Ole Reißmann

Ole ReißmannOle Reißmann (Jahrgang 1983) ist in Großhansdorf bei Hamburg aufgewachsen und hat an der Universität Bremen Politikwissenschaft gelernt.

Zurzeit studiert er Journalismus an der Hamburg Media School. Er hat in schon in einigen (großen) Redaktionen in Hamburg, Berlin und München mitgearbeitet und arbeitet als freier Journalist. Seit August 2007 schreibt er für medienlese.com, im Dezember wurde er verantwortlicher Redaktor.

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Alle 321 Artikel von Ole Reißmann auf medienlese.com:

Titten, Tiere, Tränen, Tote:
Brav im Boulevard

Ole Reißmann, 5. Februar 2008 um 10.53 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Mit kurzem Röckchen auf der Jagd: Kerstin Dombrowski hat ein Buch über ihre Arbeit als Boulevard-Journalistin geschrieben.

Titten, Tiere, Tränen, Tote

Zehn Jahre im Boulevard. Erst die Bild-Zeitung, dann Privatfernsehen. “So , jetzt reicht’s”, fängt Kerstin Dombrowski ihre Abrechnung an. Denn sie rechnet ab, vor allem mit sich selber. Beschreibt eher unaufgeregt und ohne großen Überbau ganz einfach und direkt, wie das so war bei Bild, Sat.1 und RTL.

Wie man als junger Mensch mit 22 Jahren in die Maschinerie gerät, wie das Boulevard-Geschäft funktioniert, wie man selber darin funktionieren kann und so zur “charakterschwachen Bild-Reporterin” werden kann – wie sie eine geworden war.

Das Buch ist eine einzig große Bestätigung: Was immer man über Boulevard-Medien denken kann, wenn man nur ein wenig Einblick in den Journalismus hat, wird hier bestätigt. Das liest sich flott herunter, bietet aber leider wenig Überraschungen. Vor allem schlägt sich Dombrowski nicht schlecht bei ihrer Arbeit, hat ein paar Krisen, ein paar Zweifel bei der Arbeit, aber dann geht es immer irgendwie weiter.

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Kriegsfotograf Eddie Adams:
“Ich habe den General getötet”

Ole Reißmann, 3. Februar 2008 um 11.08 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Saigon, 1968: Auf offener Straße erschießt ein General einen Vietcong. Eddie Adams war für Associated Press in Vietnam, für sein Foto bekam er den Pulitzer-Preis. Am liebsten hätte er das Bild nie gemacht.

General Nguyen Ngoc Loan executing a Viet Cong prisoner in Saigon
Original Bildunterschrift: “General Nguyen Ngoc Loan executing a Viet Cong prisoner in Saigon” (Bild: Eddie Adams/Keystone)

Das Bild von Eddie Adams erlangt, man kann es nicht ander sagen, traurige Berühmtheit. Vor 40 Jahren entstand die Aufnahme, die sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. Dem Fotografen war das Zeit seines Lebens unangenehm. Auf dem Bild ist ein wehrloser Mensch zu sehen, der Sekunden später stirbt - nur die halbe Wahrheit, so Adams.

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Spaßkonsumenten:
Burda-Bauch grübelt noch

Ole Reißmann, 1. Februar 2008 um 12.45 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die Chefredakteure von Ivy wollen die Magazinlandschaft umkrempeln - nur der Verlag zögert noch.

Noch ist nicht raus, ob Ivy regelmäßig erscheint. Mittlerweile hat auch die taz die erste Testnummer vorgestellt:

“Wir sind stolz auf unsere Oberflächlichkeit”, sagt Michalis Pantelouris. “Es gilt als wahnsinnig politisch, über arme chinesische Fabrikarbeiter zu sinnieren, aber viel größere Auswirkungen hat doch die Entscheidung, welches T-Shirt ich kaufe - das ist Konsumentenmacht.”

Lars Gaede, taz: “Öko muss nicht weh tun”

Facebook setzt StudiVZ unter Druck

Ole Reißmann, 31. Januar 2008 um 11.36 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Wenig Mitglieder, viele Mitarbeiter: Wir vergleichen StudiVZ mit den Konkurrenten Facebook und MySpace.

Ein Blick auf unsere Tabelle zeigt: StudiVZ ist riesig in Deutschland und ein Zwerg im Vergleich zu den Mitbewerbern. Die internationale Konkurrenz, die auf den deutschen Markt drängt, hat deutlich mehr Mitglieder. Und das bei deutlich weniger Mitarbeitern, was mehr Profit bedeutet. Sofern überhaupt schon Profit gemacht wird. Noch dazu hat MySpace mit dem Fokus auf Musik ein deutliches Profil - und Facebook bietet über eine Schnittstelle die Möglichkeit, externe Anwendungen (Bildergalerien, RSS-Feeds, was immer) einzubinden.

Also muss StudiVZ jetzt nachziehen. Erst sollen noch zwei Netzwerke für Ehemalige und Freunde hinzukommen und das Riesen-Verzeichnis der Google-Initiative “Open Social” beitreten. Außerdem sollen auch die VZs eine offene Schnittstelle bekommen.

Aus aktuellen Berichten haben wir eine Übersicht erstellt. Soweit nicht anderes angegeben sind die Daten vom Januar 2008.

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Ist was wirklich Kabel Eins?

