Florian Steglich

Florian SteglichFlorian (28) fing Ende 2004 an, sich näher mit Blogs zu beschäftigen. Ein erster eigener Versuch fand noch ziemlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der zweite dann unter dem Dach des Holtzbrinck-Projekts germanblogs. Florian lebt in München und kämpft regelmäßig mit ellenlangen Bookmark-Listen, überquellenden E-Mail-Postfächern und deckenhohen Papierstapeln - hauptsächlich schreibt er deswegen für imgriff.com, als eine Art Kriegsberichterstattung.

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Alle 57 Artikel von Florian Steglich auf medienlese.com:

Kein großer Graben:
Blog-Content in Mainstream-Medien

Florian Steglich, 26. September 2008 um 16.03 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die New York Times übernimmt Artikel dreier großer Blogs – der jüngste von mehreren ähnlichen Deals, die englischsprachige Blogs in diesem Jahr abgeschlossen haben.

Das Anschreiben gegen “die Blogs”, bei dem häufig die These die Mittel heiligt, gehört hierzulande zum guten Ton unter Journalisten. In den USA ist man da weiter, so weit, dass immer häufiger Artikel großer Blogs auf den Websites etablierter Medienmarken syndiziert werden.

Kurz hintereinander verkündeten diese Woche die Blogs Venturebeat, GigaOM (hier bezieht sich der Deal offenbar aufs ganze GigaOM-Netzwerk) und ReadWriteWeb, dass Teile ihres Contents ab Oktober im neugestalteten “Technology“-Ressort der New York Times eingebunden werden. Die offizielle Rede ist dabei nur von Gewinnen durch qualitative Stories (bei der Times) und höhere Reichweite (bei den Blogs) - wir wissen also nicht, ob die Zeitung zusätzlich “Zeilengeld” bezahlt oder es Gegengeschäfte etwa in der nicht unüblichen Form von Werbebuchungen gibt.

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Guardian kauft PaidContent.org

Florian Steglich, 11. Juli 2008 um 15.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Guardian Media Group übernimmt das kleine Blogimperium PaidContent - für kolportiert über 30 Millionen Dollar.

PaidContent-LogoDie Neuigkeit, die Kara Swisher von AllThingsDigital heute zuerst veröffentlichte, ist inzwischen bestätigt (abgesehen von den finanziellen Details). Guardian News & Media, Teil der Guardian Media Group, übernimmt ContentNext, die Muttergesellschaft des bekannten PaidContent.org und mittlerweile dreier anderer Themenblogs. PaidContent beschäftigt sich mit der “Ökonomie der Inhalte”, der Medienwirtschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung. Der Kauf sei “Teil der US-Expansion”, heißt es beim Guardian. Dort setzt man schon seit längerem darauf, im gesamten englischen Sprachraum zur “führenden liberalen Stimme” zu werden. Bereits ein Drittel der Besucher des Nachrichtenportals guardian.co.uk kommen aus den USA.

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Zoomer fragt die User:
Darf’s noch etwas hässlicher sein?

Florian Steglich, 9. Juli 2008 um 16.49 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Zoomer will eine neue Startseite und fragt die User, wie sie aussehen soll. Nur: Die vorgeschlagenen zwei Entwürfe sind noch um Einiges verstörender als das aktuelle Design.

Designkritik ist manchmal etwas elitär – da regen sich die Profis mit dem empfindlichen Auge auf, die Nutzer aber stören sich gar nicht an den beanstandeten Verfehlungen, sondern klicken und blättern eifrig. Das Paradebeispiel: Das überaus hässliche MySpace. Beim ebenfalls heftig kritisierten Nachrichtenportal Zoomer aus dem Hause Holtzbrinck aber muss was dran gewesen sein: Die Startseite nämlich soll nun nachgebessert werden. Man ist mit dem Verhältnis von Besuchern zu Seitenaufrufen nicht zufrieden, erzählte Zoomer-Chefredakteur Frank Syré im Video bei Turi2. Das liegt nach den aktuellen IVW-Zahlen bei rund zwei Seiten pro Visit und damit eher auf dem Niveau eines durchschnittlichen Weblogs als auf dem großer Nachrichtenseiten (Spiegel Online etwa kommt auf ein Verhältnis von sechs Page-Impressions pro Visit).

