Florian Steglich

Florian SteglichFlorian (28) fing Ende 2004 an, sich näher mit Blogs zu beschäftigen. Ein erster eigener Versuch fand noch ziemlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der zweite dann unter dem Dach des Holtzbrinck-Projekts germanblogs. Florian lebt in München und kämpft regelmäßig mit ellenlangen Bookmark-Listen, überquellenden E-Mail-Postfächern und deckenhohen Papierstapeln - hauptsächlich schreibt er deswegen für imgriff.com, als eine Art Kriegsberichterstattung.

Florian ist erreichbar unter

 

Alle 56 Artikel von Florian Steglich auf medienlese.com:

Endlich entschieden:
Blumencron und Mascolo werden Aust-Nachfolger

Von Florian Steglich, 16. Januar 2008 um 23.20 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Das meldet jedenfalls sueddeutsche.de und beruft sich auf “Verlagskreise”. Andere nennen das Hamburger Abendblatt als Quelle, aber dort ist online nichts zu finden - ebensowenig übrigens wie auf den Webseiten der Spiegel-Gruppe und bei den üblichen Fachmedien. Matthias Müller von Blumencron, derzeit Chefredakteur von Spiegel Online, und Georg Mascolo, Leiter des Hauptstadtbüros, wurden kürzlich schon vom Focus als Favoriten für die Nachfolge Stefan Austs an der Spiegel-Spitze genannt. Nachdem der eigentliche Favorit Claus Kleber sich gegen den Posten entschieden hatte, war eine hausinterne Lösung wahrscheinlicher geworden - denn jeder Kandidat war seitdem nur noch zweite Wahl.

Ums operative Geschäft bei Spiegel Online soll sich in Zukunft Wolfgang Büchner kümmern, der dort bereits seit 2003 stellvertretender Chefredakteur ist.

Anm.: Ich habe die Links zu den Biographien von Blumencron und Büchner wieder entfernt - denn die leiten auf die Startseite von Spiegel Online um, wenn man nicht via Impressum geht. Dazu sagen wir jetzt mal nichts …

medienlese.com präsentiert:
Das DJV-Bullshit-Bingo

Von Florian Steglich, 10. Januar 2008 um 19.35 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Heute abend diskutieren in Berlin Journalisten und Blogger auf Einladung des DJV zum Thema “Regeln oder Anarchie? - Journalismus im www“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert mittlerweile auch der Livestream. Und das eröffnet für uns Daheimgebliebene die Teilnahme am DJV-Bullshit-Bingo:

medienlese-djv-bingo.png

Ausdrucken und immer dann, wenn eines der aufgelisteten Buzzwords auf dem Podium genannt wird, durchstreichen. Wer zuerst vier durchgestrichene Wörter in einer Reihe hat, gewinnt!

6 vor 9

Von Florian Steglich, 21. Dezember 2007 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Klageflut gegen Schäubles Schnüffel-Gesetz
(Süddeutsche Zeitung, Heribert Prantl)
“Es ist ein Sturm der Entrüstung: 70.000 Deutsche unterstützen eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung.” - und man kann sich noch anschließen: Bis zum 24.12. beim AK Vorratsdatenspeicherung.

Die Worte der Verwirrten
(FAZ, Stefan Niggemeier)
“Nun ist nicht auszuschließen, dass Menschen, die dumm genug sind, für teures Geld an dieser Art Sendungen teilzunehmen, auch dumm genug sind, solche Antworten zu geben. Bemerkenswert aber ist, dass diese Menschen in außerordentlich überdurchschnittlicher Zahl ?Money Express? zu gucken scheinen und nicht die Programme der Konkurrenz.”

Warum wir Weihnachten Wiederholungen wollen
(welt.de)
“Sissi, der kleine Lord, die Hoppenstedts, Familie Heinz Becker – manche Sendungen gehören zu Weihnachten wie die Tanne und die Gans. Auch wenn wir längst wissen, wie es ausgeht, schalten wir jedes Jahr ein. Elf Autoren erklären, warum sie ihre Lieblingssendungen immer wieder gucken.”