Ole Reißmann, 30. Januar 2008 um 10.48 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Echt Kabel Eins

Kabel Eins wird kantiger: Zum 11. Februar ändert Kabel Eins sein Logo und seinen Claim. Aus “kabel eins good times” wird “echt kabel eins”. Außerdem wird das wohlfühl-runde Logo 16:9-kantig. Im Jargon der PR-Profis des Senders heißt es, dieser Claim vermittle Selbstverständnis und Marke des Senders: “authentisch, legendär, verlässlich und begeisternd”. Was man ja locker am täglichen Programm prüfen kann und bitte jeder für sich selbst entscheide. In Sachen Privatfernsehen ist man ja geneigt, für so wenig so dankbar zu sein. Warum also nicht auch für Kabel Eins?

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Titelseiten nach der Wahl:
Gähnende Langeweile

Ole Reißmann, 28. Januar 2008 um 0.43 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Kein klares Wahlergebnis in Hessen und der Redaktionsschluss rückt immer näher: Entsprechend mau sehen heute die Titelblätter der überregionalen Titel aus.

Zeitungstitel am 28. Januar 2008

Bei NewsDesigner ist es schon lange Tradition, nach wichtigen Ereignissen die Aufmacher von Zeitungen zu dokumentieren. Nach den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen schafft es vor allem der große Verlierer des Abends auf die Titelseiten. Alles andere ist zu unsicher, kurz vor Mitternacht hat die CDU sogar wieder einen kleinen Vorsprung vor der SPD.

Die hier dokumentierten Titel wurden um Mitternacht von den E-Paper-Angeboten der Zeitungen per Screenshot gemacht. Leider gestattet die Frankfurter Rundschau keine Vorschau auf die Titelseite.

So geht Geist

Ole Reißmann, 24. Januar 2008 um 19.04 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

“Weiß am Zug: Sxf7!?”, titelt heute die Frankfurter Allgemeine Zeitung und setzt damit alle Konkurrenz am Kiosk matt. Schach auf der ersten Seite, wider aller Marktforschung, wider den allgegenwärtigen Trend zum Boulevard.

FAZ-Titelseite 24.1.2008
Titelseite der FAZ am 24. Janaur 2008 (Bild: FAZ.net)

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Zeitschriften und Magazine auf medienlese.com

Ole Reißmann, 22. Januar 2008 um 23.58 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Wir lieben Magazine - und schreiben darüber! Hier eine visuelle Auswahl einiger Zeitschriften, über die wir berichtet haben. Wenn wir auch Euer Magazin vorstellen sollen, schreibt uns einfach eine Mail.

Wir haben geblättert in…

Neue Probleme (#2)
Neue Probleme (#2)
Vanity Fair (1/08)
Vanity Fair (1/08)
FHM (1/08)
FHM (1/08)
Dummy (#17)
Dummy (#17)
Mare Magnum
Mare Magnum
Monocle (#9)
Monocle (#9)
Cinema (10/07)
Cinema (10/07)
Junge Karriere (10/07)
Junge Karriere (10/07)
Ivy (#1)
Ivy (#1)
Konkret (9/80)
Konkret (9/80)
Liebling (1/08)
Liebling (1/08)

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Musikblog 78s wird Magazin:
Vorsicht, ein Trend geht um

Ole Reißmann, 21. Januar 2008 um 23.12 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Das sympathische Musikblog von nebenan wird erwachsen: Neues Design, externer Werbevermarkter, mehr Autoren, Expansion bis zum Mars. Zum Start der neuen Seite haben wir 78s-Gründer David Bauer ausgefragt.

78s neu
Screenshot der neuen Seite: Zum Start am Dienstagmorgen ändern sich die Texte noch…

95.923 Seitenabrufe und 29.016 Besucher im Dezember. Macht durchschnittlich 936 Seitenbesucher pro Tag mit 3,3 Abrufen. Die Währung im Internet heißt Klicks, und die Macher der Schweizer Musikseite 78s zeigen uns zum Relaunch ihrer Seite stolz ihren Kontoauszug.

Seit Juni 2006 bloggt eine handvoll Musikfreunde auf 78s, drei Herausgeber und sechs freie Autoren schreiben über Musik mit Schwerpunkt Rock. 2759 Beiträge sind schon zusammengekommen. Mit dem neuen Layout, das eher einem Magazin ähnelt als einem klassischen Blog, rauschen die Beiträge künftig nicht einfach mehr nach unten weg. So können längere, aufwändigere und exklusive Geschichten prominent oben auf der Seite stehen, während kürzere Meldungen nach kürzerer Zeit durch neue ersetzt werden. Mehr Platz für Inhalte: In der nächsten Woche sollen gleich vier weitere Autoren dazustoßen.

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Digital-Life-Design 08:
Virtuelle Anteilnahme

Ole Reißmann, 21. Januar 2008 um 14.39 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

München, hier ist München: Medienmacher funken auf allen Kanälen von Burdas DLD-Konferenz.

DLD08

Nicht eingeladen? Nicht am Buffet mit den movers and shakers? Die Zukunftsvisionen und Branchentrends verbreiten sich auch übers Netz. Werben und Verkaufen hat ein IPTV-Format, auf einer Sonderseite gibt es “exklusive Interviews mit Top-Speakern”. Mehr Videos gibt’s auf einer Extraseite des Videoportals Sevenload.

Ätzend dazu Hal Faber auf Heise: “Auf dem DLD kann man den techno-libertären Neocons von Facebook zuhören, die sich auf die posthumanistische Singularität vorbreiten”. Kommentare live aus München gibt’s von Felix Schwenzel (wirres.net) und Thomas Knüwer (Indiskretionen Ehrensache) - diese Links führen nicht auf Blogs, sondern auf die Twitter-Seiten der beiden.

Bei Twitter stellen die Nutzer kurze Nachrichten online, 160 Zeichen, was gerade anliegt. Im Gegensatz zum ausgewachsenen Blog ein Format für kürzeste Nachrichten (Zeit 17/07, “Was machst Du gerade?”).

 
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