisten hat im Zeitalter der Blogs im Medienwesen keinen Platz mehr.
Dafür scheint sie die politische Werbung in den USA völlig zu beherrschen.
Den Republikanern dürfte John Kerrys Rückzug nach einer missglückten Rede wie ein Geschenk des Himmels vorkommen: Fünf Tage vor den Kongresswahlen fällt der aktuellen Mehrheitspartei nämlich schlicht nichts mehr ein, mit dem sie ein mögliches Debakel an der Urne abwenden könnte - selbst in traditionell konservativen Staaten wie Virginia haben demokratische Herausforderer häufig die besseren Karten als konservative Bisherige. » weiterlesen
Ein alter Trick wird für die US-Behörden urplötzlich zum Thema.

Sein Boarding-Pass Generator auf www.dubfire.net hat dem Informatik-Studenten Christopher Soghoian im US-Bundesstaat Indiana einen Besuch des FBI und wenige Stunden später, während er wohlweislich bei einem Freund weilte, eine Hausdurchsuchung mit der Beschlagnahmung aller Computer beschert: » weiterlesen
Comedy Central lässt alle eigenen TV-Clips auf Youtube löschen. Fast alle.
Die Hiobsbotschaften für Google reissen nach dem Kauf von Youtube nicht ab: Einer nach dem andern verlangen die amerikanischen TV-Konzerne die Löschung von Clips und Ausschnitten ihrer Sendungen, die von Zuschauern auf Youtube gepostet wurden.
Comedy Central hatte bisher kein Problem damit, dass die besten Sketches aus der täglichen Satire-Newssendung «The Daily Show» regelmässig auf Youtube auftauchten (ebenso wie «Colbert Report» und «Southpark»). Aber wer seit gestern nach solchen Ausschnitten sucht, stösst ab sofort nur noch häufig* auf eine Mitteilung, «Dieses Video ist aufgrund einer Verletzung der Nutzerbedingungen entfernt worden». » weiterlesen
Der Suchmaschinengigant im (Klein-) Krieg gegen Clickfraud: Es wird ernst.
Hoppla: Hier berichtet ein Blogger, dass ihm Google die Auszahlung seines Anteils aus Werbeeinnahmen für ein ganzes Jahr verweigert - mit der Begründung, sie seien durch Clickfraud zusammengekommen. Bisher hatte die Diskussion um den «Betrug» mit selber angeklickten Google-Inseraten auf Webseiten Dritter vor allem in Kreisen Werbetreibender stattgefunden, und Google hat immer erklärt, das Problem im Griff zu haben.
Ich möchte das bezweifeln. Das grösste Problem für die Suchmaschinenfirma, die fast ihren gesamten Milliardenumsatz mit den winzigen Inseraten generiert, für welche die Werbekunden erst bezahlen müssen, wenn sie angeklickt worden sind, besteht darin, dass
A) Kleinstwerbetreibende inzwischen fürchten, von der Konkurrenz via Clickfraud (gezielte Klicks auf die Werbung des Widersachers, bis dessen monatliches Werbebudget erschöpft ist) arm geklickt zu werden und
B) nach und nach die Millionen Webseitenbetreiber, die Google-Ads auf ihren Seiten platzieren, um Ihren Verdienst fürchten und / oder von Google mit genau diesen Formbriefen verprellt werden wie, es in diesem Fall geschehen ist.
Sollten dadurch die Google-Aktien unter Druck kommen, wird das massive Auswirkungen auf die gesamte Web 2.0-Party haben.
Christoph Meili vlogt gegen den «Blick»
Einen leicht peinlichen Einblick in sein Leben präsentiert der inzwischen nach Kalifornien gezogene ehemalige UBS-Wachmann Christoph Meili, der vor neun Jahren während der Nazigold-Affäre bei der Schweizer Grossbank Akten vor der Vernichtung im Shredder bewahrt hat.
Auf Google Video reitet Meili, mit einer Flasche Bier in der Hand im Schlafzimmer posierend, eine etwas unentschlossene Attacke gegen den Blick, der ihn seit 8 Jahren diffamiere. » weiterlesen