Recherchieren und erzählen
(NZZ, Thomas Schuler)
” Als Tom Wolfe noch Reporter war, behauptete er, faktische Erzählungen lösten den Roman als vordringliche Literaturform ab. Sein «New Journalism» stand jedoch unter dem Generalverdacht, Fiktion und Fakten zu vermischen. Heute findet das Genre zurück zu seinen Wurzeln und erlebt als «erzählerischer Journalismus» ein Revival.”

Der Raub der Augsburger Puppenkiste
(faz.net, Alex Westhoff)
“Die Helden der Eltern aus der Augsburger Puppenkiste sind auch die Helden ihrer Kinder geworden. Viele der so liebevoll wie klar inszenierten Geschichten zwischen den Kistendeckeln sind zeitlos schön. Seit langer Zeit aber schon gibt es keine neuen Moritaten mit den Marionetten im Fernsehen mehr. Die Frage ist: Warum?”.

Vorratsdatenspeicherung interessiert Journalisten nur mäßig
(newsroom.de)
“Die 80 Teilnehmer einer Veranstaltung in Mannheim zeigten sich erstaunt, daß der Saal mit 300 Sitzplätzen nicht voll belegt sei. Insbesondere wurde kritisiert, daß sich die Journalisten sprichwörtlich an einer Hand abzählen ließen.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Von Florian Steglich, 20. Dezember 2007 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Neuer Bertelsmann-Chef steuert Konzern um
(manager-magazin.de, Klaus Boldt)
“Der designierte Konzernchef Hartmut Ostrowski will nach Informationen von manager magazin den Medienkonzern Bertelsmann umbauen. Geplant sind etwa die Übernahme der Buchverlagsgruppe Harper Collins und der Verkauf der Beteiligung an Sony BMG. Zur Disposition könnte auch der Anteil am Verlagshaus Gruner + Jahr stehen.”

Sat 1 - Beinahe überflüssig
(FR Online, Jan Freitag)
Das ganze Elend von Sat 1 ausgezeichnet zusammengefasst: “So liest sich das Portfolio jenes Senders, der TV-Legenden wie Anke Engelke und Gerichtsshows, Sandra Maischberger und die Late Night, Erich Böhme und investigative Schäferhunde hervorbrachte, wie eine Liste des gediegenen Scheiterns.”

Journalismus und Internet - Online oder gar nichts
(sueddeutsche.de, Viola Schenz)
“In den USA stellen immer mehr Verlage ihre Printausgabe ein und auf Web um. Das Modell der Zukunft?”

When Will Google?s ?Big Project? YouTube Bring in Profits?
(Mediashift, Mark Glaser)
“While the site was sold to search giant Google for an eye-popping $1.6 billion in November 2006 there?s still one thing it hasn?t accomplished, by most people?s reckoning: profits.”

Ökologisch suspekt
(taz.de, Jenni Zylka)
“Internetportale mit Tipps für kritische Konsumenten liegen im Trend. An Werbung mangelt es ihnen nicht - deswegen aber an Glaubwürdigkeit”.

Lokalmedien - Heimatlos im Netz
(Spiegel Online, Jan Philipp Hein/Boris Hellmers)
“Internet-Unternehmen entwickeln unter Hochdruck lokale Dienste, doch die meisten Verleger regionaler Medien missachten die Gefahr: Ihre Webseiten hinken der Zeit chancenlos hinterher. Mit ihrem vermeintlichen Sparprogramm verschärfen sie die Krise ihrer eigenen Branche.”

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Im Test:
Das katholische YouTube

Von Florian Steglich, 19. Dezember 2007 um 18.26 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

kathtube.pngWeb-2.0-Projekte können nicht nur 13-jährige BWL-Studenten und New-Economy-Nostalgiker anschieben, oh nein: Auch katholische Institutionen mischen mit. Das heißt dann nicht Ratzingr oder kathol.icio.us, aber doch immerhin kathTube.com. Wir haben uns das mal angesehen.

Seit dem 12. Dezember ist es online, das “katholische Medienportal” kathTube.com mit dem Petersdom im Logo. Dieser 12. Dezember war übrigens der “Tag der Muttergottes von Guadalupe!”, wie das insgesamt nicht ausrufezeichenschwache Portal betont.