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6 vor 9

Florian Steglich, 29. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wie es zum “NPD-Eklat” kommen konnte
(stefan-niggemeier.de/blog)
In deutschen Online-Redaktionen “sitzen überwiegend Menschen, die nicht mehr tun, als am Fließband die unaufhörlich eintrudelnden Meldungen von Nachrichtenagenturen in Form zu bringen [...] Auf der Suche nach Orientierung tun sie das, was auch die meisten Leser machen: Sie schauen auf ?Spiegel Online? nach. ?Spiegel Online? aber ist ein Boulevardmedium.”

Hauptsache Gewalt
(taz.de, Lana Stille)
“Beim G8-Gipfel 2007 haben Journalisten in ihrer Berichterstattungswut viele handwerkliche Fehler gemacht - wie ein neues Buch nachweist.”

Telekom spitzelte schon 2000
(ftd.de, Leo Müller, Jens Brambusch und Matthias Lambrecht)
Nicht nur ein Capital-Redakteur wurde bespitzelt, sondern nach Angaben der FTD auch deren Chefreporter Tasso Enzweiler. “Die Informationen legen nahe, dass der ehemalige Monopolist jahrelang ein Spitzelsystem gegen Journalisten und Spitzenkräfte unterhalten hat.”

How Not To Do Newspaper Video
(digitaljournalist.org)
“TV news has been around for a long time. Most of your audience can’t remember a time when it wasn’t. They are all TV critics. [...] They know what is good and what is bad. Unfortunately, most newspaper publishers and editors don’t have a clue.”

Everyone’s a historian now
(Stephen Mihm, The Boston Globe)
“How the Internet - and you - will make history deeper, richer, and more accurate.”

Blog-Einnahmen 08: Umfrageauswertung
(basicthinking.de/blog)
Umfangreiche Auswertung von Robert Basics Umfrage zu Blog-Einnahmen: Was verdient der durchschnittliche Blogger? Verdient er mehr mit einem Fach- oder mit einem Mischblog? Welche Werbemittel bringen wie viel?

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Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Florian Steglich, 28. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Die Reise nach Japan – warum die Kanzlerin ohne Journalisten fliegt
(Tagesspiegel, M. Ehrenberg und K. Sagatz)
“Mythos Kanzlermaschine – wer hat sich bei Dienstreisen der deutschen Regierungschefs nicht schon über diese Bilder abends in den ?Tagesthemen? gewundert: Angela Merkel oder früher Gerhard Schröder locker mit Journalisten über dies und das plaudernd. Was wird da verraten? Wer darf da eigentlich rein? Sind das immer dieselben Journalisten? Und: Müssen die ihren Flug selber bezahlen?”

Die Top 100 der umsatzstärksten Medienunternehmen in Großbritannien (.pdf)
(guardian.co.uk, Studie von OC&C)
Der “Media Top 100 Index” bezieht auch Agenturen ein, auf Platz 1 findet sich darum die Werbeholding WPP. Erläuterungen zum Ranking in diesem Artikel.

Bikinimäuse außer Sicht
(taz.de, Jenni Zylka)
“Des überfälligsten Themas unter der Sonne nehmen sich nicht ARD und ZDF an, mit ihren stets stolz ausgestellten Dokumentarfilm-Sendeplätzen, nicht die ThemenabendspezialistInnen von Arte. Sondern das DSF” - Doku über Homophobie im Fußball.

New York Times API Coming
(readwriteweb.com, Josh Catone)
Die New York Times stößt die Tore weit auf: Sie wird eine Programmierschnittstelle (API) für ihre Inhalte anbieten, so dass Dritte Rezensionen, Restaurantkritiken und andere Daten für eigene Angebote verwenden können - außerhalb der NYT-Website.

Belgian Newspapers To Google: Pay Us $77M For Indexing Our News
(paidcontent.org, Rafat Ali)
Schon wieder? Bis zu 77 Mio. Dollar fordert der belgische Verlegerverband Copiepresse von Google als Entschädigung dafür, dass in der Google-Suche und bei Google News Inhalte der Zeitungen ohne Erlaubnis veröffentlicht werden.

