Ole Reißmann

Ole ReißmannOle Reißmann (Jahrgang 1983) ist in Großhansdorf bei Hamburg aufgewachsen und hat an der Universität Bremen Politikwissenschaft gelernt.

Zurzeit studiert er Journalismus an der Hamburg Media School. Er hat in schon in einigen (großen) Redaktionen in Hamburg, Berlin und München mitgearbeitet und arbeitet als freier Journalist. Seit August 2007 schreibt er für medienlese.com, im Dezember wurde er verantwortlicher Redaktor.

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Alle 321 Artikel von Ole Reißmann auf medienlese.com:

medienlese.com am Kiosk:
Die Woche der Frauenzeitschriften

Ole Reißmann, 22. Oktober 2008 um 19.37 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit Stimmen zum Missy Magazin und jeder Menge Redesigns.

Die Suche nach der Nische: Auf Zeit Online schreibt Elisa Simantke von gescheiterten Versuchen, dem Segment der Frauenzeitschriften mit seinen knapp einhundert Ratgeber-Heften einen Titel mit Anspruch hinzuzufügen. So seien Allegra und Brigitte Young Miss gescheitert – zumindest in Heftform. Erfolgreiche Projekte wie das Indie-Pornoheft Jungsheft oder das Migrantinnen-Magazin Gazelle hätten zudem stark auf das Internet gesetzt – das Missy Magazin versucht es trotzdem. Kleine Auflage, kein Internet-Vorlauf. Leider schreibt Simantke nicht, ob sie das Heft schon untergehen sieht – oder warum eben gerade nicht.

Inhaltlich setzt sich Cordula Trapp mit dem Missy Magazin auseinander und schreibt auf Meedia:

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Callie-Shell-Fotos:
Superstar Obama

Ole Reißmann, 22. Oktober 2008 um 18.37 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Unterwegs mit Barack Obama: Die Fotografin Callie Shell begleitet den Präsidentschaftskandidaten seit mehr als zwei Jahren. Mit ihren Fotos gewährt sie intime Einblicke in den Wahlkampf des Polit-Superstars.

Obama in North Carolina (Keystone)

Eigentlich war sie vom Nachrichtenmagazin Time losgeschickt worden, um John Kerry zu fotografieren. Der war damals, vor vier Jahren, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Auf den Bildern, die sie ihrem Redakteur schickte, war aber eine andere Person weitaus häufiger zu sehen. Sie hatte jemanden getroffen – und wusste: Der wird noch einmal wichtig werden. Auf den Fotos: Barack Obama. In den vergangenen zwei Jahren war Callie Shell mit Obama unterwegs und hat ihn auf seinen Wahlkampfreisen fotografiert. Eine Auswahl der Bilder gibt es auf The Digital Journalist zu sehen. Ihnen ist anzusehen, dass Callie Shell seit zwei Jahren mit Obama unterwegs ist – so gelingen intime Aufnahmen in privaten Situationen. Ergänzt werden die Bilder von ausführlichen Kommentaren.

Kieler Nachrichten:
Willkommen in der Zukunft

Ole Reißmann, 20. Oktober 2008 um 10.04 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Neue Website für die Kieler Nachrichten: Kommentar-Funktion und RSS-Feeds inklusive. Was die neue Seite alles kann – und was fehlt – in unserem Kurztest.

Über 1000 Zusteller versorgen in Schleswig-Holstein jeden Morgen mehr als 200.000 Leser mit den Kieler Nachrichten – ”Ihre Schwäche: Die Kieler Nachrichten erscheint nur einmal pro Tag”, schreibt Chefredakteur Jürgen Heinemann im Editorial zur neuen Internet-Seite. Mit der neuen Seite wird nun Tempo gemacht – mit allem, was man von einer vernünftigen Zeitungs-Website verlangen kann: Artikel lassen sich kommentieren, Rubriken als RSS-Feed abonnieren, Kontakt zur Redaktion ist zielgenau über 17 E-Mailadressen möglich – und sämtliche Redakteure arbeiten auch online.

Die aufgeräumte Startseite könnten zwar noch ein paar mehr Fotos vertragen, damit die Seite nicht allzu nordisch-unterkühlt daherkommt – auf den Unterseiten sieht das zum Glück schon anders aus. Der Clou: Die klassische rechte Spalte, in der üblicherweise Werbung blinkt und den Leser vom eigentlichen Artikel in der rechte Spalte hin zu anderen Angeboten ziehen will, wurde einfach weggelassen. Entwickelt wurde die neue Seite der Kieler Nachrichten von der Agentur Xalmiento. Geschäftsführer Matthias Kretschmer zu Konzept und Artikel-Layout: “Wenn Nutzer unten auf der Website Sportnachrichten lesen, dann scrollen sie nicht wieder ganz nach oben um herauszufinden, ob dort in der rechten Spalte noch mehr Sportmeldungen stehen. Auch die Werbung für den Sport-Shop irgendwo in der Mitte der Seite fällt ihnen nicht auf.”

