Ole Reißmann (Jahrgang 1983) ist in Großhansdorf bei Hamburg aufgewachsen und hat an der Universität Bremen Politikwissenschaft gelernt.
Zurzeit studiert er Journalismus an der Hamburg Media School. Er hat in schon in einigen (großen) Redaktionen in Hamburg, Berlin und München mitgearbeitet und arbeitet als freier Journalist. Seit August 2007 schreibt er für medienlese.com, im Dezember wurde er verantwortlicher Redaktor.
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Alle 285 Artikel von Ole Reißmann auf medienlese.com:
Datenkraken stoppen, Bürgerrechte stärken, Demokratie schützen: Große Ziele beim Big-Brother-Award Schweiz. Unter den 52 Kandidaten sind das Schweizer Fernsehen und die Redaktion von Facts 2.0.
Die Musikindustrie schnüffelt IP-Nummern, der Lebensmittelkonzern Nestlé spioniert Globalisierungskritiker von Attac aus – und die Redaktion der Internet-Community Facts 2.0 liest angeblich Mails der Mitglieder. Nur drei Kandidaten für den Big-Brother-Award der Schweiz in diesem Jahr, die der Organisation “gemeldet” wurden – und nun öffentlich im Netz angeschwärzt werden.
Der Preis will jährlich die “grössten Schnüffelratten der Schweiz aus Privatwirtschaft und Politik” an den öffentlichen Pranger stellen. Moniert wird fehlender Datenschutz, Eingriffe in die Privatsphäre und Überwachung. Aus den Einsendungen des Publikums wurden 52 Kandidaten aufgestellt und publik gemacht. Unter den Kandidaten des Schweizer Big-Brother-Awards sind auch mehrere Web-Pranger – für Ärzte, Ausländer, Nachbarn. Deshalb wollten wir wissen, wie die Vorschläge aus dem Publikum geprüft wurden, bevor sie an den Web-Pranger gestellt wurden und haben dem Organisationskomitee (OK) ein paar Fragen geschickt – und zwei deutliche Antworten bekommen.
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Live von der Frankfurter Buchmesse: Für jeweils eine halbe Stunde ist ein Autor mit seinem Buch Gast auf dem “Blauen Sofa”. Darunter: Stefan Aust, Dietmar Dath, Bettina Gaus und Hans-Jürgen Jakobs.
Buchmesse im Internet ist mindestens so aufregend wie die Wagner-Festspiele auf Großbildleinwand beim “public viewing” – also überhaupt nicht. Was hingegen gut geht: Gespräche mit Autoren. Ein Sofa, ein Moderator und ein Gast mit seinem Buch. Dafür haben Internet-Nutzer wahrscheinlich auch mehr Zeit und Aufmerksamkeit übrig als gehetzte, übernächtigte Messebesucher. Auf dem “Blauen Sofa” von Deutschlandradio Kultur, dem ZDF-Kulturmagazin “aspekte”, Bertelsmann Buchclub und
Süddeutsche Zeitung nehmen natürlich auch Journalisten Platz – für die kommenden Tage haben wir je einen Termin herausgesucht.
» weiterlesen: Vier Journalisten, vier Bücher, vier Live-Termine
Die sieben überregionalen Zeitungen büßen 4,1 Prozent verkaufte Auflage ein – vor allem durch den Sinkflug der Bild-Zeitung. Süddeutsche und FAZ legen zu.
Die aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträger (IVW) sind draußen – nach ersten Analysen verlieren die überregionalen Zeitungen im Vergleich zum Vorjahr im dritten Quartal 4,1 Prozent verkaufte Auflage, schreibt zum Beispiel DWDL.de.
Demnach legt die Süddeutsche Zeitung um 1,9 Prozent zu, die Frankfurter Allgemeine Zeitung um 1,6 Prozent und das Handelsblatt um 0,9 Prozent. Die Bild-Zeitung verliert 6 Prozent, taz2,6 Prozent, FTD 2,2 Prozent und die Welt mit Welt Kompakt 1,1 Prozent. Mit 3,335 Millionen verkauften Exemplaren stellt die Bild-Zeitung damit einen neuen Minusrekord für die vergangenen zehn Jahre auf, schreibt Jens Schröder auf Meedia.de.
