Florian Steglich

Florian SteglichFlorian (28) fing Ende 2004 an, sich näher mit Blogs zu beschäftigen. Ein erster eigener Versuch fand noch ziemlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der zweite dann unter dem Dach des Holtzbrinck-Projekts germanblogs. Florian lebt in München und kämpft regelmäßig mit ellenlangen Bookmark-Listen, überquellenden E-Mail-Postfächern und deckenhohen Papierstapeln - hauptsächlich schreibt er deswegen für imgriff.com, als eine Art Kriegsberichterstattung.

Florian ist erreichbar unter

 

Alle 58 Artikel von Florian Steglich auf medienlese.com:

Erste Eindrücke vom Westeins-Projekt:
So sieht DerWesten aus

Florian Steglich, 25. September 2007 um 11.08 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Das Nachrichtenportal der WAZ-Gruppe wird mit Spannung erwartet. Vor mehreren Ewigkeiten wurde es unter dem Projektnamen “Westeins” angekündigt, dann erst mit Datum und zuletzt nur noch wortlos verschoben. Jetzt scheint es aber ernst zu werden: Auf der Online-Marketing-Messe OMD gibt es eine Preview des Portals. Wir haben uns die mal angesehen.

Bislang kann Fabian Georg, Key Account Manager, zu seinem Ärger nur die Power-Point-Präsentation von DerWesten.de (so der kürzlich veröffentlichte Name) zeigen, denn das Netz auf der OMD ist offenbar nicht das beste. Und unsere Fotos sind, zugegeben, auch nicht von allerhöchster Qualität. Aber für einen ersten Eindruck soll es reichen:

» weiterlesen

Neue Gratiszeitung .ch:
Der Zeitungskrieg ist eröffnet

Florian Steglich, 19. September 2007 um 10.30 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Seit heute erscheint .ch, die “Zeitung der Schweiz”; Gratiszeitung Nummer 3, wenn man Cash Daily mitzählt, sogar schon Nummer 4. Ein Qualitätsmedium will .ch sein. Schau’n wir mal.

punktch_kopf.jpg

6.55 Uhr: Rund um den Helvetiaplatz keine Spur von .ch. Vor einem Hauseingang neben dem “Hooters” steht einer der Verteilständer - leer. Dafür platzt gegenüber an der Haltestelle die 20minuten-Box aus den Nähten.

7.58 Uhr: Rund um den Helvetiaplatz keine Spur von .ch. Der Ständer neben dem Hooters ist weg. Die 20minuten-Box zu drei Vierteln leer.

8.10 Uhr: Am Stauffacher stehen drei Leute mit .ch. Und etwa zwanzig mit 20minuten. Einer liest heute von gestern abend. Die .ch-Box ist leer.

Aber eine Stunde früher waren noch zehn Exemplare drin; zwei davon hat Peter mitgenommen. Und die sehen wir uns jetzt mal genauer an.

» weiterlesen

Neue Sonntagszeitung:
Offline am Wochenende

Florian Steglich, 17. September 2007 um 12.42 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Ich gebe zu, ich war nicht am Hauptbahnhof. Aber ich habe mehrere Kioske in meinem Viertel abgeklappert, gestern und heute, und die hatten die neue Sonntagszeitung Sonntag nicht (”Wie, was für eine neue Sonntagszeitung?”).

Aber zum Glück gibt’s ja das Internet. Und dort, auf der Website des neuen Blattes, das die Mittelland Zeitung lanciert hat, ist auch eine Digitalversion zu sehen. Als E-Paper. Das habe ich schon immer gehasst. Artikel zum Anklicken auf einer verkleinerten Zeitungsseite, Text (ohne Originallayout) und Fotos muss ich einzeln anschauen. Manche Seiten sind in der E-Paper-Version einfach weiß geblieben, manche Texte lassen sich nicht anklicken, die Anzeigen dafür fast immer. Und das steht drin im Sonntag:

» weiterlesen

Neue Gratiszeitung:
«News» kommt am 3. Dezember

Florian Steglich, 14. September 2007 um 12.20 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Die vierte Schweizer Gratiszeitung soll am 3. Dezember zum ersten Mal erscheinen - auf jeden Fall aber noch vor Ende des Jahres. Das verrieten die drei beteiligten Medienhäuser heute auf einer Pressekonferenz in Zürich.