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Big-Brother-Awards:
Staatliches Vorgehen gegen Journalisten angeprangert

Ole Reißmann, 19. Oktober 2008 um 11.47 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Preisträger des Big-Brother-Awards Schweiz stehen fest. Ein Award wurde für die präventive Verhaftung von Journalisten vergeben – Facts 2.0 ist nicht unter den Gewinnern.

In Bern wurden gestern Abend die Big-Brother-Awards vergeben. Mit dem jährlich vergebenen Preis sollen die “grössten Schnüffelratten der Schweiz aus Privatwirtschaft und Politik” öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet werden. Der “Lebenswerk-Award” ging an einen Staatsschutzbeamten der Kantonspolizei Bern für die präventive Verhaftung von zwei Journalisten. Während einer kurzfristig verbotenen Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar wurden Mitarbeiter der Zeitungen WOZ und Le Courrier verhaftet. In der Begründung (PDF) heißt es weiter:

“Die Antwort des eidgenössischen Datenschützers auf die Einsichtsgesuche bestätigt, dass der Inlandgeheimdienst DAP (Dienst für Analyse und Prävention) widerrechtlich politisch aktive Personen und Medien fichiert. Der Verein grundrechte.ch fordert deshalb zusammen mit den Betroffenen ein vollständiges Einsichtsrecht in die Staatsschutz-Akten.”

» weiterlesen: Wer noch gewonnen hat

Ran an die Zielgruppe:
Buchtrailer auf YouTube

Ole Reißmann, 17. Oktober 2008 um 13.35 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mehr Aufmerksamkeit für Bücher – dank YouTube: Mit kurzen Clips werben Verlage im Internet um Leser. Wir zeigen drei Beispiele von Rowohlt und Kiepenheuer & Witsch.

Wort-Werbung für Rowohlt-Buch

Immer mehr Bücher werden auf YouTube beworben! Vorsicht, ein Trend geht um! Wir müssen darüber schreiben und die Videos verlinken! Jaaa! Pünktlich zur Herbstsaison und zur Frankfurter Buchmesse versuchen sich deutsche Verlage wieder an multimedialer Werbung. Die Zielgruppe wird dort abgeholt, wo sie den ganzen Tag abhängt: Im Internet, mit extra produzierten Videos. Der heiße Shit kommt natürlich aus den USA – Wired hat schon vor drei Jahren über die neue Form des Buchmarketings geschrieben. Gleich zu drei Büchern, die ich gerade gekauft habe, gibt es offizielle Buchtrailer auf YouTube – hätte ich es nur vorher gewusst!

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medienlese.com am Kiosk:
Neue Bremer Zeitung eingestellt

Ole Reißmann, 15. Oktober 2008 um 17.42 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit vier Premieren, anderthalb Abgängen und einer doppelten Portion Kritik.

Extra zur Buchmesse – und als PDF im Netz

Willkommen zur ersten Ausgabe von “medienlese.com am Kiosk” – vielleicht unserer neuen regelmäßigen Serie über das Geschehen auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Anmerkungen und Kritik herzlich willkommen!

Premiere

Messe-Zeitung: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt eine eigene tägliche Zeitung zur Buchmesse heraus – die es auch als PDF im Internet gibt.

Neues Heft für Familien: Der Süddeutsche Verlag bringt das Familienmagazin SZ Wir am 5. November vorerst einmalig an den Kiosk. Eckdaten: 100 Seiten, 3,50 Euro, 130.000 Auflage. Den Inhalt verantwortet Dominik Wichmann, seit 2000 Chefredakteur des SZ Magazins. Mehr dazu bei kress.

Nachtrag: Ein Frauenmagazin ohne Hausfrauen-Konditionierung und Diät-Wahn kommt am 20. Oktober an den Kiosk. Das Missy-Magazine will über Popkultur, Politik und Style mit feministischer Haltung berichten – weil auf dem Spielplatz Popkultur-Journalismus sich zu 80 Prozent Junges tummeln.

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Big-Brother-Awards Schweiz:
Publikum nominiert Facts 2.0

Ole Reißmann, 15. Oktober 2008 um 14.56 Uhr, 38 Kommentare Kommentare

Datenkraken stoppen, Bürgerrechte stärken, Demokratie schützen: Große Ziele beim Big-Brother-Award Schweiz. Unter den 52 Kandidaten sind das Schweizer Fernsehen und die Redaktion von Facts 2.0.

