Markus Kirchsteiger

Markus (20) hat seine ersten journalistischen Erfahrungen mit einem Wochenmagazin gesammelt, das er an Familie, Nachbarschaft und in der Schule verkaufte. Mittlerweile studiert er an der Fachhochschule Johanneum in Graz Journalismus und Unternehmenskommunikation. Der passionierte Leser stieß zunächst als regelmäßiger Leser zu medienlese.com und wurde nach ein paar Monaten auch zum Autor. Er schreibt bei uns vor allem über die österreichische Medienlandschaft.

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Alle 30 Artikel von Markus Kirchsteiger auf medienlese.com:

Der Standard:
Österreichs New York Times wird 20

Markus Kirchsteiger, 20. Oktober 2008 um 11.03 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der Standard hängt zum Jubiläum seine Konkurrenten ab und bleibt Österreichs meistgelesene Zeitung im Web – zum Geburtstag gibt’s ein Kunstwerk für jeden Leser.

Am Anfang war die Ernüchterung: Nach 13 Jahren als Maler und Bildhauer in New York konnte sich Oscar Bronner nur schwer vorstellen, „wieder mit den österreichischen Zeitungen leben zu müssen“. Die Lektüre der renommierten New York Times brachte den in Israel geborenen und in Österreich und Deutschland aufgewachsenen Zeitschriftengründer auf eine zündende Idee: 18 Jahre nachdem Bronner zuerst das Wirtschaftsmagazin trend und kurz darauf die Nachrichtenzeitschrift profil gegründet hatte, war die Zeit reif für eine Neugründung, die die österreichische Printlandschaft gewaltig umkrempelte.

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Wahl in Österreich:
Der Kampf der Kronen-Zeitung

Markus Kirchsteiger, 1. Oktober 2008 um 10.07 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Neuer Nationalrat in Österreich gewählt: Die Kronen-Zeitung hat ordentlich Stimmung für ihren Favoriten gemacht – journalistisch sauber war das nicht.

ÖVP-Kandidat Molterer: Keine Chance gegen Dichand? (Keystone)

Mit rund 3,8 Millionen Lesern ist die Kronen-Zeitung Österreichs meistgelesene Tageszeitung. Diesen durchschlagegenen Erfolg hat das Blatt vor allem ihrem Herausgeber zu verdanken, dem 87-jährigen Hans Dichand. Und von dieser publizistischen Stärke machte der österreichische Medienzar im Wahlkampf auch reichlich Gebrauch, empören sich Kritiker der Krone. Seine Meinung zur Lage der Nation sei die alles bestimmende Blattlinie, abweichende Ansichten dagegen hätten keinen Platz in seiner Zeitung.

Daher würden sowohl Krone-Journalisten ihre Berichte, als auch viele Politiker ihre Agenda an die Vorstellungen des Herausgebers anpassen. Passiert ist das tatsächlich vor wenigen Wochen. Noch-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ), Werner Faymann, verkündeten in einem Leserbrief an die Krone, einen 180-Grad-Schwenk in ihrer EU-Politik: Künftig solle das Volk über einen EU-Verfassungvertrag abstimmen und nicht das Parlament.

» weiterlesen: Ein teuflischer Pakt

Politiker offline:
Zugeknöpfte Kandidaten

Markus Kirchsteiger, 28. September 2008 um 10.14 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Österreich wählt - doch von einem Online-Wahlkampf, wie er gerade in Amerika erfolgreich geführt wird, keine Spur. Stattdessen gaben sich die Spitzenkandidaten im Internet eher zugeknöpft.

Werner Faymann: Nicht die beste Figur (Keystone)

Dass österreichische Politiker überhaupt bloggen, darf man als Novum sehen. Bislang gab es nur wenige bloggende Politiker im Alpenland. Allein einige Internet-Begeisterte aus den hinteren Reihen und vor allem auf kommunaler Ebene entdeckten Weblogs als praktisches, direktes und authentisches Kommunikationsmittel. Immerhin ein paar davon gibt es, die durchwegs gut gemacht waren. Sie wurden ständig aktualisiert, und die Blogger reagierten auf Kommentare von Lesern.

Medien bringen Politiker zum Bloggen

Die zahlreichen Politiker-Blogs, die vor den Nationalratswahlen online gingen, zeigen nur wenig von dieser Dialogbereitschaft. Ohnehin betreibt keiner der Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien ein eigenes Weblog. Diese Lücke wollen einige Medien wie oe24.at oder profil füllen, indem sie bekannten Politikern eine Plattform zum Bloggen bieten. Obwohl Blogger-Neulinge also nur mehr Texte einstellen müssten, machte sich ein Großteil der Spitzenkandidaten nicht einmal diese Mühe.

