Geschenke für Journalisten:
Nützlich bis heiter
Nie wieder Socken, bloß keine Krawatte: medienlese.com hat fünf Vorschläge für passende Geschenke zu Weihnachten – nicht nur für Journalisten.
Ludwig Reiners: Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. Es gibt eine alternative zum allgegenwärtigen Wolf Schneider: Schon 1951 schrieb Ludwig Reiners seine “Stilfibel”, schon damals lautete die Devise “Rettet den Genitiv!” (Seite 31). Unbedingt die gebundene Ausgabe verschenken! Gesehen bei Amazon für 14,90 Euro. Für wen: Angehende Journalisten, Hobby-Schreiber mit Ambitionen, Online-Journalisten mit Nebensatz-Phobie und Hang zu Doppelpunkt und Gedankenstrich, begeisterte Besitzer der Bastian-Sick-Trilogie des Sprach-Grauens. Vorsicht: Altgediente Berufsschreiber verzichten unter Umständen gerne auf diese doch nur gut gemeinte Handreichung.
Zeitungsente “Paula Print”. Zugegeben, wir haben so unsere Probleme mit dem Zeitungs-Maskottchen Paula Print. Gesehen bei den Harburger Nachrichten ab 3,60 Euro. Für wen: Print-Nostalgiker, Schlussredakteure, Fehlerteufel und Google-Rechercheure. Vorsicht: Eigentlich ist Paula Print ungefähr so cool wie eine Diddl-Maus am Eastpak, also überhaupt nicht. Dieses Geschenk eignet sich deshalb nur für Kinder oder Erwachsene, die die Geste verstehen und das Viech danach irgendwo verstecken.
Digitalkamera Canon Ixus 870 IS. Eine kleine, einfach zu bedienende Kamera, die nicht nur äußerst brauchbare Bilder schießt, sondern auch Videos und Ton aufnehmen kann. So klein, dass man sie immer in der Tasche haben kann. Nützlich auch auf Reportage, Benjamin von Stuckrad-Barre empfahl im Reporter-Forum: Immer schnön knippsen, das spart das mühsame Notieren von Details und man kann sich mehr auf das Geschehen und auf Eindrücke konzentrieren. Um 250 Euro im Elektronikmarkt. Für wen: Für wen nicht? Vorsicht: Das Weihnachtsessen steht Minuten nach dem Dessert als Mitschnitt auf YouTube und der Beschenkte macht sich in seinem neuen Video-Blog zum Matussek.
Portable Voice Changer. Diesen kleinen Kasten hält man vor die Sprechmuschel des Telefons – oder vor das Mikrofon am Handy – und kann so seine Stimme verfremden. Drei Funktionen stehen zur Verfügung, mit denen die eigene Stimme entweder höher, tiefer oder wie die eines Roboters klingt. Was für ein Spaß! Gesehen bei neuerdings.com, Preis rund 20 Dollar. Für wen: Investigative Rechercheure, freie Journalisten mit Nebenjob im Call-Center. Vorsicht: Bloß nicht vergessen, vorher die automatische Übermittlung der eigenen Rufnummer zu unterdrücken.
Natürlich freuen wir uns über weitere Vorschläge …
» Mehr lesen: Fotoblog (3), Matthias Matussek (6), Paula Print (2), YouTube (23)
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4 Kommentare zu diesem Artikel
2 Trackbacks
- Wochenrückblick: Wir sind alle Reporter » medienlese.com
(7. Dezember 2008 19:27) - Print lebt: Druckschwarzer Freitag » medienlese.com
(12. Dezember 2008 15:24)
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Felix
Zum Glück hast Du nicht nochmal die Flip bemüht. Das kann böse enden. Dafür gibt es ja jetzt die Leserreporter-Kamera mit “Bild”-Branding
Peter
Mein Vorschlag: Das Buch “Deutsch für Profis” von Wolf Schneider - geht jedes Jahr wieder. ;) Alternativ “Videojournalismus” von Sabine Streich.
Caro
Eine Ausgabe “Deutsch für Profis” im Regal muss reichen… Auch gut: Eine Sim-Karte von Aldi kaufen, unter falschem Namen registrieren, dazu ein gebrauchtes Handy von Ebay et voilà. Soll der Schäuble dann noch mal versuchen, all unsere sensiblen Gesprächsdaten zu speichern.
Laura
danke für die guten Tipps und Ideen. Die Print - Paula wäre noch was für einen guten Freund! :)