» weiterlesen: Zeitschriften und erste Analysen
Starkes Selbstbewusstsein, massig Werbekunden: Das Hamburger Abendblatt wird 60 Jahre alt und feiert sich mit 92 zusätzlichen, raschelnden Riesenseiten.
In Hamburg, das sich als Sitz großer Verlage gerne als Medienstadt feiert, gibt es eine recht übersichtliche Zeitungslandschaft. Es gibt das Hamburger Abendblatt. Dazu kommen noch die Boulevardblätter Mopo und die Hamburg-Ausgabe der Bild-Zeitung sowie ein paar Hamburg-Seiten in der taz und der Welt. Für eine Metropole ein recht einseitiges Angebot, zumal drei der genannten Zeitungen zum Axel-Springer-Verlag gehören. Pressevielfalt – Fehlanzeige.
» weiterlesen: Heute feiert “die Zeitung” Geburtstag
Wenig Bewegung, immer weniger Links: Die Medienblogcharts haben sich überlebt. Trotzdem möchten wir Euch die letzte Ausgabe nicht vorenthalten – Vorhang auf für die meist verlinkten deutschsprachigen Medienblogs, ein letztes Mal.
(kkelly2007, CC-Lizenz)
Besorgte Mails erreichten uns: Wann kommen denn die Medienblogcharts? Tja. Vollkommen glücklich sind wir mit den Charts nicht mehr – sie hatten ihre Zeit, sie haben sich etwas überlebt. Dass doch noch jeden Monat viele darauf warten, ehrt und freut uns natürlich sehr. Zurzeit sind wir noch auf der Suche nach einem würdigen Ersatz.
Mit einer satten Woche Verspätung reichen wir auf Grund der Nachfragen hiermit die Medienblogcharts für die 41. Kalenderwoche nach. 486 Links gingen im Vergleich zum Vormonat verloren. Auf den ersten Plätzen – die üblichen Verdächtigen. Deswegen sagen wir den Medienblogcharts leise Servus.
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Börse brutal: Der Lieblingshändler der Fotografen an der Frankfurter Wertpapierbörse hat dem Deutschen Anleger Fernsehen ein Interview gegeben – demnach steht es sieben zu drei für den Untergang.
Dirk Müller: Die Frisur sitzt (Keystone)
Das Gesicht der Frankfurter Börse: Wenn Fotografen ein aktuelles Bild vom Parkett schießen, stehen die Chance gut, dass Dirk Müller darauf zu sehen ist. Lustige Frisur, deutliche Mimik, er ist Mr. Dax. Am Freitagabend hat Müller ein beunruhigendes Interview gegeben. Im Deutschen Anleger Fernsehen, dem Win-win-Sender (mehr dazu in der FAZ) aus Kulmbach, warnte vor einer Verschärfung der Krise und fordert die Zuschauer auf, doch mal “Dankesbriefe” an all die Kommentatoren und Analysten zu schreiben, die vor nicht all zu langer Zeit noch von einer kurzfristigen Krise sprachen und weiter auf Aktien setzten.
Jetzt wird das Video “viral”, verbreitet sich im Internet – und verschreckt nicht nur die Zuschauer des Anleger-Fernsehens: “Der Mann kloppt gegen Ende zunehmend stark auf die Scheiße, da läuft es einem richtig schön gruselnd den Rücken runter”, schreibt Felix von Leitner. Also Vorsicht, wer überhaupt keine Ahnung von der Materie hat, sollte sich das folgende Video sparen. Verdirbt sonst nur den Sonntag, dann lieber Frank Schirrmacher in der FAZ lesen.
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Kredit wurden der amerikanischen Mittelschicht nicht bloß aufgedrängt – sie gierte förmlich danach. Anlässlich des Deutschen Soziologenkongresses, der gestern in Jena zu Ende ging, hat Heinz Bude eine interessante These vertreten – über die Welt Online berichtet. Weil viele Amerikaner eine gute Ausbildung wollen, müssen sie in teure Wohngegenden ziehen und nehmen Kredite auf, berichtet Welt Online. Weiter heißt es:
Denn nur in jenen Gegenden seien die Schulen so, dass auch die Kinder dieser Leute noch die Chance auf ein Leben nach Art ihrer Eltern haben. Weil der öffentliche Sektor in den USA für die Weitergabe des Mittelschichtstatus wenig leistet, mussten die Leute es auf eigene Faust auf den Immobilien- und somit Kreditmärkten versuchen. So produzierte die Deregulierung der amerikanischen Gesellschaft Ausweichstrategien: Was der Staat nicht gab, sollten die Finanzmärkte liefern. Die es dann ebenfalls nicht hergaben.
