Ole Reißmann (Jahrgang 1983) ist in Großhansdorf bei Hamburg aufgewachsen und hat an der Universität Bremen Politikwissenschaft gelernt.
Zurzeit studiert er Journalismus an der Hamburg Media School. Er hat in schon in einigen (großen) Redaktionen in Hamburg, Berlin und München mitgearbeitet und arbeitet als freier Journalist. Seit August 2007 schreibt er für medienlese.com, im Dezember wurde er verantwortlicher Redaktor.
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Alle 321 Artikel von Ole Reißmann auf medienlese.com:
Über welche Länder steht etwas in der Zeitung? Worüber berichtet die New York Times, woher die Sun? Worüber die Blogosphäre? Aus diesen Daten haben Nicolas Kayser-Bril und Gilles Bruno eine Infografik erstellt.

Screenshot
Die Nähe macht’s, und je weiter weg ein Ereignis stattfindet, desto größer, verheerender muss es für die Berichterstattung sein. Warum es eine Nachricht in ein Medium schafft, versucht die Wissenschaft anhand der Nachrichtenfaktoren zu erklären. Denn diese journalistische Binsenweisheit lässt sich nicht nur “fühlen”, sondern auch empirisch überprüfen. Genau das hat Nicolas Kayser-Bril in seiner Dissertation getan, indem er online verfügbare Artikel verschiedener Zeitungen auf das Land der Berichterstattung untersucht hat.
Zusammen mit Gilles Bruno hat er aus den Daten außerdem eine interaktive Weltkarte erstellt. Das Ergebnis wird auf der Seite L?Observatoire des médias gezeigt. Herausgekommen ist eine kleine Flash-Anwendung, in der die Staaten der Erde entsprechend ihres Vorkommens in der Berichterstattung verschiedener Zeitungen größer oder kleiner dargestellt werden:
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Wired hat sich grundlegend geirrt – und gibt die falsche Einschätzung heute, mehr als zehn Jahre später, unumwunden zu: “We Were Wrong”. Leider ist so eine transparente und ehrliche Berichterstattung noch die Ausnahme.
Wired was wrong (Screenshot)
Es war 1997, die Computerfirma Apple stand am Abgrund – da gab Wired, das nerdige amerikanische Technologieheft, der maroden Firma ein paar Tipps mit auf den Weg. Schließlich wussten die Redakteure ganz genau, was eine erfolgreiche Firma im Silicon Valley ausmacht. Gönnerhaft schrieben sie auf, wie Apple in Zukunft Geschäfte machen sollte.
Der zwischenzeitlich geschasste Apple-Gründer Steve Jobs war gerade zurück auf dem Chefsessel. Er tat das genaue Gegenteil von dem, was Wired ihm geraten hatte. Äußerst erfolgreich. Wired lag vollkommen daneben – und kann das Jahre später, anlässlich einer großen Geschichte über den Erfolg von Apple, auch augenzwinkernd zugeben:
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Show und Moderator sind von gestern – doch bei zehn Millionen Zuschauern plus X, die sich “Wetten dass…?!” immer noch antun, denkt Thomas “Thommy” Gottschalk nicht ans aufhören.

Gottschalk greift (Bild Keystone)
Nachdem ich im Zeit-Magazin die große, rührende Geschichte von Christoph Amend über Deutschlands größten Entertainer gelesen hatte, nahm ich mir sofort vor, nie wieder eine Sendung zu verpassen und den lustigen, tiefsinnigen, ironischen und sowieso ganz formidablen Gottschalk zu loben und zu preisen, in guten wie in schlechten Zeiten. So sehr war er mir nahe gelegt worden, so sehr musste ich ihn bewundern.
Dann schüttelte ich den Kopf. Mir fiel wieder ein, warum “Wetten dass…?!” nichts weiter ist als Zumutung und Zeitverschwendung:
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Es passiert nicht weniger, doch auf die gedruckte Zeitung muss heute verzichtet werden: Karfreitag. Feiertag, die Läden geschlossen, die Zeitung erst am Sonnabend wieder. Wie ist so ein Tag ohne Zeitung? Fehlt da nicht was?
Was wäre, wenn es plötzlich keine Tageszeitung geben würde? Ist Print so tot, wie Steffen Büffel es behauptet? Stehen der gedruckten Qualitätspresse goldene Zeiten bevor, angesichts der ständig fließenden Online-Meldungen? Oder reicht die Informationsflut der Nachrichtenportale aus, bleibt nur Platz für Zeitschriften und wöchentlich erscheinende Zeitungen? Wer liest eigentlich noch eine Tageszeitung?
Wir möchten von unseren medienlese.com-Lesern wissen: Fehlt heute nicht etwas? Und natürlich sind auch alle Zeitungsredakteure eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und eine Lanze für ihr Produkt zu brechen. Wenn sie mögen.
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“This is a real opportunity to make good money”: Für Blogger gibt es im englischsprachigen Raum jede Menge Angebote, mit dem Schreiben ins Internet Geld zu verdienen. Einige davon sogar seriös. Eine neue Seite sammelt jetzt Bloggerjobs auf Deutsch.
Auf der Seite bloggerjobs.biz ist ordentlich was los: Diverse Netzwerke suchen nach billigen Contentlieferanten, mit Investorengeld gefütterte Startups suchen echte Online-Journalisten, journalistische Angebote brauchen Verstärkung und Hobbyblogger verkaufen ihre Seele und dienen sich der PR-Bande an.
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Wenn sich Joseph Ernst ein Magazin vornimmt, bleibt nicht viel übrig. Ganze Zeitschriften reduziert der Künstler auf die Werbeanzeigen oder Überschriften einer Ausgabe, die er auf einer einzigen Seite montiert.

