6 vor 9

Ronnie Grob, 28. Oktober 2008 08:54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. “Experten”
(coffeeandtv.de, Lukas)
“Braucht ein Journalist ein Statement zum Thema Blogs oder Internet, wendet er sich an Stefan Niggemeier. Der darf auch beim Thema ‘Medien allgemein’ ran, aber nur, solange seine Meinung nicht der Linie des Journalisten zu widersprechen droht - sonst ist Jo Groebel dran.”

2. “Deutsche Nachrichtenagentur sieht schwarz für die Schweiz”
(tagesanzeiger.ch, Olivia Kühni)
“Die Turbulenzen an den Finanzmärkten würden die Akteure an den Schweizer Bankenplätzen erheblich ins Schwitzen bringen, so die DPA. ‘Sogar Verhältnisse wie in Island, wo der Staat kurz vor dem Bankrott steht, werden unter Experten für die Eidgenossenschaft nicht mehr wie bisher entrüstet ausgeschlossen, sollte sich die Lage weiter verschlechtern.’ Namentlich genannt werden in dem Text keine Experten, die diese Meinung tatsächlich öffentlich vertreten.”

3. “Immer sind die Medien schuld”
(taz.de, Bernd Pickert)
Bernd Pickert verteidigt die linksliberalen Medien, die den Kandidat Obama befürworten. “Wie müssten denn Medien beschaffen sein, die diesem McCain-Wahlkampf positives abgewinnen könnten?”

4. “Linke Presse, rote Zahlen”
(jungle-world.com, Catrin Dingler)
“Ein Gesetz der italienischen Regierung sieht drastische Kürzungen der Subventio­nen für das Verlagswesen vor. Insbeson­dere linke Tageszeitungen wären davon be­troffen. Der größten, il manifesto, droht zum Ende des Jahres das Aus.”

5. “Nur ein Diskurs kann uns retten”
(michael-klonovsky.de)
“Der Starnberger Emeritus Jürgen Habermas gilt als der bedeutendste deutsche Sozialphilosoph der Gegenwart. Warum eigentlich?” (”Bestellt, bezahlt und bislang ungedruckt von der Weltwoche, Zürich”)

6. Obama, Obama, Obama
(woerterberg.de)
Eine Trilogie der Google-Suche zu Obama: Obama war, Obama soll, Obama wird.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Jean-Claude

    schrieb am 28. Oktober 2008 um 11:27 Uhr (#)

    zu 2)

    Die dpa-Meldung klingt tatsächlich ziemlich “freihändig”. Aber ich erinnere mich an das Börsengerücht, das vor etwa drei Wochen die Runde machte, es gäbe Fusionsabsichten zwischen den zwei Schweizer Bankgiganten UBS und CS. Das Gerücht verschwand so rasch wieder, wie es gekommen war. SWenn, dann wäre das wirklich ein gewaltiges Ding.

    Als Journalist lernt man mit den Jahren, dass an der Sache mit dem Rauch und dem Feuer in der Regel was dran ist.

    Bleib dran, “Tages-Anzeiger”, sonst verpassest du am Ende mal wieder die grosse Story, wie zum Beispiel jene, dass der unerschütterliche Bankenfelsen UBS plötzlich Staatskrücken brauchte, weil er am Abgrund stand (oder immer noch steht?). Hielt auch niemand auch nur für denkbar …


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