Ole Reißmann

Ole ReißmannOle Reißmann (Jahrgang 1983) ist in Großhansdorf bei Hamburg aufgewachsen und hat an der Universität Bremen Politikwissenschaft gelernt.

Zurzeit studiert er Journalismus an der Hamburg Media School. Er hat in schon in einigen (großen) Redaktionen in Hamburg, Berlin und München mitgearbeitet und arbeitet als freier Journalist. Seit August 2007 schreibt er für medienlese.com, im Dezember wurde er verantwortlicher Redaktor.

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Alle 285 Artikel von Ole Reißmann auf medienlese.com:

Die Zeit:
Nach Österreich auch Schweiz

Ole Reißmann, 27. Oktober 2008 um 14.44 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Zwei Seiten extra: Die Zeit startet eine eigene Ausgabe für die Schweiz. In Österreich erscheint die Wochenzeitung schon seit drei Jahren regional angereichert – jetzt wird sie zum Drei-Länder-Blatt.

Die Wochenzeitung Die Zeit erscheint ab Dezember mit einer eigenen Schweiz-Ausgabe. Dafür wurde Peer Teuwsen als neuer Schweiz-Korrespondent von der Weltwoche geholt, wo er das Ressort Kultur und Wissenschaft verantwortete. Zwei Seiten Extra mit Schweizer Inhalten sollen Woche für Woche gefüllt werden – ganz so, wie es seit 2005 eine Zeit mit zwei Seiten speziell für Österreich gibt. In der Startphase soll Teuwsen von Zeit-Redakteur Urs Willmann unterstützt werden, schreibt kress.de. Demnach soll in der Schweiz-Ausgabe die spezielle Situation der Schweiz inmitten eines zusammenwachsenden Europas beleuchtet werden. In den letzten Jahren sei die Nische für eine liberale Zeitung in der Schweiz größer geworden, wird der Chefredakteur der Zeit, Giovanni di Lorenzo, zitiert.

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Popkultur-Ausverkauf:
Radar-Magazin schafft’s nicht

Ole Reißmann, 27. Oktober 2008 um 11.30 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ein Magazin weniger: Radar, der glitzernde Mix aus “Pop, Politics, Scandal, Style”, hat kein Geld mehr. Das Heft wird eingestellt, die Website verkauft – an einen Verlag, der nicht gerade für intelligente Unterhaltung bekannt ist.

Das amerikanische Popkulturheft Radar ist nach fünf Jahren endgültig gescheitert. Sämtlichen Angestellten von Magazin und Online-Auftritt soll bereits gekündigt sein, berichtet Gawker. Popkultur in Printform scheint derzeit nicht besonders gut anzukommen – trotz provozierendem, intelligenten und unterhaltsamen Inhalts, trotz ästhetisch hervorstechender Verpackung: Die amerikanische Gltzer-Mischung aus Tempo, Vanity Fair und Blond, die Popkultur für intelligente Leser präsentieren wollte, hat nicht funktioniert.

Das ist bedauerlich. Warum Michelle Obama den Wählern unheimlich ist, die 50 schlechtesten Colleges in den USA, die heißen Nachrichtensprecherinnen von NBC, der Preiskampf von Stars und Tabloid-Blättern um Baby-Photos, Tom Cruise und Scientology: Radar war eine wahre Wundertüte, doch im Gegensatz zur deutschen Wundertüte Stern mit einer jungen Zielgruppe, einem Fokus auf Medien und ironischem Tonfall.

» weiterlesen: Lange Leidensgeschichte

Internet-Fernsehen:
Tamedia steigt bei Zattoo ein

Ole Reißmann, 24. Oktober 2008 um 10.46 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Rettung für Zattoo: Der angeschlagene Internet-Fernsehsender bekommt finanzkräftige Unterstützung. Tamedia investiert und soll beim Ausbau und der Vermarktung in der Schweiz helfen.

Alles auf Internet bei Tamedia: Nachdem der Verlag schon bei der Suchmaschine search.ch eingestiegen ist, folgt nun der nächste Schritt. Tamedia investiert in Fernseh-Übertragung im Internet. Zunächst wird dem Schweizer Start-up Zattoo ein dringend benötigtes Darlehen gewährt – das später in einen 24,5-Prozent-Anteil an der Zattoo Schweiz AG umgewandelt werden soll. In der neuen Firma will Zattoo die Aktivitäten in Liechtenstein und der Schweiz bündeln. Die Höhe des Darlehens wurde nicht genannt.

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.ch umgebaut:
Der neue Blick ist da

Ole Reißmann, 23. Oktober 2008 um 10.52 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Die Schweizer Gratiszeitung .ch positioniert sich neu: Aufmachung und Inhalt werden ganz auf Pendler und die Verteilung am Bahnhof zugeschnitten. Rot und Orange dominieren: Die Farben des Boulevards, die Farben von Blick.