» Stattdessen bloggen Stellvertreter, Minister und Kleinparteien …

Wahl in Österreich:
Die Spiegel der Volksmeinung

Markus Kirchsteiger, 22. September 2008 um 19.58 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Anlässlich der österreichischen Nationalratswahl: Ein Streifzug durch Österreichs Bloggerszene, bei dem wir gute Inhalte und lesenswerte Kommentare finden.

Gute Online-Angebote zur bevorstehenden Wahl in Österreich liefern nicht nur klassische Medien und Bürgerplattformen, sondern auch private Blogger. Helge Fahrnberger etwa bloggt in seinem Privatblog helge.at nicht nur darüber, welche Partei er warum wählen möchte. Er analysiert auch gekonnt, wie das Liberale Forum (LIF) neue Mitglieder und Unterstützer im Internet rekrutiert. Sein Fazit:

Das LIF ist offenbar die erste wahlwerbende Gruppe hier, die erkannt hat, dass klassische Organisationsformen wie Parteien - entstanden aus kommunikationslogistischen Nöten, die’s längst nicht mehr gibt - an Berechtigung verlieren und sich neu erfinden müssen.

Außerdem präsentiert Fahrnberger einen delikaten flickr-Fotostream, auf dem sich Partyfotos von Veranstaltungen der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) mit teils wohl eher unvorteilhaften Szenen finden:

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Wahl in Österreich:
Bürgerplattformen mischen mit

Markus Kirchsteiger, 18. September 2008 um 12.50 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor.

Bürger fragen – Politiker antworten: Mit diesem Konzept hat schon CNN bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft einen Quotenerfolg gelandet. Der österreichische Privatsender ATV kopierte diese Idee für die Nationalratswahlen am 28. September und fordert die Österreicher nun ebenfalls dazu auf, ihre Fragen an Politiker auf einem eigenen youtube-Channel zu stellen.

Allerdings picken die ATV-Redakteure am Ende nur einen Bruchteil an ihrer Meinung nach passablen Fragen heraus, um sie im Fernsehen den Spitzenkandidaten der antretenden Parteien zu stellen.

Die Plattform wahltotal.at ist da wesentlich innovativer und bürgernäher.

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Wahl in Österreich:
Medien entdecken YouTube und Blogs

Markus Kirchsteiger, 13. September 2008 um 15.13 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die “alten” Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen.

Die innovativste Idee für die Wahlberichterstattung hatte heuer zweifelsohne der österreichische Privatsender ATV. Wie bei CNN während der Vorwahlen zur US-Präsidentschaft, können die Österreicher Fragen auf einen YouTube-Channel von ATV hochladen. Einige der Videos werden am 21. September ausgesucht und direkt den Spitzenkandidaten im TV-Studio gestellt.

Beim öffentlich-rechtlichen ORF dagegen beschränkt man sich auch im Jahr 2008 auf ein altbackenes Konzept: Die Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien treffen im Zweier-Duell aufeinander. Das Neueste zur Wahl bündelt der ORF auf der recht schmucklosen Plattform wahl08.orf.at. Als Revolution darf schon gelten, dass immerhin alle TV-Konfrontationen nach der Ausstrahlung auch online angeschaut werden können.

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Minister Faymann:
In der Sonne der Bahn-PR

Markus Kirchsteiger, 15. August 2008 um 10.03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Seit über einem Jahr plaudert der österreichische Verkehrsminister und SPÖ-Vorsitzende in einer PR-Serie auch über private Kleinigkeiten - auf Kosten der Steuerzahler, ätzen nun viele Medien.

Werner Faymann (Keystone)

Kaum zum Parteivorsitzenden der österreichischen Sozialdemokraten gewählt, bläst Verkehrsminister Werner Faymann schon eine kühle Brise von Seiten der Medien entgegen. Dabei segelte er noch kürzlich unter dem günstigen Rückenwind der Kronen-Zeitung an die Spitze der Partei und löste den regierenden Bundeskanzler als Parteivorsitzenden ab.