Wie medienlese.com-Leser bereits gestern abend um 19.05 Uhr erfuhren, wird die neue Gratiszeitung News heißen und jeweils mit dem Namen und Logo einer der drei Zeitungen geschmückt werden, die sich für den neuen Titel zusammengetan haben: Tages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung.

newstitel1.jpg

Die Eckdaten der News:
» weiterlesen

Relaunch:
20minuten hat sich geschminkt

Florian Steglich, 13. September 2007 um 12.35 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Auf dem Schweizer Zeitungsmarkt kann man im Moment leicht die Übersicht verlieren, hier eine neue Gratis-, da eine neue Sonntags-, und am Horizont eventuell eine neue Tageszeitung. Und jetzt auch noch Relaunchs. Seit heute morgen erscheint die Gratiszeitung 20minuten in modernisiertem Outfit. Keine Revolution, aber eine deutliche Verbesserung von sicherer Hand.

20minuten: Titelseite im Vergleich

Chefredaktor Marco Boselli verrät in seinem Editorial nicht sehr viel. Mit dem Zeitungsdesigner Brian O’Connor habe man sich zusammengetan, um die “grösste und modernste Zeitung der Schweiz” zu überarbeiten. Und das war nötig. Dass 20minuten modern sei, hat man dem Blatt nämlich vorher nun wirklich nicht angesehen.

» weiterlesen

Im Test:
Monocle

Florian Steglich, 13. September 2007 um 10.00 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Magazine kaufen ist manchmal komisch. Das ging Ronnie so, als er das Modellbaumagazin LOKI etwas verschämt am Zürcher Bahnhofskiosk kaufte, und das ging mir so, als ich neulich um 5 Uhr morgens im Frankfurter Hauptbahnhof die Monocle erwarb - vor und hinter mir je zehn BILD-Käufer. Da saß ich dann zwischen schnarchenden Engländern und betrunkenen Fußballfans mit meinem 12-Euro-Magazin und fühlte mich irgendwie am falschen Ort.

cover_monocle.jpg

Monocle ist das aktuelle Magazin des legendären Tyler Brûlé, des Mannes, der in den 1990ern Wallpaper erfunden und seinen Anhängern Lesern befohlen hat, in welcher hippen Bar in Nepal sie in welchem Monat welchen Drink zu konsumieren hätten.

Im Test: Die Monocle-Ausgabe Juli/August 2007. Ich habe sie Ende August gekauft und brauchte eine Weile zum Lesen - inzwischen ist die September-Nummer im Handel.

» weiterlesen

jonettag Mediacamp 2007 live:
Geld verdienen mit Bürgerjournalismus

Florian Steglich, 8. September 2007 um 17.40 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Das WLAN-Netz könnte saftiger sein - das Elbe-Zimmer ist zwar schön wie alle Räume in der Hamburger Handelskammer, fürs Livebloggen aber nicht unbedingt ausgerichtet. Das hier also nicht live, sondern als “Aufzeichnung”: Der Bericht vom Workshop “Mit Bürgerjournalismus Geld verdienen” mit Dr. Martin Huber von myheimat.de.

Der stellt sein Bürgerjournalismus-Konzept vor - das vermutlich einzige tatsächlich erfolgreiche in Deutschland. Und zwar erfolgreich im Sinne von profitabel.

MyHeimat ist zunächst mal eine Plattform für Laienjournalismus wie viele andere auch: Beiträge, Kommentare, private Kommunikation zwischen registrierten Autoren. Die wesentlichen Unterschiede zu anderen Unternehmungen dieser Art allerdings sind:

  • Aus den Beiträgen, die online erscheinen, werden monatlich erscheinende Lokalmagazine erstellt - User Generated Content gedruckt.
  • Konzentration aufs Lokale - beziehungsweise Hyperlokale: MyHeimat erscheint an zur Zeit 17 Orten mit jeweils unterschiedlichen Inhalten. Diese “Märkte” haben 10.000 bis 50.000 Einwohner.

16 Festangestellte arbeiten hinter den Kulissen, das aber immer sehr zurückgenommen, wie Huber mehrmals betont. Das sei eines der Erfolgsgeheimnisse.