Also schreibt Welt Online über den Artikel: “Soziologen: Wie die Mittelschicht die Krise ausgelöst hat” und provoziert mit dieser Überschrift wütende Reaktionen. Schon wird “Abbitte” bei den Bankstern geleistet und sich bei den Soziologen beschwert.
Dabei könnte die Überschrift auch heißen: “Soziologen: Wie die Mittelschicht in die Krise gedrängt wurde” – was natürlich nicht ganz so sexy gewesen wäre. Sachlich falsch ist die von Welt Online gewählte Version keinesfalls. Allerdings wäre die Fassung “Soziologen: Wie die Regierung die Krise verursacht hat” nach der These von Bude noch viel besser.
Esel und Elefant bieten sich auf der aktuellen Ausgabe des amerikanischen Magazins The New Yorker die Stirn – die beiden Maskottchen der beiden großen Parteien könnten einem Kinderbuch entsprungen sein.
Über Magazin-Cover haben wir in den vergangenen Tagen anlässlich der Auszeichnung Cover des Jahres in den Vereinigten Staaten. Schon wieder geht es um Magazin-Cover, und schon wieder geht es um ein Cover des New Yorkers – nicht zu verwechseln mit dem New York-Magazin, ersteres wurde einmal ausgezeichnet, letzteres gleich viermal. Während das New York-Magazin gerne mit bearbeiteten Fotos aufmacht, sind auf der Titelseite des New Yorkers Kunstwerke und Cartoons zu sehen, die für jede Ausgabe extra angefertigt werden.
Ein besonders schönes Exemplar ist die aktuelle Ausgabe mit den Maskottchen der demokratischen- und republikanischen Partei, Esel und Elefant. Gezeichnet hat sie der Kinderbuch-Illustrator Bob Staake – am Computer. Wie aus ein paar geometrischen Formen mit einem uralten Grafikprogramm ein New Yorker-Cover wird, zeigt er im Making-of-Video.
» Video nach dem Klick:
Dramatische Szenen spielten sich gestern an der Frankfurter Börse ab – und die Fotografen hielten eifrig drauf. Wir zeigen Bilder voller Trauer und Verzweiflung.
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Was ist los in der Blogosphäre? Die Seiten Blogmonitor und Rivva fassen die meist diskutierten Artikel zusammen – wir haben die beiden Seiten getestet.
Das beste aus allen Blogs auf einen Klick: Es gibt eine beliebte Seite, auf der die aktuell diskutierten Themen der deutschsprachigen Blogosphäre angezeigt werden. Automatisch krabbelt ein Programm durch das Netz und erstellt eine Übersicht. Die Rede ist von Rivva, einem sogenannten Memetracker.
Anfang des Monats ist mit dem Blogmonitor ein weiterer Memetracker gestartet. Dahinter steht die Media Ventures GmbH, zu der unter anderem auch Blogg.de und die überaus sympathische Personensuchmaschine Yasni gehört. Man könnte meinen, dass Blog-Monitoring im Auftrag von Firmen und PR-Büros ein einträgliches Geschäftsfeld sein könnte …
Bereits vor zweieinhalb Jahren hatte Nico Lumma das Projekt erstmals angekündigt, schreibt das Webmaster Blog. Eine gute Woche nach dem Start hat die Seite aber noch nicht an Fahrt aufgenommen: Weniger Funktionen und vor allem weniger Artikel lassen die Seite leer und langweilig erscheinen – Rivva Light. Wir haben uns die bisher karge Kopie angesehen und am 8. Oktober um 22.15 Uhr mit Rivva verglichen. Beginnen wir mit dem eigenen Anspruch, an dem sich die Seiten messen lassen müssen:
- “Der Blogmonitor liefert eine aktuelle Zusammenfassung der meistdiskutierten deutschsprachigen Blogartikel.”
- “Rivva versucht einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft zu liefern.”
» weiterlesen: Realitätscheck