One Page Magazine: Nur das Wesentliche (Bilder © Joseph Ernst)
Sieben Magazine hat Joseph Ernst gestaltet – seine Ausgabe der Time zeigt alle Überschriften eines Hefts auf einer Seite versammelt, an der gleichen Position wie im kompletten Heft. Bei National Geographic und Wired sind es alle Werbeanzeigen auf einer Seite, bei Hello! die Namen der Stars und Sternchen.
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Wir haben wieder Videoformate im Netz gefunden, die wir Euch gerne vorstellen möchten.
Schatten auf Berlin: Die dreckigen, unangenehmen Seiten der Großstadt zeigen 20 Studenten der Fachhochschule Salzburg in kurzen Videoclips. Der dreckige Gegenentwurf zur aktuellen Berlinkampagne in durchgestylten Bildern. Nicht immer ganz unverkrampft und nicht immer ganz klischeefrei – dafür sieht’s meist gut aus und ist mutig. Das Material ist unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht und darf kopiert und verändert werden.
Neben kurzen, inszenierten Filmen gibt es längere Reportagen. Zum Beispiel über ein leerstehendes Parkhaus im Problemkiez, in dem lauter kleine Projekte existieren. Gärten, Grills und Nachbarschaftsfeste, ohne großartige Unterstützung der Stadt. Zitat aus dem Film: “Wer tut was für die Armen? Ich finde die Situation ziemlich schlimm für eine Großstadt, hallo?!”
Tipp: “Saufende Jugend”
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Zeitmaschine: Die Frankfurter Rundschau stellt täglich die Zeitung von vor vierzig Jahren ins Netz.
Seit dem zweiten Januar gibt es jeden Tag die Frankfurter Rundschau von 1968, Seite für Seite, als PDF. Die Qualität der Scans ist okay, außerdem wurde der Text zusätzlich automatisch digitalisiert – und nicht bloß ein Bild ins PDF gepackt. Das Ergebnis ist nicht immer fehlerfrei, dafür lassen sich die alten Ausgaben einfach durchsuchen. Auch die Werbung ist digitalisiert, zum Beispiel Mantel-Reklame von Hertie, nur aus Buchstaben.
(via Wortfeld)
Der Perlentaucher verliert einen wichtigen Auftrag aus öffentlicher Hand – die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Auftrag für ?Eurotopics? neu ausgeschrieben. Das Rennen macht wohl ein Netzwerk mit engen Banden zum Perlentaucher-Intimfeind FAZ.
Der Perlentaucher bekommt von der Bundeszentrale für politische Bildung über eine halbe Millionen Euro, um gemeinsam mit Courrier International die tägliche internationale Presseschau ?Eurotopics? zu erstellen. Das Portal soll helfen, eine europäischen Öffentlichkeit herzustellen – auf Englisch, Deutsch und Französisch. Im Oktober wurde der Vertrag des Perlentauchers nicht verlängert und der Auftrag neu ausgeschrieben.
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Online-Offensive: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und FAZ.net präsentieren ein Städteranking. Die lebendigste Stadt ist demnach München, gefolgt von Stuttgart und Hamburg. Im Internet wird das Ranking auf einer Extra-Seite präsentiert – und die User sollen mitmachen.
Der Online-Ausbau bei FAZ.net geht weiter. Während die gedruckten Sonntagszeitung heute ein Städteranking mit Südgefälle präsentiert, startete eine neue Unterseite zum Ranking auf FAZ.net mit Mitmach-Funktionen. Nachdem im Februar die Diskussionsplattform “Reading Room” gestartet wurde, geht es nun richtig los mit User Generated Content.
Denn Rankings, das weiß nicht nur Helmut Markwort, ziehen immer. User dürfen aber nicht nur abstimmen – was hier bei den sonst so konservativen Gralshütern der deutschen Sprache neudeutsch “voten” heißt – sondern auch gleich mit eigenen Videos die Attraktivität und kreative Klasse ihrer Stadt beweisen.
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