Die Musikindustrie schnüffelt IP-Nummern, der Lebensmittelkonzern Nestlé spioniert Globalisierungskritiker von Attac aus – und die Redaktion der Internet-Community Facts 2.0 liest angeblich Mails der Mitglieder. Nur drei Kandidaten für den Big-Brother-Award der Schweiz in diesem Jahr, die der Organisation “gemeldet” wurden – und nun öffentlich im Netz angeschwärzt werden.

Der Preis will jährlich die “grössten Schnüffelratten der Schweiz aus Privatwirtschaft und Politik” an den öffentlichen Pranger stellen. Moniert wird fehlender Datenschutz, Eingriffe in die Privatsphäre und Überwachung. Aus den Einsendungen des Publikums wurden 52 Kandidaten aufgestellt und publik gemacht. Unter den Kandidaten des Schweizer Big-Brother-Awards sind auch mehrere Web-Pranger – für Ärzte, Ausländer, Nachbarn. Deshalb wollten wir wissen, wie die Vorschläge aus dem Publikum geprüft wurden, bevor sie an den Web-Pranger gestellt wurden und haben dem Organisationskomitee (OK) ein paar Fragen geschickt – und zwei deutliche Antworten bekommen.

» weiterlesen: Harte Vorwürfe

Buchmesse live im Internet:
Journalisten und ihre Bücher

Ole Reißmann, 15. Oktober 2008 um 10.46 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Live von der Frankfurter Buchmesse: Für jeweils eine halbe Stunde ist ein Autor mit seinem Buch Gast auf dem “Blauen Sofa”. Darunter: Stefan Aust, Dietmar Dath, Bettina Gaus und Hans-Jürgen Jakobs.


Buchmesse im Internet ist mindestens so aufregend wie die Wagner-Festspiele auf Großbildleinwand beim “public viewing” – also überhaupt nicht. Was hingegen gut geht: Gespräche mit Autoren. Ein Sofa, ein Moderator und ein Gast mit seinem Buch. Dafür haben Internet-Nutzer wahrscheinlich auch mehr Zeit und Aufmerksamkeit übrig als gehetzte, übernächtigte Messebesucher. Auf dem “Blauen Sofa” von Deutschlandradio Kultur, dem ZDF-Kulturmagazin “aspekte”, Bertelsmann Buchclub und Süddeutsche Zeitung nehmen natürlich auch Journalisten Platz – für die kommenden Tage haben wir je einen Termin herausgesucht.

» weiterlesen: Vier Journalisten, vier Bücher, vier Live-Termine

IVW 3/08:
Zeitungen verlieren 4,1 Prozent

Ole Reißmann, 14. Oktober 2008 um 16.42 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die sieben überregionalen Zeitungen büßen 4,1 Prozent verkaufte Auflage ein – vor allem durch den Sinkflug der Bild-Zeitung. Süddeutsche und FAZ legen zu.

Die aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträger (IVW) sind draußen – nach ersten Analysen verlieren die überregionalen Zeitungen im Vergleich zum Vorjahr im dritten Quartal 4,1 Prozent verkaufte Auflage, schreibt zum Beispiel DWDL.de.

Demnach legt die Süddeutsche Zeitung um 1,9 Prozent zu, die Frankfurter Allgemeine Zeitung um 1,6 Prozent und das Handelsblatt um 0,9 Prozent. Die Bild-Zeitung verliert 6 Prozent, taz2,6 Prozent, FTD 2,2 Prozent und die Welt mit Welt Kompakt 1,1 Prozent. Mit 3,335 Millionen verkauften Exemplaren stellt die Bild-Zeitung damit einen neuen Minusrekord für die vergangenen zehn Jahre auf, schreibt Jens Schröder auf Meedia.de.

» weiterlesen: Zeitschriften und erste Analysen

Hamburger Abendblatt:
Museumsreifer Rückblick zum 60. Geburtstag

Ole Reißmann, 14. Oktober 2008 um 13.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Starkes Selbstbewusstsein, massig Werbekunden: Das Hamburger Abendblatt wird 60 Jahre alt und feiert sich mit 92 zusätzlichen, raschelnden Riesenseiten.

In Hamburg, das sich als Sitz großer Verlage gerne als Medienstadt feiert, gibt es eine recht übersichtliche Zeitungslandschaft. Es gibt das Hamburger Abendblatt. Dazu kommen noch die Boulevardblätter Mopo und die Hamburg-Ausgabe der Bild-Zeitung sowie ein paar Hamburg-Seiten in der taz und der Welt. Für eine Metropole ein recht einseitiges Angebot, zumal drei der genannten Zeitungen zum Axel-Springer-Verlag gehören. Pressevielfalt – Fehlanzeige.

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