Ein Jahr nach ihrem ersten Erscheinen baut die Media Punkt AG die Gratiszeitung .ch kräftig um. Die teure Hauszustellung weicht der Verteilung über Boxen an Bahnhöfen, .ch wird zur typischen Pendlerzeitung. Die klassisch-seriöse Aufmachung in Schwarzweiß und mit Serifenschrift wurde Mittwoch aufgegeben, stattdessen erscheint .ch nun in einem knalligen Design von Katja Hösli. Rot und Orange prägen das neue Erscheinungsbild, grenzen .ch vom kühl-blauen 20 Minuten ab und erinnern an den Blick. Nicht der einzige Schritt Richtung Boulevard: Ganz auf die Informations- und Unterhaltungsbedürfnisse der pendelnden Leserschaft ausgerichtet verändert sich auch der inhaltliche Aufbau. Die Einteilung in Ressorts wie Ausland, Wirtschaft, Schweiz ist aufgehoben, stattdessen läuft ein kruder Nachrichten-Mix unter der Rubrik “aktuell”. So findet sich eine seichte Kurzmeldung über James Bond neben Nachrichten über ein Unwetter mit Todesfolge und den möglichen Tod eines Qaida-Führers.

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medienlese.com am Kiosk:
Die Woche der Frauenzeitschriften

Ole Reißmann, 22. Oktober 2008 um 19.37 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit Stimmen zum Missy Magazin und jeder Menge Redesigns.

Die Suche nach der Nische: Auf Zeit Online schreibt Elisa Simantke von gescheiterten Versuchen, dem Segment der Frauenzeitschriften mit seinen knapp einhundert Ratgeber-Heften einen Titel mit Anspruch hinzuzufügen. So seien Allegra und Brigitte Young Miss gescheitert – zumindest in Heftform. Erfolgreiche Projekte wie das Indie-Pornoheft Jungsheft oder das Migrantinnen-Magazin Gazelle hätten zudem stark auf das Internet gesetzt – das Missy Magazin versucht es trotzdem. Kleine Auflage, kein Internet-Vorlauf. Leider schreibt Simantke nicht, ob sie das Heft schon untergehen sieht – oder warum eben gerade nicht.

Inhaltlich setzt sich Cordula Trapp mit dem Missy Magazin auseinander und schreibt auf Meedia:

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Callie-Shell-Fotos:
Superstar Obama

Ole Reißmann, 22. Oktober 2008 um 18.37 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Unterwegs mit Barack Obama: Die Fotografin Callie Shell begleitet den Präsidentschaftskandidaten seit mehr als zwei Jahren. Mit ihren Fotos gewährt sie intime Einblicke in den Wahlkampf des Polit-Superstars.

Obama in North Carolina (Keystone)

Eigentlich war sie vom Nachrichtenmagazin Time losgeschickt worden, um John Kerry zu fotografieren. Der war damals, vor vier Jahren, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Auf den Bildern, die sie ihrem Redakteur schickte, war aber eine andere Person weitaus häufiger zu sehen. Sie hatte jemanden getroffen – und wusste: Der wird noch einmal wichtig werden. Auf den Fotos: Barack Obama. In den vergangenen zwei Jahren war Callie Shell mit Obama unterwegs und hat ihn auf seinen Wahlkampfreisen fotografiert. Eine Auswahl der Bilder gibt es auf The Digital Journalist zu sehen. Ihnen ist anzusehen, dass Callie Shell seit zwei Jahren mit Obama unterwegs ist – so gelingen intime Aufnahmen in privaten Situationen. Ergänzt werden die Bilder von ausführlichen Kommentaren.

Kieler Nachrichten:
Willkommen in der Zukunft

Ole Reißmann, 20. Oktober 2008 um 10.04 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Neue Website für die Kieler Nachrichten: Kommentar-Funktion und RSS-Feeds inklusive. Was die neue Seite alles kann – und was fehlt – in unserem Kurztest.

Über 1000 Zusteller versorgen in Schleswig-Holstein jeden Morgen mehr als 200.000 Leser mit den Kieler Nachrichten – ”Ihre Schwäche: Die Kieler Nachrichten erscheint nur einmal pro Tag”, schreibt Chefredakteur Jürgen Heinemann im Editorial zur neuen Internet-Seite. Mit der neuen Seite wird nun Tempo gemacht – mit allem, was man von einer vernünftigen Zeitungs-Website verlangen kann: Artikel lassen sich kommentieren, Rubriken als RSS-Feed abonnieren, Kontakt zur Redaktion ist zielgenau über 17 E-Mailadressen möglich – und sämtliche Redakteure arbeiten auch online.

