Felix Disselhoff

Felix Disselhoff hat von Januar bis September 2008 für medienlese.com geschrieben.

 

Alle 51 Artikel von Felix Disselhoff auf medienlese.com:

Digitales Fernsehen:
Gefangen in der analog-digitalen Phase

Felix Disselhoff, 14. Juli 2008 um 10.56 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

DVB-T2 ist kein Terminator, sondern die nächste Stufe des digital-terrestrischen Fernsehglücks. Endlich scharfe Bilder und noch viel mehr Sender – wenn es denn endlich losgeht.

Die neue Vielfalt: Mit dem neuen Standard passen sieben Sender auf eine Frequenz – bei DVB-T sind es vier, bei analogem Fernsehen einer. (Bild iStockphoto)

Saubere Bilder und viele Kanäle – ohne Kabelanschluss oder Satellitenschüssel: Digital Video Broadcasting Terrestrial, kurz DVB-T, gilt als die Alternative zum herkömmlichen analogen Fernsehen. Vor allem für Haushalte, die noch keinen Zugang zum Kabelnetz haben oder denen das Anbringen einer Satellitenschüssel untersagt ist. DVB-T nutzt die gleichen Frequenzen wie analogen Fernsehen, dank Modulation der Bandbreite finden aber bis zu vier Sender pro Kanal ihren Platz. Das soll sich ändern:

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Kochshow:
Straight out of Hühnerhölle

Felix Disselhoff, 13. Juli 2008 um 9.10 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Englands Starkoch Jamie Oliver hilft arbeitslosen Jugendlichen, sorgt für besseres Essen in Schulkantinen – jetzt schockt der Vorzeigebrite sein Publikum mit einem drastischen Schnitt.

Jamie Oliver meint es doch nur gut (Bild iStockphoto)Lässiges Jungkochen bringt ihm nicht mehr den Kick. In seiner neuesten Show (Montagabend auf RTL2, 21:15 Uhr) geht Jamie Oliver einen Schritt weiter, zielsicher Richtung Ekel-Tabu: Er nimmt ein lebendes Huhn, hängt es kopfüber an Edelstahlhaken auf und schreitet zur Tat. Ein Stromstoß, ein Zucken und das Tier ist tot. Oliver hält den kleinen Kopf zwischen Zeigefinger und Daumen und setzt einen sauberen Schhnitt. Blut tropft aus der offenen Kehle. Endlich Bildung im Privatfernsehen! Mehr Details und das Video nach dem Klick:

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Tape.tv:
Musikfernsehen 1.0

Felix Disselhoff, 10. Juli 2008 um 10.50 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Das Berliner Startup Tape.tv macht Musikfernsehen – im Internet. Mit Werbeunterbrechung nach jedem dritten Clip, aber ohne nervende Klingelton- und Flirtangebote.

Es könnte alles so einfach seinWährend Viva und MTV schrille Shows, abgedrehte Comedy und diverse Real-life-Serien mittlerweile so ziemlich alles senden, außer Musikvideos, geht eine neue Internetseite einen anderen Weg. Ein klarer, schwarzer Hintergrund, ein kleines Logo, ein aufgeräumtes Menü und nur Musikclips: So sieht Tape.tv aus.

Einfach zum eigenen Programm: Tape.tv eingeben, zurücklehnen und aktuelle Musikclips genießen. Gefällt das laufende Video, gibt es über einen Klick auf ein kleines Herz – ähnlich wie bei Last.fm – mehr Clips aus derselben Musikrichtung. Oder man wählt das Programm nach Genres aus: von “Hip Hop Hooray” über “Pop Kultur” bis zur “Alternativen Liste”. Wenn alles nicht hilft: Auch über den Künstler geht es mit einem Klick zu ähnlichen Tracks.

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Global integriert:
BBC baut um

Felix Disselhoff, 9. Juli 2008 um 11.34 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die britische Rundfunkanstalt BBC bündelt internationale Angebote in einem globalen Sendezentrum. Nachrichten kommen nun multimedial aus dem “central world news hub” in London.