Erste Wolken am Horizont zogen auf, als Faymann mit einem Brief an die Krone die neue Parteilinie der SPÖ in der Europapolitik verkündete. Sogar viele Parteimitglieder erfuhren vom 180-Grad-Schwenk der SPÖ, die plötzlich für statt gegen Volksabstimmungen bei EU-Verträgen war, zuerst aus der Krone. Peinliche Anbiederung an den Boulevard warfen entrüstete Parteimitglieder und entsetzte Journalisten der neuen SPÖ-Führung vor. Und plötzlich fällt kritischen Edelfedern der nächste Skandal ein:

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Magazin-Projekt blank:
Netzwelt auf Papier

Markus Kirchsteiger, 12. August 2008 um 11.03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wie mobile Kommunikation unseren Alltag und unser Leben verändert, ergründet blank, das Magazin für Medienkultur. Die studentische Zeitschrift gibt es im Netz und auf Papier.

Was passiert mit uns in einer Welt, wo wir ständig erreichbar sind und ein kurzer Blick auf StudiVZ oder Facebook mehr über das Gegenüber verrät, als wir selbst in mehrstündigen Gesprächen herausgefunden hätten? Das beleuchten die Autoren, Studenten des Grazer Studiengangs Journalismus und Unternehmenskommunikation, ausführlich in blank. So finden sich neben kuriosen Neuigkeiten aus den Weiten des Webs und Spaßgeschichten (Wie vernichte ich mein altes Handy am effektivsten) viele Texte, Reportagen und Interviews über das Leben in dieser neuen Welt.

Im Selbstversuch ergründet einer der Autoren beispielsweise, wie man eine Woche ohne digitale Medien wie Handy, Computer, Internet und TV auskommt. Auch die Erfahrungen dieser analogen Woche hat Michael Neumayr auf einer Schreibmaschine festgehalten. Und plötzlich fühlt man als Leser besorgt mit und wird sich der eigenen Abhängigkeit von unseren digitalen Spielzeugen bewusst. Denn eine Welt ohne Technik heißt: » weiterlesen

Peinliche Zeitungsente:
Karadzic nach Wien gedichtet

Markus Kirchsteiger, 9. August 2008 um 9.37 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Versteckt in einer Abstellkammer soll der Kriegsverbrecher Karadzic in Österreich gelebt haben, schrieben Boulevardblätter und fanden schnell ein paar Augenzeugen. Oder etwa doch nicht?

(Keystone/Darko Vojinovic)

Monatelang soll der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic als dubioser Wunderheiler in Wien gelebt haben. Das behauptete zumindest die Kronen-Zeitung - exklusiv natürlich. Andere Medien schossen sich dankbar auf die Story ein und zerrten entsetzte Augenzeugen hervor. Eine spannende Woche für den Boulevard – mit einem kleinen Problem.

Die ganze Geschichte war eine Ente. Schnell fanden sich dutzende Zeitgenossen, die täglich mit dem sogenannten „Balkan-Schlächter“ zu tun gehabt haben wollen. Komisch sei ihnen der bärtige Mann mit zu einem Knoten gebundenen Haaren schon immer vorgekommen. Dass sich dahinter Karadzic verstecken könnte, hätten sie niemals geahnt. Doch die investigativen Genies der Krone förderten nach penibler Recherchearbeit alle Details über das Leben des „Opa Pera“, wie ihn angeblich alle nannten, zutage: » weiterlesen

Österreich:
Vorfreude auf den Wahlkampf

Markus Kirchsteiger, 5. August 2008 um 12.07 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Kein Sommerloch in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten – und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen.

Er ist wieder da: Jörg Haider übernimmt den Vorsitz der Partei Bündnis Zukunft Österreich von Peter Westenthaler (Bild Keystone/Ronald Zak)

Bis zu 50 Millionen Euro haben die österreichischen Nationalratswahlen im Jahr 2006 gekostet. So viel haben die Parteien laut Schätzung für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Und mindestens Hälfte davon haben die Medien bekommen (rund 24 Mio.). Fast drei Viertel vom Werbekuchen, nämlich 14,7 Mio., haben sich dabei die Printmedien abgeschnitten. Knapp acht Mio. investierten die Parteien in Plakate. Radio, TV und Kino spielten mit einem Gesamtanteil von 1,4 Mio. dagegen nur eine geringe Rolle.

Das liegt vor allem daran, dass der ORF in seinen Radio- und Fernsehprogrammen keine Parteiwerbung schalten darf. Allein auf den Internetportalen des öffentlich-rechtlichen Senders und im Teletext sind Einschaltungen erlaubt. Neuwahlen sind daher vor allem ein lukratives Geschäft für Österreichs Zeitungen und Zeitschriften.

Die Printmedien haben diese finanziellen Zuschüsse und das höhere Interesse vor Wahlen auch dringend notwendig:

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