Peter Hogenkamp

Peter HogenkampPeter Hogenkamp (39) sah im April 2003 zum ersten Mal ein(en) Blog (in der Schweiz “der”, in Deutschland “das”, was ihn als lange in der Schweiz lebenden Deutschen in die permanente Identitätskrise stürzt) und wusste: Das will ich auch machen. Er begann das Usability-Blog nutzbar.ch, aber da zunächst nur gefühlte fünf Personen mitlasen, liess er es schleifen bis zu seinem Sabbatical 2005, in dem er Bloggen als ideale Prokrastinationsmethode neu entdeckte.

Im Jahr 2000 war Peter Mitgründer der Usability-Agentur Zeix AG, für die er auch heute noch gelegentlich tätig ist. Im Mai 2006 gründete er die Blogwerk AG und weiss immer noch nicht, was er als Funktionsbezeichnung auf seine Visitenkarten schreiben soll. “Founder and CEO” klingt nur auf Englisch erträglich.

Peters heutiges Leben ist geprägt vom schnellen Umschalten zwischen Blogwerk, Zeix, Zugfahren und Familie. Manchmal hätte er daher gern mehr Zeit - vor allem zum Bloggen …

Peter ist erreichbar unter

 

Alle 59 Artikel von Peter Hogenkamp auf medienlese.com:

Die nächste Gratiszeitung - wer errät den Namen?

Peter Hogenkamp, 15. August 2007 um 21.06 Uhr, 35 Kommentare Kommentare

Tagblatt der Stadt Zürich
Metropol
20 Minuten
Zürich Express
Express
heute
.ch

Medienkonsument/innen haben schon einiges hinter sich, aber eben auch noch vor sich, was Gratiszeitungen angeht.

Nachdem “.ch” schon auf einen Titel aus der obskuren Welt der Country code top-level domains ausweichen musste, fragen wir uns besorgt: Werden vielleicht schon bald die normalen Namen knapp, hat die neue Sonntagszeitung namens “Sonntag” den letzten langweiligen normalen ergattert (worüber sich allerdings schon die Kirche mokiert, die bereits seit 60 Jahren ein Blatt mit diesem Titel herausgibt)?

Doch Experten geben Entwarnung. Bei “Viagra” seien ja auch insgesamt 600.426.974.379.824.381.952 (600 Quintillionen) Variationen möglich, die man alle noch entziffern könne (Berechnung hier), und bei Gratiszeitungen dürften es “sicher nicht weniger” sein.

medienlese.com sorgt für Ordnung und stellt exklusiv die zehn wahrscheinlichsten Namen vor:

  1. “Der Morgen” (evtl. in der Schreibweise “D.e.r.M.ø.r.g.e.n!”)
  2. “Der Tag”
  3. “Morning Star”
  4. “Regio-Express”
  5. “Tachchen!”
  6. “Punkt 8″
  7. “Der Schnelleser”
  8. “Kurzfutter”
  9. “Ich pendle also bin ich”
  10. “PrintAgenturmeldungen(alle)”

Wer weiss es besser? Wer im Kommentar den richtigen Namen rät, gewinnt ein Monats-Pendlerticket für seinen lokalen Verkehrsverbund - natürlich wie in der Medienlandschaft üblich nur in den Regionen Basel (”BVB - schnäller als de dänggsch”), Bern (”Libero”) und Zürich (”ZVV”).

50 Franken pro falsch geschriebenem Namen?

Peter Hogenkamp, 9. Juli 2007 um 23.33 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Peter Sennhauser schreibt in seinem gestrigen SonntagsZeitung-Artikel “Schwätzer gegen Wadenbeisser” (Blogbeitrag - Artikel), dass in der Redaktion des “Magazin” ein falsch geschriebener Name 50 Franken kostet:

Was ist schon ein falsch geschriebener Name? Im Journalismus ist er eine Todsünde, die auf der Redaktion des im gleichen Verlag wie die SonntagsZeitung erscheinenden «Magazins» Kolumnist Max Küng fünfzig Franken kostet.

Ich hab das so gelesen, dass jeder die 50 Franken zahlen muss, der einen Namen falsch schreibt, nicht nur Max Küng, obwohl der Text etwas anders lautet. Wie auch immer. Nehmen wir an, CHF 50.- sei der Tarif.

Dann macht das beim “Klein Report” von heute über die Klaus J. Stöhlker AG (siehe deren Medienmitteilung “Information Builders (Switzerland) als neuer Kunde“) 5 x 50.- = 250.- Franken. Nicht schlecht, so auf einen Schlag.