Bisher sind 250 Bilder, 119 Audiodateien, 71 Videos und zwei Handvoll Dokumente online. Und vor allem unter den Videos finden sich zahlreiche Perlen, wie man sie im Dschungel des Originals gar nicht mehr entdecken würde:

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6 vor 9

Von Florian Steglich, 19. Dezember 2007 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Samariter-Definition der “Süddeutschen Zeitung”
(Indiskretion Ehrensache, Thomas Knüwer)
Schon am Montag erschienen, aber Pflicht: Thomas Knüwer hat sich internetvictims.de genauer angesehen, eine Website, deren Macher recht wohlwollend vom sueddeutsche.de-Mann Bernd Graff interviewt wurde. Und Knüwer fand: Eine Sex-Hotline und noch ein paar andere unerfreuliche Dinge.

Die dubiose Geschichte vom eingeritzten Hakenkreuz
(Spiegel Online, Florian Gathmann)
“Der Fall löste Entsetzen aus: Im sächsischen Mittweida hätten Rechtsradikale ein Mädchen überfallen, der 17-Jährigen ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt. Nun gibt es erhebliche Zweifel an der Geschichte. Möglicherweise gab es gar keinen Überfall.”

Brandon’s History Of Online BBC
(BBC Internet Blog, Brandon Butterworth, gefunden bei Alexander Svensson)
“We set up www.bbc.co.uk and started playing with mostly laughable content until we found a few like-minded people around the BBC who had more time and material for producing content.” - Brandon Butterworth erzählt, wie die BBC ins Netz ging.

Zeitgenössisches Contentmanagement - Was will der Spiegel von Wikipedia?
(FR Online, Christian Schlüter)
“Offenbar sollen hier die Erträge eines “guten Journalismus” mit den Inhalten eines diffusen, weitestgehend dezentralen und auf freiwilliger Basis organisierten Mitmachprojekts vermischt, verwässert, wenn nicht gar verhunzt werden. Oder auch nicht.”

?Google ist nicht gut genug?
(FAZ, Roland Lindner)
Wikipedia will Google mit einer Suchmaschine Konkurrenz machen (und das übrigens nicht erst, seitdem Google seine Wissensplattform Knol angekündigt hat).

“Die Zeitung ist ein in sich übersichtlicher Kosmos”
(dradio.de)
“Frank Schirrmacher sieht die Print-Medien nicht durch das Internet bedroht. Beide Medien würden sich ergänzen, glaubt der Herausgeber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. (…) Allerdings gebe es eine allgemeine Tendenz, die den Qualitätsjournalismus bedrohe.”

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6 vor 9

Von Florian Steglich, 13. Dezember 2007 um 11.24 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

6 vor 9 heute wegen widerspenstiger Technik sozusagen als 6 um 36 vor 12 - danke für die Geduld!

Der Schattenmann
(ksta.de, Tilmann P. Gangloff)
Christoph Gottschalk ist einer der Strippenzieher im deutschen Showbusiness; und das keineswegs erst, seit er die Lizenzrechte für ?Wetten, dass..?? mit großem Erfolg nach China exportiert hat.

?Bei Anruf Abzocke?
Das kauft man ihm ab!

(faz.net, Oliver Jungen)
Seit wenigen Monaten ist Günter Wallraff zurück auf der großen Bühne. Aber als wäre ihm daran gelegen, die Größe seiner einstigen Undercover-Einsätze im Nachhinein herunterzuspielen, tritt er nun als Karikatur seiner selbst auf.

Apple als Massenprodukt und stolpernde Spiegel-Online-Autoren
(fscklog.com)
Vor Jahren noch war die Welt einfach gewesen. Spiegel-Online-Artikel zum Thema Apple wälzten sich grundsätzlich in unendlichen Unzulänglichkeiten, bis sich dies mit Apples fortschreitendem Erfolg plötzlich änderte. Aus den SPON-Artikel verschwanden die Fehler, gewitzte Analysen folgten auf schlaue Feststellungen und mancher gab sich gar euphorisch. Doch nun, endlich, ist alles beim alten Alten.