Sag zum Abschied leise ?Werbung?
(werbeblogger.de, Patrick Breitenbach)
“Ich bin jetzt an einem Punkt, wo mich die Werbung so dermaßen langweilt, dass ich nicht länger gewillt bin darüber zu publizieren. [...] Mich interessieren schlechte Spots, doofe PR-Anschreiben und sonstiger Werbemüll einfach nicht mehr. Ich gehe den gleichen Schritt, den Millionen von anderen Menschen auch gehen: Scheuklappen auf und durch.” - Werbeblogger Patrick Breitenbach hört auf.

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Google-Maps-Mashup:
Visualisierter Kahlschlag

Florian Steglich, 27. Mai 2008 um 18.36 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Wo leidet die (amerikanische) Medienbranche? Welche Redaktion künftig auf Mitarbeiter verzichten muss, zeigt eine interaktive Karte.

Web 2.0 = Medienkrise = Entlassungen, auf diese Idee könnte man kommen, glaubte man den Äußerungen besorgter Verlagsmenschen. Dabei kann man doch Web 2.0 und Entlassungen so viel schöner in einen Zusammenhang bringen:

Sogar nach Anzahl der Entlassenen kategorisiert: Erica Smith\'s Papercuts-Mashup.
Anklicken für größere Darstellung, Screenshot von graphicdesignr.net/paper-cuts

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6 vor 9

Florian Steglich, 27. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Mit Stauffenbergs Degen
(taz.de, Lydia Harder)
“Die “Junge Freiheit” fing als neurechte Studentenzeitung an. Heute stolpern bisweilen Politiker über das Berliner Wochenblatt. Ein Besuch in der umstrittensten Redaktion Deutschlands.”

“Die grossen Boulevardgeschichten werden auch bei uns vorkommen”
(persoenlich.com, David Vonplon)
“Am kommenden Montag erscheint erstmals der “Blick am Abend”. [...] Im Interview mit “persoenlich.com” sagt Chefredaktor Peter Röthlisberger, wie er das Abendblatt aus der Verlustzone hieven will und wie die Arbeitsteilung mit der Kaufzeitung “Blick” aussieht.”

“User Powered Journalism” – jetzt bei YouTube
(Upload-Magazin.de, Jan Tißler)
“Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich den Begriff ?User Powered Journalism? in die Runde geworfen, um einen dritten Weg zwischen dem klassischen Journalismus und den nutzergenerierten Inhalten des Web 2.0 aufzuzeigen. Dieser Tage startet YouTube nun ein Experiment, das als Beispiel dafür dienen kann”.

Die Spur der Scheine - Jakob Augstein kauft die Ost-West-Wochenzeitung ?Freitag?
(Tagesspiegel, Markus Ehrenberg und Christian Meier)
“Ob und wie Augstein das Blatt verändern will, ist noch nicht bekannt. Im Gespräch seien Ergänzungen zum bisherigen Profil, zum Beispiel im Internet. Eine Revolution steht beim ?Freitag? aber offenbar nicht bevor.”

Sometimes Crowds Aren’t That Wise
(readwriteweb.com, Josh Catone)
“[...] sometimes the wisdom of crowds approach is, well, kind of dumb. Now is probably a good time to revisit the rules for harnessing the wisdom of the crowds we published on this blog a year ago.”

Der kleine Quatsch
(Tagesspiegel, Bernd Gäbler)
“Es mangelt an Stil, Eleganz und vor allem an Demut. [...] Zum deprimierenden Befund nach einem Jahr gehört, dass sich Oliver Pocher auf keinem Gebiet nennenswert weiterentwickelt hat. Er macht nichts besser, aber das jetzt überall”.

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In eigener Sache:
Neues Schwesterblog

Florian Steglich, 21. April 2008 um 11.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das Logo von netzwertig.comHeute sei uns ein wenig Werbung in eigener Sache gestattet: Mit netzwertig.com ist vor gut zwei Stunden ein neues Blogwerk-Blog gestartet, das sich mit Themen rund um Web, Internetökonomie und Technologie beschäftigen wird.