Die aufgeräumte Startseite könnten zwar noch ein paar mehr Fotos vertragen, damit die Seite nicht allzu nordisch-unterkühlt daherkommt – auf den Unterseiten sieht das zum Glück schon anders aus. Der Clou: Die klassische rechte Spalte, in der üblicherweise Werbung blinkt und den Leser vom eigentlichen Artikel in der rechte Spalte hin zu anderen Angeboten ziehen will, wurde einfach weggelassen. Entwickelt wurde die neue Seite der Kieler Nachrichten von der Agentur Xalmiento. Geschäftsführer Matthias Kretschmer zu Konzept und Artikel-Layout: “Wenn Nutzer unten auf der Website Sportnachrichten lesen, dann scrollen sie nicht wieder ganz nach oben um herauszufinden, ob dort in der rechten Spalte noch mehr Sportmeldungen stehen. Auch die Werbung für den Sport-Shop irgendwo in der Mitte der Seite fällt ihnen nicht auf.”

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Big-Brother-Awards:
Staatliches Vorgehen gegen Journalisten angeprangert

Ole Reißmann, 19. Oktober 2008 um 11.47 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Preisträger des Big-Brother-Awards Schweiz stehen fest. Ein Award wurde für die präventive Verhaftung von Journalisten vergeben – Facts 2.0 ist nicht unter den Gewinnern.

In Bern wurden gestern Abend die Big-Brother-Awards vergeben. Mit dem jährlich vergebenen Preis sollen die “grössten Schnüffelratten der Schweiz aus Privatwirtschaft und Politik” öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet werden. Der “Lebenswerk-Award” ging an einen Staatsschutzbeamten der Kantonspolizei Bern für die präventive Verhaftung von zwei Journalisten. Während einer kurzfristig verbotenen Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar wurden Mitarbeiter der Zeitungen WOZ und Le Courrier verhaftet. In der Begründung (PDF) heißt es weiter:

“Die Antwort des eidgenössischen Datenschützers auf die Einsichtsgesuche bestätigt, dass der Inlandgeheimdienst DAP (Dienst für Analyse und Prävention) widerrechtlich politisch aktive Personen und Medien fichiert. Der Verein grundrechte.ch fordert deshalb zusammen mit den Betroffenen ein vollständiges Einsichtsrecht in die Staatsschutz-Akten.”

» weiterlesen: Wer noch gewonnen hat

Ran an die Zielgruppe:
Buchtrailer auf YouTube

Ole Reißmann, 17. Oktober 2008 um 13.35 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mehr Aufmerksamkeit für Bücher – dank YouTube: Mit kurzen Clips werben Verlage im Internet um Leser. Wir zeigen drei Beispiele von Rowohlt und Kiepenheuer & Witsch.

Wort-Werbung für Rowohlt-Buch

Immer mehr Bücher werden auf YouTube beworben! Vorsicht, ein Trend geht um! Wir müssen darüber schreiben und die Videos verlinken! Jaaa! Pünktlich zur Herbstsaison und zur Frankfurter Buchmesse versuchen sich deutsche Verlage wieder an multimedialer Werbung. Die Zielgruppe wird dort abgeholt, wo sie den ganzen Tag abhängt: Im Internet, mit extra produzierten Videos. Der heiße Shit kommt natürlich aus den USA – Wired hat schon vor drei Jahren über die neue Form des Buchmarketings geschrieben. Gleich zu drei Büchern, die ich gerade gekauft habe, gibt es offizielle Buchtrailer auf YouTube – hätte ich es nur vorher gewusst!

» weiterlesen: Videos ansehen

medienlese.com am Kiosk:
Neue Bremer Zeitung eingestellt

Ole Reißmann, 15. Oktober 2008 um 17.42 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit vier Premieren, anderthalb Abgängen und einer doppelten Portion Kritik.

Extra zur Buchmesse – und als PDF im Netz

Willkommen zur ersten Ausgabe von “medienlese.com am Kiosk” – vielleicht unserer neuen regelmäßigen Serie über das Geschehen auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Anmerkungen und Kritik herzlich willkommen!

Premiere

Messe-Zeitung: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt eine eigene tägliche Zeitung zur Buchmesse heraus – die es auch als PDF im Internet gibt.

Neues Heft für Familien: Der Süddeutsche Verlag bringt das Familienmagazin SZ Wir am 5. November vorerst einmalig an den Kiosk. Eckdaten: 100 Seiten, 3,50 Euro, 130.000 Auflage. Den Inhalt verantwortet Dominik Wichmann, seit 2000 Chefredakteur des SZ Magazins. Mehr dazu bei kress.

Nachtrag: Ein Frauenmagazin ohne Hausfrauen-Konditionierung und Diät-Wahn kommt am 20. Oktober an den Kiosk. Das Missy-Magazine will über Popkultur, Politik und Style mit feministischer Haltung berichten – weil auf dem Spielplatz Popkultur-Journalismus sich zu 80 Prozent Junges tummeln.

» weiterlesen: Noch eine Premiere, Abgänge und Meinungen

 
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