BBC Television Centre in London (Bild soapbeard, Creative-Commons-Lizenz)Der Fernsehsender BBC World News, Mitarbeiter des Radiosenders BBC World Service sowie die internationalen Nachrichtenteams der BBC und Mitarbeiter der verschiedenen Online-Plattformen arbeiten von nun an enger zusammen. Damit entstehe, lobt sich die BBC, ein einzigartiges, multimediales und globales Nachrichtenunternehmen. Bei der medien- und redaktionsübergreifenden Konzentration auf das Produkt “News” treffen nicht nur Fernsehmacher und Online-Redakteure aufeinander: Während der Hörfunksender BBC World Service, der in 33 Sprachen auf Kurzwelle und Satellit Nachrichten verbreitet, staatlich gefördert wird, finanziert sich die BBC aus Gebührengeldern.

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Hulu in Europa:
Ländersperre wirkungslos

Felix Disselhoff, 25. Juni 2008 um 11.53 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Videos in hoher Auflösung, Musik für jeden Geschmack – aber eigentlich nur für US-Bürger. Nur wer zufällig einen Proxy benutzt, kann doch zuschauen.

hulu

So war das Internet mal gedacht: Dezentral, global und uneingeschränkt nutzbar. Doch immer wieder sind interessante Webinhalte amerikanischen Usern vorbehalten. Wenn es um Filme und Fernsehsendungen geht, geben sich die Urheber zugeknöpft und geben ihre Lizenzen nur für bestimmte Länder her. Die Anderen müssen draußen bleiben. Anhand der IP-Adresse wird geprüft, von wo die Besucher auf die Inhalte zugreifen wollen.

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Rekorder im Netz:
Fernsehaufnahmen gratis

Felix Disselhoff, 24. Juni 2008 um 11.35 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Keine Lust, den Spielfilm am Wochenende zu verpassen? Aber keine Zeit und ein Festplattenrecorder ist zu teuer? Online-Video-Rekorder locken mit Angeboten. Doch es geht auch kostenlos.

Sie heißen Save.tv, Shift.tv und haben den DVD- oder Festplattenrecorder im heimischen Wohnzimmer abgelöst. Einziges Manko: Zeitversetztes Fernsehen ist noch nicht möglich. Die geplanten Aufnahmen müssen erst auf den PC runtergeladen werden. Die Plattform onlinetvrecorder.com bietet den Service sogar kostenlos an. Es ist nur eine Registrierung erforderlich.

Das Senderangebot beläuft sich auf 47 Sender. Neben den Hauptsendern sind auch die öffentlich-rechtlichen Spartensender, wie z.B. DZF Doku, aber auch die ausländischen Sender TRT, CNBC und BBC World gelistet.

Aufnahmen programmieren

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Macht hoch die Daten, die Archive macht weit!

Felix Disselhoff, 23. Juni 2008 um 16.22 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nun auch die Times: Zeitungsarchive werden über das Internet frei zugänglich gemacht. Nur bei Fernsehsendern mag die Netzöffnung noch nicht recht funktionieren.

Jack the Ripper: Die alten Dokumente gibt es nicht länger nur im Museum (Bild Keystone/Akira Suemori)Wurde auch langsam Zeit: Die britische Tageszeitung Times öffnet ihr Archiv und stellt alte Ausgaben von 1785 bis 1985 ins Netz. Der Dienst ist vorerst kostenlos, erfordert jedoch eine Registrierung. Auch die übrigen Ausgaben bis heute sollen in nächster Zeit veröffentlicht werden. Die Zeitungsseiten liegen im Originallayout vor.

Mit Hilfe einer Zeitleiste können historische Artikel angesteuert werden, die bedeutende historische Ereignisse aufgreifen. Wie zum Beispiel ein Text über “Jack, the Ripper” vom 1. Oktober 1888.
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Disselhoffs Durchblick:
Das einfache Fernsehen

Felix Disselhoff, 21. Juni 2008 um 10.05 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Platon und Mistgabeln: Endlich versuchen sich mit Gülcan Kamps und Collien Fernandes zwei “Stars” aus dem heimischen Fernsehen als Bäuerinnen. Das und mehr in unserem Fernseh-Check.