Ein “Web/Techblog” nennt es zutreffend Jochen Krisch in seinem Blog. Wert wird nicht auf Vollständigkeit, sondern auf Relevanz gelegt: Nur die wesentlichen und tatsächlich folgenreichen Entwicklungen, Webangebote und Startups sollen behandelt werden. Damit knüpft netzwertig.com an seinen Vorgänger an, das Blog «Beobachtungen zur Medienkonvergenz», das Andreas Göldi drei Jahre lang geführt hat, und das nun mit neuem Namen, breiterer Ausrichtung und größerem Team ausgebaut wird. Neben Andreas Göldi schreiben noch Marcel Weiß (neunetz.com, imgriff.com) als Redakteur und Markus Spath (Museum of Modern Betas, hackr.de) als Autor bei netzwertig.com.

Zum Neustart außerdem noch eine spezielle Lektüreempfehlung: Am Wochenende hat Andreas Göldi nochmal einen kleinen Rückblick auf die wichtigsten Themen der vergangenen drei Jahre zusammengestellt. Daraus ist eine Art Best of der Medienkonvergenz-Artikel geworden - jeder einzelne lohnt sich:

» Rückblick auf drei Jahre «Beobachtungen zur Medienkonvergenz»
» Artikel zum Start von netzwertig.com
» Reaktionen der Blogosphäre auf den netzwertig.com-Start

Re:publica LIVE! Geld verdienen mit Blogs - reloaded

Florian Steglich, 3. April 2008 um 11.55 Uhr, 27 Kommentare Kommentare

Geld verdienen mit Blogs - neben der Abgrenzung vom Journalismus ist das das andere grosse Thema, das Blogger immer wieder beschäftigt. Und wie beim gestrigen Panel zum Thema “Journalismus vs Blogs” ist auch hier noch nicht so ganz klar, worauf es hinauslaufen soll.

Die Grundsatzdebatte wolle man nicht führen, schrieb Johnny Häusler im re:publica-Blog, aber nur Erfahrungsberichte sollen es auch nicht sein, meinte Markus Beckedahl an derselben Stelle.

Anwesend auf dem Podium diesmal:

- Als Moderator Thomas Knüwer (tk) - Journalist und Blogger beim Handelsblatt (”Am Bahnhofskiosk gibt es auch viel Schund”)
- Sascha Lobo (sl) - Werber, Autor und Twitter-Follower-Partyveranstalter
- Remo Uherek (ru) - CEO von Trigami (”innovatives Marketing im Internet, indem Blogs als Marketing- und Marktforschungskanal genutzt werden”)
- Robert Basic (rb) - selbständiger Blogger und No.1 der deutschen Blogcharts.
- Don Dahlmann (dd) - Freier Journalist und Blogger

11:55 Uhr: sl, dessen Iro nach der gestrigen “Followerparty” heute wohl etwas mehr Zeit braucht, ist nun auch eingetroffen. Vorstellungsrunde: dd vertritt auf dem Podium das “indirekte” Geldverdienen mit Blogs. Sein eigenes Blog ist zwar Teil des Adical-Netzwerks, wichtiger waren aber offenbar Aufträge, die er wegen des Bloggens bekommen hat.

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Neues Startup-Watchblog:
Fett für die Gerüchteküche

Florian Steglich, 9. Februar 2008 um 9.04 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Ein anonymer Blogger schreibt seit wenigen Tagen ein Watchblog über die deutsche Startup-Szene. “Blase2null” heißt es, und nimmt nach etwas holprigem Start langsam Fahrt auf. Es könnte als Gerüchteküche ein Gegenstück zum unkritischen Deutsche Startups werden - jedenfalls, so lange Wordpress.com mitmacht.

Web-2.0-BubblesWeb-Geblubber (Bild cc:Gaetan Lee)

Er hat viel vor, der Blogger, der sich “Tim” nennt: Um den “Blick auf die Schattenseite einer manipulativen Startup-, Medien- & Investoren-Szene” gehe es ihm, schreibt er, und darum, “was man tun muß, um gerade eben nicht Teil dieser Blase zu sein”. Er selbst sei nämlich auch Gründer gewesen und heute Investor, wolle darum gar nicht alles schlechtreden. Einige Zeit hat sich Tim vor allem in den Kommentaren des Web-2.0-Blogs deutsche-startups.de getummelt, aber das war ihm offensichtlich nicht genug Öffentlichkeit: Am 30. Januar startete er sein eigenes Blog unter blase2null.wordpress.com.

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