PR-Mandat für die Stölker AG von US-Softwarefirma

Das amerikanische Softwareunternehmen, Information Builders, hat das PR-Mandat für die Schweiz an die Klaus J. Stölker AG in Zollikon vergeben. Die PR-Spezialisten unterstützen die US-Firma beim Aufbau der nationalen Kommunikation und wirken als Sparringpartner für die Unternehmensleitung, teilte die Klaus J. Stölker AG am Montag mit. Information Builders fokussiere sich in der Schweiz auf die Bereiche Finance und Pharma sowie auf Firmen, die in einem multinationalen Umfeld tätig seien und damit komplexe Anforderungen an ihre Systeme stellen. Die US-Softwarefirma soll auch im KMU-Umfeld ab 50 Mitarbeitenden entsprechende Lösungen anbieten können, erklärt der Stölker-VR-Delegierte Fidel Stölker mit Blick auf die Zukunft.

Man könnte Herrn Stöhlker (”Wir Schwiizer…”) fragen, ob ihm sein Middle Initial oder sein ‘h’ wichtiger ist. Vermutlich würde er “beides” antworten, und auch wenn ich keinen zweiten Vornamen habe, kann ich ihm das ausnahmsweise nicht verdenken.

Die Auferstehung der Wandzeitung, by maxiprint.ch

Peter Hogenkamp, 2. Juli 2007 um 8.17 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Neue Werbung am HB Zürich, gleich mehrfach nebeneinander:

CIMG1992

Hintergrund: Schon vor Beginn des siebenstündigen (!) Konzerts zum zehnten Todestag von Diana war bekannt, dass Elton John es eröffnen und abschliessen würde. Allerdings wusste man nicht, ob er der Bitte von William und Harry nachkommen würde, nochmal die Diana-Version von “Candle in the Wind” zu singen (”Goodbye England’s Rose”), die er für Dianas Trauerfeier 1997 gedichtet hatte.

Er sang sie nicht. Und für die Tageszeitungen kam die Nachricht zu spät.

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Was in den Beizen abgeht.

Peter Hogenkamp, 27. Juni 2007 um 0.09 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

schaper
Foto: Schweizer Fernsehen

Die Debatte um den designierten Kulturchef des Schweizer Fernsehens, den Deutschen Rainer M. Schaper, treibt etwas seltsame Blüten.

Letzten Donnerstag, da war seine Ernennung noch nicht mal offiziell, hatte schon die Weltwoche gefunden (”Ein Deutscher wird neuer SF-Kulturchef”, nur für Abonnenten), dass das zwar vermutlich ein Fehler sei, aber man argumentierte ungewohnt ausgewogen.

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Tatsache:
Jetzt erwischt es auch FACTS

Peter Hogenkamp, 20. Juni 2007 um 19.38 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Von 17:52:44 Uhr heute Abend datiert das PDF der Medienmitteilung, in der der Zürcher Tamedia-Verlag die Einstellung des Nachrichtenmagazins FACTS bekannt gibt.

Titel in Grossbuchstaben scheinen ein schlechtes Omen zu sein: Nach dem 18 Jahre alten “CASH” von Ringier vor fast genau drei Wochen hat es nun also das 12 Jahre alte “FACTS” erwischt. Einerseits ist es sicher kein Zufall, dass diese beiden derben Einschläge die Schweizer Medienlandschaft so kurz nacheinander trafen - wenn die das machen, sollten wir vielleicht auch noch schnell - andererseits wundert man sich als Beobachter schon etwas, weil man denken sollte, auf dem Wochenzeitungsmarkt habe trotz generell anderer inhaltlicher Ausrichtung zwischen den beiden am Donnerstag erscheinenden Blättern ein gewisser Wettbewerb um Leser und Inserenten geherrscht.

Die Fakten zur Einstellung von der Tamedia:

  • In den 12 Jahren nur in einem Jahr keine Verluste geschrieben - das haben wir bei CASH schon so ähnlich gehört, obwohl das immerhin in den fetten Neunzigern schwarze Zahlen geschrieben haben soll.
  • Insgesamt 53 Stellen, 64 Mitarbeitende betroffen, interne Lösungen werden gesucht - das klang vor drei Wochen auch zuerst sehr ähnlich, wobei die Redaktion hier im Blog anderes berichtete.
  • Letzte Ausgabe am Donnerstag, 28. Juni - hier hat Tamedia die sportliche Vorlage von Ringier (vier Rest-Ausgaben nach Einstellungsmeldung) noch halbiert; neben dem schon fertigen Blatt von morgen darf/muss die Redaktion nur noch eine einzige weitere Ausgabe machen. Am 28. Juni begehen beide Magazine ihren “Letzten” gemeinsam.
  • Die Abonnenten werden verhökert und kriegen neue Angebote für die Restlaufzeit, die Inserenten kriegen attraktive andere Platzierungen - mit dem Teil kriegen wir bald schon Routine.