» weiterlesen

jonettag Mediacamp 2007 live:
Das Beste aus beiden Welten

Florian Steglich, 8. September 2007 um 11.45 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

pic_gruen_immer.gifKein echtes BarCamp, keine echte Konferenz: Seit einer knappen Stunde sitzen knapp 100 Journalisten, Blogger, Journalistenblogger, Bloggerjournalisten und sonstige Medienschaffende beim jonettag Mediacamp 2007 in Hamburg zusammen. Weil sich Zielrichtung und Termin überschnitten, fusionierten die Tagung des Journalistennetzwerks jonet und das MediaCamp, das Falk Lüke initiiert hatte. Das Beste aus beiden Welten soll es werden, Vorträge geladener Referenten, aber - möglichst - auch spontane Workshops aus dem Publikum.

Damit das Ganze nicht ganz so abrupt beginnt, gibt es zum Start aber erstmal eine “normale” Podiumsdiskussion. Auf der Bühne: Prof. Roger Blum von der Universität Bern, Fernsehjournalist Christoph Ulmer, Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztest, und Alex Böhm, noch Schüler, aber schon Profi vor der Kamera - er füllt jeden Samstag um 18 Uhr seinen eigenen Kanal bei Sevenload mit dem Magazin alex.TV.

Es geht in einem rumpeligen Ritt durch die Gegenwart und Zukunft des Journalismus, um Glaubwürdigkeit, Möglichkeiten zum Geldverdienen im Netz, Medienkontrolle und Bürgerjournalismus. Ein guter Anfang zur Einstimmung. Peter Schink bloggt bereits mit, Oliver Gassner ebenso - alle aktuellen Blogeinträge und Flickr-Fotos findet man auf der jonettag-Website. Jetzt: Kurze Vorstellung der Workshops, Kaffee und Croissants. Danach weiter Livegeblogge vom jonettag Mediacamp hier bei medienlese.com.

Publiziert und vergessen

Florian Steglich, 6. September 2007 um 11.52 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Ein schöner Text zum Thema “Breaking News” erschien neulich im O’Reilly-Radar. Der Autor, Dale Dougherty, äußert darin seinen Wunsch nach News-Webseiten, die ihm nicht nur den aktuellsten Stand eines Ereignisses in einem einzigen, ab und zu aktualisierten Artikel zeigen, sondern auch die Entwicklung einer Story im Zeitverlauf.

Das wäre online natürlich kein Problem, und ab und zu sieht man solche Timelines ja auch. Häufiger ist allerdings immer noch das komplette Gegenteil - so wie aktuell bei taz.de zu sehen. Dort ist ein Artikel wohl aus der Druckausgabe vom 03.09.2007 zu lesen, der sich mit den Drittsendelizenzen bei Sat.1 beschäftigt, über die sich der ehemalige Sat.1-Manager Roger Schawinski eher unfreundlich geäußert hat. Sein Vorwurf: Die Lizenzen würden nach medienpolitischem Klüngel vergeben - und die Sendungen, zu deren Ausstrahlung die Sender verpflichtet sind, für völlig überzogene Preise verkauft. Der taz-Artikel endet so:

» weiterlesen

Fragen wir doch jemanden, der sich damit auskennt.

Florian Steglich, 5. September 2007 um 18.07 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Es ist Klimadebatte in der FAZ. Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf hat dort einen Text veröffentlicht, in dem er sich die sogenannten Klimaskeptiker vornimmt und den Medien Desinformation in Sachen Klimawandel vorwirft.

Und die Angegriffenen wehren sich: Dirk Maxeiner, Wolf Lotter, Christian Bartsch, Günter Ederer, Matthias Horx, Josef Reichholf und Wolfram Weimer, wiederum in der FAZ. Das Dokument der Verteidigung ist allerdings aggressiv und auch sonst eine eher schwache Replik, voll mit lauten Begriffen und Floskeln, bei denen man unwillkürlich skeptisch wird, wie Stefan Niggemeier zutreffend anmerkt.

Nun ist auch Rahmstorfs Text nicht frei von solchen Stellen. Er endet zum Beispiel mit einem Satz, bei dem ich ebenfalls von einer Sekunde auf die andere misstrauisch werde:

?Wir alle, vor allem aber unsere Kinder und Enkel, könnten dafür einen hohen Preis bezahlen.?

Danach kann man ja nichts mehr erwidern, oder? Weiter oben im Artikel heißt es:

» weiterlesen

 
slug blogoscoop