Zu viele Fremdwörter - Keiner versteht die “Tagesschau”
(spiegel.de)
Eine neue Umfrage hat ergeben, dass manche alltägliche Fachbegriffe in der “Tagesschau”, darunter “Tarifautonomie” oder “Koalitionsfreiheit”, von nahezu keinem Zuschauer verstanden werden.

Sarkozy-Freund will französische AP kaufen
(ftd.de)
Der Ex-Chef der französischen Nachrichtenagentur AFP, Bertrand Eveno, unterstützt den Pariser Geschäftsmann Vincent Bolloré beim Aufbau eines Medienimperiums. Gemeinsam wollen sie die französische Tochter der US-Nachrichtenagentur AP kaufen.

Endspurt vor Weihnachten
(fr-online.de)
Der umstrittene Verkauf des Süddeutschen Verlags (SV) und seines Flaggschiffs Süddeutsche Zeitung steht unmittelbar vor der Entscheidung. Die vier ausstiegsbereiten SV-Altgesellschafter, die zusammen über 62,5 Prozent der Anteile verfügen, wollen voraussichtlich in der Woche vor Weihnachten einen Käufer präsentieren, heißt es in ihrem Umfeld.

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Die 50 besten Zitate übers Internet

Von Florian Steglich, 27. September 2007 um 11.11 Uhr, 30 Kommentare Kommentare

Listen mag man oder nicht. Wir mögen sie. Manchmal. Darum haben wir eine zusammengestellt mit Zitaten von mehr oder weniger wichtigen Persönlichkeiten, die sich über das Internet ausgelassen haben.

Der Spruch über die “Klowände des Internets” von Werber Jean-Remy von Matt ist Legende. Aber das ist nur das prominenteste all der Zitate, die von Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern auf Podien und in Interviews losgelassen werden.

Wir haben 50 davon gesammelt:

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Erste Eindrücke vom Westeins-Projekt:
So sieht DerWesten aus

Von Florian Steglich, 25. September 2007 um 11.08 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Das Nachrichtenportal der WAZ-Gruppe wird mit Spannung erwartet. Vor mehreren Ewigkeiten wurde es unter dem Projektnamen “Westeins” angekündigt, dann erst mit Datum und zuletzt nur noch wortlos verschoben. Jetzt scheint es aber ernst zu werden: Auf der Online-Marketing-Messe OMD gibt es eine Preview des Portals. Wir haben uns die mal angesehen.

Bislang kann Fabian Georg, Key Account Manager, zu seinem Ärger nur die Power-Point-Präsentation von DerWesten.de (so der kürzlich veröffentlichte Name) zeigen, denn das Netz auf der OMD ist offenbar nicht das beste. Und unsere Fotos sind, zugegeben, auch nicht von allerhöchster Qualität. Aber für einen ersten Eindruck soll es reichen:

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Neue Gratiszeitung .ch:
Der Zeitungskrieg ist eröffnet

Von Florian Steglich, 19. September 2007 um 10.30 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Seit heute erscheint .ch, die “Zeitung der Schweiz”; Gratiszeitung Nummer 3, wenn man Cash Daily mitzählt, sogar schon Nummer 4. Ein Qualitätsmedium will .ch sein. Schau’n wir mal.

punktch_kopf.jpg

6.55 Uhr: Rund um den Helvetiaplatz keine Spur von .ch. Vor einem Hauseingang neben dem “Hooters” steht einer der Verteilständer - leer. Dafür platzt gegenüber an der Haltestelle die 20minuten-Box aus den Nähten.

7.58 Uhr: Rund um den Helvetiaplatz keine Spur von .ch. Der Ständer neben dem Hooters ist weg. Die 20minuten-Box zu drei Vierteln leer.

8.10 Uhr: Am Stauffacher stehen drei Leute mit .ch. Und etwa zwanzig mit 20minuten. Einer liest heute von gestern abend. Die .ch-Box ist leer.

Aber eine Stunde früher waren noch zehn Exemplare drin; zwei davon hat Peter mitgenommen. Und die sehen wir uns jetzt mal genauer an.

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