Einen einzigen Pluspunkt verbuchen die aus der Werdstrasse gegenüber denen aus der Dufourstrasse: Tamedia versucht nicht, das dauerhafte kaufmännische Debakel als strategisch-zukunftsträchtige Neuerung zu verschwurbeln. Das Communiqué heisst “Einstellung des Nachrichtenmagazins FACTS” (im Gegensatz zu “CASH Gruppe setzt auf die digitalen Kanäle”). Ein schwacher Trost, aber trotzdem Dank im Namen aller Euphemismusgeschädigten.

Aus den Schweizer Online-Redaktionen sind noch nicht viele Kommentare zu lesen, vorerst begnügt man sich mit Copy/Paste der Agenturmeldung. (”Immerhin streckt das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» seine Fühler in die Schweiz aus”, steht daher in allen Texten.) Ein paar eigene Gedanken haben bisher nur die Büronachbarn von “20 Minuten” gemacht, aber die hatten vermutlich auch etwas Vorsprung.

Was hört man sonst noch? Wir sind dran.

(Aufmerksame Leser von medienlese.com erfuhren die Breaking News schon 21 Minuten nach der Mitteilung, als unser Leser mds in einem knappen Kommentar darauf hinwies; immerhin eine halbe Stunde vor dem Newsletter-Versand des Klein Reports von 18.39 Uhr.)

Wie ich einmal dabei war, als der begnadete Chansonnier und gewandte Medienprofi Udo Jürgens Schweizer wurde

Peter Hogenkamp, 11. Juni 2007 um 8.25 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Mit 4249 Zeichen nacherzählt der Klein Report im Stil eines Schüleraufsatzes, wie Udo Jürgens, der Weltstar, der begnadete Chansonnier deutscher Sprache, der gewandte Medienprofi, etc., am letzten Freitag in Zumikon eingebürgert wurde. Elisabeth Kopp war auch da und hielt eine “launische”, vermutlich aber launige Rede, und dank des Fels in der Brandung Hermann Zangger konnte der Star alles nur durch einen legendären Tunnelblick überstehen. So wie wir diesen stilblütenlastigen und mit der Logik hadernden Artikel.

Neu-Schweizer Udo Jürgens im Festzelt Zumikon geehrt

Zurzeit tourt Entertainer Udo Jürgens solo durch Deutschland. Letzten Freitag kehrte er für einen Abend in seine neue Heimatgemeinde Zumikon zurück, wo er für 500 «ausgeloste» Zumiker Einwohner im Gemeindesaal ein Gratiskonzert gab. Anschliessend wurde ihm in einem Festzelt die Bürgerurkunde überreicht. Wie es im PR-Buche steht, macht der Weltstar Public Relations nach aussen, wo ihm niemand etwas vormachen kann, aber auch nach innen, in die kleine Gemeinde hinein. Hier wohnt der gebürtige Österreicher seit 1998 in der Isleren.

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“Freispruch”

Peter Hogenkamp, 7. Juni 2007 um 15.53 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Die von heute sind schon manchmal ganz lustig. War heute in der Redaktion, und dort hängen alle Seiten der heutigen Nummer gross nebeneinander an der Wand.

Ist jemandem an den Bildern der 19 Freigesprochenen etwas aufgefallen?

heute 2007-06-07

(Mir nicht, der Bö. hat’s mir gesagt.)

Boliden und Champagnerduschen bald wieder in der Schweiz

Peter Hogenkamp, 6. Juni 2007 um 8.08 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Gestern hob der Schweizer Nationalrat das 50 Jahre alte Verbot von Rundstreckenrennen in der Schweiz auf.

