Heute im “heute” (PDF, Seite 17):

Per «aa»-Trick Handynummern schneller finden
Lieber Sven, ich habe über 200 Adressen im Handy gespeichert. Weisst du einen Trick, wie ich sie schnell durchsuchen kann? Liebe Grüsse, Hanspeter, Muri BE.
Nichts einfacher als das, lieber Hanspi. Du musst nur das Alphabet lernen! Wenn deine Freundin zum Beispiel Sulaika heisst, müsstest du ganz tief runter ins Adressbuch klicken bis zu «SU». Jetzt gibts zwei Tricks: Wenn du Sulaika ganz ganz fest liebst, speicherst du sie als «aasulaika» ab. Dann ist sie im Natel an oberster Stelle. Wenn du noch mehr Freundinnen hast, machst du «Saauleika». Und Myriam wird zu «Maayriam». Dann drückst du einfach «M» oder «S» und schon ist der entsprechende Name an erster Stelle. Sven beantwortet unter Anleitung eines Redaktors wöchentlich Technikfragen. E-Mail an: sven@heute-online.ch
A-a-Trick? Lieber Sven, bist Du noch in der analen Phase? Auf dem Foto siehst Du aber älter aus als zwei bis drei, mehr so wie sechs oder sieben.
Du hättest Hanspeter sagen können, dass Dein Trick vor sechs bis sieben Jahren, also etwa zur Zeit Deiner Geburt, zum Beispiel bei der Handygeneration des Nokia-Klassikers 6150 ganz passend war. Damals hiessen Frauen, die man schnell mal anrufen wollte, nicht nur AASIMONE (”Sulaikas” kenne ich nicht, ist das ein typischer Vorname in Muri BE?), sondern auch noch AASIMONE-H, AASIMONE-M und AASIMONE-W, weil man jedem Namen nur eine Nummer zuordnen konnte.
Wer seitdem allerdings mal ein neues Handy gekauft hat, und von denen soll es einige geben, hat sich dann über den Workaround aber schnell geärgert, weil er nämlich die Kontakte im Handy-Adressbuch gern mit dem PC synchronisieren wollte, und da sieht’s nicht nur saudoof aus mit den Aas, sondern Simone würde sich vielleicht auch beschweren, wenn sie beim Mail aus Outlook sieht, dass sie als “Aa-Simone” oder “Saaimone” abgespeichert ist. Also haben wir, die wir etwas älter sind als Du, an einem verregneten Sonntagnachmittag mal die AA’s gelöscht und auch die “H”-, “M”- und “W”-Anhängsel in einen gemeinsamen sauberen “Simone Meier”-Eintrag konsolidiert. Da wäre es doch irgendwie blöd, wenn Demnächst-Synchronisierer diese olle Kamelle heute noch nachmachen würden.
Und was nun die richtige Frage auf die Antwort von Hanspeter aus Muri BE wäre: Wie man in den Kontakten suchen kann, hängt vom Handy-Betriebssystem ab. Manche Handys können nur eine Sortierung, nach Vor- oder Nachname, und dann suchen sie auch nur so. Die neue Nokia-Generation mit dem Symbian-Betriebssystem dagegen sucht die Eingabe am Anfang des Vor- und des Nachnamens (”sab” findet also “Sabine Müller” genauso wie “Gabriela Sabatini”), während Handys mit Microsofts Betriebssystem PocketPC eine Teilstringsuche im ganzen Namen machen, also bei “sab” auch die “Stiftsabtei” finden würden. Die letztgenannten suchen sogar auch noch in den Telefonnummern, d.h. bei “sab”, also “722″, würden sie auch jemanden finden, dessen Nummer diese Zahlenfolge enthält.
Mit anderen Worten, lieber Hanspeter in Muri BE, Du solltest Dir für deine am häufigsten gewählten Namen merken, wie Du sie mit möglichst wenig Zeichen aufrufen kannst - das kann mal der Vorname, mal der Nachnahme, mal etwas aus der Mitte sein, mal ein Teil der Nummer sein, je nach Handy und Namenliste. Ausserdem gibt es ja auch bei den neuen Handys immer noch die Möglichkeit, sich die am häufigsten genutzten Kontakte auf Kurzwahlnummern zu legen; das geht meist noch schneller.
Und Du, lieber Sven, siehst schon früh, dass die Welt der Erwachsenen manchmal ziemlich kompliziert sein kann; erst recht wenn es um Handys und um saubere, migrationssichere Datenhaltung geht. Das mit YouTube direkt darüber, wenn Du da auch beteiligt warst, hast Du aber echt klasse erklärt. Weiter so!
Liebe Grüsse
Dein Peter aus Zürich