Gülcan Kamps und Collien Fernandes (Bilder [M] Keystone/Miguel Villagran und Volker Wiciok)Wie oft hört man den Spruch “Das hat`s alles schon mal gegeben!”?  In Ordnung: Die Fußball-EM ausgenommen. Vor allem, wenn die deutsche Elf so gut wie gegen Portugal spielt. Aber was kriegt der arbeitende Durchschnittsbürger sonst zu sehen? Die Öffentlich-Rechtlichen schnulzen mit “Verbotene Liebe” und “Marienhof” seit Anbeginn meiner Kindheit. Selbst “Forsthaus Falkenau” hat im Zweiten überlebt. In der Episode vom Freitag fand Weichspülförster Hardy Krüger jr. dieses Mal im Küblacher Forst Fress- und Verbissschäden. Zwei Hirsche stehen zum Abschuss frei. Tragik, Drama, kaum auszuhalten!

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Institution “Tatort”:
Pizza oder Pasta?

Felix Disselhoff, 25. Mai 2008 um 20.30 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

700 Folgen “Tatort” und kein Ende: Der Sonntagabend ist fest in der Hand der Staatsgewalt. Regionale Besonderheiten und beruhigende Aufklärungsquoten machen die Sendung erfolgreich.

Der Sonntagabend ist eigentlich perfekt für entstpanntes Gespräch mit alten Freunden. Doch Fernsehdeutschland hört sonntags ab 20.15 Uhr nur mit einem halben Ohr hin. Das restliche Hörvermögen lauscht Pathologen, Mördern und ihren Jägern. 20:15 Uhr ist “Tatort-Zeit”. Seit mehr als 38 Jahren gehört der “Tatort” ins deutsche Wohnzimmer wie Playmobil und Ikeamöbel. Heute strahlt die 700. Folge über den Äther.

Im Schnitt schalten fast acht Millionen Menschen ein. Für die ARD eher ungewohnt: Jeder fünfte Zuschauer ist unter 50. Gerade die Anfang-Dreißiger werden schon bei der hämmernden Vorspannmelodie (für die Komponist Klaus Doldinger pro Ausstrahlung 50 Euro kassiert), wenn Horst Lettermayers Beine über nasse Straßen hetzen, nostalgisch. Damals, als man noch ein bißchen länger aufbleiben durfte. Mit Milch und väterlicher Aufsicht.

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DSDS:
Ein Kilo Hackfleisch und die Haare schön

Felix Disselhoff, 18. Mai 2008 um 17.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Klischee-Sieger: Die fünfte Staffel von “Deutschland sucht den Superstar” ist endlich vorbei – medienlese.com blickt zurück auf Gemeinheiten, Fehltritte und Bußgelder.

Er ist der neue Superstar: Thomas Godoj post vor der Pressemeute (Bild Keystone/Frank Augstein)“Deutschland sucht den Superstar”. Nein, Deutschland hat seinen Superstar gefunden: Thomas Godoj, frischgekrönte Rockröhre aus Recklinghausen. Und was bleibt? Eine beliebige fünfte Staffel, der übliche Mix an Kandidaten und eine Jury, die ihresgleichen sucht. Nicht, weil sie sich durch qualifizierte Kommentare zum Gesang der rund 30.000 Kandidaten auszeichnete. Da nannte der bitterböse Bohlen die Vorsinger lieber “Vollschwuchtel”.

Den Castingvogel schoss Bohlen ab, als der 17-jährige Raymund R. für sein großes Vorbild den Titel “Die perfekte Welle” zum Besten gab: “Ich glaub, wenn Du in die Berge gehst und Du rufst, da kommt da kein Echo, weil Echos haben auch Geschmack”, so Dieter Bohlens qualifizierter Kommentar zu den misslungenen Auftritt. Raymund wurde nach einem Zusammenbruch von seinen Eltern abtransportiert.

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