Nationalrat Ulrich Giezendanner von der Schweizerischen Volkspartei hatte seine Initiative plakativ “Wiederzulassung von Formel-1-Autorennen” genannt, dann aber in seiner Wortmeldung im Parlament argumentiert, darum gehe es ja heute noch gar nicht. Stimmt, denn dazwischen stehen noch ein paar hundert Millionen, die so eine Rennstrecke kostet, das Ja von Bernie Ecclestone - und vor allem die Genehmigungsverfahren. Wer aus der Nähe mitbekommen hat, welche juristischen Schlachten der Neubau eines Fussballstadions in Zürich (mitten in einem früheren Industriegebiet) verursacht, der kann sich in der kleinräumigen Schweiz beim besten Willen keine Formel-I-Strecke vorstellen. Jeder Kanton, jede Region wird sagen: Kein Problem, nur bitte nicht bei uns.

Ich nehme an, dass den meisten Schweizer Medien dieser Unterschied auch klar ist, aber bei der heutigen Berichterstattung will auf die “Formel I” in der Schlagzeile und auf die Fotos einiger Rennwagen (”Boliden” und “bald” ist auch eine hübsche Alliteration) trotzdem niemand verzichten.

20min Front 2007-06-06 450pxNur das Gratisblatt «20 Minuten» wählt einen anderen Ansatz und bringt eine vierteilige Fotostrecke auf der Titelseite, wie Ulrich Giezendanner nach der Sitzung des Nationalrats von seinen Parlaments(partei)kollegen mit Champagner abgeduscht wurde. Vermutlich eine sehr spontane Aktion, bei der allerdings zufällig jemand mit einer Hochgeschwindigkeitsdigitalkamera daneben stand.

20min Front Giezendanner 2007-06-06

Als Betrachter kann man bei der Gelegenheit vor allem froh sein, dass Giezendanner das Haarteil, mit dem er bei der Nationalratswahl 1995 noch “ins Rennen ging”, inzwischen abgelegt hat.

giezendanner giezendanner ulrich 118px

«Hier hat niemand ein internes Angebot» - Insidernews aus der CASH-Redaktion

Peter Hogenkamp, 31. Mai 2007 um 22.08 Uhr, 68 Kommentare Kommentare

Cash CashDaily 2007-05-31

Am Morgen um sieben war die Welt noch in Ordnung. “Hier arbeitet Ihr Geld am besten”, titelte das wie jeden Donnerstag seit 18 Jahren erschienene Wirtschaftsmagazin CASH, doch da hatte Verleger Michael Ringier schon entschieden, dass sein Geld in Zukunft anderswo arbeiten soll als in der CASH-Redaktion. CASH wird per Ende Juni eingestellt, es kommen gerade noch vier Ausgaben.

Die offizielle Lesart gemäss Pressemitteilung, Meldung auf cash.ch und dem am Abend versandten Sondernewsletter lautet: “Die CASH Gruppe setzt auf den digitalen Wachstumsmarkt.” Dieser Euphemismus erscheint selbst in Zeiten von “Freistellung”, “Fokussierung” und “Konsolidierung” etwas gar aufgesetzt, wenn man gerade das Flaggschiff der Gruppe versenkt, und auch der verschwurbelte Satz “Die CASH Gruppe konzentriert sich ab dem 1. Juli 2007 noch stärker auf den integrierten Multikanal-Ansatz und damit auf die Plattform CASH daily mit ihren digitalen Medien” schafft mehr Verwirrung als Klarheit. Einen Moment lang konnte man denken, CASH Daily müsse auch dran glauben, aber dies gilt offenbar auch als digitales Medium und bleibt. Beruhigend las sich zunächst der Satz: “Die 46 betroffenen Mitarbeiter sollen mehrheitlich in der CASH Gruppe und bei anderen Ringier Titeln weiterbeschäftigt werden.”

Naturgemäss hört sich alles ganz anders an, wenn man mit Noch-Cash-Redaktoren über ihre Sicht der Dinge spricht. » weiterlesen

«Pirate Daily» - die komplett unter den Haken gekommene Abendzeitung

Peter Hogenkamp, 24. Mai 2007 um 23.29 Uhr, 17 Kommentare Kommentare

Im Duell der Schweizer Gratiszeitungen in Sachen AdSpecials zeigt heute der Konkurrenz von 20 Minuten, was ein richtiger Sellout ist. Das ganze Blatt enthält nur Werbung für den heute angelaufenen Film “Pirates of the Caribbean 3″.

Man wundert sich, dass von noch heute draufsteht und das Blatt nicht für diese Ausgabe in Pirate Daily umbenannt wurde.

Die Werbeschaltungen der Reihe nach:

heute 2007-05-24 001

Mantel, Seite 1: Filmlogo (fast) ganzseitig

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